1860 Münchens Freude über den Spaßsieg im Derby gegen Fürth währt nicht lange: Lars Bender fällt lange aus.
Michael Hofmann ist Ersatztorwart bei 1860 München. In dieser Saison hat er exakt 0 Minuten Einsatzzeit in der zweiten Liga zustande gebracht - keine Statistik zum Prahlen. Trotzdem ist Hofmann seit geraumer Zeit ansteckend gut gelaunt, das war nicht immer so. "Es gibt keinen Grund, mich hängenzulassen", sagte der 35-jährige Oberfranke aus Bayreuth nun, "zudem macht die Arbeit viel mehr Spaß, wenn man sich reinhängt."
Bild vergrößern
3:1 gegen Fürth, da freuen sich kleine wie große Löwen. (© Foto: dpa)
Anzeige
Also gibt er im Training auch ohne die Perspektive, an Philipp Tschauner vorbeizukommen, den Vorzeigeprofi, hechtet wie ein Stuntman umher, klatscht ab, feuert an. In Frankfurt jüngst hat er sich beim Jubel an der Seite fast die Beine gebrochen; er war ausgerutscht. Logisch, das so einer nach Dienstschluss nicht aufhört, sich einzubringen. "Am Samstag vor dem Spiel gegen Greuther Fürth saß ich mit Benny im Mannschaftshotel", berichtete er lächelnd , "da habe ich auf ihn eingeredet und mit Sprüchen angestachelt." Lauth traf dann bekanntlich zweimal beim 3:1. Hofmann? Der grinste am Montag, wie Schlitzohren grinsen.
Überbewerten muss man die Impulse, die einer wie Hofmann derzeit bei den Sechzigern verbreitet, nicht. Aber man darf sie auch nicht unterbewerten. Vielmehr ist der Hüne ein Mosaiksteinchen für die Trendwende der Löwen. Während der ersten Wochen in der Liga mit vier Niederlagen in fünf Spielen herrschte Missmut, wo man hinblickte. Jetzt ist die Körpersprache anders. Selbstbewusst, überzeugt, zuversichtlich. Wobei die Frage, was zuerst da war - Ei oder Henne, Siege oder breite Brust -, nicht einfach zu beantworten ist. "Die Mannschaft hat Blut geleckt, Siege einzufahren", erklärte Kurz am Montag.
Erfolge und geistige Haltung bedingen sich wohl gegenseitig. Auch in naher Zukunft solle sich an dieser Vampirmentalität nichts ändern - so das weiß-blaue Vorhaben. "Beim nächsten Spiel in Osnabrück wollen wir wieder Spaß haben", versprach Klubanimateur Kurz und benutzte eine verräterische Vokabel. Vor der Saison hat Kurz über viel geredet, über Stabilität, Disziplin, etc. Nun soll das Kicken Spaß machen. Ein erstaunlicher Paradigmenwechsel. Aber einer, der fruchtet.
"Keine Frage, die Freude ist da", gestand Lauth, der bereits durch eine Geste des Trainers emotional aufgeheizt ins Spiel gegangen war. Der Stürmer, der bisher nur in der ersten Partie gegen Freiburg getroffen hatte, durfte für den an der Bandscheibe operierten Kapitän Daniel Bierfoka die Kapitänsbinde tragen. "Das macht einen schon stolz, wenn man die Jungs aufs Feld führen darf", gab Lauth im Nachhinein zu. Genau solche Streicheleinheiten benötigt er - wie Hofmann durch die Blume bestätigte: "Manch einer bei uns braucht eben einen Schubs."
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
- 2. Liga: TuS Koblenz Videos zur Strafe 20.10.2008
- Bundesliga: 1. FC Nürnberg Sieger auf Euro-Suche 17.05.2010
- Bundesliga: Relegation Jungbrunnen für Franken 16.05.2010
- Fußball: Nürnberg - Augsburg Langes Leiden, spätes Glück 13.05.2010
- Fußball: Zweite Bundesliga Rostocker Randale in Düsseldorf 09.05.2010
- 2. Liga: TSV 1860 München Bankenaufsicht ermittelt gegen Fußballer 07.05.2010
- Fußball: 2. Liga "We love St. Pauli" 03.05.2010
UN-Tourismusorganisation
Schade dass er sich nicht helfen lässt.
Der TSV 1860 trennt sich von Stürmer Berkant Göktan.
Durch eine zwangsweise angeordnete Urinprobe sei Kokainkonsum nachgewiesen worden..
Das Hilfsangebot des Vereins, den Vertrag ruhen zu lassen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, schlug der Spieler aus!
In der ersten Hälfte sah ich ein ohne Mühe erzieltes Tor der Greuther, unter dem das Spiel der Löwen die ganze erste Halbzeit litt.
Nach einigen brenzlichen Situationen erzielten die Sechzger den Dreierpack innerhalb kurzer Zeit, nachdem das Spiel nach der Pause bereits etwas mehr Ordnung bekommen hatte.
Die Löwen fuhren drei Punkte ein ohne dass sie durch große spielerische Klasse oder Zielstrebigkeit aufgefallen wären.
Es fielen drei wunderschöne Tore für das blaue Wunder.