Unentschieden gegen Mönchengladbach: Dank Nationalspieler Patrick Helmes darf der 1. FC Köln weiter auf die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga hoffen.
Dank Patrick Helmes darf der 1. FC Köln weiter auf die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga hoffen. Der Nationalspieler erzielte in der Nachspielzeit des rheinischen Derbys gegen Borussia Mönchengladbach mit einem unberechtigten Foulelfmeter das 1:1.
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Voller Einsatz: Der Kölner Patrick Helmes im Duell mit Gladbachs Roel Brouwers. (© Foto: AP)
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Im Zweitliga-Spitzenspiel hatte Sascha Rösler in der 32. Minute den Tabellenführer Mönchengladbach vor 50.000 Fans im ausverkauften RheinEnergieStadion in Führung gebracht. Damit ist Köln punktgleich mit dem Tabellendritten FSV Mainz 05.
Die nun seit sieben Partien ungeschlagenen Borussen bauten damit den Vorsprung auf die Kölner, die auf dem ersten Nicht-Aufstiegsplatz liegen, auf sieben Punkte aus.
Mönchengladbach musste die Rote Karte für Rouelk Brouwers in der Nachspielzeit verschmerzen. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) stellte Brouwers wegen einer vermeintlichen Notbremse vor dem Strafraum aber zu Unrecht vom Platz. Kurz vor dem Schlusspfiff musste die Partie für etwa zwei Minuten unterbrochen werden, als Feuerwerkskörper aus dem Gladbacher Fanblock flogen.
FC-Trainer Christoph Daum bot in Patrick Helmes, Milivoje Novakovic und Kapitän Kevin McKenna zwar drei Spitzen auf, die gewünschte Anfangs-Offensive blieb jedoch aus. Erst nach 13 Minuten kamen die Gastgeber durch den ehemaligen Mönchengladbacher Thomas Broich zu ihrer ersten Chance.
Trotz Feldüberlegenheit war die Daum-Elf in der ersten Halbzeit jedoch meist ungefährlich. Lediglich eine Doppel-Chance durch Ümit Özat und McKenna (30.) stand bis zur Pause zur Buche. Unmittelbar darauf gingen die Borussen durch den neunten Saisontreffer von Rösler in Führung.
Youssef Mohamad hatte den Schuss entscheidend abgefälscht. Die Kölner zeigten sich daraufhin geschockt und ermöglichten den Gästen durch zahlreiche Abspielfehler im Spielaufbau weitere hochkarätige Chancen, die vor allem Rob Friend (36./39.) jedoch fahrlässig vergab.
Nach dem Wechsel begann der dreimalige deutsche Meister aus Köln druckvoller und kam durch Helmes (55./71.) und Roda Antar (70.) zu weiteren Möglichkeiten. Vor allem in der Defensive agierten die Gastgeber aber unsicher.
Der fünfmalige Meister Mönchengladbach vergab durch unkonsequente Angriffe die frühzeitige Entscheidung. Roel Brouwers (75.) und Marcel Ndjeng (81.) hatten die besten Chancen. Helmes rettete Köln dann den verdienten Punkt.
(dpa/ihe)
Bundespräsident Gauck
In dieser Szene, in solch einer Situation auf Strafstoß zu entscheiden, ist ein ganz schlechter und geschmackloser Witz! Erstens lag kein Foul vor (ein leichtes Zupfen an der Schulter, meterweit vor dem Strafraum, stellt für mich kein regelwidriges Vergehen dar), und zweitens gab es, wenn überhaupt, einen leichten Kontakt ca. 1,5 m vor dem Strafraum, danach nicht mehr.
Gut, wenn Kinhöfer pfeift, muss er konsequenterweise auch Rot für Brouwers zücken. Dass das auch eine Spielsperre nach sich zieht, ist logisch. Doch die Argumentation, Brouwers wegen eines unsportlichen Verhaltens zu sperren, ist eine Farce! Dann bitte auch eine entsprechende Sperre für den Schiedsrichter und den sterbenden Schwan Novakovic. Da war in beiden Fällen mehr Unsportlichkeit vorhanden als beim Gladbacher Innenverteidiger!
die alten Fohlen sind wieder zu erkennen. Köln war eine Farce, kein Aufstiegskandidat. Da kann der Schiri auch nichts machen...
mal wieder der Schiri entschieden.
Die brauchen einfach elektronische Hilfen, oder deen vierten Mann, der Zuschauer wusste schon nach der Wiederholung, daß dies kein Elfer war.
Ich bin weder Gladbach noch FC-Fan, aber 1. war das ne Schwalbe, und 2. vor dem Strafraum abgeflogen. Da ich mir aber beide Vereine zurück in die Bundesliga wünsche, war ich froh darüber. Aber so wie die in den letzten Wochen spielen, sind die für mich klare Fahrstuhlmannschaften. Beim FC regiert sowieso der Express/Stadtanzeiger. Das macht gar keinen Spaß. Die sollten mal ausgesperrt werden, aber ich fürchte, das FC-Volk braucht das.
... darf man durchaus streiten. Entscheidend ist nicht das erste Foul, denn der Schiedsrichter muss dem Stürmer nicht den Vorteil abpfeifen, sondern das letzte Foul wenn der Verteidiger im Strafraum noch mal nachfasst, ist es ein Foul im Strafraum und damit Elfmeter.
Definitiver Schwachsinn (entschuldigung für die harte Wortwahl) ist aber die Bemerkung "stellte Brouwers wegen einer vermeintlichen Notbremse vor dem Strafraum aber zu Unrecht vom Platz". Wenn der letzte Mann den weglaufenden Stürmer, der allein aufs Tor zugehen würde, festhält, dann ist das a) eine Notbremse, auch wenn er ihm dabei nicht durch eine Blutgrätsche die Beine bricht und b) nach den Regeln ein klares Rot.
Übrigens gab es zwischen diesen beiden Mannschaften in der Bundesliga vor drei Jahren exakt die gleiche Elfmeter-Situation, nur mit umgekehrten Vorzeichen, zu finden im schiedsrichterblogg.de:
1. FC Köln - VfL Borussia Mönchengladbach
In der 81. Spielminute steuert Thomas Broich auf das Gehäuse der Kölner zu und wird dabei von Rolf-Christel Guié-Mien am Trikot gehalten. Dieses Halten beginnt vor dem Strafraum. Broich läuft zunächst weiter, um einen eventuellen Vorteil zu nutzen. Im Strafraum kommt er dann zu Fall und ohne zu zögern entscheidet Schiedsrichter Dr. Markus Merk auf Strafstoß. Und das war richtig. Das Halten wird bis in den Strafraum fortgesetzt wo der Vorteil dann erlischt und somit liegt der Tatort im 16er. Anders wäre es gewesen, wenn das Halten vor dem Strafraum beendet worden wäre. Dann hätte es nur einen Freistoß gegeben.