2. Liga Dirk Schuster soll Darmstadt retten

Zurück in Darmstadt: Dirk Schuster (Archivbild)

(Foto: dpa)

Dirk Schuster kehrt als Trainer zum Fußball-Zweitligisten Darmstadt 98 zurück und soll den Bundesliga-Absteiger vor dem drohenden Gang in die 3. Liga retten. Der 49-Jährige war bereits von 2012 bis 2016 für die Lilien verantwortlich und führte die Südhessen von der 3. Liga in die Bundesliga. Schuster unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019.

"Ich freue mich sehr auf die Aufgabe bei den Lilien. Den Verein und die Mannschaft habe ich in den vergangenen anderthalb Jahren natürlich weiterhin verfolgt", sagte Schuster, der am Dienstag offiziell vorgestellt werden soll: "Mein Trainerteam und ich werden ab sofort alles daransetzen, die große Herausforderung mit harter Arbeit zu meistern." Und die Aufgabe ist keine einfache: Seit zehn Spielen wartet das prominent besetzte Team auf einen Sieg - anstatt Kampf um den Wiederaufstieg heißt die triste Realität am Böllenfalltor derzeit: 18 Punkte und Relegationsplatz 16. Obwohl in Kevin Großkreutz neben weiteren ehemaligen Bundesligaprofis sogar ein Weltmeister im Kader steht.

Die Misserfolge waren am vergangenen Samstag auch Schusters Vorgänger Torsten Frings zum Verhängnis geworden. Das 0:1 gegen Erzgebirge Aue war zu viel - Frings musste gehen. Nur ein Punkt trennt die Südhessen nach der Hinrunde von einem direkten Abstiegsplatz."Dirk Schuster ist ein ausgewiesener Fachmann, der den Verein, die Strukturen und das Umfeld bestens kennt. Seine Einstellung und seine konzeptionelle Herangehensweise passen zum SV Darmstadt 98", sagte Präsident Rüdiger Fritsch.

Düsseldorf verpasst die Herbstmeisterschaft

Dagegen hat Fortuna Düsseldorf die inoffizielle Herbstmeisterschaft in der zweiten Fußball-Bundesliga verpasst und steckt nach sieben sieglosen Pflichtspielen in einer Krise. Die Rheinländer unterlagen dem neuen Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg 0:2 (0:0) und fielen mit 31 Punkten hinter die Franken (32) und Halbzeitmeister Holstein Kiel (33) auf Rang drei zurück. Damit stehen die Düsseldorfer erstmals seit fast drei Monaten nicht mehr auf einem direkten Aufstiegsplatz.

Vor 22 248 Zuschauern in der Esprit-Arena erzielten Tobias Werner (67.) und Georg Margreitter (77.) die Treffer für die Nürnberger. Düsseldorfs Emir Kujovic verschoss kurz vor Schluss noch einen umstrittenen Foulelfmeter (89.). In dem mit Spannung erwarteten Topspiel konnte Fortunas Coach Friedhelm Funkel, der am Sonntag 64 Jahre alt wurde, wieder auf den zuletzt drei Spiele gesperrten Florian Neuhaus zurückgreifen, musste aber kurzfristig auf den erkrankten Julian Schauerte verzichten.

Spektakel-Fußball mit Friedhelm Funkel

Fortuna Düsseldorf führt überraschend deutlich die zweite Liga an. Mit einem Ü60-Trainerteam, das von sich selbst sagt: Wir trainieren nicht anders als ein Julian Nagelsmann. Von Ulrich Hartmann mehr...