2. Liga Bielefeld wieder erste Klasse
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Arminia Bielefeld feierte seinen siebten Bundesliga-Aufstieg trotz einer "Nullnummer" überschwänglich. Dagegen müssen die nervenschwachen Konkurrenten Aachen, Mainz und Cottbus die Entscheidung um den dritten Platz in der Eliteklasse vertagten.
Den Ostwestfalen genügte am ein 0:0 gegen Absteiger VfL Osnabrück, um neun Tage nach dem 1. FC Nürnberg an gleicher Stelle die Rückkehr in die Eliteklasse perfekt zu machen. Es war eines von rekordverdächtigen sieben Remis am vorletzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga.
"Der Aufstieg ist sportlich und finanziell ein Segen für den Verein", erklärte Bielefelds Trainer Uwe Rapolder, der die Ostwestfalen mit sieben Siegen in elf Spielen unter seiner Regie direkt zurück nach oben führte. Der letzte Schritt war allerdings eine Zitterpartie auf niedrigem Niveau. Es war bezeichnend für die Hektik in Osnabrück, dass Rapolder in der 57. Minute von Schiedsrichter Helmut Fleischer aus Dachau auf die Tribüne verbannt wurde.
Nach dem Schlusspfiff brachen bei den 8.000 mitgereisten Fans alle Dämme. Einige waren die 70 km nach Osnabrück sogar zu Fuß gepilgert. Auf dem Bielefelder Rathausplatz schauten Tausende auf einer Großbildleinwand zu und begannen gleich nach dem Schlusspfiff eine riesige Party.
Schwächelnde Verfolger
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Pokalfinalist Alemannia Aachen verpasste mit einem 1:1 (0:1) gegen LR Ahlen die große Chance auf die ersehnte Bundesliga-Rückkehr nach 34 Jahren, hat aber am letzten Spieltag im brisanten Auswärtsspiel beim Karlsruher SC trotzdem alle Trümpfe in der Hand. Mit 53 Punkten hat das Team von Jörg Berger als Dritter jetzt zwei Punkte Vorsprung auf die schwächelnden Verfolger Mainz 05 (0:0 bei Jahn Regensburg) und Energie Cottbus (0:2 bei der Spielvereinigung Unterhaching).
Sogar Rot-Weiß Oberhausen (50 Punkte) hat nach dem 3:1 beim trotz der Niederlage als "Zweitliga-Meister" feststehenden 1. FC Nürnberg noch theoretische Erstliga-Chancen.
Aachen konnte vor 21.500 Zuschauern am Aachener Tivoli glücklich über den Punktgewinn sein, denn in der Schlussphase rettete Keeper Straub mit einem gehaltenen Elfmeter den Punktgewinn. Der frühere Bundesliga-Profi Bachirou Salou hatte nach 68 Minuten die Ahlener Führung von Bababka N'Diaye (34.) ausgeglichen. Während Mainz beim 0:0 wenigstens kämpferisch überzeugte, wirkte Cottbus völlig verunsichert und ließ über weite Strecken die nötige Leidenschaft vermissen. Francisco Copado (29.) mit Saisontor Nummer 18 und Goran Sukalo (39.) machten die Pleite der in den letzten acht Spielen nur einmal erfolgreichen Gäste perfekt.
Neben den bereits feststehenden Absteigern Osnabrück und Union Berlin stehen der VfB Lübeck (2:2 gegen Erzgebirge Aue) und Regensburg vor dem Regionalliga-Absturz. Das Duo hat mit 39 Zählern einen Punkt Rückstand auf den Karlsruher SC (2:2 bei Union Berlin).
Ahlen (41 Punkte) sowie Unterhaching, Greuther Fürth (1:1 beim MSV Duisburg) und Wacker Burghausen (0:0 bei Eintracht Trier) sind ebenfalls noch nicht gerettet.