Hertha siegt 1:0 gegen St. Pauli Spätes Glück in der Hauptstadt

Die Belohnung kommt erst kurz vor Schluss: Hertha BSC gewinnt dank eines Treffers in den Schlussminuten gegen den FC St. Pauli und bleibt damit in der 2. Liga weiter ganz vorne dabei. Die Hamburger ärgern sich - sie hatten lange stark verteidigt.

Nach 20 Minuten auf dem Platz wurde er der Held des Abends. Ben Sahar (li.) jubelt über den Heimsieg der Hertha.

(Foto: dpa)

Fußball-Zweitligist Hertha BSC hat den Sprung auf den direkten Aufstiegsplatz zwei in der Liga geschafft. Der eingewechselte Angreifer Ben Sahar erlöste die Berliner beim 1:0 (0:0)-Sieg gegen den FC St. Pauli mit seinem Kopfballtreffer in der 85. Minute.

Zuvor hatte vor allem der Berliner Angreifer Adrian Ramos viele gute Tormöglichkeiten für überlegene Berliner vergeben. Damit liegt die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay nach 14 Spieltagen fünf Punkte hinter dem Ersten Eintracht Braunschweig. St. Pauli ist Zwölfter.

Die Gäste aus Hamburg verengten in der Anfangsphase geschickt die Räume und gingen resolut in die Zweikämpfe. Hertha wirkte überrascht, doch ein Pfostentreffer des Berliner Mittelfeldspielers Marcel Ndjeng in der 24. Minute gab der Mannschaft einen Ruck. Anschließend drückte der Bundesliga-Absteiger aus der Hauptstadt auf den Führungstreffer. Der agile Ramos vergab in der ersten Hälfte gleich dreimal aus jeweils aussichtsreicher Position (27. Minute, 43., 44.).

Nach der Pause war es erneut Ramos, der am starken Pauli-Keeper Philipp Tschauner scheiterte (51.). Zur Abwechslung versuchte es zehn Minuten später einmal Peter Niemeyer - und der Kapitän der Berliner kam dem 1:0 gleich näher als sein Mannschaftskollege Ramos in all seinen Aktionen zuvor. Nach einer Ecke köpfte Niemeyer aufs Gäste-Tor und Tschauner war bereits geschlagen. Auf der Linie aber rettete Paulis Akaki Gogia. Die Gäste-Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck kämpfte in der Folgezeit um ein Pünktchen, mehr aber auch nicht. Angriffe in Richtung Hertha-Tor unternahm Pauli nur noch selten - nach einer Flanke von Pekarik war Sahar zur Stelle.