2. Fußball-Bundesliga Hertha nach Ost-Derby auf Aufstiegskurs

Die Hertha ist seit 15 Begegnungen unbesiegt und stellt mit 18 Punkten das beste Auswärtsteam der Liga. Für Cottbus war es dagegen die dritte Niederlage aus den jüngsten vier Partien.

(Foto: dapd)

Seit 15 Spiele ungeschlagen und die beste Auswärtsmannschaft der zweiten Liga: Hertha BSC Berlin besiegt im Ost-Derby Energie Cottbus mit 2:1 und hält die Lausitzer auf Distanz. Ronny gelingt dabei der späte Siegtreffer.

Dank Torjäger Ronny hat Fußball-Zweitligist Hertha BSC einen großen Schritt in Richtung Aufstieg gemacht. Der Brasilianer erzielte beim verdienten 2:1 (1:0)-Auswärtssieg gegen den Energie Cottbus in der 84. Minute den späten Siegtreffer. Mit 36 Punkten festigte die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay ihren zweiten Platz und hielt gleichzeitig den Tabellen-Vierten aus der Lausitz (28) auf Distanz.

Peer Kluge hatte die Hertha nach einem Patzer von Energie-Torhüter Thorsten Kirschbaum zunächst in Führung gebracht (16.). Dennis Sörensen gelang in der 54. Minute der zwischenzeitliche Ausgleich. "Ich bin stolz auf Ronny, aber auch auf die ganze Mannschaft. Die einzige Chance, die Cottbus hatte, war die Standardsituation vor dem Tor", sagte Luhukay.

Die Hertha ist damit seit 15 Begegnungen unbesiegt und stellt mit 18 Punkten das beste Auswärtsteam der Liga. Für Cottbus war es dagegen die dritte Niederlage aus den jüngsten vier Partien. "Ein Unentschieden wäre verdient gewesen. Das ist sehr bitter, Hertha hatte heute einfach auch Glück", sagte der Cottbuser Marc-Andre Kruska.

Die 13.070 Zuschauer im Stadion der Freundschaft sahen zunächst eine souveräne und konzentrierte Vorstellung der Hertha. Cottbus versteckte sich zwar keineswegs, präsentierte sich aber besonders in der Offensive harmlos. Hinzu kamen Patzer in der Abwehr, so auch beim ersten Tor: Einen wuchtigen Schuss von Peter Niemeyer aus gut 30 Metern ließ Kirschbaum nach vorne abprallen, Kluge stieg am höchsten und köpfte zum 1:0 ein.

Bis zur Pause blieb Hertha die bessere Mannschaft, Cottbus hatte Probleme beim Spielaufbau und leistete sich immer wieder unnötige Ballverluste. Die Berliner konnte dies jedoch nicht nutzen. Bei der besten Gelegenheit legte der in die Startelf zurückgekehrte Sandro Wagner von der Grundlinie aus quer, in der Mitte verpasste Sami Allagui um wenige Zentimeter (27.).

Nachdem der überraschte Ben Sahar eine erneute Unsicherheit von Kirschbaum nicht nutzen konnte (50.), schlug Sörensen wenig später bei der ersten echten Cottbus-Chance zu. Ein Freistoß von Marco Stiepermann segelte aus gut 30 Metern in den Strafraum, wo der Däne mit einem wuchtigen Kopfball erfolgreich war. Für Sörensen war es bereits das dritte Saisontor.

In der Schlussphase drängten beide Teams auf den Siegtreffer, der schließlich Ronny mit seinem achten Saisontor gelang. Bester Spieler bei Cottbus war Marco Stiepermann. Die Hertha hatte in Ronny und Kapitän Peter Niemeyer ihre auffälligsten Akteure.