Nach Ümit Özans Zusammenbruch auf dem Spielfeld betreiben die Ärzte Ursachenforschung - es könnte ein Kreislaufkollaps gewesen sein.
Köln (sid) - Kapitän Ümit Özat vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln zeigte sich nach seinem Zusammenbruch nachdenklich und vorsichtig optimistisch. Seine Frau Nurdan hat den Schock derweil noch längst nicht verdaut und will dem 31-Jährigen die Rückkehr auf den Fußballplatz verbieten. "Wir hatten große Angst, es war ein großes Zittern für die ganze Familie, und unter dieser Voraussetzung können wir ihm nicht mehr erlauben, Fußball zu spielen", sagte Nurdan Özat in der türkischen Tageszeitung Hürriyet. "Mit der Angst kann ich nicht leben, wenn ich nach jedem Spiel zittern muss, ob er nach Hause kommt."
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Der Kölner Ümit Özat liegt regungslos am Boden, während Schiedsrichter Florian Meyer medizinische Hilfe anfordert. (© Foto: dpa)
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23 Stunden nach dem traumatischen Erlebnis konnte Ümit Özat schon wieder ein wenig lächeln. "Der Fußball ist sehr, sehr wichtig für mich. Aber die Familie und Gesundheit gehen jetzt erstmal vor. Ich möchte zunächst die weiteren Tests in den nächsten Tagen abwarten", sagte der 31 Jahre alte Türke nach der Ankunft mit seiner Familie vor seinem Haus in Köln-Lindenthal am Samstag um 19.30 Uhr. Er zeigte sich vorsichtig optimistisch: "Ich gehe davon aus, dass auch diese ein positives Ergebnis bringen."
Ärzte vermuten Kreislaufkollaps
Ümit war am Freitagabend in der 25. Minute beim Punktspiel der Rheinländer beim Karlsruher SC (2:0) auf Höhe der Strafraumgrenze zusammengebrochen und verlor das Bewusstsein. Nach sofort eingeleiteten Erste-Hilfe-Maßnahmen kam der 50-malige türkische Nationalspieler in den Katakomben des Wildparkstadions nach fünf Minuten wieder zu sich und wurde in das Städtische Klinikum in Karlsruhe gebracht, wo er die Nacht verbrachte. Neurologische und kardiologische Untersuchungen am Abend und am Samstagmorgen blieben ohne Befund, es wird derzeit von einem Kreislaufkollaps ausgegangen.
Sein früherer Mannschaftsarzt von Fenerbahce Istanbul hat laut Ümit die EKGs der letzten acht Jahre durchgesehen und nichts feststellen können. "Ich habe in letzter Zeit sieben Kilogramm abgenommen, vielleicht hat es damit zu tun", sagte Ümit. "Ich habe schon 1000 Anrufe bekommen und möchte mich bei jedem bedanken, der mitgezittert und für mich gebetet hat."
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(sueddeutsche.de/dpa/JBe)
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