1. FC Kaiserslautern 400 Fans randalieren im Kölner Hauptbahnhof

Randalierende Fußballanhänger haben im Kölner Hauptbahnhof Polizisten angegriffen. Eine Schlägerei nach dem Spiel Dynamo Dresden gegen Hansa Rostock bringt in Sachsen einen Zug zum Stehen.

Nach der 3:4-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf haben "etwa 400 Anhänger" des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern auf der Rückreise in die Pfalz im Kölner Hauptbahnhof randaliert. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei Köln am frühen Samstagabend dem Sport-Informations-Dienst. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, war der Bahnhof zwischenzeitlich komplett gesperrt.

"Die Bundespolizei hat am Nachmittag um dringende Unterstützung gebeten, nachdem die Beamten von einigen Randalierern angegriffen wurden", führte der Sprecher aus. Nachdem sich die Lage gegen 18.00 Uhr wieder beruhigt hatte, wurden die Randalierer mit einem Ersatzzug Richtug Koblenz ausgefahren.

Die FCK-Sympathisanten hatten unter anderem Polizisten mit Absperrstangen angegriffen, die sie auf einer Baustelle im Bahnhofsbereich entwendet hatten. Bei den Ausschreitungen soll es auch zu Verletzten gekommen sein. Mehrere Gleise mussten vorübergehend gesperrt werden. Die Bahn sprach von Vandalismusschäden.

Auch in Düsseldorf hatte es am Vormittag schon Ärger mit den FCK-Anhängern gegeben, die im Bahnhof der Landeshauptstadt lautstark gepöbelt hatten und anschließend von der Polizei eingekesselt wurden. Zudem hatten einige Gästefans in einem Regionalexpress den Zugbegleiter belästigt und dessen Dienstabteil in Beschlag genommen.

Gewalttätige Ausschreitungen zwischen Fans von Dynamo Dresden und dem FC Hansa Rostock haben außerdem einen Zug zu einem unfreiwilligen Stopp gezwungen. Nach der Partie, die 2:2 ausging, habe sich die Lage im Regionalexpress von Dresden nach Leipzig so zugespitzt, dass dieser nicht habe weiterfahren können, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zuvor habe ein Zeuge telefonisch gemeldet, dass sich etwa 60 Reisende schlagen würden. Daraufhin sei ein starkes Aufgebot an Bundespolizisten am Bahnhof Coswig zusammengezogen worden, um einzugreifen.