2. Bundesliga Leipzig unterliegt im Freiburger Schneetreiben

Einzig bei langen Pässen auf Yussuf Poulsen hatte Leipzig echte Torchancen im völlig zugeschneiten Schwarzwaldstadion.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Im Schwarzwaldstadion nutzten die Freiburger Vincenzo Grifo (10. Minute) und Florian Niederlechner (68.) zwei der wenigen Torchancen für die entscheidenden Treffer.
  • Kapitän Dominik Kaiser (56.) erzielte nur den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste aus Leipzig.

Zweitliga-Spitzenreiter RB Leipzig ist auf dem Weg in die Fußball-Bundesliga ausgerutscht. Bei starkem Schneefall verloren die Sachsen das Spitzenspiel am Montagabend beim SC Freiburg mit 1:2 (0:1). Auf dem extrem schwer zu bespielenden Rasen im Schwarzwaldstadion nutzten Vincenzo Grifo (10. Minute) und Florian Niederlechner (68.) zwei der wenigen Torchancen für die entscheidenden Treffer. Kapitän Dominik Kaiser (56.) erzielte nur den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste, deren Vorsprung vor den Breisgauern sich auf drei Punkte verringerte. Dennoch hat Leipzig noch sechs Punkte Abstand auf den Relegationsrang.

Die 23 500 Zuschauer sahen zwei technisch eigentlich starke Aufstiegsfavoriten, die auf dem glitschigen Untergrund große Probleme hatten. Beiden Teams unterliefen schon zu Beginn viele leichte Fehler. Den ersten größeren nutzten die Freiburger gleich eiskalt aus. Nach einem langen Abschlag von SC-Torwart Alexander Schwolow konnte Leipzigs Verteidiger Marvin Compper den Ball nicht kontrollieren und ließ ihn an Florian Niederlechner durchrutschen. Über Maik Frantz gelangte der Ball zum starken Grifo, der ins lange Eck zur Führung einschob.

Gefährlich nur bei langen Pässen auf Stürmer Yussuf Poulsen

Auch später bliebt der Schneefall dicht. Nach rund einer halben Stunde unterbrach Schiedsrichter Manuel Gräfe die Partie sogar kurzzeitig, damit die Linien freigeschaufelt werden konnten. Gefährlich wurden die Leipziger danach meist nur, wenn ein langer Pass den schnellen Stürmer Yussuf Poulsen fand.

Eine erste echte Torchance erarbeitete sich das Team von Trainer Ralf Rangnick aber erst nach dem Seitenwechsel - und nutzte diese gleich aus. Poulsen hatte im SC-Strafraum zu viel Platz und legte den Ball auf Kaiser zurück, der aus kurzer Distanz den Ausgleich schoss.

Rund zehn Minuten später wechselte Freiburgs Trainer Christian Streich den Torjäger Nils Petersen ein. Mit seiner ersten Aktion passte er den Ball auf Winter-Neuzugang Niederlechner, der sein viertes Tor im SC-Trikot erzielte und für großen Jubel auf den Rängen sorgte.