Von Die 2. Liga im Überblick

TSV 1860 München kämpft sich mit einem 1:0 in Oberhausen langsam aus der Abstiegszone der zweiten Liga. Grlic erzielt drei Tore für den MSV Duisburg.

Mit dem zweiten Auswärtssieg in Serie hat der TSV 1860 München im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga wertvollen Boden gut gemacht. Die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen blieb mit dem 1:0 (0:0) am Sonntag bei Rot-Weiß Oberhausen zum dritten Mal nacheinander unbesiegt und verbesserte sich mit 18 Punkten vorläufig auf den 13. Tabellenplatz. Oberhausen hingegen kassierte die vierte Niederlage in Serie. Der Treffer des Tages resultierte aus einem Eigentor von RWO-Profi Marinko Miletic in der 63. Minute. 4368 Zuschauer im Niederrheinstadion sahen eine Partie ohne große Höhepunkte.

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Sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen bringen Sascha Rösler (l., im Kampf gegen Tim Heinrich Schmidtgal von RW Oberhausen) und den TSV 1860 München voran. (© Foto: dpa)

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In der Tabelle marschieren indessen Kaiserslautern und St. Pauli nach dem 15. Spieltag scheinbar unaufhaltsam der Fußball-Bundesliga entgegen. Nach dem 1:0 bei Hansa Rostock kann sich der 1. FC Kaiserslautern bereits am Freitag mit einem Sieg über TuS Koblenz vorzeitig zum "Winterkönig" krönen und langsam schon für die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus planen: Seit Einführung der eingleisigen zweiten Liga stand der Herbstmeister in acht von 16 Fällen auch nach 34 Spieltagen an der Tabellenspitze.

Von den prominenten Mitbewerbern um die Aufstiegsplätze halten nur Arminia Bielefeld trotz des bitteren 2:3 am Freitag in Düsseldorf und der MSV Duisburg mit den Spitzenteams mit. Die seit sechs Spielen ungeschlagenen "Zebras" gewannen am Sonntag dank des Dreierpacks von Ivica Grlic beim SC Paderborn mit 3:1 und schlossen bis auf drei Punkte auf den Aufstiegs-Relegationsplatz auf. Ex-Bundesligist Karlsruher SC gewann zwar bei Schlusslicht Rot Weiss Ahlen nach Toren von Lars Stindl (2) und Alexander Iaschwili mit 3:1, liegt aber elf Punkte hinter dem Tabellenzweiten FC St. Pauli, der sich am Samstag beim 5:1 in Koblenz in Erstligaform präsentierte.

Erstliga-Absteiger Energie Cottbus fehlen nach dem 1:1 im Ostderby am Freitag bei Union Berlin 13 Zähler auf Platz zwei. Auch die SpVgg Greuther Fürth und Alemannia Aachen haben mit dem Aufstieg derzeit nichts zu tun. Beide Teams stehen sich an diesem Montag (20.15 Uhr) im Krisengipfel gegenüber.

"Wir haben wirklich einen Lauf", stellte FCK-Mittelfeldspieler Georges Mandjeck nach dem fünften Sieg in Folge am Samstag in Rostock treffend fest. Vom Aufstieg will Trainer Marco Kurz aber nicht reden, "denn wir haben noch viele Spiele vor der Brust". Der überragende Torwart Thomas Sippel und Torschütze Adam Nemec rettete dem Spitzenreiter den glücklichen Erfolg und neun Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. "36 Punkte, das ist schon eine sensationelle Ausbeute in diesem Moment", freute sich FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz.

Den Sieg musste Lautern aber teuer bezahlen. Mittelfeldspieler Bastian Schulz musste in der Schlussminute mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz getragen werden. Auch St. Pauli konnte den Kantersieg nicht ungetrübt genießen. Die Partie wurde von einem Unfall eines Pauli-Fans überschattet, der vor dem Anpfiff beim Überklettern der Tribünenzäune abstürzte und mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht wurde. "Ihm geht es den Umständen entsprechend gut", berichtete St. Paulis Trainer Holger Stanislawski.

Die "Kiezkicker" hatten die Koblenzer nach allen Regeln der Kunst demontiert. "Das war eine Demütigung ersten Grades", sagte der maßlos enttäuschte TuS-Trainer Uwe Rapolder, der bei den Fans jeden Kredit verspielt hat. Aber der Coach hatte sogar Verständnis für die "Rapolder-Raus"-Rufe, "denn so können wir uns nicht verkaufen". Ganz anders die Stimmung in Düsseldorf: Beim 3:2 am Freitag gegen Bielefeld wurde die Fortuna ihrem Ruf als Favoritenschreck erneut gerecht. Neben Düsseldorf hält auch der FC Augsburg (2:0 gegen Frankfurt) Anschluss an die Spitzenteams.

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(dpa/hum)