SZ-Leser finden: Eigentum verpflichtet, es gibt Schlimmeres als TV-Duelle und es ist unheimlich nervig, wie in Deutschland ständig mit Steuern politisiert wird.

Leserbriefe vom 16.1.2009Grossbild

Lesermeinung: Kein Gezocke auf dem Arbeitsmarkt. (Foto: dpa)

"Jeder Fehltritt ein Absturz", 8. Januar

Eigentum verpflichtet - aber nicht zum Zocken

Nur wer zum Risiko bereit ist, könne auf Dauer Erfolg haben, schreibt Marc Beise. 100000 Mitarbeiter gingen unsicheren Zeiten entgegen, weil Adolf Merckle keine zweite Chance eingeräumt worden sei, und er trostlos auf den Bahngleisen endete. Unbeschadet der persönlichen Tragödie: Unsicheren Zeiten gehen 100000 Mitarbeiter deswegen entgegen, weil Merckle sich verzockt hat. Gezockt hat er nicht mit seinem Privatvermögen - was sein gutes Recht wäre - sondern mit seinen Unternehmen und damit mit 100000 Arbeitsplätzen. Ist das der Mut zum Risiko, den Beise fordert?

Wer wie Merckle Firmen kauft, die er nicht finanzieren kann, ruiniert damit Rentabilität und Zahlungsfähigkeit. Unüblich ist das leider nicht mehr, viele gesunde Unternehmen sind allein durch solche An- und Verkäufe schon in rote Zahlen geraten. In der Regel müssen die Arbeitnehmer die Kosten tragen durch verschärften Rationalisierungsdruck und Personalabbau - häufig auch durch Schließungen. Wohlgemerkt von Unternehmen, die vorher rentabel und wettbewerbsfähig waren.

Schulden in Höhe von zwölf Milliarden Euro hat Merckle Heidelberg-Cement aufgebürdet, um ein weiteres Unternehmen zuzukaufen. Zinsen und Tilgung dafür sollten jetzt zusätzlich erwirtschaftet werden. Das entspricht zwar der Wirtschaftsphilosophie von Hedge-Fonds, seriöses Unternehmertum, das eine zweite Chance verdient hätte, ist es aber nicht. Eigentum verpflichtet, meint - altmodisch? - das Grundgesetz. Es verpflichtet aber nicht zum Zocken.

Gerd Nies,
München

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SZ-Redakteur Hermann Unterstöger schaut den Kollegen auf die Finger und deckt Amüsantes und Bedenkliches auf. mehr...

20.11.2009 19:11

KormanTR

Da wenn jedesmal die Werte der kulturen in Betracht gezogen werden, und den Teutonen nichts anderes als sog. Ehrenmorde im Zusammenhang mit den ach so.. mehr....

Zu: Kluft zwischen den Werten

20.11.2009 19:10

bgresser

Daß die CDU in Baden-Württemberg so einen stabilen Wähler"sockel" hat, liegt an der Beliebtheit des "Erhaltens von Gewohntem", die eher von der Angst vor.. mehr....

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Es bringt nichts zu wissen oder sicher zu sein. Dass Dieses gegeben hat ist sicher. Dass die EU Staaten alle wussten ist auch so sicher wie das Amen in der.. mehr....

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