Reisetipps Zürich

Sehenswertes Zürich Kleine Metropole am See

Geschichtsträchtige Bauten, ein vielfältiges Kulturleben und die besondere Lage machen Zürich zur abwechslungsreichen kleinen Großstadt

Zürich zu entdecken ist aus zwei Gründen besonders angenehm: Die Stadt ist im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen klein und überschaubar, ihr Zentrum kann durchweg zu Fuß erkundet werden. Der zweite Grund ist die wunderbare Lage am Seebecken zwischen den Hügeln.

Am Ufer der Limmat oder des Sees entlangzubummeln oder von der Höhe auf die Stadt hinunterzuschauen wäre auch ohne all die Sehenswürdigkeiten ein Genuss. In Zürich gibt es dank staatlicher Subventionen und Spenden aus der Wirtschaft über 40 Museen. Fast alle entstanden erst im letzten Jahrhundert, denn große Teile des beweglichen Kulturguts aus Kirchen und anderen Baudenkmälern waren den reformatorischen Bilderstürmen im 15. und 16. Jh. zum Opfer gefallen. Erst gegen Mitte des 19. Jhs. hatte das künstlerische Leben unter dem Einfluss politischer Flüchtlinge aus Russland und Deutschland wieder aufzublühen begonnen. Eine wichtige Kunstströmung ging in den 1930er-Jahren von der Kunstgewerbeschule, der heutigen Zürcher Hochschule der Künste, aus. Leute wie Johannes Itten, Max Bill und Richard P. Lohse schufen hier Grafik von Weltrang. Und sie begründeten die Zürcher Schule der Konkreten Malerei, die von Zürich aus weltweit schulbildend wirkte.

Bahnhof Stadelhofen

Der spanische Architekt Santiago Calatrava schuf mit dem Ausbau des Bahnhofs ein Aufsehen erregendes Bauwerk. Es zeichnet sich aus durch bogenförmig-geschwungene Elemente, die sich vom größten Deckenträger bis ins kleinste Geländerdetail fortsetzen. Unter den Gleisen entstand in einem kathedralenähnlichen Spannbetongewölbe eine Ladenpassage. Ein Besuch empfiehlt sich vor allem, wenn man nicht zum Zug hetzen muss. | Tram 11, 15: Stadelhofen, 2, 4: Opernhaus

Bellevue

Als rechtsufriger Kopf der Quaibrücke gehört der Bellevueplatz ganz dem Verkehr. Nahebei sind das Literatencafé Odéon und die berühmte Kronenhalle. Auf der angrenzenden Sechseläutenwiese gastiert der Nationalzirkus Knie, und am „Sechseläuten“ wird der „Böögg“ verbrannt (s. Feste, Events und mehr).

Grossmünster

Das Wahrzeichen Zürichs beherrscht mit der mächtigen Doppelturmfassade den oberen Limmatraum. Der Legende nach stiftete Karl der Große eine erste Kirche da, wo die Stadtheiligen Felix und Regula, nachdem sie unten an der Limmat enthauptet wurden, mit dem Kopf unter dem Arm noch hingewandert sein sollen. Ein steinernes Andenken an den Stifter ist in einer Nische des Südturms untergebracht. Zur Zeit der Reformation war das Grossmünster die Wirkungsstätte Zwinglis, auf den auch die Kargheit im Inneren der Kirche zurückzuführen ist. Die frühesten Teile stammen aus dem späten 11. Jh., zeigen also romanische Züge wie die rein romanische Krypta oder der großartige Kreuzgang. Als einziges der sieben Klöster innerhalb der damaligen Stadtmauer fiel das Grossmünsterkloster nicht reformatorischem Eifer zum Opfer, sondern wurde zur theologischen Schule.

Die lange Bauzeit des monumentalen Sakralbaus ist an den Türmen abzusehen, deren Stil sich von unten nach oben verändert: romanisch bis zur Firsthöhe, gotisch bis zur Galerie, abgeschlossen auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Hans Waldmann mit hohen Spitzhelmen, die nach einem Turmbrand und längerer Diskussion Ende des 18. Jhs. durch neogotische Hauben ersetzt und vom Schriftsteller Victor Hugo als „hässliche Pfefferbüchsen“ bezeichnet wurden. Die Türme können bestiegen werden. | Mitte März-Okt. Mo-Sa 9.15-17, So 12.30-17, Nov.-Mitte März Mo-Sa 10-17, So 13-17 Uhr | Tram 4, 15: Helmhaus

Helmhaus

Wie das Rathaus stand auch das Helmhaus zusammen mit der angebauten Wasserkirche auf einer Insel in der Limmat. Die offene Halle des Helmhauses, dessen Name von helmen (schützen) herrührt, war der rechtsufrige Brückenkopf der „Oberen Brugg“, der auch als Gerichtsort und Leinwandmarkt diente. Im Gebäude aus der Epoche des spätbarocken Klassizismus Ende des 18. Jhs. ist heute eine städtische Galerie für Schweizer Kunst einquartiert. | Limmatquai 31 | Tram 4, 15: Helmhaus

Hirschenplatz

Mitten im Niederdorf tut sich sozusagen als Herz des Vergnügungsviertels der autofreie Hirschenplatz auf, umgeben von Kneipen, Boutiquen, Kinos. Lassen Sie sich an einem warmen Abend von den vielen Menschen mitziehen, die auf der den Hirschenplatz überquerenden Niederdorfstrasse auf und ab flanieren, und nehmen Sie teil am Openairschauspiel der Gaukler und Straßenmusikanten.

Kunsthaus

Das 1910 eröffnete Kunsthaus erfreut sich dank einer Reihe hervorragender Ausstellungen zeitgenössischer Kunst eines sehr guten internationalen Rufes. Es beherbergt derart viele Kunstschätze, dass man ziemlich genau wissen muss, was man sehen will, und sich am besten für eine der verschiedenen Sammlungen entscheidet: Alte Meister gehören mit mittelalterlicher Plastik und Tafelmalerei sowie Gemälden des niederländischen und italienischen Barock zum Kunsthaus-Schatz. Schweizer Kunst des 18. und 19. Jhs. ist zu sehen, und die „Zürcher Konkreten“ des 20. Jhs. sind mit Bill, Lohse, Glarner, Graeser und Loewensberg vertreten. Mit gut hundert Werken Ferdinand Hodlers kann das Kunsthaus auftrumpfen, ein Bestand, der eigentlich für ein separates Hodler-Museum ausreichte. Die Kunst des 20. Jhs. dominieren aber Werke von Vallotton, Amiet oder den Vettern Augusto und Giovanni Giacometti. Die Internationale Moderne seit dem Impressionismus wird von wichtigen Werkgruppen von Monet, der Nabis-Gruppe, Munch über Kokoschka, Picasso, Chagall bis Rodin und Giacometti repräsentiert. Ein Seerosen-triptychon Monets im „Seerosensaal“ ist allein den Besuch wert.

Das Graphische Kabinett beherbergt ein bedeutendes Dada-Archiv, und durch die Stiftung für Fotografie erhält man einen guten Einblick in das Schaffen inländischer Fotografen wie Bischof, Staub, Burri. Führungen siehe Tagespresse. Sonderführungen nach Vereinbarung. | Di-Do 10-21, Fr-So 10-17 Uhr | je nach Ausstellugn 6-20 CHF | Heimplatz 1 | Tel. 0442538484 | www.kunsthaus.ch | Tram/Bus: Kunsthaus

Limmatquai

Ursprünglich stand die unterste Häuserzeile des Niederdorfes direkt an der Limmat. Gestiegene Verkehrsbedürfnisse waren die Ursache für den Ausbau der Uferstraße als Einkaufsstraße. Bis 1949 standen diverse Häuser - alte Handwerksbetriebe, Korn-, Pulver- und Papiermühlen - an und sogar in der Limmat. Heute zeugen noch die eindrucksvollen Zunfthäuser von der einstigen Bedeutung des Handwerks für die Stadt. Um vom Bahnhof aus die neue Einkaufsstraße schon erblicken zu können, wurden die interessanten Bauten im Fluss zum Teil leider abgerissen. Einzig das Rathaus, das Helmhaus und die Wasserkirche blieben verschont.

Napfplatz

Enge Gassen führen zu diesem autofreien Plätzchen, das einen guten Eindruck davon vermittelt, wie Zürich im Mittelalter gestaltet war. Beherrscht wird der Platz vom Brunnenturm, einem mittelalterlichen Wohnturm von stattlicher Höhe, der im 19. Jh. als Armenschule diente, die auch der Zürcher Schriftsteller Gottfried Keller besuchte. Wie das damals zugegangen sein mag, davon kann man sich auf der Terrasse des Restaurants Turm vielleicht ein Bild machen. | Tram 3, 31/Bus: Neumarkt

Neumarkt/Rindermarkt

Dieser Straßenzug ist ein schöner Einstieg in das Niederdorf und zeichnet sich aus durch eine Vielzahl mittelalterlicher Häuser, die viele kleine Läden, Boutiquen, Secondhandshops, Restaurants wie die Bauernschänke oder das Zunfthaus zum Neumarkt beherbergen. Ebenfalls hier zu Hause ist das experimentierfreudige Theater am Neumarkt. Zu den idyllischsten Altstadtgassen mit Handwerksbetrieben und kleinen Geschäften gehören die von Neu- oder Rindermarkt wegführenden Prediger- und Froschaugassen.

Oberdorf

Hinter dem Grossmünster liegt ein verträumter Teil der Altstadt: das Oberdorf mit Trittli-, Franken-, Schlosser- und Neustadtgasse. Hier reihen sich verwinkelte Häuser, oft aus dem 16. Jh., mit kleinen Terrassen und Gärtchen aneinander, man hört Vogelgezwitscher und das Plätschern der Brunnen. In dieser biedermeierlichen Atmosphäre haben sich Architekten, Geigenbauer, Uhrmacher, aber auch Galerien und andere Kleinbetriebe niedergelassen.

Opernhaus

Nach einem Brand in der für Opernaufführungen umgebauten Barfüsser-Klosterkirche im Niederdorf beschloss man, beim Bellevue ein neues Haus zu bauen. Man beauftragte die Wiener Architekten Fellner und Helmer, die dafür Pläne eines eigentlich für Krakau geplanten Baus aus der Schublade zogen. Nach 20-monatiger Bauzeit wurde 1891 das neubarocke, Elemente des traditionellen Schlossbaus aufweisende, stattliche Theater eröffnet. In den 1980er-Jahren wurde das Haus mit einem Anbau versehen, der im Volksmund seiner rosa Farbe und eckigen Form wegen „Fleischkäse“ genannt wird. | Falkenstr. 1 | Tram 2, 4: Opernhaus

Polyterrasse

Die Terrasse vor der früheren Polytechnischen Hochschule, der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule), erreicht man vom Central-Platz aus bequem mit dem schnuckeligen Polybähnli. Diese kleine Standseilbahn wurde 1889 erbaut, hat heute dank ihrer Eisenkonstruktionen eher kunsthistorischen und nostalgischen Wert und fährt alle 3 Min. vom Central-Platz auf die Polyterrasse, die einen schönen Stadtblick freigibt. | Mo-Fr 6.45 bis 19.15, Sa 7.30-14 Uhr | Sa 7.30-14 Uhr

Predigerkirche

Auch diese Kirche diente früher klösterlicher Einkehr. Sie wurde im 13. Jh. in gotischem Stil erbaut, der Chor im 16. Jh. als Kornschütte genutzt. Nach dem Einbau von Betonböden war 1917-82 das Staatsarchiv im Chor untergebracht. Der mit 97 m höchste Turm der Stadt kam erst 1900 dazu. An die Kirche schmiegt sich das mit einem sehenswerten Neubau ergänzte Jugendstilgebäude der Zentralbibliothek. | Tram 4, 15: Rudolf-Brun-Brücke

Rathaus

Der barocke Bau aus dem späten 17. Jh. ist neben Helmhaus und Wasserkirche als einziges der vielen in die Limmat gebauten Häuser - Mühlen und Handwerksbetriebe - stehen geblieben. Hinter den fein gegliederten, mit Büsten und anderen dekorativen Elementen geschmückten Fassaden tagen die Legislativen sowohl der Stadt als auch des Kantons Zürich. Im Innern sind prunkvolle Stuckaturen und Turmöfen aus dem 17. Jh. erhalten, der barocke Festsaal wird von der Stadt für Veranstaltungen genutzt. Besichtigung | Di, Do, Fr 10-11.30 Uhr | Tram 4, 15: Rathaus

Rosenhof

Wie ein Innenhof öffnet sich etwas unterhalb des Hirschenplatzes der Rosenhof, der durch Auskernung des alten Häuserbestands entstanden und nur durch enge Gässchen und Tordurchfahrten erreichbar ist. Donnerstags und samstags nimmt er den Kuriositätenmarkt auf, an den übrigen Tagen ist er - vor allem im Sommer und am Abend - von Jungvolk in Beschlag genommen. Auf allen Seiten des Platzes sorgen Restaurants, Cafés und Bars für das leibliche Wohl. | Tram 4, 15: Rudolf-Brun-Brücke

Spiegelgasse

Diese enge Altstadtgasse, die durch den Napfplatz und einen weiteren, idyllischen Platz erweitert wird, birgt literarische und geschichtliche Trouvaillen. Im Haus Nr. 1 gründete 1916 der Pazifist Hugo Ball das „Cabaret Voltaire“, das zum Zentrum des Dadaismus wurde. In Nr. 12 verstarb 1837 der Dichter Georg Büchner im Alter von nur 23 Jahren, und im Haus nebenan wohnte 1916/17 Wladimir Iljitsch Uljanow, der wenige Monate später unter seinem Beinamen Lenin an der Spitze der Russischen Revolution die Machtverhältnisse umkehren sollte. | Tram 4, 15: Rathaus

Thomas-Mann-Archiv

Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seinem Tod 1955 lebte der Schriftsteller Thomas Mann in Zürich. Sein Kilchberger Arbeitszimmer, seine Bibliothek, Dokumente und Literatur über Leben und Werk sind in diesem kleinen Museum erhalten geblieben. Schöne Lage am Abhang unterhalb der Universität. | Mi, Sa 14-16 Uhr | Eintritt frei | Führungen nach Vereinbarung Tel. 0446324045 | www.tma.ethz.ch | Schönberggasse 15 | Tram 6, 9, 10: ETH/Universitätsspital

Wasserkirche

Die Entstehung der Wasserkirche liegt mindestens 1000 Jahre zurück. Die Legende besagt sogar, dass der erste Sakralbau an der Stelle errichtet worden sei, wo die beiden Stadtheiligen Felix und Regula wegen ihres christlichen Glaubens enthauptet worden sind. Ursprünglich stand die Kirche auf einer Insel inmitten der Limmat, daher auch ihr Name, und war nur durch einen hölzernen Pilgersteg mit den Ufern verbunden. Während eines trockenen Sommers im 16. Jh. soll auf der Insel eine Quelle mit Heilkraft zutage getreten sein.

Der heutige Bau entstand im späten 15. Jh., gilt als einheitlichstes Werk der Spätgotik und zeichnet sich aus durch ein schönes Netzgewölbe und die hohen Spitzbogenfenster, die erst 1932/33 entstanden und das christliche Leben früher und heute zeigen. Dabei ist im rechten Fenster oben sogar ein roter Rennwagen zu entdecken. Die Krypta ist zu einem kleinen Museum ausgebaut worden, in dem u.a. der Märtyrerstein von Felix und Regula zu sehen ist. | Tgl. 9-18, Krypta Mi 14-17, Sa 12-17 Uhr | Limmatquai 31 | Tram 4, 15: Helmhaus

Zunfthaus zum Rüden

Eins nach dem anderen reihen sich die Zunfthäuser am Limmatquai, wovon der Rüden das eindrücklichste ist. Bis zum Ausbau des Limmatquais stand dieses spätgotische, auf Arkaden gebaute Gesellschaftshaus, das den Patriziern als Lokal diente (Haus der Constaffel, der Adligen), direkt an der Limmat und machte damit dem Rathaus gegenüber als damaligem Regierungssitz Konkurrenz: eine Konstellation mit politischer Brisanz. Der Speisesaal, eine gotische Stube mit geschnitzter Holzdecke, ist sehenswert. Er gehört heute zu dem Restaurant in der ersten Etage. | Limmatquai 42 | Tram 4, 15: Rathaus

Zwingli-Denkmal

Gleichzeitig mit Luther in Deutschland reformierte der ans Grossmünster berufene Priester Huldrych Zwingli die Kirche und hatte als gestrenger und überzeugter Reformator großen Einfluss auf das gesellschaftliche und politische Leben der Stadt. Er fiel auf dem Schlachtfeld in einem Bürgerkrieg gegen Katholiken. Sein eisernes, schwertbestücktes und strenges Ebenbild wacht vor der Wasserkirche. | Tram 4, 15: Helmhaus

Augustinergasse

Von der Bahnhofstrasse führt die malerische Gasse via Münzplatz zur idyllischen St. Peterhofstatt. Im Haus Zur Reblaube, heute ein gutes Restaurant, wohnte im 18. Jh. der Philosoph, Theologe und Physiognomiker Johann Kaspar Lavater (1741-1801), der dort auch von seinem Freund Goethe besucht wurde. Die Augustinergasse zeichnet sich aus durch etliche geschnitzte Erker an renovierten Häusern aus dem 17. und 18. Jh.

Bahnhofstrasse

Als Fröschengraben war dieser Straßenzug zwischen Paradeplatz und Bahnhof einst Teil der mittelalterlichen Wehranlagen. Nach Schleifung derselben baute 1868 der Fotograf Ganz an der noch öden Straße das erste Wohn- und Geschäftshaus und wurde prompt für verrückt gehalten. Die Bebauung in Richtung Bahnhof schritt jedoch rasch voran. Die Bahnhofstrasse ist 1,2 km lang, nach dem Vorbild französischer Boulevards gestaltet und mit 200 Linden bepflanzt. Anziehend wirken nicht nur die 180 Geschäfte und die 2500 Laufmeter Schaufensterauslagen, sondern auch die architektonische Eleganz als Folge eines strengen Baugesetzes, das zusammenhängende Häuserreihen mit einer einheitlichen Höhe von 18 m vorschrieb. Die Bahnhofstrasse ist eines der teuersten Pflaster Europas mit Mietpreisen bis zu 4000 CHF pro Quadratmeter und Jahr. Auf der Goldmeile verkehrt - von zwei kleinen Straßenabschnitten abgesehen - nur die Tram.

Vom Bahnhof her kommend, stößt man nach dem eleganten St.-Gotthard-Hotel rechter Hand auf das Warenhaus Globus und die Pestalozziwiese. Weil hier früher Schwerverbrecher hingerichtet wurden, konnte sie nie verkauft werden, und so beschloss die Stadt, sie als Anlage für die Bürger mit dem Standbild des berühmten Pädagogen ansonsten unbebaut zu lassen.

Etwas weiter aufwärts trifft man auf einen prächtigen Jugendstilbau, heute das Kaufhaus Manor. Leicht zurückversetzt steht das Warenhaus Jelmoli, ursprünglich Zürichs erster Eisen-und-Glas-Palast, eine Pionierleistung. Ein weiteres Jugendstilgeviert folgt rechter Hand mit dem Warenhaus St. Annahof. Zu Anfang der Pelikanstrasse dann die aus Marmorquadern bestehende Rauminstallation des Konstruktivisten Max Bill. Am Paradeplatz selbst, dem Herzstück der Bahnhofstrasse, haben die Schweizer Großbanken ihren Hauptsitz. Die feingliedrige, aber monumentale Fassade der Crédit Suisse, in deren Erdgeschoss eine prunkvolle Ladenpassage mit Lichthof, Designerboutiquen und einem Restaurant liegt, beherrscht den Platz. Östlich wird der Paradeplatz begrenzt vom Hotel Savoy, südlich die berühmte Confiserie Sprüngli. Weiter Richtung See linker Hand der Zentralhof, der über einen ruhigen Innenhof mit plätscherndem Brunnen und Bestuhlung vor dem Café Strozzi's verfügt. Im Anschluss nochmals ein schöner Hof, der Kappelerhof. Gegenüber der Neubau der Zürcher Kantonalbank mit dem eisernen Rhinozeros vor dem Eingang. Den Abschluss machen linker Hand der mächtige, zum See ausgerichtete Komplex der Schweizerischen Nationalbank und schließlich der Bürkliplatz.

Bürkliplatz

Benannt nach seinem Erbauer, dem Stadtingenieur Arnold Bürkli, stellt dieser Platz das Zentrum der Quaianlagen dar. Gemeinsam mit der zurückversetzten, der Nationalbank vorgelagerten Stadthausanlage bildete er ursprünglich eine Einheit und gleichzeitig den Abschluss der Bahnhofstrasse. Heute trennt der Individualverkehr den Platz von der Stadthausanlage, auf der samstags im Sommer ein Floh- und Antiquitätenmarkt stattfindet. Di und Fr Markt. | Beim Bürkliplatz starten die Seerundfahrten.

Escher-Denkmal

Als eines der wenigen Denkmäler ist es einer Zürcher Persönlichkeit gewidmet. Alfred Escher (1819-82), der ideelle Vater und Förderer der Gotthardbahn sowie Gründer der Schweizerischen Kreditanstalt (1856), schaut vom Bahnhof aus die Bahnhofstrasse hinauf zu den Alpen. | Tram 3, 10, 14, Bus 31: Bahnhofplatz

Flussbad Stadthausquai

Nostalgisches Holzbad nur für Frauen, abends bis 24 Uhr Barfußbar für alle (Musik und Tanz). | Juni-Sept. | Stadthausquai | Tram: Bürkliplatz

Fraumünster

Ursprünglich war das Fraumünster die Kirche des adligen Damenstifts, das 853 von Ludwig dem Deutschen, einem Enkel Karls des Großen, für seine Töchter gestiftet wurde. Die jeweilige Äbtissin amtete bis ins Hochmittelalter hinein als Stadtregentin. Die Reformation beendete deren Regentschaft, und vom Kloster blieben nur noch die Kirche und der Kreuzgang übrig, der das Fraumünster mit dem Stadthaus verbindet. Sehenswert sind im spätromanischen Chor der ansonsten spätgotischen Kirche die fünf 1970 realisierten hohen Glasfenster des Künstlers Marc Chagall und eine 1978 von ihm geschaffene Rosette. Die Fenster des nördlichen Querhauses schuf zwischen 1930 und 1945 Augusto Giacometti, ein Verwandter des Bildhauers Alberto Giacometti. | Tram 4, 15: Helmhaus und Paradeplatz

Hauptbahnhof

Der 1871 eingeweihte Bahnhof erfuhr im Lauf der Zeit einschneidende Veränderungen. 1976-80 renoviert, erlebte der Bahnhof in den 1980er-Jahren im Hinblick auf die Einführung der S-Bahn erneut eine Invasion der Baumaschinen: Auf der Südseite wurde eine bis heute nicht gebrauchte U-Bahnstation zur neuen Endstation der verlängerten Uetlibergbahn, auf der Nordseite entstand tief unter den Flüssen Limmat und Sihl der Bahnhof Museumstrasse, der aus dem Kopf- teilweise einen Durchgangsbahnhof machte. Im Zuge dieser Umbauarbeiten kamen zwei Untergeschosse hinzu, und nach und nach entstand ein riesiges Einkaufszentrum. Der Nordtrakt, der zwecks Bau des unterirdischen Bahnhofes geschleift wurde, ist als Neubau fertig gestellt. Die Halle stellt in Zürich den größten überdachten Platz dar und ist schlicht eine Augenweide. Es lohnt sich, im oder vor dem stilvollen Café Les Arcades sitzend, den großzügigen Raum zu genießen. Die Halle wird auch für verschiedene Anlässe genutzt, was dem prächtigen Raum nicht immer zuträglich ist.

Haus Konstruktiv

Zürichs Pendant zu Tate Modern in London: Das Haus Konstruktiv befindet sich in einem ehemaligen Elektrizitätswerk an der Sihl. Als einzige Institution der Schweiz konzentriert sich das Museum auf konstruktive, konkrete und konzeptuelle Kunst und Gestaltung. Neben wechselnden Ausstellungen (auch Führungen) gibt es Kulturveranstaltungen und Workshops. | Di, Do/Fr 12-18, Mi 12-20, Sa-So 11-18 Uhr | 14 CHF | Selnaustr. 25 | www.hauskonstruktiv.ch | Tram 8: Bahnhof Selnau

Lindenhof

Ein Platz für romantische Momente. Auf dieser Kuppe eines Moränenhügels errichteten die Römer eine Zollstation, die als Ursprung Zürichs gilt. Sie bietet eine tolle Aussicht auf die Stadt. Die schönste Geschichte rund um den Lindenhof schrieben 1291 Zürichs Frauen: Ein österreichischer Herzog hatte das zürcherische Heer in die Gegend von Winterthur gelockt und glaubte, die Stadt ohne Widerstand einnehmen zu können. Doch als er sich auf dem Lindenhof überraschend einem zweiten Zürcher Heer gegenübersah, gab er auf und zog ab. Was er nicht wissen konnte: Das zweite Heer waren Zürichs mutige Frauen, die sich in der Not in Rüstungen geschmissen hatten. Der List gedenkt ein Brunnen auf dem Lindenhofplatz. | Tram 4, 15: Rathaus, 6, 7, 11, 13: Rennweg

Metropol

Zwischen Fraumünsterstrasse und Stadthausquai, dem Renaissancepalais der Fraumünster-Post angegliedert, steht das 1803 erbaute Geschäftshaus Metropol. In dessen pompös gestalteten damaligen Grand Café schwänzte Albert Einstein als Student der ETH Zürich mit Vorliebe den Unterricht. 2007 wurde das Café als Restaurant Metropol wieder eröffnet. | Tram 2, 5, 8, 9, 11: Bürkliplatz

Museum der Zeitmessung Beyer

Die einzigartige Sammlung von Zeitmessinstrumenten seit vorchristlichen Epochen ist dem Uhren- und Bijouteriegeschäft Beyer zu verdanken. Zu sehen sind Schattenstäbe, Sonnen-, Öl-, Sand- und Wasseruhren, Eisen- und Schweizer Holzräderuhren, Uhren aus der Zeit Ludwigs XIV. bis zum Empire, Marineuhren, Navigationsinstrumente. | Mo-Fr 14-18 Uhr | 5 CHF | im Tiefparterre des Uhrengeschäfts Beyer | Bahnhofstr. 31 | www.beyer-chronometrie.ch | Tram: Paradeplatz

Platzspitz

Hinter dem Landesmuseum tut sich der Platzspitz auf, begrenzt durch den Zusammenfluss von Limmat und Sihl. Berühmt wurde die Halbinsel als so genannter „Needle Park“, weil hier - in der Nähe des Hauptbahnhofs - bis 1992 die größte offene Drogenszene Europas bestand. Die Schönheit des Platzes beruht auf der teilweise barocken Anlage, dem mächtigen Baumbestand, einem Musikpavillon und dem Wegenetz, das anlässlich der ersten Landesausstellung angelegt wurde. | Tram: Bahnhofplatz/Bahnhofquai

Pestalozzi-Denkmal

Der Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi wurde 1746 in Zürich geboren, schuf außerhalb Zürichs Armen- und Waisenhäuser und eine erste Waisenschule. Er gilt als geistiger Vater der modernen Volksschule. Auf der Grünanlage an der Bahnhofstrasse, die seinen Namen trägt, erinnert ein Standbild an den einflussreichen Denker. | Tram 6, 7, 11, 13: Bahnhofstrasse

St. Peter

Die Kirche bildet den südlichen Abschluss der idyllischen St. Peterhofstatt und ist der älteste Sakralbau der Stadt. Der romanische Turm, der auch bestiegen werden kann, erhielt 1534 die mit 8,7 m Durchmesser größten Zifferblätter Europas. Das barocke Langhaus kontrastiert den Turm und wartet im Innern mit kräftigem Stuckdekor auf. | Tram: Paradeplatz

Schanzengraben

Der Schanzengraben, ein ehemaliger Wehrgraben, führt als Kanal vom See rund um die Innenstadt bis zum Bahnhof. Er wird von einem durchgängigen Steg gesäumt, an verschiedenen Orten führen Treppen von der Straße hinunter. Der Schanzengraben bildet so eine lauschige Promenade unterhalb der Hektik der Stadt, mit Tafeln, die über die Geschichte der Stadt informieren.

Schweizerisches Landesmuseum

Auf der Nordseite des Hauptbahnhofes prangt der imposante, historisierende Repräsentationsbau des Landesmuseums, dessen Zweck sich seit seiner Eröffnung 1889 nicht verändert hat: das Aufzeigen der kulturellen Vielfalt des Landes und die Dokumentation der Schweizer Geschichte von der Altsteinzeit bis zur letzten Jahrhundertwende. Es übt die Funktion eines Nationalmuseums aus und gehört der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Schwerpunkte der umfangreichen Sammlung sind Ur- und Frühgeschichte der Schweiz, vorromanische und romanische kirchliche Kunst, Glasmalerei, Mobiliar des 15.-18. Jhs., Keramik, Waffen, zahlreiche Textilien. Reichhaltige, in den verfügbaren Räumen nicht zu zeigende Spezialsammlungen sowie auf Voranmeldung zugängliche Kataloge und Fotosammlungen machen den Ruf des Museums aus. | Di-So 10-17 Uhr | 5 CHF | Führungen nach Vereinbarung | behindertengerecht | Tel. 0442186511 | www.musee-suisse.com | Museumstr. 2 | Tram 4, 11, 13, 14: Bahnhofquai

Stadthaus

Der Sitz der städtischen Exekutive wurde um 1900 in neugotischen Formen anstelle des ehemaligen adeligen Damenstiftes St. Felix und Regula erstellt. Der stattliche Lichthof und die Wandelgänge werden vom Kulturamt für Ausstellungen genutzt. | Mo-Fr 8-18 Uhr | Stadthausquai 17 | Tram: Paradeplatz

Urania-Sternwarte

Das Haus Urania beherbergt zuoberst in seinem 48 m hohen Turm ein öffentlich zugängliches Observatorium (Di-Sa im Winter 20-22, im Sommer 21-23 Uhr | Eintritt 15 CHF). Ein Stock tiefer die Jules-Verne-Bar: Bei einem Drink mit Blick auf Dächer und Türme lassen sich wunderbar die nächsten Spaziergänge planen (Mo bis Sa ab 11, So ab 15 Uhr). | Uraniastr 9 | Tram 6, 7, 11, 13: Rennweg

Waldmann-Denkmal

Am Brückenkopf der Münsterbrücke thront das Waldmann-Denkmal, das zusammen mit der Silhouette des Grossmünsters ein Wahrzeichen Zürichs ist. Im 15. Jh. schuf sich Hans Waldmann als Kriegsherr einen Namen, wurde Zürcher Bürgermeister und machte sich durch sein despotisches Regime unbeliebt. Schließlich erzwang das Volk seine Enthauptung. | Tram 4, 15: Helmhaus

Wühre und Schipfe

Zusammen bilden die beiden Uferwege links der Limmat eine enge, teils unter tiefen Arkaden geführte Verbindung vom Fraumünster bis zur Uraniastrasse. An guten Cafés, kleinen Läden und traditionellen Handwerksbetrieben vorbeikommend, erhält man nicht nur einen Eindruck mittelalterlicher Enge, sondern der Weg gewährt auch Ausblicke auf das Niederdorf. An der Wühre stehen barocke Bauten, enge Gässchen schaffen Verbindungen zur Storchengasse. Die Schipfe, ein ehemaliger Umschlagplatz zwischen See- und Flussschifffahrt, ist geprägt durch hohe Gebäude, meist aus dem 16. Jh.

Zunfthaus zur Meisen

Im Stil eines barocken Stadtpalais' mit kleinem Ehrenhof wurde das stattliche Haus 1757 nach französischem Vorbild gebaut. Dieses Zunfthaus verfügt ausnahmsweise über kein Restaurant. Dafür repräsentiert es die kulturelle Hochblüte der Stadt zu jener Zeit. Das Innere des Zunfthauses der Weinbauern, ausgestattet mit feinstem Zürcher Rokoko, wartet mit herrlichen Stuckaturen und Öfen auf. Hier ist die Porzellansammlung des Schweizerischen Landesmuseums (Di-So 10.30-17 Uhr) untergebracht. Auf der Seite des Münsterhofs, den es östlich begrenzt, hielt Winston Churchill 1946 auf dem Balkon seine berühmte Europa-Rede. Daran erinnert eine eingelassene Gedenktafel im Boden vor dem schmiedeeisernen Tor. | Münsterhof 20 | Tram 4, 15: Rathaus

Belvoirpark

Die Lage - nur durch Straße, Eisenbahn und Seeaufschüttungen vom See getrennt -, der freie Blick auf die Alpen und der durch ihren Begründer Heinrich Escher angelegte, exotische Baumbestand machen aus dieser Grünanlage einen prächtigen Erholungsraum. 1901 wurde er in einer spektakulären Rettungsaktion - unter anderem verkaufte man 11000 m² zwecks Mittelbeschaffung - vor der Überbauung gerettet, später mit dem benachbarten Schneeligut und dem Iris- und Tagliliengarten vereinigt. In der Escher-Villa ist heute die Hotelfachschule mit Restaurant und wunderbarer Terrasse untergebracht. | Tram 7: Brunaustrasse

Keller-Denkmal

Gottfried Keller, 1819 in Zürich geboren und 1890 auch dort gestorben, setzte sich in seinen Romanen („Der grüne Heinrich“, „Die Leute von Seldwyla“) und Gedichten intensiv mit seiner Heimatstadt und den politischen Strömungen des 19. Jhs. auseinander. 1861-76 war er erster Stadtschreiber von Zürich. Ein überdimensionierter Keller-Kopf in Stein steht auf einem kleinen Plätzchen neben dem Hafen Enge. | Tram 5, 161, 165: Rentenanstalt

Kirche Enge

Auf einer Moränenkuppe thront weithin sichtbar die Kirche Enge mit ihrer mächtigen Kuppel im Stile der italienischen Frührenaissance. Im Treppenaufgang stehend, genießt man einen herrlichen Rundblick über See und Stadt. | Grütlistr. 8 | Tram 5, 6, 7: Bahnhof Enge

Museum Rietberg

Im prachtvollen Rieterpark liegt die Villa Wesendonck, das Haupthaus des Museums Rietberg. Mitte des 19. Jhs. für den deutschen Kaufmann Otto Wesendonck erbaut, war die Villa ein kultureller Treffpunkt der Stadt. Auch Richard Wagner verbrachte hier als Gast der Familie einige kreative Jahre. 1871 gingen Park und Villa in den Besitz der Familie Rieter über und wurden durch die Park-Villa Rieter ergänzt. 1945 kaufte die Stadt Zürich das Anwesen und machte daraus ein einzigartiges Museum für außereuropäische Kunst. Grundstock dafür bildete die Sammlung chinesischer, indischer und afrikanischer Kunst von Baron Eduard von der Heydt. Heute ist auch Kunst aus Japan, Ozeanien, Alt-Amerika und dem alten Orient zu sehen. Die Wechselausstellungen zeigen jeweils Meisterwerke von Weltrang. 2007 wurde das Museum durch einen gläsernen Eingangspavillon und zwei unterirdische Hallen erweitert und bietet jetzt auch ein Schaudepot mit über 4000 Objekten. | Di-So 10-17, Mi/Do 10-20 Uhr | CHF 16/12 | Tel. 0442063131 | www.rietberg.ch | Gablerstr. 15 | Tram 7: Museum Rietberg

Quaianlagen

In der ersten Hälfte des 19. Jhs. drängte die sich vergrößernde Stadt vehement über die Befestigungsanlagen hinaus. Der Stadtrat trug sich schon bald mit dem Gedanken, das Gebiet in Richtung See besser zu nutzen und eine Quaistraße zu erstellen. Nach heftigen Debatten wurde schließlich 1882 unter der Leitung des früheren Stadtingenieurs Arnold Bürkli der Bau der Quaianlagen vom Hafen Enge bis zum schräg gegenüberliegenden Hafen Riesbach in Angriff genommen. Der vom Abriss der Befestigungsanlagen anfallende Bauschutt wurde dazu verwendet, das Seebecken aufzuschütten. Das monumentale Unterfangen verschlang das städtische Steuereinkommen eines ganzen Jahres und konnte 1887 abgeschlossen werden. Praktisch das gesamte Ufergelände des Sees mit Ausnahme der beiden Restaurants - Acqua und Fischerstube - ist auch heute noch unverbaut und frei zugänglich, bewachsen mit riesigen Bäumen oder blühendem Rhododendron. An schönen Tagen im Sommer und an sonnigen auch im Winter tummelt sich halb Zürich in diesen Anlagen.

Rote Fabrik

In einem ehemaligen Fabrikgebäude aus rotem Backstein hat sich nach einer aufreibenden Entstehungsgeschichte in der Achtzigerjahren ein lebendiges und kreatives Zentrum nichtetablierter Kultur entwickelt: Es gibt Konzerte und Theater, die Shedhalle zeigt zeitgenössische Kunst, in über 100 Ateliers wird solche produziert, und das Restaurant Ziegel oh lac ist bekannt für seine gute und preisgünstige Küche, laute Musik und ein Publikum voller kritischer Geister. | Seestr. 395 | www.rotefabrik.ch | Tram 7: Post Wollishofen | Bus: Rote Fabrik, oder mit dem Schiff bis Wollishofen

Seebad Enge

Zwei als Floß auf dem Wasser schwimmende Liegestätten (eine davon nur für Frauen) mit Sicht auf die Alpen. Abends gibt's Kultur, sommerleichte Kost auch schon tagsüber. | Juni-Mitte Sept. | Mythenquai | Tram 5, 161, 165: Rentenanstalt

Sihlcity

Neben der Autobahnhochstraße über der Sihl ist auf dem Areal der ehemaligen Papierfabrik Sihl ein Kultur- und Einkaufszentrum gebaut worden, das sich die kleinste Großstadt der Welt nennt. Wahrzeichen ist der denkmalgeschützte Fabrikschornstein. In der alten Papierrüsterei ist jetzt ein Restaurant gleichen Namens untergebracht, der Papiersaal im Obergeschoss wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die anderen Gebäude sind mehrheitlich neu. Die Anlage besitzt den größten Kinokomplex der Stadt, ein gestyltes Hotel, ein Fitnesszentrum und einen Nachtclub sowie diverse Restaurants und Bars. | Utoplatz | Tram 5, 13: Utobrücke

Städtische Sukkulentensammlung

Fährt man auf der Seestrasse stadtauswärts, fällt linker Hand, kurz vor der Badeanstalt Mythenquai, eine Gruppe übergroßer Kakteen aus Eisen - still vor sich hin rostend - ins Auge. Dahinter befindet sich in zwei Gewächshäusern eine weltweit einzigartige Sammlung sukkulenter, das heißt saftspeichernder Pflanzen aus den Trockengebieten der ganzen Welt. Rund 25000 Kakteen, Agaven, Aloe vera, so genannte „lebende Steine“, Wolfsmilchgewächse und Sukkulenten aus vielen anderen Pflanzenfamilien können hier besichtigt werden. Zur Sammlung gehören auch ein Herbarium, eine Sammlung dauerhaft konservierter Pflanzen, und eine mehr als 10000 Muster umfassende Samensammlung. Sprechstunde für Sukkulentenfans: Tgl. 9-11.30, 13.30-16.30 Uhr | Eintritt frei | behindertengerecht | Mythenquai 88 | www.sukkulenten.ch | Tram 7: Brunaustrasse, Bus: Landiwiese

Strandbad Mythenquai

Das Strandbad lockt mit großen Bäumen, tollem Alpenblick und Sandstrand. Restaurant mit guten Verpflegungsmöglichkeiten. | Mitte Mai bis Mitte Sept. | Mythenquai 95 | Tram 7: Brunaustrasse

Flussbad unterer Letten

Verspielte Holzbadeanstalt mit stark strömender Limmat. Jeden Di bis 24 Uhr Barbetrieb mit Kunstperformance; Juli/Aug. Openairkino Film im Fluss. | Juni-Mitte Sept. | Wasserwerkstr. 141 | Tram 4, 13: Dammweg

Friedhof Sihlfeld

Der Friedhof Sihlfeld, eine der größten zusammenhängenden Grünflächen der Stadt, wird von vielen Anwohnern als Naherholungsgebiet genutzt. Auf dem ehemaligen Zentralfriedhof, der nach streng geometrischen Grundsätzen parkähnlich angelegt wurde, liegen viele berühmte Persönlichkeiten begraben, darunter der Schriftsteller Walter Mehring, der Zürcher Dichter Gottfried Keller, die „Heidi“-Autorin Johanna Spyri, der Sozialist August Bebel. | Aemtlerstr. 151 | Tram 3, Bus 33, 72: Krematorium Sihlfeld

Josefstrasse

Nirgends ist Zürich auf kleinstem Raum so mulitkulturell wie an der schmalen Straße zwischen der Bahntrasse und der Tramlinie: Neben dem mexikanischen Spezialitätenladen bietet ein indisches Geschäft bunten Nippes feil, daneben lockt das thailändische Warenhaus. Dazwischen verkaufen junge Schweizerinnen Eigenkreationen von Mode und Accessoires, hält das Designgeschäft Schönes und Nützliches bereit, trinkt man im italienischen Take-out Espresso. Die Josefstrasse führt zur Langstrasse - und ist der beste Weg, um sich auf das Viertel einzustimmen. | Tram 4, 13: Sihlquai

Kunsthalle

Seit 1996 befindet sich die Kunsthalle zusammen mit dem Museum für Gegenwartskunst, einer Kunstbuchhandlung und anderen Galerien in einer ehemaligen Brauerei, dem Löwenbräu-Areal, das sich als Teil des westlichen Industriequartiers langsam, aber sicher zu einem Zentrum für Dienstleistungen, Technoparks und Kultur(-konsum) wandelt. Allein der Lokalität wegen lohnt sich ein Besuch, doch auch die Arbeit der Kunsthalle-Kuratoren ist sehenswert. Das Wirtschaftsmagazin „Capital“ zählt das Kunstinstitut zu den sechzig besten der Welt. Gezeigt werden in den schönen, durch Oberlicht erhellten Fabrikräumen vor allem Schweizer Premieren internationaler Gegenwartskunst mit dem Schwerpunkt auf Einzelpräsentationen. | Di, Mi, Fr 12-18, Do 12-20, Sa/So 11 bis 17 Uhr | 8 CHF (Do 17-20 Uhr Eintritt frei) | Limmatstr. 270 | www.kunsthallezurich.ch | Tram 4, 13: Dammweg

Langstrasse

Sie war einmal als Sündenpfuhl Zürichs, als das Rotlichtmilieu schlechthin bekannt. Die Bordelle sind noch da und auch der Drogenhandel. Doch neben den Striplokalen gibt es jetzt auch kleine, multikulturelle Läden und neuerdings sogar Szenelokale und vor allem viel mediterrane Atmosphäre. Die schnurgerade Straße verbindet die Kreise 5 und 4. Vom Limmatplatz führt sie auf die Bahngleise zu und unter ihnen hindurch bis an die Badenerstrasse beim Bezirksgericht.

Migros Museum für Gegenwartskunst

Zusammen mit der Kunsthalle befindet sich das Museum für Gegenwartskunst auf dem Gelände der Brauerei Löwenbräu. Eingerichtet hat es Migros, der größte Schweizer Einzelhandelskonzern. Schwerpunkt ist moderne, „junge“ Kunst von internationaler Bedeutung. Die Ankaufspolitik setzt vor allem auf moderne Kunstformen wie z.B. Installation und Video. Das Museum beschäftigt sich insbesondere mit dem Verhältnis von Kunst und Gesellschaft und bietet zu diesem Thema immer wieder überraschende Einsichten. | Di, Mi, Fr 12-18, Do 12-20, Sa/So 11-17 Uhr | 8 CHF (mit Kunsthaus 12 CHF), Do 17-20 Uhr Eintritt frei | Limmatstr. 270 | www.migrosmuseum.ch | Tram 4, 13: Dammweg

Museum für Gestaltung

Das Museum, 1930 eröffnet und architektonisches Denkmal dieser Zeit, zeigt interessante, sehr gut präsentierte Ausstellungen zu den Bereichen Umweltgestaltung, Design, visuelle Kommunikation und ästhetische Erziehung. Es verfügt über umfangreiche Sammlungen von Plakaten, grafischen Arbeiten und Design. | Di-Do 10-20, Fr-So 11-17 Uhr | 7-12 CHF | Tel. 0444466767 | Ausstellungsstr. 60 | Tram 4, 13: Museum für Gestaltung

Schiffbau

Mit dem Schiffbau hat der neue Stadtteil 5 seit 2001 seinen Tempel. Peter Kern baute die Schiffbauhalle zu einem Zentrum für Theater, Musik und Gastronomie um. Das ehemalige Industriegebäude beherbergt das verglaste Nobelrestaurant La Salle, die Trendbar und Lounge Nietturm, vier Probebühnen sowie in zwei Betonkuben ein Studiotheater und einen Jazzclub. Herzstück des Ganzen ist das Hallentheater, das durch seine großzügigen Dimensionen beeindruckt. | Schiffbaustr. 4 | S-Bahn: Hardbrücke

Turbinenplatz

Der quadratische Platz ist der größte der Stadt. An die industrielle Vergangenheit des Quartiers erinnern der Bodenbelag aus Beton und die Schienen aus Gusseisen, die den Platz unterteilen. Begrenzt wird er vom Technopark, einem Hotelkomplex und dem Laden- und Wohnkomplex Puls 5. Nachts ist der Platz farbig beleuchtet und verbreitet mit seinen orangenen und violetten Lichtkegeln zwischen den kalten, kubischen Fassaden eine ganz eigene, fröhliche Atmosphäre. | Giessereistrasse | Bus 34: Technopark

Wolkenbügel

Auf dem Areal der einstigen Seifenfabrik Steinfels in Zürich-West realisierten die Architekten Andreas Herzog und Ernst Hubeli die Wohnsiedlung West-Side. Sie besteht aus drei Bautypen: einem Langhaus, sechs Punkthäusern, die im Innern der Überbauung liegen, und einer dreischiffigen Basilika. Über die gesamte Siedlung spannt sich auf 160 m der so genannte Wolkenbügel, eine Art horizontales Hochhaus aus Stahl und Glas, das nur durch eine Trägerkonstruktion mit den Gebäuden darunter verbunden ist und so über allen zu schweben scheint. In den heterogenen Gebäuden liegen offen gestaltete Privaträume in ummittelbarer Nachbarschaft zu öffentlichem Raum - urban wohnen heißt hier, fast gänzlich auf Intimsphäre zu verzichten. | Heinrichstrasse | Tram: Escher-Wyss-Platz

Botanischer Garten

Auf einem Moränenhügel oberhalb des Seefeldquartiers befindet sich der 5 ha große Botanische Garten der Universität mit drei Glaskuppeln, die als Schauhäuser für heimische und exotische Pflanzen dienen. Das Botanische Museum mit seinen rund 1,5 Mio. Pflanzen aus aller Welt kann dort ebenfalls besucht werden. | Parkanlagen März-Sept. Mo-Fr 7-19, Sa/So 8-18; Okt.-Feb. Mo-Fr 8-18, Sa/So 8-17 Uhr. Schauhäuser tgl. 9.30-16 Uhr (im Sommer Sa/So 9.30-17 Uhr) | Zollikerstr. 107 | Tram 2, 4: Höschgasse | Bus 33, 77: Botanischer Garten

Centre Le Corbusier

Am Rande des Zürichhorn-Parks steht das Heidi-Weber-Haus, benannt nach der Galeriebesitzerin und Bauherrin. Erbaut wurde es 1967 nach Plänen des Schweizer Architekten, Malers und Bildhauers Le Corbusier, der es als Wohnhaus konzipiert hatte. Heute dient es als Ausstellungspavillon für moderne Kunst. Das Haus mit seinem charakteristischen, aus zwei Stahlschirmen bestehenden Dach, ist ein untypisches Beispiel von Le Corbusiers Baukunst - es besteht vor allem aus Stahl und emaillierten Stahlplatten. Es ist jedoch das einzige Bauwerk des Meisters in Zürich. | Nur Juli-Sept Sa/So 14-17 Uhr | 12 CHF | Höschgasse 8 | Tram 2, 4, Bus 33: Höschgasse

China-Garten

Der 1994 eröffnete, fast quadratische Chinagarten ist ein Geschenk der chinesischen Schwesterstadt Kunming und erfreut sich mit seinen exotischen Pavillons und Brücken sowie dem chinesischen Take-Away großer Beliebtheit. | März-Okt. tgl. 11-19 Uhr | 4 CHF | Bellerivestrasse | Tram 2, 4, Bus 33: Fröhlichstrasse

Johann-Jacobs-Museum

Der Konzernherr, dessen Firmensitz gleich nebenan liegt, stiftete seine private Sammlung, um damit ein Museum zu gründen, das den Beitrag des Kaffees zur europäischen Kulturgeschichte zeigt. In einer Villa am Seefeldquai machen Porzellan, Silber, Grafiken und Gemälde den Einfluss des Kaffeegenusses auf das kulturelle und gesellschaftliche Leben des 17./18. Jhs. deutlich. | Fr 14-19, Sa 14-17, So 10-17 Uhr | 5 CHF | Seefeldquai 17 | www.johann-jacobs-museum.ch | Tram 2, 4: Feldeggstrasse

Mühle Tiefenbrunnen

Die am Stadtrand gelegene ehemalige Mühle Tiefenbrunnen, 1890 als Brauerei im Schlösschenstil und als typischer Industriebau der Belle Epoque erbaut, ist Kulturzentrum, Ladenpassage, Werkstatt und schicker Treffpunkt in einem. In den Gewerberäumen haben sich Galerien, Werbeagenturen und Modeateliers eingemietet. Ein großer Laden bietet Designermöbel, das Restaurant Blaue Ente ist eine beliebte Adresse für Gourmets, und wer etwas für seine Bildung tun will, verfolgt im Mühlerama auf vier Etagen den Weg vom Korn zum Mehl. | Di-Sa 14-17, So 10-17 Uhr, Juli/Aug. 3 Wochen geschl. | 7 CHF | Seefeldstr. 231 | www.muehlerama.ch | Tram 2, 4, Bus 33, S7: Tiefenbrunnen

Seebad Utoquai

Diese am Ostufer in den See gebaute schöne Anlage hat eine gemischte sowie nach Geschlecht getrennte Abteilungen zu bieten. Treffpunkt der Schönen bzw. derjenigen, die sich selbst dafür halten. Cafeteria. | Mitte Mai-Mitte Sept. | Utoquai | Tram 2, 4: Kreuzstrasse

Stiftung Sammlung E.G. Bührle

Der Bührle-Konzern wurde in der Schweiz gerne als Waffenschmiede beschimpft. Der 1956 verstorbene Patron Emil G. Bührle investierte aber auch in Kunst und hat seit den 1930er-Jahren eine gut 200 Werke umfassende Sammlung europäischer Kunst zusammengetragen, deren Pflege 1960 einer Stiftung übertragen wurde. Das Gewicht liegt auf der französischen Malerei, insbesondere auf den Impressionisten. Gezeigt werden Werkgruppen von Delacroix, Courbet, Manet, Degas, Renoir, Cézanne, Toulouse-Lautrec, Gauguin und van Gogh. Auch die Sammlung neuerer Malerei, zum Beispiel Picasso, kann mit jedem anderen Museum konkurrieren. Die Sammlung ist auch bei den Einheimischen noch ein Geheimtipp. | Di, Mi, Fr, So 14-17 Uhr | 9 CHF | Zollikerstr. 172 | www.buehrle.ch | Tram 2, 4, Bus 33: Wildbachstrasse

Villa Patumbah

Ein aus Sumatra zurückgekehrter Tabakpflanzer setzte sich mit dieser pompösen, alle Stile vermischenden Villa ein Denkmal. Die Hälfte des öffentlichen Gartens ist eines der Vorzeigeobjekte der städtischen Gartendenkmalpflege. | Zollikerstr. 128 | Tram 11, 31, 33/S18/Bus: Hegibachplatz

Zürichhorn

Die rechtsufrige Quaianlage vom Bellevue-Platz bis zu der augenfällig in den See ragenden Landzunge, dem Zürichhorn, wird auch als Kunstmeile bezeichnet. Diverse Skulpturen und Reliefs sind auf einem Spaziergang zu entdecken: u.a. das berühmte „Sheep Piece“ von Henry Moore, eine Bronzeplastik beim Hafen Riesbach, und die sich zweimal pro Tag ratternd und quietschend bewegende Eisenplastik „Heureka“ von Jean Tinguely. Auf dem Weg zum Zürichhorn kommt man auch an Aufsehen erregenden Bauwerken vorbei: Das auffälligste ist die Alupyramide des Architekten Dahinden, in der heute eine Privatklinik untergebracht ist. Kurz hinter dem Hafen Riesbach stehen die Villa Egli und die neoklassizistische Villa Bloch, die heute das Museum Bellerive beherbergt. Die Mauer daneben schmückt der „Bacchantenzug“, ein freizügiges Marmorfries, das vor der Zerstörung an seinem Ursprungsort gerettet werden konnte. Anschließend folgt die große Blatterwiese, an deren Rand das Centre Le Corbusier im Heidi-Weber-Haus und der Chinagarten zu finden sind.

Blauer Platz

Der dem in Zürich gestorbenen deutschen Dichter Georg Büchner gewidmete Platz auf dem Universitätsgelände spielt mit dem Raum: Anstelle eines konventionellen Monuments überrascht er mit einem blauen, weichen Bodenbelag, schrägen Wänden und einer leuchtend gelben Stele - ein Werk des Zürcher Malers und Bildhauers Gottfried Honegger, Urgestein der Konstruktiven und Konkreten Kunst, dessen Arbeiten im öffentlichen Raum rund um die Welt zu sehen sind. | Tram: Milchbuck oder Irchel

Friedhof Fluntern

Für literarisch Interessierte auf den Spuren von James Joyce ist der Friedhof eine wichtige Station: Dort sind das Grab und eine bekannte Statue des in Gedanken versunkenen irischen Schriftstellers zu finden. | Zürichbergstr. 189 | Tram 6, 39: Zoo

Irchelpark

Der Landschaftspark verbindet die große Tramhaltestelle Milchbuck mit der Universität Irchel und besticht durch seine künstlich angelegten Bächlein, Weiher und Seen zwischen Hügeln und viel Grün. Bewohner des Stadtteils kommen hierher, um zu joggen und sich zu sonnen - ein lockerer und freundlicher Ort der Begegnung. | Tram: Milchbuck oder Irchel

MFO-Park

Benannt nach der Maschinenfabrik Oerlikon, die die Wirtschaft Zürichs lange geprägt hat, ist der MFO-Park der auffälligste der vier neu angelegten Grünanlagen von Neu-Oerlikon. Er besteht im Wesentlichen aus einer überdimensionierten Gartenlaube: ein 100 m langes, 30 m breites und 17 m hohes Metallgerüst, das bepflanzt ist. Im Gerüst sind Rankseile, Pflanzschalen und Fußwege eingehängt, gedeckt wird es von einem Sonnendach. Im Innern finden zuweilen Kulturveranstaltungen statt. Besonders schön ist die Konstruktion nachts, wenn sie beleuchtet wird. James-Joyce-Strasse | Tram: Bahnhof Oerlikon

Oerliker Park

Ein 35 m hoher Betonturm, der über eine stählerne Außentreppe erklommen werden kann, prägt den Oerliker Platz an der Birchstrasse. Das Grün der durch die Straße zweigeteilten Anlage steht in Reih und Glied. Über 1000 Bäume sollen hier dereinst eine kompakte Baumhalle bilden. Bis es so weit ist, vertreibt man sich mit dem Wasserbalken, einem endlos langen Brunnen, die Zeit und findet im kubischen, roten Pavillon Unterschlupf, der als Veranstaltungsbühne dient. | Ecke Birchstrasse/Emil-Rüti-Weg | Bus 64: Bullingerweg

Rigiblick

Mit der Seilbahn erreicht man vom Rigiplatz in wenigen Minuten die Aussichtsterrasse des Restaurants Rigiblick und die vielen Spazierwege in den Wäldern des Zürichbergs Richtung Zoo.

Uetliberg/Felsenegg

Der Hausberg Zürichs erhebt sich über die Stadt und bietet mit seinen 871 m Höhe einen großartigen Blick auf Zürich. Malerisch zu seinen Füßen liegt der Zürichsee, und bei klarer Sicht genießt man einen herrlichen Blick auf die schneebedeckten Alpengipfel. Sehr reizvoll ist der Uetliberg im Herbst und Winter, wenn garstige und lang dauernde Hochnebel-Wetterlagen die Stadt unter einem grauen Deckel halten, der Hausberg jedoch aus dem Nebelmeer ragt.

Nach einer kleinen Stärkung in einem der beiden Restaurants auf dem Uetliberg kann man Richtung Felsenegg entlang des interessanten Planetenweges, einer Nachbildung unseres Sonnensystems im Maßstab eins zu einer Milliarde, weiter spazieren gehen. Auf der Felsenegg erwarten einen ein weiteres Restaurant und eine Seilbahn, die in den Zürcher Vorort Adliswil hinunterführt. Von dort fährt die S-Bahn (S 4, alle 20 oder 30 Min.) direkt zum Hauptbahnhof. | Alle 30 Min. fährt die S 10, eine der steilsten Bahnen der Welt ohne Zahnradantrieb, in 20 Min. auf den Uetliberg (Fahrkartencode *131).

Wellenbad Dolder

Freibad mit künstlich erzeugten Wellen; große Spielwiese, Restaurant. | Mitte Mai-Mitte Sept. | Adlisbergstr. 36 | Tram 6, Bus 39: Zoo

Werkbundsiedlung Neubühl

Ein Schweizerisches Architekturdenkmal von großem internationalem Wert ist diese Einfamilienhaussiedlung, die als typisches Beispiel des so genannten „Neuen Bauens“ in den 1930er-Jahren von einem Architektenkollektiv geplant wurde. | Nidelbadstr. 79 | Tram 7: Wollishofen

Zoo

Der Zürcher Zoo ist für seine artgerechten Großgehege weltbekannt. Bären, Leoparden und andere Tiere leben in einer exakt ihrer natürlichen Heimat nachempfundenen Umgebung. Der 2003 eröffnete Masoala-Regenwald ist die originalgetreue Kopie des Ökosystems von Madagaskar in einer gigantischen Halle. | Tgl. 9-18, im Winter 9-17 Uhr (Masoala-Regenwaldhalle ab 10 Uhr) | Eintritt 22 CHF | Zürichbergstr. 221 | www.zoo.ch | Tram 6, Bus 39: Zoo