Reisetipps Zürich

Highlights Zürich

Region: Zentrum rechts der Limmat

Grossmünster

Das Wahrzeichen Zürichs beherrscht mit der mächtigen Doppelturmfassade den oberen Limmatraum. Der Legende nach stiftete Karl der Große eine erste Kirche da, wo die Stadtheiligen Felix und Regula, nachdem sie unten an der Limmat enthauptet wurden, mit dem Kopf unter dem Arm noch hingewandert sein sollen. Ein steinernes Andenken an den Stifter ist in einer Nische des Südturms untergebracht. Zur Zeit der Reformation war das Grossmünster die Wirkungsstätte Zwinglis, auf den auch die Kargheit im Inneren der Kirche zurückzuführen ist. Die frühesten Teile stammen aus dem späten 11. Jh., zeigen also romanische Züge wie die rein romanische Krypta oder der großartige Kreuzgang. Als einziges der sieben Klöster innerhalb der damaligen Stadtmauer fiel das Grossmünsterkloster nicht reformatorischem Eifer zum Opfer, sondern wurde zur theologischen Schule.

Die lange Bauzeit des monumentalen Sakralbaus ist an den Türmen abzusehen, deren Stil sich von unten nach oben verändert: romanisch bis zur Firsthöhe, gotisch bis zur Galerie, abgeschlossen auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Hans Waldmann mit hohen Spitzhelmen, die nach einem Turmbrand und längerer Diskussion Ende des 18. Jhs. durch neogotische Hauben ersetzt und vom Schriftsteller Victor Hugo als „hässliche Pfefferbüchsen“ bezeichnet wurden. Die Türme können bestiegen werden. | Mitte März-Okt. Mo-Sa 9.15-17, So 12.30-17, Nov.-Mitte März Mo-Sa 10-17, So 13-17 Uhr | Tram 4, 15: Helmhaus

Kunsthaus

Das 1910 eröffnete Kunsthaus erfreut sich dank einer Reihe hervorragender Ausstellungen zeitgenössischer Kunst eines sehr guten internationalen Rufes. Es beherbergt derart viele Kunstschätze, dass man ziemlich genau wissen muss, was man sehen will, und sich am besten für eine der verschiedenen Sammlungen entscheidet: Alte Meister gehören mit mittelalterlicher Plastik und Tafelmalerei sowie Gemälden des niederländischen und italienischen Barock zum Kunsthaus-Schatz. Schweizer Kunst des 18. und 19. Jhs. ist zu sehen, und die „Zürcher Konkreten“ des 20. Jhs. sind mit Bill, Lohse, Glarner, Graeser und Loewensberg vertreten. Mit gut hundert Werken Ferdinand Hodlers kann das Kunsthaus auftrumpfen, ein Bestand, der eigentlich für ein separates Hodler-Museum ausreichte. Die Kunst des 20. Jhs. dominieren aber Werke von Vallotton, Amiet oder den Vettern Augusto und Giovanni Giacometti. Die Internationale Moderne seit dem Impressionismus wird von wichtigen Werkgruppen von Monet, der Nabis-Gruppe, Munch über Kokoschka, Picasso, Chagall bis Rodin und Giacometti repräsentiert. Ein Seerosen-triptychon Monets im „Seerosensaal“ ist allein den Besuch wert.

Das Graphische Kabinett beherbergt ein bedeutendes Dada-Archiv, und durch die Stiftung für Fotografie erhält man einen guten Einblick in das Schaffen inländischer Fotografen wie Bischof, Staub, Burri. Führungen siehe Tagespresse. Sonderführungen nach Vereinbarung. | Di-Do 10-21, Fr-So 10-17 Uhr | je nach Ausstellugn 6-20 CHF | Heimplatz 1 | Tel. 0442538484 | www.kunsthaus.ch | Tram/Bus: Kunsthaus

Neumarkt/Rindermarkt

Dieser Straßenzug ist ein schöner Einstieg in das Niederdorf und zeichnet sich aus durch eine Vielzahl mittelalterlicher Häuser, die viele kleine Läden, Boutiquen, Secondhandshops, Restaurants wie die Bauernschänke oder das Zunfthaus zum Neumarkt beherbergen. Ebenfalls hier zu Hause ist das experimentierfreudige Theater am Neumarkt. Zu den idyllischsten Altstadtgassen mit Handwerksbetrieben und kleinen Geschäften gehören die von Neu- oder Rindermarkt wegführenden Prediger- und Froschaugassen.

Region: Zentrum links der Limmat

Bahnhofstrasse

Als Fröschengraben war dieser Straßenzug zwischen Paradeplatz und Bahnhof einst Teil der mittelalterlichen Wehranlagen. Nach Schleifung derselben baute 1868 der Fotograf Ganz an der noch öden Straße das erste Wohn- und Geschäftshaus und wurde prompt für verrückt gehalten. Die Bebauung in Richtung Bahnhof schritt jedoch rasch voran. Die Bahnhofstrasse ist 1,2 km lang, nach dem Vorbild französischer Boulevards gestaltet und mit 200 Linden bepflanzt. Anziehend wirken nicht nur die 180 Geschäfte und die 2500 Laufmeter Schaufensterauslagen, sondern auch die architektonische Eleganz als Folge eines strengen Baugesetzes, das zusammenhängende Häuserreihen mit einer einheitlichen Höhe von 18 m vorschrieb. Die Bahnhofstrasse ist eines der teuersten Pflaster Europas mit Mietpreisen bis zu 4000 CHF pro Quadratmeter und Jahr. Auf der Goldmeile verkehrt - von zwei kleinen Straßenabschnitten abgesehen - nur die Tram.

Vom Bahnhof her kommend, stößt man nach dem eleganten St.-Gotthard-Hotel rechter Hand auf das Warenhaus Globus und die Pestalozziwiese. Weil hier früher Schwerverbrecher hingerichtet wurden, konnte sie nie verkauft werden, und so beschloss die Stadt, sie als Anlage für die Bürger mit dem Standbild des berühmten Pädagogen ansonsten unbebaut zu lassen.

Etwas weiter aufwärts trifft man auf einen prächtigen Jugendstilbau, heute das Kaufhaus Manor. Leicht zurückversetzt steht das Warenhaus Jelmoli, ursprünglich Zürichs erster Eisen-und-Glas-Palast, eine Pionierleistung. Ein weiteres Jugendstilgeviert folgt rechter Hand mit dem Warenhaus St. Annahof. Zu Anfang der Pelikanstrasse dann die aus Marmorquadern bestehende Rauminstallation des Konstruktivisten Max Bill. Am Paradeplatz selbst, dem Herzstück der Bahnhofstrasse, haben die Schweizer Großbanken ihren Hauptsitz. Die feingliedrige, aber monumentale Fassade der Crédit Suisse, in deren Erdgeschoss eine prunkvolle Ladenpassage mit Lichthof, Designerboutiquen und einem Restaurant liegt, beherrscht den Platz. Östlich wird der Paradeplatz begrenzt vom Hotel Savoy, südlich die berühmte Confiserie Sprüngli. Weiter Richtung See linker Hand der Zentralhof, der über einen ruhigen Innenhof mit plätscherndem Brunnen und Bestuhlung vor dem Café Strozzi's verfügt. Im Anschluss nochmals ein schöner Hof, der Kappelerhof. Gegenüber der Neubau der Zürcher Kantonalbank mit dem eisernen Rhinozeros vor dem Eingang. Den Abschluss machen linker Hand der mächtige, zum See ausgerichtete Komplex der Schweizerischen Nationalbank und schließlich der Bürkliplatz.

Fraumünster

Ursprünglich war das Fraumünster die Kirche des adligen Damenstifts, das 853 von Ludwig dem Deutschen, einem Enkel Karls des Großen, für seine Töchter gestiftet wurde. Die jeweilige Äbtissin amtete bis ins Hochmittelalter hinein als Stadtregentin. Die Reformation beendete deren Regentschaft, und vom Kloster blieben nur noch die Kirche und der Kreuzgang übrig, der das Fraumünster mit dem Stadthaus verbindet. Sehenswert sind im spätromanischen Chor der ansonsten spätgotischen Kirche die fünf 1970 realisierten hohen Glasfenster des Künstlers Marc Chagall und eine 1978 von ihm geschaffene Rosette. Die Fenster des nördlichen Querhauses schuf zwischen 1930 und 1945 Augusto Giacometti, ein Verwandter des Bildhauers Alberto Giacometti. | Tram 4, 15: Helmhaus und Paradeplatz

Region: Enge

Städtische Sukkulentensammlung

Fährt man auf der Seestrasse stadtauswärts, fällt linker Hand, kurz vor der Badeanstalt Mythenquai, eine Gruppe übergroßer Kakteen aus Eisen - still vor sich hin rostend - ins Auge. Dahinter befindet sich in zwei Gewächshäusern eine weltweit einzigartige Sammlung sukkulenter, das heißt saftspeichernder Pflanzen aus den Trockengebieten der ganzen Welt. Rund 25000 Kakteen, Agaven, Aloe vera, so genannte „lebende Steine“, Wolfsmilchgewächse und Sukkulenten aus vielen anderen Pflanzenfamilien können hier besichtigt werden. Zur Sammlung gehören auch ein Herbarium, eine Sammlung dauerhaft konservierter Pflanzen, und eine mehr als 10000 Muster umfassende Samensammlung. Sprechstunde für Sukkulentenfans: Tgl. 9-11.30, 13.30-16.30 Uhr | Eintritt frei | behindertengerecht | Mythenquai 88 | www.sukkulenten.ch | Tram 7: Brunaustrasse, Bus: Landiwiese

Region: Aussersihl/Industrie-Quartiere

Museum für Gestaltung

Das Museum, 1930 eröffnet und architektonisches Denkmal dieser Zeit, zeigt interessante, sehr gut präsentierte Ausstellungen zu den Bereichen Umweltgestaltung, Design, visuelle Kommunikation und ästhetische Erziehung. Es verfügt über umfangreiche Sammlungen von Plakaten, grafischen Arbeiten und Design. | Di-Do 10-20, Fr-So 11-17 Uhr | 7-12 CHF | Tel. 0444466767 | Ausstellungsstr. 60 | Tram 4, 13: Museum für Gestaltung

Schiffbau

Mit dem Schiffbau hat der neue Stadtteil 5 seit 2001 seinen Tempel. Peter Kern baute die Schiffbauhalle zu einem Zentrum für Theater, Musik und Gastronomie um. Das ehemalige Industriegebäude beherbergt das verglaste Nobelrestaurant La Salle, die Trendbar und Lounge Nietturm, vier Probebühnen sowie in zwei Betonkuben ein Studiotheater und einen Jazzclub. Herzstück des Ganzen ist das Hallentheater, das durch seine großzügigen Dimensionen beeindruckt. | Schiffbaustr. 4 | S-Bahn: Hardbrücke

Region: Ausserhalb der City

Zoo

Der Zürcher Zoo ist für seine artgerechten Großgehege weltbekannt. Bären, Leoparden und andere Tiere leben in einer exakt ihrer natürlichen Heimat nachempfundenen Umgebung. Der 2003 eröffnete Masoala-Regenwald ist die originalgetreue Kopie des Ökosystems von Madagaskar in einer gigantischen Halle. | Tgl. 9-18, im Winter 9-17 Uhr (Masoala-Regenwaldhalle ab 10 Uhr) | Eintritt 22 CHF | Zürichbergstr. 221 | www.zoo.ch | Tram 6, Bus 39: Zoo

Region: Zürich

Sprüngli

Truffes du jour - sie müssen am gleichen Tag verkauft werden - und Luxemburgerli sind nur zwei der zahlreichen süßen Köstlichkeiten, deren Ruf um die ganze Welt gegangen ist. Filialen gibt es am Hauptbahnhof, in der Löwenstrasse, am Bahnhof Stadelhofen und in der Bahnhofstr. 21 | www.spruengli.ch

Opernhaus

Genießt dank großartiger Aufführungen und internationaler Starbesetzungen für Oper und Ballett Weltruf. | Theaterplatz | Tel. 0442686666 | Tram 2, 4: Opernhaus, 11, 15: Bahnhof Stadelhofen

Kaufleuten

Im ehrwürdigen Kaufleuten-Saal findet man nebst Restaurant und Bar einen Mix aus schicker Disko und heißen Raves. | Di-So ab 19 Uhr | Pelikanstr. 18 | Tram 2, 9, 66: Sihlstrasse

Limmatschiffe

Zürichs Brücken von unten zu sehen ist mit den Limmatschiffen möglich. Die niedrigen Flussschiffe pendeln von April bis Oktober zwischen Landesmuseum und dem Seebecken und bieten eine bei Kindern besonders beliebte andere Perspektive auf die Stadt. | Abfahrt alle 30 Min. | Infos: Tel. 0444871333 | www.zsg.ch