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Florida: Vergnügungsparks und weisse Strände

Die zweiwöchige, ganzjährig machbare Rundfahrt eignet sich besonders für Erstbesucher. Auf der rund 1500 km langen Tour erleben Sie alle Facetten des American Way of Life: phantasievolle Themenparks und die Alligatoren der Everglades, den Weltraumbahnhof Cape Canaveral, Miami, reichlich Sandstrände und das tropische Flair der Keys.

Mindestens zwei Tage müssen Sie vor dem Start der Rundfahrt in Orlando für die großen Vergnügungsparks einplanen, etwa für das Epcot Center und die Universal Studios. Danach geht's los: Die SR 528 führt stracks nach Osten an die Atlantikküste, wo im Kennedy Space Center von Cape Canaveral auf gut zweistündigen Bustouren (tgl. 9-19 Uhr | Eintritt 38 $) Raketen, Space-Shuttles und die historischen Mondfahrzeuge zu bestaunen sind. Schön für eine erste Badepause ganz in der Nähe: das Strandstädtchen Cocoa Beach.

Die Autobahn I-95 bringt Sie danach schnell weiter südwärts nach Palm Beach, dem berühmten Ferienort der amerikanischen High Society. Ein Bummel an der Worth Avenue mit ihren edlen Boutiquen und Bistros führt das Lebensgefühl der Millionärsszene vor Augen. Legerer gibt sich Fort Lauderdale etwas weiter südlich, das mit gepflegten Villenvierteln und breiten Stränden sowie einer Vielzahl von mit Booten befahrbaren Kanälen zu den beliebtesten Ferienorten Floridas zählt.

Nächster Stopp sollte das glamouröse Miami sein. Nehmen Sie sich einen Tag Zeit zum Bummeln im Art-déco-Viertel am Ocean Drive und zum Shopping im Bayside Marketplace. Danach geht es weiter südwärts auf dem Overseas Highway (US 1), der über 42 Brücken rund 200 km weit hinausführt ins Meer auf die Inselkette der Keys. Auf Key Largo, dem ersten großen Eiland, ist im Pennekamp Coral Reef State Park die reiche Unterwasserwelt auf Boots- und Schnorcheltouren (tgl. 8-17 Uhr | Touren 24-30 $) zu erleben. Ziel des Highways über das Wasser ist das tropisch-bunte Key West, das mit quirligem Nachtleben lockt. Zurück auf dem Festland, bringt Sie der Tamiami Trail (US 41) quer durch die subtropischen Sümpfe der Everglades an die Westküste Floridas nach Naples, wo die warmen Wellen des Golfs von Mexiko ganz sanft an die weißen Strände plätschern.

Ideal für einen Badetag sind eine Fahrstunde weiter nördlich die von üppiger grüner Vegetation umrankten Inseln Sanibel und Captiva. Nahebei in Fort Myers dürfen Sie einen Besuch im Edison Home (2350 McGregor Blvd. | tgl. 9-17.30 Uhr | Eintritt 15 $) nicht verpassen. Dort verbrachte der Erfinder der Glühbirne 40 Jahre lang seine Winter und legte einen faszinierenden botanischen Garten an.

Immer neue Strände und Badeorte säumen den Weg nach Norden, ehe es in St. Petersburg heißt, Abschied zu nehmen vom Meer. Der ganze Stolz der Stadt ist übrigens das wirklich hervorragende Salvador Dalí Museum (1000 3rd St. South | Mo-Sa 9.30-17.30, So 12-17.30 Uhr | Eintritt 14 $). Über die I-4 schließt sich der Kreis der Rundfahrt zurück nach Orlando.

Route 66: Highway der Sehnsucht

„You get your kicks on Route 66“, sang einst Nat King Cole und brachte das Reisegefühl der 1950er-Jahre auf den Punkt. Er besang die legendäre „Mother Road“, die in den 1920er-Jahren angelegte erste Straße im Westen der USA. 3600 km Highway von Chicago nach Los Angeles am Pazifik. Auf ihm zogen die verarmten Farmer aus Oklahoma westwärts nach Kalifornien, und in den 1950er-Jahren reisten auf ihm die ersten Touristen zum Grand Canyon. Heute ist die Nostalgiereise auf den Spuren der Route 66 in zwei Wochen gut zu schaffen.

Von Chicago nehmen Sie am besten die Autobahn I-55 nach Süden - zu mühsam wäre im Vorortgewirr die Suche nach den Resten der Route 66. Doch schon eine Fahrstunde südlich der Metropole liegen - gut ausgeschildert - um Wilmington und Dwight im Norden sowie südlich von Springfield um Litchfield und Mount Olive noch einige alte Teilstücke. Auch altmodische Relikte der Route 66 blieben hier erhalten: etwa die alte Tankstelle von Shea's (2075 Peoria Rd.) und der klassische Diner Cozy Drive-In (2935 S. 6th St.) in Springfield. Wenig später lohnt sich von der I-55 ein Abstecher zu den Cahokia Mounds, gewaltigen indianischen Tempelhügeln aus der Zeit zwischen etwa 700 und 1500.

In St. Louis überquert die Route 66 den Mississippi und führt hinaus in die unendlichen Prärien, quer durch das Herzland des Kontinents. Nächster Stopp: die Tropfsteinhöhlen der Meramec Caverns 5 km südlich von Stanton. Weiter westwärts geht es auf der I-44, die hier dem Verlauf des alten Highways folgt. Vorüber an den Ozark Mountains, der Heimat der Hillbilly-Musik (gute Konzerte in Branson) zieht sich der Highway nach Joplin, hinter dem Sie wieder einige Teilstücke der alten Route 66 befahren können.

Nächster Stopp: Tulsa in Oklahoma, eine klassische, ölreiche Boomtown. Von Oklahoma City aus verläuft die Route 66 parallel zur I-40 schnurstracks gen Westen - über Clinton (gutes Route-66-Museum) in den Norden von Texas nach Amarillo. Gleich westlich der Stadt steht das oft fotografierte Route-66-Kunstwerk der Cadillac Ranch - eine Reihe hochkant gestellter Oldtimer.

Weiter durch die staubigen Wüsten und struppigen Bergketten von New Mexico: Von Santa Rosa aus lohnt ein Abstecher von der I-40 auf der alten Route 66 nach Santa Fe unternehmen, der kunstsinnigen Hauptstadt von New Mexico. Auch westlich von Albuquerque wartet in der scheinbar öden Wüste noch allerlei Sehenswertes: etwa das auf hoher Klippe gelegene Indianerpueblo Acoma und bei Grants einige alte Abschnitte der Route 66 mit verwitterten Tankstellen und neonbeschilderten Billigmotels. Mit ganz ähnlicher Highway-Nostalgie lockt Gallup, das zudem bekannt ist für gut bestückte indianische Kunstgalerien.

Jenseits der Grenze zu Arizona liegt der Petrified Forest National Park an der I-40 mit seinen zu Onyx versteinerten Bäumen. Nicht fehlen darf in Arizona von Flagstaff aus ein Abstecher zum Grand Canyon National Park, der zwei Stunden Fahrt nördlich liegt. Hinter Flagstaff folgt eins der längsten und stimmungsvollsten Stücke der alten Route 66: Von Seligman über Peach Springs nach Kingman und weiter nach Oatman - ein halb verlassenes Bergwerksnest, in dem sogar noch wilde Esel auf den Straßen herumlaufen.

Das letzte Routenstück können Sie entweder über die glitzernde Spielerstadt Las Vegas fahren oder auf der Originalstrecke parallel zur I-40 quer durch die einsame Mojave-Wüste. Von Barstow aus sind es nur noch wenige Stunden Fahrt auf der I-15 bis Los Angeles, wo die Route 66 in Santa Monica am Pazifik endet.

Highway One: die Traumstrasse Amerikas

Als schönste Panoramaroute der Neuen Welt wird der Küsten-Highway zwischen San Francisco und Los Angeles gerne bezeichnet - mit Recht. Über schroffe Steilklippen, vorbei an uralten Redwood-Wäldern, bunten Strandorten und alten spanischen Missionen schlängelt er sich am Pazifik hin. 800 km Traumkulisse, für die Sie sich 3 bis 4 Tage gönnen sollten. Beste Reisezeiten: April bis Juni und September/Oktober, denn im Hochsommer liegt die Küste häufig im Nebel.

Ein paar Tage in San Francisco sind die gebührende Einstimmung auf die Küstenroute, dann geht's los: Zuerst auf dem Highway US-101 südwärts ins Silicon Valley, das legendäre Hightechzentrum Kaliforniens. In San Jose können Sie im supermodernen Tech Museum (201 S. Market St. | tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 8 $) alles über Chips und Computer erfahren. Von dort klettert die SR 9/236 über das Örtchen Calistoga hinauf in die Coast Mountains, wo im Big Basin State Park und im Henry Cowell State Park uralte Haine von Redwood-Bäumen erhalten blieben. Bis 100 m hoch und über 2000 Jahre alt werden diese hölzernen Giganten, zwischen denen es Lehrpfade gibt.

Nächster Stopp: Santa Cruz, ein typisch kalifornisches Strandstädtchen mit schönen Villen am Meer und einem alten Leuchtturm (kleines Surfermuseum). Bei der Weiterfahrt auf dem Highway 1 säumen Artischockenfarmen und Dünen Weg zur Monterey Peninsula. Unbedingt sehenswert: das Monterey Bay Aquarium und die von malerischen Gärten umrahmte Carmel Mission (3080 Rio. Rd. | Mo-Fr 9.30-16.30 Uhr, Sa/So 10.30-16.30 Uhr | Eintritt 5 $). Auch Carmel, ein altes Küstenstädtchen mit sehr schönem Strand, verdient einen Bummel. Gleich südlich lohnt sich ein Abstecher in die Point Lobos State Reserve, ein umbrandetes Kap mit kleinen Buchten, in denen sich Seelöwen und Seeotter beobachten lassen.

Nun folgt das schönste Stück des Pacific Coast Highway 1: Hoch über dem Meer kurvt die Straße bei Big Sur an den Hängen der steil ins Meer fallenden Santa Lucia Range südwärts. Ein Tipp zur Kaffeepause mit grandiosem Blick über die Küste: das Restaurant Nepanthe (€€-€€€, Café | €), rechter Hand direkt am Steilabbruch. Danach immer neue Kurven und immer neue Aussichtspunkte entlang der kaum erschlossenen Küste. Erst bei San Simeon wird das Pazifikufer wieder flacher. Gute Gelegenheit zum Bummel an einer der Strandbuchten, wo man haufenweise Muscheln sammeln und oft auch die massigen See-Elefanten beobachten kann.

Ein hoher Vulkanfelsen markiert bei Morro Bay das Ende des einsamen Küstenabschnitts. Dort und an den Stränden südlich von San Luis Obispo herrscht Ferientrubel. In Pismo Beach darf man sogar mit dem Auto in die Sanddünen fahren. Auf der US-101 geht es weiter südwärts, vorüber am Touristenstädtchen Solvang, und weiter zu den langen Surferstränden Refugio und El Capitan. Dort liegt einer der schönsten Küstenorte des Golden State: Santa Barbara. Spanisch-mediterrane Architektur mit lauschigen Innenhöfen und kalifornisch-legeres Flair prägen die Altstadt um die State Street, während unten am Pier Stearns Wharf mit Skatern und Surfern das Beachlife tobt. Nicht verpassen: die herrlich gelegene Mission Santa Barbara (Laguna/Los Olivos Sts. | tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 4 $).

Die restliche Strecke bis Los Angeles ist in drei Stunden zu schaffen: schnell über den Highway US-101 oder aussichtsreich auf dem Highway 1 entlang der Küste über Oxnard und Malibu, wo die berühmten Strände der Surfer liegen, z.B. Zuma Beach.