Reisetipps Teneriffa

Sehenswertes Teneriffa

Region: La Orotava

Casas de los Balcones

In der Calle San Francisco stehen sich mehrere Stadthäuser von schlichter Eleganz gegenüber. Ihre wunderbaren, für die Kanaren typischen, fein gedrechselten Holzbalkone, die wie Galerien außen an der Fassade kleben, gaben ihnen ihren Namen: Casas de los Balcones. Die Erste, die Casa Fonseca, wurde 1632 errichtet. Sie fasziniert die Besucher mit einem tropisch-grünen Patio und einem völlig mit Holz verkleideten Arkadengang im ersten Stock. In ihren Räumen befindet sich heute eine Stickereischule. Decken und Tücher, bei deren Herstellung man zuschauen kann, werden auch verkauft.

1670 wurde das ebenso schöne Nachbarhaus, die Casa de Franchi, errichtet, die nun ein Dokumentationszentrum für iberoamerikanisches Kunsthandwerk beherbergt. Gegenüber steht die 1590 erbaute Casa Molina, ein ehemaliges Kloster, in dem einer der besten Kunsthandwerksläden der Insel zu finden ist. www.casa-balcones.com

Hijuela del Botánico

Hinter dem Rathaus liegt der 4000 m² große Botanische Garten - 1788 auf Initiative des Grafen Villanueva del Prado eingerichtet. In der sehr gepflegten Anlage sind u.a. australische Koniferen, indische Kastanien, Feuerbäume und ein schöner Drachenbaum zu sehen. Mo-Fr 8-14 Uhr | Eintritt frei | Calle Tomás Pérez s/n

Jardines del Marquesado de la Quinta Roja

Neben der Plaza de la Constitución blüht es in der Parkanlage, die sich terrassenförmig einen Hang hochzieht, in überschwänglichen Farben. Tgl. 9-18 Uhr | Eintritt frei

Museo de Artesanía Iberoamericana

In den Mauern des ehemaligen Dominikanerklosters Santo Domingo aus dem 17. Jh. befindet sich das Museum für Kunsthandwerk. Neben wechselnden Ausstellungen können Sie traditionelle Trachten, Instrumente und Kunsthandwerk aus Spanien und der Neuen Welt sehen. Ein schlichtes Meisterwerk ist der Kreuzgang des Klosters. Mo-Fr 9.30-18, Sa 9.30-14 Uhr | Eintritt 2 Euro | Calle Tomás Zerolo 34

Museo de Cerámica Tafuriaste

In einem großen Stadthaus aus dem 19. Jh. können Sie die ganze Bandbreite kanarischer Töpferkunst kennenlernen. Der thematische Schwerpunkt liegt auf Wein, Küche und Vorrat. In der angeschlossenen Werkstatt schaut man dem Töpfer bei der Arbeit zu. Mo-Sa 10-18, So 10-14 Uhr | Eintritt 2 Euro | Calle León 3

Parroquia de la Inmaculada Concepción de la Virgen María

Die Pracht der schönen, im barocken Stil erbauten Kirche, die der Jungfrau der Unbefleckten Empfängnis geweiht ist, zeugt von der Bedeutung der Stadt. Mit dem Bau des ersten Gotteshauses an dieser Stelle begann man bereits im frühen 16. Jh., doch wurde es von den Erdbeben 1704/05 zerstört. Der jetzige Kirchenbau wurde 1788 geweiht und 1948 zum spanischen Nationaldenkmal erklärt. Zwei grazile Glockentürme rahmen die wuchtige Fassade ein. Die drei Schiffe im Innern werden durch ionische Säulen getrennt, der Altarraum wird von einer Kuppel überwölbt. Der Hochaltar aus Marmor und Jaspis, eine Genueser Arbeit von 1823, ist nur eines der vielen Kunstwerke. Plaza Casañas s/n

Plaza de la Constitución

Der Platz der Verfassung mit seinem Cafépavillon in der Mitte ist das Herz La Orotavas. Er ist großzügig angelegt und immer überaus bunt mit Blumen bepflanzt. Eine ganze Reihe historischer Bauwerke umgibt ihn - die Kirche San Agustín z.B., ein ehemaliger Konvent aus dem Jahr 1671, und der Liceo de Taoro, ein rostrot gestrichener Palast, der jetzt als Kulturhaus genutzt wird. Gerühmt wird die Plaza aber wegen der Aussicht auf die Stadt, die sich darunter ausbreitet.

Ruta de los Molinos de Agua

Vom Wasserreichtum La Orotavas profitierten noch bis weit in unsere Zeit hinein neun Wassermühlen, die ab dem 16. Jh. erbaut worden waren. Entlang der steil ansteigenden Straßen standen sie hintereinander den Berghang hinauf und mahlten gofio, das kanarische Grundnahrungsmittel. Verbunden waren sie durch Galerien, die das Wasser des Flüsschens Araujo von einer Mühle zur anderen transportierten. Sieben der Mühlen und Teile der Kanäle sind noch zu sehen. Eine der drei funktionstüchtigen - sie steht in der Calle Doctor Domingo González García 3 und wird nun mit Strom betrieben - mahlt täglich frischen gofio, den Sie vor Ort kaufen können. Mo-Fr 8-13 u. 15-19, Sa 8-13 Uhr | Beginn der Route: südlich der Casas de los Balcones

Region: Santa Cruz de Tenerife

Auditorio de Tenerife

Das schneeweiße Konzerthaus ist ein gewagtes Bauwerk des Stararchitekten Santiago Calatrava. Blickfang ist der riesige, sich über die Veranstaltungssäle neigende Flügel. Hier finden Konzerte, Opernaufführungen und Ballettabende statt. Avenida de la Constitución s/n

Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción

Der schlanke Glockenturm der ältesten Kirche (1502) in Santa Cruz ist im typischen Kolonialstil erbaut und galt Seefahrern lange als Wahrzeichen der Stadt. Nach einem Brand wurde das dreischiffige Gotteshaus mit den zahlreichen Seitenaltären im 17./18. Jh. mehrfach restauriert. Schlanke Vulkansteinsäulen stützen innen das Gebäude, das wertvolle Barockkunstwerke birgt: den Hochaltar, eine farbige Marmorkanzel, Gemälde, Gold- und Silberschätze sowie das „Kreuz der Eroberung“ von 1494. Avenida Bravo Murillo s/n

Iglesia de San Francisco

Ende des 17. Jhs. wurde die neben dem Museo de Bellas Artes gelegene Klosterkirche gebaut. Sehenswert im Innenraum, der auf dünnen Vulkansteinsäulen ruht, sind die beiden Altaraufsätze aus dem 17. u. 18. Jh. und die im vorderen Bereich reich bemalten, geschnitzten Holzdecken. Infos zu Konzerten in der Kirche im Tourismusbüro | Plaza San Francisco

Museo de Bellas Artes

Das Museum der schönen Künste im ehemaligen Franziskanerkloster enthält neben den 100000 Bänden der Stadtbibliothek vor allem Werke kanarischer Künstler, aber auch Gemälde spanischer, holländischer und italienischer Meister. Di-Fr 10-20, Sa, So 10-15 Uhr | Eintritt frei | Plaza del Príncipe Asturias

Museo Militar de Almeyda

Die Festung aus dem 19. Jh. beherbergt nicht nur die Militärverwaltung, sondern auch ein Museum. Hauptattraktion ist die Kanone El Tigre. Durch einen Schuss des „Tigers“ soll der berühmte englische Admiral Horatio Nelson 1797 bei der Belagerung von Santa Cruz seinen rechten Arm verloren haben. Weiter befinden sich Kriegsflaggen, Waffen und Uniformen unter den Ausstellungsstücken. Di-Sa 10-14 Uhr | Eintritt frei | Calle San Isidro 1

Museo de la Naturaleza y el Hombre

Das 1997 eröffnete Natur- und Völkerkundemuseum wurde mit dem Archäologischen Museum zusammengelegt und im restaurierten ehemaligen Antiguo Hospital Civil, dem Zivilhospital, eingerichtet. In dem innen modern und hell gestalteten Haus werden audiovisuell und mit vielen Exponaten die Entstehung der Insel und des kanarischen Archipels, seine Flora und Fauna und die Geschichte der Guanchen dokumentiert. Prähistorische Schädel stehen fein säuberlich in Vitrinen aufgereiht. Werkzeuge, Schmuck und Gebrauchsgegenstände der altkanarischen Bevölkerung vervollständigen das Bild. Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 3 Euro | Calle Fuente Morales

Parque García Sanabria

Der Park ist nach einem Bürgermeister der Stadt benannt und einzigartig auf dem ganzen Archipel. Zahlreiche Brunnen, romantische Arkadengänge, mächtige Bäume und eine urwalddichte Bepflanzung ziehen viele Menschen an. Nach der kompletten Neugestaltung und nun mit eigenem Infozentrum (Mo-Fr 10-19, Sa 10 bis 14, So 16-19 Uhr) lädt er mit breiten Wegen, Skulpturen, verträumten Plätzen, gemütlichen Bänken und einer netten Cafeteria noch mehr zum Verweilen ein und gehört zu jedem Santa-Cruz-Besuch.

Plaza de la Candelaria

Geht direkt in die Plaza de España über. Die Fußgängerzone ist die Shoppingmeile von Santa Cruz. Auffällig die hohe Säule mit einer Figur aus Carrara-Marmor, die die Virgen de la Candelaria darstellt. Sie ist die Schutzheilige Teneriffas.

Plaza de España

Hier, in unmittelbarer Nähe des Hafens, mündet die Uferpromenade, auf der jedes Jahr die prächtigsten Karnevalsumzüge der Kanarischen Inseln stattfinden. Eine alte Festung wurde abgerissen, um für das mächtige Rondell Platz zu schaffen, in dessen Mitte das Monumento de los Caídos an die Gefallenen des Bürgerkriegs erinnert. Nach dem kompletten Umbau und der Verbannung des Durchgangsverkehrs erstrahlt die Plaza nun in völlig neuem Glanz.

Plaza del Príncipe Asturias

Ein herrlicher Platz, der nach dem Sohn des spanischen Königs benannt wurde. Alter Baumbestand und üppige Vegetation machen die Plaza zu einer subtropischen Oase inmitten der Großstadthektik.

Plaza del 25 Julio

Breitkronige Palmen rahmen die kleine Plaza ein. Der Brunnen mit den acht Wasser speienden Fröschen hat maurische Anklänge. Die 19 mit farbenfrohen Mosaiken gekachelten Bänke haben verschiedene Firmen und Institutionen gestiftet.

La Rambla

Der lange Boulevard spannt sich wie ein Bogen um die Innenstadt. Auf der breiten Promenade in der Mitte laden Kioske und Bänke unter haushohen Bäumen zum Verweilen ein. Moderne Skulpturen - unter anderem von Henry Moore und Joan Miró - bringen hohe Kunst ins tägliche Leben. Die alte Stierkampfarena auf halber Strecke wird nur noch für Sportveranstaltungen, Kinderfeste und Popkonzerte genutzt.

Teatro Guimerá

Das 1991 aufwändig renovierte Theater ist nach dem 1849 in Santa Cruz geborenen Lyriker Ángel Guimerá benannt und war schon im 19. Jh. das kulturelle Zentrum der Stadt. Heute findet jedes Jahr ein Festival mit klassischer Musik, Oper und Ballett statt. Plaza de la Madera | www.teatroguimera.es

Region: Garachico

Castillo de San Miguel

Eins der wenigen Bauwerke, das die Naturkatastrophe von 1706 überstand, ist die 1575 erbaute Burg San Miguel. Einst befand sich das winzige Kastell im Besitz der Grafen von Gomera. Das massive Portal zieren mehrere Wappen. Im Innern gibt es eine kleine naturhistorische Sammlung. Tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 0,60 Euro | Avenida Tomé Cano s/n

Convento de San Francisco

Der Konvent aus dem Jahr 1524 und seine Kirche mit hohen Holzdecken im Mudéjar-Stil und Balkonen sind die ältesten Bauwerke in Garachico. Im Klostertrakt beeindruckt der große Kreuzgang mit umlaufender Galerie und feinen Holzarbeiten, Säulen und filigranen Steinfußböden. Dort ist auch die Casa de la Cultura untergebracht. Das Kulturhaus beherbergt ein Museum für Naturkunde mit Beispielen einheimischer Fauna sowie das Museum für Heimatkunde mit Drucken aus dem 17.-19. Jh. Mo-Fr 10-19, Sa 10-15 Uhr | Eintritt 0,60 Euro | Plaza de la Libertad

Iglesia de Santa Ana

Die 1520 erbaute Kirche wurde nach ihrer Zerstörung 1706 wieder aufgebaut. Das klassizistische Tabernakel flankieren die Heiligenfiguren der Santa Ana und des San Joaquín (18. Jh.), beides Werke des großen kanarischen Bildhauers Luján Pérez.

Museo de Arte Contemporáneo

In der Kirche des ehemaligen Klosters Santo Domingo liegt das Museum für zeitgenössische Kunst, das in wechselnden Ausstellungen vor allem spanische Kunst zeigt. Unregelmäßig geöffnet | Eintritt 1 Euro | Convento de Santo Domingo

Region: La Laguna

Catedral Santa Iglesia

Schon 1511 stand hier eine Kirche. Doch das gegenwärtige, mächtige Gotteshaus datiert aus dem 20. Jh. Man erhielt nur die klassizistische Fassade, alles andere wurde neu errichtet. Innen sind historische Kunstwerke erhalten, darunter Holzschnitzereien des berühmten José Luján Pérez. Plaza Fray Albino

Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción

Sehenswert in La Lagunas ältester Kirche sind die bemalten Holzdecken, eine prachtvoll geschnitzte Barockkanzel und ein Taufbecken, das der spanische Eroberer Alonso Fernández de Lugo aus Sevilla hierher brachte. Neben der Kirche steht ein siebenstöckiger Glockenturm von 1697. Unregelmäßig geöffnet | Calle del Obispo Rey Redondo s/n

Museo de la Ciencia y el Cosmos

Das Museum für Wissenschaft und Kosmos mit dem angeschlossenen Planetarium ist schon von weitem an seinem gewaltigen Radioteleskop zu erkennen, das den rostroten Bau überragt. Das Museum fesselt die Besucher mit einer Vielfalt von Möglichkeiten an über 70 verschiedenen „Stationen“, interaktiv und spielerisch die komplizierten Zusammenhänge zwischen Erde, Sonne, Sonnensystem, Universum und Mensch zu begreifen. Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 3 Euro (Museum) | 1 Euro (Planetarium) | Calle Vía Láctea s/n | www.museosdetenerife.com

Museo de Historia de Tenerife

Neben den Schätzen im Geschichtsmuseum - u.a. eine berühmte kartografische Sammlung - ist das Gebäude selbst, die Casa de Lercaro, bemerkenswert. 1593 erbaut, stellt sie mit ihrem einzigartigen Patio und seiner reich geschnitzten Holzgalerie das wohl eindrucksvollste Beispiel kanarischer Profanarchitektur dar. Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 3 Euro | Calle San Agustín 22 | www.museosdetenerife.com

Region: Icod de los Vinos

Iglesia San Marcos und Plaza de Pila

Nur einen Steinwurf vom Drago Milenario entfernt erhebt sich die im 15. Jh. errichtete Kirche San Marcos mit einem eindrucksvollen Renaissanceportal. Innen sind die aus kanarischer Kiefer geschnitzte Holzdecke und der mit getriebenem Silber geschmückte Barockaltar bemerkenswert. In der Schatzkammer befindet sich ein silbernes Kreuz aus Mexiko. Gleich nebenan liegt erhöht die Plaza de Pila, eingefasst von vollständig erhaltenen Stadthäusern aus dem 18. Jh.

Parque del Drago

Der Park des Drachenbaums wurde in den letzten Jahren zu einem botanischen Garten mit vielen endemischen Pflanzen ausgebaut. Neu ist ein Guanchen-Themenweg zum Leben der Ureinwohner. Tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 4 Euro.

Region: Puerto de la Cruz

Casa de la Real Aduana

Eines der ältesten Gebäude ist das Königliche Zollhaus. 1620 erbaut, ist es mit seinen Holzfenstern und Balkonen ein schönes Beispiel kanarischer Architektur. Die letzten Zollformalitäten wurden hier vor 150 Jahren erledigt. Calle Las Lonjas 1

Castillo San Felipe

Westlich der Innenstadt erreichen Sie nach knapp 1 km die Burg des San Felipe. Sie wurde zwischen 1630 und 1644 zur Abwehr von Piraten erbaut, hat eine imposante Kanone vor der Tür und dient heute kommunalen Kulturveranstaltungen und Ausstellungen. Von hier geht der Blick auf die Playa Jardín. Di-Sa 11-13 und 17-20 Uhr | Eintritt frei | Paseo de Luís Lavaggi s/n

Ermita de San Telmo

Die kleine weiße Kapelle San Telmo liegt am Südwestende des Lidos mit Blick auf den Ozean. Seeleute errichteten sie 1780 und widmeten sie ihrem Schutzheiligen. Nach mehrmaliger Beschädigung wurde sie vor einigen Jahren komplett restauriert. Paseo San Telmo s/n

Iglesia de Nuestra Señora de la Peña de Francia

Auf der erhöht liegenden Plaza de la Iglesia steht Puertos wichtigstes Gotteshaus. Der Bau wurde 1684 begonnen und 1697 fertiggestellt, der graue, neoklassizistische Glockenturm wurde allerdings erst vor 100 Jahren hinzugefügt. Eine Augenweide sind der schwer vergoldete Aufsatz des barocken Hauptaltars aus dem 18. Jh. und mehrere Heiligenstatuen, darunter die der Virgen del Rosario und einer Virgen de los Dolores. Calle Quintana s/n

Iglesia de San Francisco

Zwischen 1599 und 1608 errichtet, ist die Kirche San Francisco wahrscheinlich das älteste Bauwerk in Puerto de la Cruz. Einst schloss sich ihr noch ein Franziskanerkloster an. An seiner Stelle breitet sich nun der Parque de San Francisco aus. Calle San Juan/Calle Quintana

Jardín Botánico

1790 ließ der spanische König Carlos III. den Botanischen Garten anlegen, um exotische Pflanzen aus den Tropen an das gemäßigte Klima Europas zu gewöhnen. Auf beinahe 25000 m² Fläche gediehen Zimt- und sogenannte Leberwurstbäume, Würgfeigen, Pfeffer- und Tulpenbäume, Kaffeestauden, Araukarien und vieles mehr. Der zweite Schritt des ehrgeizigen Plans, die Exoten auch auf dem spanischen Festland heimisch zu machen, schlug allerdings fehl. Die kühlen Winter in Madrid sagten den Wärmeliebenden nicht zu. Der Botanische Garten hat seine Bedeutung dennoch behalten und ist heute ein Zauberwald fremdartiger Gewächse. Das beeindruckendste Exemplar ist ein gewaltiger brasilianischer Gummibaum. Tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | Calle Retama 2

Museo Arqueológico Municipal

Westlich der Plaza del Charco erhebt sich das Archäologische Museum der Stadt. In der interessanten Ausstellung sehen Sie altkanarische Keramiken, Guanchenmumien, Waffen und historische Landkarten. Di-Sa 10-13 und 17-21, So 10-13 Uhr | Eintritt 1 Euro (Do frei) | Calle del Lomo 9a

Parque Taoro

Auf einem Plateau mit Blick auf das Meer und die Stadt wurden Ende des 19. Jhs. die ersten Nobelhotels für die meist britischen Kurgäste gebaut. 10 ha umfasst das Areal aus Gärten, Wegen, Aussichtspunkten, Wasserfällen, Brunnen, Kinderspielplatz und Restaurant. Innerhalb der Anlage hinter dem ehemaligen Hotel Taoro befindet sich ein wunderschöner, in Terrassen angelegter Garten: der Risco Bello mit Teichen und prächtigen Blumen. Eintritt 4 Euro | Altos de Taoro

Plaza del Charco

Auf dem Hauptplatz von Puerto de la Cruz, der rechteckigen Plaza del Charco, setzen sich die Einheimischen gern zu einem Schwätzchen in den Schatten der kanarischen Palmen und indischen Lorbeerbäume. Kinder haben einen Spielplatz. Bemerkenswert ist der Rincón del Puerto, ein 1739 errichtetes Gebäude im kanarischen Stil mit Holzbalkonen und einem aufwändig bepflanzten Patio, den sich zwei Restaurants teilen.

Puerto Pesquero

Der schmale Fischerhafen liegt der Plaza del Charco gegenüber. Wenn Boote einlaufen, herrscht hektische Betriebsamkeit unter den Käufern, die lauthals um die Ware feilschen.

Torreón de Ventoso

Schlank wie ein Kirchturm erhebt sich das gelbe, mit grauem Vulkanstein abgesetzte Haus aus dem 18. Jh. in der Altstadt. Es wurde mit viel Aufwand restauriert. Calle Valois s/n

Region: Tacoronte

Cristo de los Dolores

Die lebensgroße Jesusstatue aus dem 17. Jh. steht in der Kirche des ehemaligen Augustinerklosters. Das dreischiffige Gotteshaus hat außerdem eine reich mit Silberblech beschlagene sakrale Ausstattung. Tgl. | Plaza del Cristo

Iglesia de Santa Catalina

Im unteren Ortsteil und schwer zu finden ist die Pfarrkirche von 1664 mit einem Bildnis der „Virgen del Carmen“, ein Werk von Luján Pérez. Mehrere barocke Altäre und viel Blattgold prägen sie. Außerdem: Altarbilder mit reichem Silberschmuck. Tgl. | Plaza Chico

Region: Candelaria

Basílica de Candelaria

Die 1959 im verspielt kanarisch-neokolonialen Stil gebaute dreischiffige Basilika beherbergt das größte Heiligtum des Archipels, die Virgen de Candelaria. Die verschwenderisch bekleidete, mit Krone und Juwelen geschmückte Jungfrau hat im Inneren der Kirche ihren Ehrenplatz in einer goldgerahmten, beleuchteten Kammer über dem Altar. Ein modernes Wandgemälde stellt ihre Geschichte dar. Die Madonnenfigur, deren Vorgängerin bei einer Sturmflut verloren ging, wurde 1827 von dem tinerfeñischen Künstler Fernando Estévez geschaffen. Die Gesichtsfarbe der Jungfrau und ihres gekrönten Kindes ist auffallend dunkel.

Plaza Patrona de Canarias

Der riesige Platz vor der Kathedrale wurde für die Pilgerscharen angelegt, die jedes Jahr Mitte August zur Verehrung der Virgen de Candelaria kommen. An der Uferpromenade stehen neun seltsame, überlebensgroße Bronzestatuen. Sie wurden 1993 geschaffen und stellen die menceys dar, die über Teneriffa herrschten, als die spanische Eroberung begann. Diese Guanchenkönige sind mit Tierhäuten bekleidet und halten Speere, Stöcke und Fäustel in den Händen. Ihre scharf geschnittenen Gesichter scheinen die europäische Vorstellung vom edlen Wilden zu idealisieren.

Region: Güímar

Iglesia San Pedro Apóstol

Die 1610 erbaute Kirche ist wegen ihrer vielen Heiligenfiguren bemerkenswert. Plaza San Pedro

Iglesia de Santo Domingo

Die Kirche wurde im 17. Jh. errichtet, um die Figur der Schutzpatronin der Kanaren, die Virgen de Candelaria, vor den Unsicherheiten ihres damaligen Küstendomizils zu bewahren. Tatsächlich kam es aber nie zu deren Umzug hierher. Plaza del Ayuntamiento

Pirámides de Güímar

Aus der Zeit der Ureinwohner Teneriffas stammen sechs Pyramiden, die man früher lediglich für Steinhaufen gehalten hatte. Die Anordnung der Pyramiden zueinander und die Vermessung ihres Standorts führten den Naturforscher Thor Heyerdahl zu der Vermutung, sie könnten astronomischen Zwecken gedient haben. Gesicherte Erkenntnisse gibt es aber bis heute nicht. Im Museumsbereich liegt ein Nachbau von Heyerdahls gänzlich aus Schilf gebautem Schiff „Raa“, auf dem sich der Norweger einst über den Atlantik nach Mexiko treiben ließ. Außerdem zu sehen: Artefakte aus der Neuen Welt, die im Zusammenhang mit den Kanaren stehen. Tgl. 9.30-18 Uhr | Eintritt 9,75 Euro | Calle Chacona s/n | www.piramidesdeguimar.net