Reisetipps Schwarzwald

Ausflüge & Touren Schwarzwald

Mit dem Auto durch den Nordschwarzwald

Die Schwarzwald-Hochstraße B500 von Baden-Baden nach Freudenstadt ist die berühmteste und älteste Touristenstraße des Schwarzwalds. Entlang dieser Strecke sollten Sie möglichst viele Stopps mit kleineren und größeren Spaziergängen einlegen, um die schönsten Punkte zu erreichen. Insgesamt fahren Sie etwa 60 km - ganz gemütlich an einem Tag.

Von Baden-Baden aus geht‘s die Schwarzwald-Hochstraße zunächst serpentinenreich und steil auf die Bühlerhöhe hinauf. Nach 8 km sind die Kammlagen erreicht. Ab hier führt die Hochstraße auf der Scheitelhöhe eines lang gezogenen Höhenzugs quer durchs Gebirge.

Den ersten Stopp sollten Sie am bekanntesten, leider auch überlaufensten See des Nordschwarzwalds einlegen, am Mummelsee, der seinen Namen den weißen Seerosen verdankt, im Volksmund Mummeln, die einst hier wuchsen. Die Sagen von Trollen, Nixen und Hexen am Mummelsee inspirierten auch große Geister; Eduard Mörike etwa zu seiner Ballade „Die Geister am Mummelsee“. Am Ufer steht das alte Berghotel Mummelsee (28 Zi. | Seebach | Tel. 07842/99286 | www.berghotel-mummelsee.de | €€).

Der See liegt an der Flanke der markanten, breitschultrigen Hornisgrinde, die als höchster Berg des Nordschwarzwalds (1164 m) beste Ausblicke in die Rheinebene und auf die umliegenden Höhenzüge bietet. Zum Aussichtsturm haben sich auch einige Windrotoren gesellt. Unterhalb des Gipfels erstreckt sich ein oft nebelumhülltes Hochmoor, das durch Bohlenwege erschlossen ist.

Der nächste Aussichtspunkt, die Passhöhe Ruhestein, ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Ein Sessellift trägt die Wanderer von dort hinauf zum Seekopf. Am Ruhestein lohnt auch Spaziergang zum malerischen Wildsee, wie der Mummelsee ein eiszeitlicher Karsee. Der Wildsee ist kleiner und abgelegener als der Mummelsee. Sie finden das „finstere Auge des Schwarzwalds“, eingerahmt von 120 m hohen Felswänden an der Ostseite des Ruhesteins, indem Sie von der Gipfelstation des Sessellifts Ruhestein einem ebenerdigen Wanderweg ca. 2 km zum Aussichtspunkt Wildseeblick folgen. Von dort führt ein steiler Abstieg hinunter zum menschenleeren Ufer.

6 km weiter, an der nächsten Station, dem Schliffkopf (1055 m), haben Sie so etwas wie den kleinen Bruder der Hornisgrinde. Seine weitgehend waldfreie Hochfläche mit Heide- und Hochmoorcharakter, steht seit 1965 unter Naturschutz. Ein 5 km langer Rundweg führt um den Gipfel herum und bietet phantastische Aussichten ins Renchtal und Richtung Baiersbronn. Zurück im Auto erreichen Sie nach weiteren 10 km die Alexanderschanze. Die historische Verteidigungsanlage ist noch recht gut erhalten, ebenso wie in unmittelbarer Nähe die Schwedenschanze und die Schwabenschanze. Nach rund 40 km durch traumhafte, bewaldete Höhen taucht das einzige Dorf an der Route auf: Kniebis (1500 Ew.). Der abgeschiedene Ort ist eine Oase mitten im Wald, ehe es die letzten 15 km steil hinunter Richtung Freudenstadt geht.

Nostalgie auf der Schwarzwald-Bahn

Die fast 140 Jahre alte Schwarzwald-Bahn von Offenburg nach Konstanz ist die imposanteste Gebirgsbahn Deutschlands. Die Fahrt beginnt in Offenburg und endet in Villingen. Im Stundentakt starten in Offenburg Züge Richtung Villingen. Die Fahrt dauert rund 90 Min. Der spektakulärste Abschnitt erwartet Sie zwischen Hausach und St. Georgen. Hier bewältigt die Bahn in einer knappen Stunde 36 Tunnel und 140 Brücken.

In zwei riesigen Doppelschleifen unterhalb und oberhalb des Bahnhofs Triberg schlängelt sich die Bahn auf 26 km Schienenstrecke knapp 470 m in die Höhe. Die über 30 Tunnel (der Längste ist der 1700 m lange Sommerau-Tunnel) lassen manchmal nur wenige Sekunden Zeit, um von einer waghalsigen Bergnase herunter in den Abgrund zu blicken. An etwa zehn Terminen ab Pfingsten werden dreistündige „Romantikfahrten“ angeboten. Los geht es jeweils um 14 Uhr in Triberg; die Fahrt führt im Fotografiertempo unter sachkundiger Zugbegleitung nach St. Georgen und wieder zurück. Info und Anmeldung: Tourist-Information Triberg | Tel. 07722/866490 | Fax 953236 | www.schwarzwaldbahn.net | 18 Euro

Radwandern Rund um den Feldberg

Die einzigartige Landschaft rund um den Feldberg ist von einem Netz gut ausgeschilderter Fahrradrouten durchzogen. Eine der schönsten, aber schwierigsten Tagestouren führt einmal um den Feldberg-Gipfel und zeigt Ihnen auf 35 km über Waldwege und Sträßchen Berg- und Tallandschaften mit grandiosen Aussichten.

Die Tour startet auf dem Parkplatz beim Bahnhof Bärental. Von dort rollen Sie durch luftigen Bergwald auf einer Teerstraße bis hinunter ins Bärental. Dann führt ein ungeteerter Wanderweg ca. 5 km gemächlich bergwärts zum idyllisch gelegenen Feldsee. Am Berggasthof Raimartihof vorbei gelangen Sie auf meist ebenem, zuletzt ansteigendem Waldweg nach 5,5 km bis Rinken, dem Aussichtspunkt hoch über Hinterzarten.

Nun geht es in abenteuerlicher Abfahrt 1 km um den Berg herum in den so genannten Rinkendobel. Wer nur bequem talwärts fahren will, der hat fast 10 km stetige Abfahrt durch den Bergwald des Zastlertals vor sich, bis nach Oberried, und von dort nochmals 4 km abwärts bis Freiburg, von wo ihn die Höllentalbahn zurück zum Ausgangspunkt der Tour bringt. Wenn Sie aber eine kurze Anstrengung nicht scheuen, nehmen Sie scharf links den etwa 1 km langen Anstieg zur Zastler-Hütte in Angriff und werden belohnt durch eine zünftige Einkehrmöglichkeit und einen herrlichen Rundblick über das Zastler- und Oberriedertal. Nach weiteren 2,5 anstrengenden Kilometern sind Sie auf 1400 m Höhe und haben den Feldberg-Gipfel beinahe umrundet. Ab hier rollt es von allein, immer an der Bergflanke entlang, nach 1,5 km vorbei an der St. Wilhelmer-Hütte (Fr geschl. | Tel. 07676/342 | €) und dann 1 km hinunter zur Todtnauer Hütte (tgl. 9-18 Uhr | Tel. 07676/373 | €). Von dort fahren Sie auf einem geteerten Wanderweg zum Parkplatz an der Talstation des Seebuck-Sessellifts. Sie folgen dem schmalen Weg Richtung Liftstation und fahren an dieser vorbei in den Wald. Schilder weisen Sie Richtung Feldseekessel. Auf einem breiten Schotterweg, 7,5 km stetig bergab, gelangen Sie wieder an den Feldsee und von dort weiter talwärts ins 4 km entfernte Bärental.