Reisetipps San Francisco

Sehenswertes San Francisco Golden Gate, Alcatraz und das Heulen der Robben

Attraktionen aus verschiedenen Kulturen und Lebensstilen

Nach New York City ist San Francisco die dichtbesiedeltste Stadt der USA. Auf einer Fläche von rund 125 km² wohnen rund 750000 Menschen - doch die Mehrheit ist zugereist, nur 35 Prozent stammen aus Kalifornien.

Nicht ohne Grund nannte Herb Caen, langjähriger Kolumnist der Tageszeitung San Francisco Chronicle, seine Stadt Baghdad by the Bay: Die Stadt mit ihren über 50 Hügeln bietet Bewohnern wie Besuchern 1001 Erkundungsmöglichkeiten. Und weil laut einer Studie aus dem Jahr 2007 San Francisco nach Los Angeles die US-Stadt ist, in der Autofahrer die meiste Zeit im Stau verplempern, kann man nur raten: Laufen Sie. Nehmen Sie Bus und Bahn. Leihen Sie sich ein Fahrrad. Wenn Sie mit einem Leihwagen auf der Durchreise sind, lassen Sie ihn stehen und greifen nur darauf zurück, um etwas entlegene Ziele wie die Marin Headlands oder den Aussichtspunkt von Twin Peaks anzusteuern.

Baker Beach

Zwischen Golden Gate Bridge und dem Villenviertel Seacliff, in dem unter anderem Hollywoodstar Robin Williams wohnt, befindet sich der Baker Beach. Schwimmen ist hier aufgrund tückischer Strömungen weniger angesagt, doch ein Picknick am Strand mit einer herrlichen Aussicht auf die Golden Gate Bridge und die Marin Headlands lässt einen den Trubel der Stadt vergessen. Muni 29 - Sunset

Cliff House

Bevor das 1863 erbaute Cliff House zu einem Ausflugsziel für die ganze Stadt wurde, residierten hier US-Präsidenten und einflussreiche Wirtschaftsvertreter. Zweimal brannte das Cliff House am westlichsten Punkt der Stadt allerdings ab, bevor es nach zahlreichen Umbauten seine heutige Form erhielt. Das hauseigene Restaurant Sutro's (tgl. 11.30-15.30 und 17-21.30 Uhr) bietet hervorragende kalifornische Küche und einen der romantischsten Sonnenuntergänge der Stadt. Bei Tag erspähen Sie regelmäßig vorbeiziehende Pelikane, Seelöwen, Delfine und Wale. Freitagabends gibt's Live-Jazz, sonntags 10-15.45 Uhr ein Champagner-Buffet mit Harfenklängen (reservieren!). Unter der Woche lohnt ein Besuch des Bistros mit passablem Frühstück (9-15.30 Uhr) und Abendessen | (16.15-21 Uhr) und ebenfalls phantastischer Aussicht. 1090 Point Lobos Avenue | Tel. 386/3330 | www.cliffhouse.com | Muni 38 - Geary

Fort Point

Der 1853-61 gebaute Armeestützpunkt mit seiner einzigartigen Ostküstenbauweise beherbergt ein interessantes Museum, in dem Sie sich unter anderem einen Film über den Bau der Golden Gate Bridge ansehen können (Fr-So 10-17 Uhr | Eintritt frei | www.nps.gov/fopo).

Golden Gate Bridge

Im Sonnenlicht strahlt sie wirklich golden, bei Nebel ragt sie über den Dunstbänken empor, die härteste Probe - das Erdbeben von 1989 - überstand sie ohne nennenswerten Schaden. Sie ist und bleibt das Wahrzeichen der Stadt.

Noch zu Beginn des 20. Jhs. hielten auch wagemutige Ingenieure es für schier unmöglich, an dieser Stelle eine Brücke zu bauen. Das Golden Gate, 1848 so genannt von Kapitän Fremont, weil es ihn an das Goldene Horn in Istanbul erinnerte, hat denn doch andere Dimensionen als der kleine Meeresarm des Bosporus. 97 m reicht das Wasser an der tiefsten Stelle, und die Gewalt von Ebbe und Flut beträgt ein nicht messbares Tausendfaches der geringen Tide an der Enge zwischen Mittelmeer und Schwarzmeer. Doch die Stadtväter San Franciscos gaben schon 1918 Studien für eine Brücke in Auftrag. Am 5. Januar 1933 wurde unter den Augen von Chefingenieur Joseph B. Strauss der erste Spatenstich getan, gut vier Jahre später, am 27. Mai 1937, war der Bau vollendet. Ein unumstrittenes Wunderwerk der Technik, das allerdings seinen Preis forderte: 35 Mio. Dollar und das Leben von elf Bauarbeitern - 19 andere überlebten dank eines Fangnetzes.

2,7 km ist sie lang, die Hängebrücke, wenn man die Autobahnauffahrten auf beiden Seiten mitrechnet. Der Hängeteil allein misst 1966 m. Er wird von dicken Stahlkabeln getragen, die aneinandergelegt rund 128000 km lang wären, also dreimal den Erdball umspannen könnten. Die beiden Brückentürme ragen 227 m hoch, und zwischen dem Meer und der Fahrbahn liegen 67 m.

An der südlichen Auffahrt steht eine Statue von Joseph B. Strauss, der ein Jahr nach der Vollendung seines Meisterwerks starb. Am 28. Mai 1937 hatte er im San Francisco Chronicle geschrieben: „Die Brücke, die niemand würde bauen können, die niemand genehmigen und unterstützen wollte, für die es nicht genügend Verkehrsaufkommen geben würde, um sie zu rechtfertigen, die einen brutalen Eingriff in die landschaftliche Schönheit der Bucht darstellen würde ... diese Brücke steht nun in ihrer ganzen majestätischen Pracht vor Ihnen.“ Maut $5, Fußgänger und Fahrradfahrer kostenlos | Muni 28 - Fort Mason bis Toll Plaza oder Golden Gate Transit Busses von Market Street, Ecke 7th Street North; Nummer 10 fährt auch bis zu dem Aussichtspunkt Vista Point auf der anderen Seite und weiter bis nach Sausalito

Golden Gate Promenade

Der Landstrich zwischen Aquatic Park und Golden Gate Bridge ist noch nicht so überlaufen wie etwa Pier 39. Hier joggen und spazieren die San Franciscans den ganzen Tag. Die gut 5 km von Fort Mason bis zur Golden Gate Bridge sind ein äußerst lohnenswerter Ausflug mit spektakulären Aussichten auf San Francisco und die Bucht. Lassen Sie den Aquatic Park hinter sich, und spazieren Sie am Rand des ehemaligen Fort Mason entlang. Sie passieren die Yachthäfen der Marina und erreichen das Crissy Field, einen ehemaligen Militärflughafen (www.crissyfield.org).

Kurz hinter der Küstenwachtstation wartet das Café Warming Hut auf Besucher, die sich mit einem kleinen Imbiss für das letzte Stück Weg zu Fort Point und Golden Gate Bridge stärken wollen (tgl. 9-17 Uhr). Vom Toll Plaza an der Südseite der Brücke fahren Busse zurück in die Stadt. Muni 28 - Fort Mason, Golden Gate Transit 10

Marin Headlands

Bei schönem Wetter sollten Sie unbedingt einen Ausflug in die Marin Headlands planen - auch, wenn Sie nur den Südzipfel der gewaltigen Parkanlage besuchen, der Ihnen einen tollen Blick auf San Francisco und die Golden Gate Bridge bietet. Mit etwas mehr Zeit erkunden Sie historische Forts, einen alten Leuchtturm, eine ehemalige Raketenabschussbasis und das Besucherzentrum oder wandern auf einem der zahlreichen Wanderwege. Tgl. Sonnenauf- bis Sonnenuntergang | www.nps.gov/goga/marin-headlands.htm | Muni 76 - Marin Headlands

Palace of the Legion of Honor

Der Palast der Ehrenlegion kommt Ihnen bekannt vor? Gut möglich, denn er ist ein um 25 Prozent verkleinerter Nachbau des Pariser Originals. Das sehr empfehlenswerte Museum beherbergt eine umfangreiche Sammlung europäischer und antiker Kunst der letzten 4000 Jahre: Gemälde, Töpferkunst, Skulpturen und über 70000 Drucke, Zeichnungen und Bücher der Achenbach Foundation for Graphic Arts - Werke von Dürer, Gauguin und Kandinsky inklusive. Dazu kommen wechselnde Ausstellungen. Di-So 9.30-17.15 Uhr | Eintritt $10, damit freier Eintritt ins De-Young-Museum, erster Di im Monat frei | www.legionofhonor.org | Muni 18 - 46th Avenue

Presidio

Das einst vom Stamm der Ohlonen-Indianer bewohntes Gebiet mit einer atemberaubenden Aussicht im Nordwesten der Stadt wurde seit 1776 von Spanien, Mexiko und den USA als Militärbasis genutzt. 1994 verließ die Army das Areal, drei Jahre später wurde es der Verwaltung des National Park Service und des Presidio Trust unterstellt mit dem Ziel, finanzielle Unabhängigkeit bis 2013 zu erlangen.

Ein Schritt auf dem Weg dahin ist die Konvertierung alter Militärgebäude zu Büros, Schulen und Wohnungen. Regisseur George Lucas zog 2005 mit seinen Film-, Spezialeffekt- und Videospielfirmen ins Letterman Digital Arts Center - errichtet an der Stelle des ehemaligen Letterman Army Hospitals. Festivals, Konzerte und Freilichttheater sorgen für kulturelle Höhepunkte, im Besucherzentrum, dem ehemaligen Officers' Club und mutmaßlich ältesten Gebäude der US-Westküste, finden regelmäßig Ausstellungen statt (tgl. 9-17 Uhr | 50 Moraga Avenue). | www.nps.gov/prsf | Muni 29 - Presidio, kostenloser Presidio-Shuttleservice

San Francisco National Cemetery

Auf dem Soldatenfriedhof liegen die seit 1854 Gefallenen ordentlich in Reih und Glied: 100000 m² an gleichförmigen Grabsteinen auf dem Gelände des Presidio. Es ist indes eine große Ehre, hier begraben zu werden, denn der Militärfriedhof ist der einzige in der Stadt, auf dem noch beerdigt wird. Normalerweise werden die Toten außerhalb der Stadt begraben. Der Grund und Boden San Franciscos ist den Stadtvätern schon seit langem zu teuer, um als letzte Ruhestätte genutzt zu werden. Bereits 1901 verordneten sie, die Begrabenen vom damaligen Friedhof im Lincoln Park zu entfernen. Die Grabsteine wurden als Baumaterial verwendet. Eingang: McDowell Avenue, Ecke Lincoln Boulevard | Muni 29 - Sunset

Chestnut Street

San Francisco besitzt untypisch für eine US-Großstadt zahlreiche Wohngebiete, in denen die Bewohner alles, was sie zum Leben brauchen, zu Fuß erreichen können. Auf der Chestnut Street zwischen Divisadero und Fillmore Street reihen sich schicke Bistros und Boutiquen aneinander - im Herzen des Marina-Stadtteils, dessen Einwohner sich an Sonn- und Feiertagen besonders herausputzen und in Straßencafés zur Schau stellen. Muni 30 - Stockton

Fillmore Street

Auf der Fillmore Street zwischen Broadway und Geary Street geht es deutlich bodenständiger als etwa auf der Chestnut Street zu. Dabei bieten die Läden und Restaurants nicht weniger Auswahl, doch die Bewohner dieses Viertels sind wesentlich nahbarer - was die Wahrscheinlichkeit für eine spontane Unterhaltung deutlich erhöht. Muni 1 - California

Fort Mason

Der ehemalige Militärstützpunkt Fort Mason ist heute ein Kulturzentrum, das zwei Dutzend gemeinnützige Organisationen, Theater, Museen, eine Radiostation, eine Bücherei und vieles mehr beherbergt. Jedes Jahr gibt es über 15000 Aktivitäten wie Vorlesungen, Ausstellungen, Aufführungen, weiterbildende Klassen und Festivals, die von 1,6 Mio. Menschen besucht werden. Eine kleine Auswahl: Im Improvisationstheater BATS Improv entwickeln die Schauspieler quasi auf Zuruf ihre urkomischen Geschichten (Bayfront Theater | Tel. 474/8935 | www.improv.org | Gebäude B, 3. Stock).

Die SFMOMA Artists Gallery vertritt über 1300 Künstler aus Nordkalifornien und zeigt deren Werke in elf Ausstellungen pro Jahr (Di-Sa 11.30-17.30 Uhr | Eintritt frei | Tel. 441/4777 | Gebäude A North).

Das Museo Italo-Americano ist das einzige Museum der USA, das sich der Pflege italienischer und italo-amerikanischer Kunst und Kultur verschrieben hat. Neben Ausstellungen, Festen und Vorträgen will es zur Bewahrung des Kulturerbes italienischstämmiger Amerikaner beitragen (Di-So 12-16 Uhr | Eintritt frei | Tel. 673/2200 | www.museoitaloamericano.org | Gebäude C).

Selbst ein nebelig-kalter Tag wird im Fort Mason Center zu einem spannenden Kulturabenteuer, für das Sie sich beim Mittag- oder Abendessen im hervorragenden vegetarischen Restaurant Green's (Gebäude A, siehe Kapitel „Essen & Trinken") stärken können. Marina Boulevard & Buchanan Street | www.fortmason.org | Muni 30 - Stockton, 10 - Townsend

Haas-Lilienthal-Haus

Ein besonders markantes, völlig eingerichtetes und der Öffentlichkeit zugängliches viktorianisches Haus. Es wurde 1886 von William Haas, einem Lebensmittelhändler aus Bayern, errichtet und überstand das Erdbeben von 1906 unbeschadet. Heute Sitz der gemeinnützigen Foundation for San Francisco's Architectural Heritage. Mi 12-15, Sa 12-15, So 11-16 Uhr | Eintritt $8 | 2007 Franklin Street | nahe Washington Street | Muni 12 - Folsom

Octagon House

Auch diese achteckige Perle aus dem Jahr 1861 ist völlig restauriert und mit antiken Möbeln ausgestattet. Mitte des 19. Jhs. glaubte man, dass achteckige Häuser zu einem gesünderen, zufriedeneren Leben führen würden. Jeden 2. und 4. Do und jeden 2. So des Monats 12-15 Uhr | Eintritt frei | 2645 ough Street | nahe Union Street | Muni 41 - Union

Palace of Fine Arts

Dies ist das einzige Gebäude, das von der Panama Pacific Exposition zur Feier des vollendeten Panamakanals im Jahr 1915 übrig geblieben ist. Die komplett erneuerte Rotunde und der angrenzende Park samt See sind häufig Hintergrund für Hochzeiten und Filmdrehs. Daran angeschlossen: ein Theater-/Konzertsaal und das Exploratorium-Museum (s. Kapitel „Mit Kindern reisen"). Zwischen Bay und Jefferson Street | Muni 28 - 19th Avenue

Spreckels Mansion

Zuckerzar und Philanthrop Adolph Spreckels baute 1913 den weißen Beaux-Arts-Kalksteinpalast mit 55 Zimmern, darunter ein französischer Ballsaal, für sich und seine 22 Jahre jüngere, lebenslustige Gemahlin Alma. Heute wohnt dort Bestsellerautorin Danielle Steel. 2080 Washington Street | Muni 12 - Folsom

Union Street

Die Einkaufsmeile der Union Street zwischen Steiner und Franklin Street liegt genau zwischen den Stadtteilen Pacific Heights und Marina - man merkt es daran, dass es hier besonders viele Antiquitätenhändler, Juweliere, Einrichtungshäuser, Kunstgalerien und Schönheitssalons gibt. Hier kaufen die Reichen und Schönen der Stadt ein. Muni 41 - Union

Alamo Square

Wenn es nur ein einziger Blick sein soll, dann dieser, festgehalten auch auf Tausenden von Ansichtskarten: Von der Hayes Street aus schaut man nordöstlich zur Steiner Street, wo sich jene bezaubernde Reihe viktorianischer Häuser präsentiert, die painted ladies genannt wird. Eigentlich ist die Bezeichnung „viktorianisch“ falsch. Denn mit der Blüte des englischen Bürgertums, den strengen Moralprinzipien und der romantischen Verehrung der britischen Krone hat die Bauweise nur die Zeit gemein: die zweite Hälfte des 19. Jhs.

Ansonsten prägte Queen Victoria den Stil der auch gingerbread houses genannten Wohnhäuser viel weniger als die Zimmerleute. Oft waren sie zur See gefahren, hatten hier eine Idee gehabt, dort ein Vorbild gesehen. Und eine strenge Moral vertreten sie auch nicht: Die spatenförmigen Aussägungen an einer Balustrade oder im Dachgiebel symbolisieren nichts anderes als das Pik-Ass-Zeichen. Und das war ein Hinweis darauf, dass in einem solchen Haus Glücksspiele betrieben wurde. Auch die ornamentalen Flaschen und Herzen hatten einen werbenden Sinn: für Spelunken und Bordelle.

1970 erlebten die Häuser ihre Renaissance, denn heute sind die victorians mit den steilen Treppen und den bay windows genannten Erkern die Wohnhäuser der Wohlhabenden. Wer eines von ihnen besitzt, hütet es wie seinen Augapfel.

Wenn Sie sich an den painted ladies nicht satt sehen können, finden Sie weitere prächtige victorians am Lafayette Square, an der California Street, an der Liberty Street sowie zwischen der Franklin Street und dem Presidio. Muni 21 - Hayes

California Academy of Sciences

Das großartige Naturkundemuseum im Herzen des Golden Gate Parks öffnet runderneuert und stark erweitert ab September 2008 wieder seine Pforten.

Zu seinen Unterabteilungen gehören das Natural History Museum mit Ausstellungen, die junge und alte Besucher gleichermaßen ansprechen, das Morrison Planetarium und das Steinhart Aquarium, das besonders vom Umbau profitiert: Ein begehbarer Regenwald, ein riesiges Korallenriff, Sumpfgebiete und Unterwassertunnel sollen sowohl spektakulär als auch lehrreich sein. Bei einem Ausflug in den Golden Gate Park können Sie den Fortschritt der Umbauten bestaunen. Golden Gate Park | www.calacademy.org/newacademy | Muni 1 - California, dann Muni 44 - O'Shaugnessy

California Volunteers

Der Freiwilligen aus Kalifornien, die am spanisch-amerikanischen Krieg von 1898 beteiligt waren, gedachte der Bildhauer Douglas Tilden mit einem geflügelten Pferd, einer Kriegsgöttin, einem gefallenen und einem unversehrten Soldaten - die Figurengruppe steht für die göttliche Kraft des Krieges, an dessen Ende unter dem Vorzeichen des Antikolonialismus spanische Besitztümer in Übersee an die Vereinigten Staaten übergingen. Dolores Street | Ecke Market Street | Muni J - Church

Castro Street

Etwas diskreter als früher, aber nicht völlig verschwunden - die Bars der Schwulen, das Sichzurschaustellen und das selbstverständliche Alltagsleben der Homosexuellen, mal bürgerlich gekleidet, mal in Leder und Ketten. Für den informativen und einsichtsvolleren Blick in das Leben der schwulen Gemeinde, die außerordentlich viel zur Restaurierung San Franciscos und zur Politik der Stadt beitrug, empfiehlt sich die Cruisin' the Castro Walking Tour (Sa 10 Uhr | $35 pro Person | Tel. 255/1821 | www.cruisinthecastro.com). Muni F - Market

Conservatory of Flowers

Über 1700 tropische Pflanzenarten aus aller Welt wetteifern im 1879 eröffneten Riesengewächshaus des Conservatory of Flowers am Ostrand des Golden Gate Parks um Licht, Luft und Wasser: Orchideen, fleischfressende Pflanzen, Palmen und viele mehr. Der im viktorianischen Stil gehaltene Glaspalast ist das älteste öffentliche Konservatorium Nordamerikas. Di-So 9-16.30 Uhr | Eintritt $5 | www.conservatoryofflowers.org | Muni 5 - Fulton

De Young Museum

Der monolithisch-kupferne Gebäudeneubau im Herzen des Golden Gate Park ist architektonisch nicht unumstritten - dafür versammeln sich in seinem Inneren unbestrittene Schätze. Eine der mit über 1000 Werken größten Sammlung amerikanischer Gemälde und Skulpturen, Kunst aus Mittel- und Südamerika und aus Afrika, aber auch Textilien und Gegenwartskunst warten auf Sie. Di-So 9.30-17.15, Fr bis 20.45 Uhr | Eintritt $10, Karte gilt auch für den Palace of the Legion of Honor | 50 Hagiwara Tea Garden Drive | www.deyoungmuseum.org | Muni 5 - Fulton

Golden Gate Park/Buffalo Paddock

Das knapp 1 km breite und 5 km lange Grün soll zur Erholung, zum Sport und zur Betrachtung genutzt werden. Und es ist ein Meisterwerk der Gartenbaukunst. Denn eigentlich dürfte es an dieser Stelle nur „windgetriebene“ Wanderdünen geben. Doch nach der Übernahme des Geländes durch die Stadt im Jahr 1868 pflanzte Parkchef John McLaren, der 56 Jahre im Amt blieb, Strauch für Strauch und Baum für Baum, bis der Sand besiegt war.

Auf dem Stow Lake können Sie rudern und um ihn herum gut picknicken. Der Golfplatz mit neun kurzen, aber schwierigen Grüns ist öffentlich. Am Westende des John F. Kennedy Drive weiden Büffel auf einem eigenen großen Gelände. Überall finden sich Tennisplätze, Bowlingbahnen, Schachfelder und auch Baseballanlagen. Die 40 km an Wegen lassen sich auch gut mit dem Fahrrad bewältigen. Verleiher, die auch Rollschuhe vermieten, finden sich an der Stanyan Street.

Haight Street

Das Epizentrum der Flower-power teilt sich in zwei Bereiche: Entlang der Lower Haight zwischen Divisadero und Webster Street finden Sie kleine Restaurants, Kneipen und Plattengeschäfte, die Upper Haight zwischen Stanyan Street und Masonic Avenue beherbergt flippige Boutiquen und abgefahrene Typen gleichermaßen. Muni 7 - Haight, 71 - Haight-Noriega

Japanese Tea Garden

Der Japanische Teegarten ist seit 1894 fester Bestandteil des Golden Gate Park. Hier scheint die Zeit Atem zu schöpfen: Stille Seen, steile Brücken, verwunschene Pagoden und geheimnisvolle Buddha-Statuen versetzen Sie ins historische Japan. Besonders schön: ein Besuch während der Kirschblüte Ende März/Anfang April. Tgl. 8.20-18.30 Uhr | Muni 5 - Fulton

Mission Dolores/Mission Dolores Cemetery

Die weiße Kirche Mission Dolores ist eine von 21 in Kalifornien, die jeweils einen Tagesritt voneinander entfernt errichtet wurden. Sie ist zugleich das älteste Gebäude der Stadt und wurde 1791 fertig gestellt. Im Inneren der doppeltürmigen Kirche sind die Decken mit indianischen Bildern aus pflanzlichen Farben ausgemalt. Altar und Statuen stammen aus Mexiko (tgl. 9-16.30, Nov.-April bis 16 Uhr | Eintritt $3 | Dolores Street Ecke 16th Street).

Die Toten, die hier ihre letzte Ruhe fanden, dürften auch weniger empfindlichen Menschen Grund zum Gruseln geben. Tausende eilends zum rechten Glauben „bekehrte“ Indianer liegen in unmarkierten Gräbern. Dutzende während des Goldrauschs Erschlagene wurden neben einigen wenigen Damen der gewerblichen Unzucht begraben, deretwegen sich mancher tödliche Streit entsponnen hatte. Und mittendrin schlafen sanft der Missionsvater, der mexikanische Gouverneur von Alta California sowie der letzte mexikanische Bürgermeister San Franciscos (tgl. 9-16 Uhr | $5 Spende erbeten | 3321 16th Street | www.missiondolores.org). Muni F - Market

Mission Street

Bis zur South Van Ness Street verläuft die Mission Street durch den Hochhausbezirk der parallelen Market Street. An der 11th Street biegt sie nach Süden ab, unterquert den Central Skyway - und führt in ein anderes Land. Dort beginnt der lateinamerikanische Mission District. Se habla español, heißt es in den Restaurants und Geschäften - man spricht Spanisch. Und man lebt auch fast klischeehaft so: in einfachen bis schäbigen Häusern, mit lauter Musik und aufgemotzten Straßenkreuzern. Vorsicht: Straßenbanden zwischen 16th und 21st Street. Muni 14 - Mission

Ocean Beach

Der windigste, wildeste und nebeligste Strand der Stadt heißt Ocean Beach. Trotz der Wetterverhältnisse wandelten Städteplaner die Sanddünen zu Wohnraum um: Die Stadtviertel Outer Richmond, Sunset und Parkside waren geboren. Erfahrene Surfer wagen sich in die Wellen, Schwimmer ertrinken darin nicht selten. Im September/Oktober ist Ocean Beach am wärmsten - vielleicht sogar für ein kurzes Sonnenbad, auf jeden Fall für einen Strandspaziergang. Great Highway | Muni 5 - Fulton

Strybing Arboretum & Botanical Gardens

Der beeindruckende botanische Garten im Strybing Arboretum beherbergt Tausende von Pflanzen, die teilweise nur noch hier zu finden sind: einheimische Gewächse und solche aus Asien, Afrika, Südamerika, Australien und vielen anderen Regionen der Welt. Mo-Fr 8-16.30, Sa/So 10-17 Uhr | Eintritt frei | 9th Avenue & Lincoln Way | www.sfbotanicalgarden.org | Muni 71 - Haight-Noriega

Twin Peaks

Besonders an nebelfreien Abenden grandios: die Aussicht vom Doppelhügel Twin Peaks. Die Spanier nannten die 275 und 277 m hohen Erhebungen Los Pechos de la Chica - die Brüste des Mädchens. Muni F - Market bis Castro Station, von dort Muni 37 - Corbett bis Endstation, dann kurzer, steiler Fußmarsch

Alcatraz Island

Die Spanier nannten das Felseneiland Isla de los Alcatraces - Insel der Pelikane -, weil Tausende dieser Vögel es bevölkerten. Erst die Amerikaner errichteten auf der Insel ein Fort, das später in ein Armeegefängnis und schließlich in das gefürchtetste Zuchthaus der Vereinigten Staaten umgewandelt wurde. Das war 1934, als die Öffentlichkeit einen „Tigerkäfig“ für die schlimmsten der Gangster forderte. Das eiskalte Wasser, starke Strömungen, Maschinengewehrtürme und elektronische Detektoren sorgten für die gewünschte Isolation der Inhaftierten. Al Capone schmorte auf dieser „Insel des Teufels“, ebenso „Machine Gun Kelly“, „Doc“ Barker, „Creepy“ Karpis und der „Birdman“ von Alcatraz. Aber so viele Unterweltgrößen gab es schlicht nicht, um die mehr als 300 Zellen zu füllen. Deshalb wurden dann sogar einfache Autodiebe und Einbrecher auf der Insel eingekerkert. Und das erschien den Vollzugsbehörden dann doch unsinnig - wegen der Kosten, zu denen man den Inhaftierten auch Hotelzimmer hätte mieten können. Als 1962 drei Männer flüchteten, nahm die Regierung dies zum Anlass, das teure Verlies zu schließen. Heute steht Alcatraz als Teil der Golden Gate National Recreation Area unter Verwaltung des National Park Service. Rechnen Sie etwa vier Stunden für den Besuch ein. Die Überfahrt zur Insel startet vom Pier 33, buchen Sie wegen des Ansturms Ihre Tour unbedingt vorher. Wenn Sie Ihre Tickets am PC ausdrucken, müssen Sie nicht in der Schlange stehen. Tgl. ab 9 Uhr, letzte Fahrt saisonal unterschiedlich | Fahrpreis inkl. Audiotour $24,50 | www.alcatrazcruises.com

Cable Car

Die Wagen sind Wahrzeichen und rollende Museen zugleich. Mehrmals schon sollten sie eingemottet werden. Jedes Mal gab es jedoch augenblicklich großen Protest. Seit 1955 ist es Gesetz: Der Betrieb der drei Linien kann nur mit Zustimmung der Wählermehrheit eingestellt werden - ein wirklich unwahrscheinlicher Fall.

Cable Car Barn

Wie funktioniert der unterirdische Seilzug, wie sahen die Wagen früher aus, wie werden sie angetrieben - hier wird Ihnen alles Wissenswerte bis ins Detail erklärt. Tgl. 10-18, Okt.-März nur bis 17 Uhr | Eintritt frei | 1201 Mason Street | Cable Car PH - Powell & Hyde, PM - Powell & Mason

Cannery/Anchorage Shopping Center

Eine moderne Ergänzung zu Fisherman's Wharf ist das Anchorage Shopping Center, an dem trotz der eindrucksvollen Ankerskulptur aber keine Schiffe anlegen, sondern sich Boutiquen und Hotels niedergelassen haben. Im Innenhof treten Jongleure, Musiker und Zauberer auf. 500 Beach Street | Muni F - Market

Chinese Culture Center

Das Zentrum will Treffpunkt der chinesischen Gemeinde sein und chinesische Kunst und Kultur fördern. Die Ausstellungen wechseln häufig, haben aber immer einen Bezug zur chinesischen Kultur. Interessant für Besucher sind aber auch Aktivitäten wie die Heritage und Culinary Walks, bei denen kundige Führer Spaziergänge durch Geschichte und Küche von Chinatown leiten. Di-So 10-16 Uhr | Eintritt frei | 750 Kearny Street | 3. Stock des Holiday Inn | www.c-c-c.org | Muni 15 - 3rd

Coit Tower

137 m über dem Meeresspiegel - das ist natürlich nur beeindruckend, wenn der Meeresspiegel so nahe vor einem liegt. Da dies hier der Fall ist, bietet der 63 m hohe Turm auf dem 74 m hohen Telegraph Hill, der wiederum unmittelbar vor den Piers von San Francisco nach oben strebt, einen besonders schönen Rundblick.

Lillie Hitchcock Coit, eine reiche Exzentrikerin, hatte eine gewisse Vorliebe für Feuerwehrmänner. Als Kind war sie das Maskottchen der Mannschaft von Löschwagen Nummer fünf. Nach ihrem Tod 1929 hinterließ sie 100000 US-Dollar mit der Verfügung, den Turm zu Ehren der Feuerwehrleute zu bauen.

Im erstaunlichen Kontrast zum Reichtum von Lillie Hitchcock Coit stehen einige Motive der Wandmalereien im Inneren. Hier sehen Sie proletarischen Realismus pur, den rund 30 Maler, die sich am Mexikaner Diego Rivera orientierten, 1933/34 schufen. Die Säulenform des Turms ähnelt indes nur zufällig dem Rohr einer Feuerspritze. Ein Fahrstuhl führt zur Aussichtsetage. Tgl. 10-19 Uhr | Eintritt $4,50 | Telegraph Hill Boulevard | Muni 39 - Coit

Columbus Tower

Manche nennen ihn korrekt The Sentinel Building, andere sprechen schlicht von Coppola's. Und zwar nach dem Filmemacher Francis Ford Coppola, der hier seine Geschäfte betreibt. Das Cafe Zoetrope im Erdgeschoss bietet italienische Speisen und Weine an. Vielleicht erspähen Sie dort ja die eine oder andere Hollywoodgröße? Die benachbarte Transamercia Pyramid schafft einen wunderbar fotogenen Kontrast zwischen Alt und Neu. Columbus Avenue | Ecke Kearny Street | Muni 20 - Columbus

Flood Mansion

Ein klassischer Brownstone, der jedoch von der Bauweise her eher nach New York gepasst hätte, wo der rotbraune Sandstein exzessiv verwendet wurde. Das Herrenhaus aus dem Jahr 1886 war das erste Brownstonehaus, das westlich des Mississippi von Augustus Laver erbaut wurde, und zwar für den „Bonanza King“ James C. Flood, einen Gewinnler des Silberbooms der Bonaza-Minen, der schon seinerzeit 1,5 Mio. US-Dollar für sein Haus aufbringen konnte. 1906 brannte es aus, wurde aber gerettet und bald darauf erweitert und umgebaut. Heute residiert dort der Pacific Union Club, ein exklusiver Verein wohlhabender Geschäftsmänner. 1000 California Street | Cable Car C - California

Ghirardelli Square

Am Westrand des Fisherman's Wharf liegt der Ghirardelli Square, benannt nach der Schokoladenfabrik des italienischen Kaufmanns Domingo Ghirardelli. Dessen Leckereien werden hier noch immer verkauft, aber nicht mehr produziert. Zahlreiche Restaurants und Läden runden das malerische Bild ab. So-Do 10-18, Fr/Sa 10-21 Uhr | 900 North Point Street | Muni 19 - Polk

Grace Cathedral

Notre Dame? Nein, Grace Cathedral, eine neugotische Nachahmung mit einem wunderschönen, nachts von innen angestrahlten Rosettenfenster, das 1970 im französischen Chartres angefertigt wurde. Grace Cathedral ist Bischofssitz der Episcopal Church, einer der wichtigsten protestantischen Gemeinden in den Vereinigten Staaten. Taylor Street | Ecke California Street | Cable Car C - California, Muni 1 - California

Grant Avenue

Sie war die erste Straße von Yerba Buena, das zu San Francisco wurde, und sie hieß damals Calle de la Fundación, Gründungsgasse. An der Kreuzung mit der Bush Street wird sie schmaler, durch das China Gate geht es hier ins Herz von Chinatown. An der Kreuzung mit Grant Avenue überrascht Old St. Mary's Church (1854), früher San Franciscos katholische Kathedrale, heute die Gemeindekirche der chinesischen Katholiken.

Südlich des Drachentors an der Ecke Grant und Bush Street wechselt die Atmosphäre - wo bis zu Anfang des 20. Jhs. ein Rotlichtbezirk zu finden war, reihen sich heute exklusive Downtown-Geschäfte aneinander. Im Norden befinden sich ab der Kreuzung mit der Columbus Avenue in den ehemaligen Elendsquartieren der Chinesen die Cafés und Kneipen von North Beach. Zusammengefasst erleben Sie die Grant Avenue vom Union Square kommend in der Abfolge elegant, pittoresk, heruntergekommen und schließlich schön. Denn dort, wo das Nordende der Straße den Telegraph Hill hinaufklettert, stehen einst schlichte Holzhäuser, die heute wegen ihrer Aussicht heiß begehrt und nahezu unbezahlbar sind. Muni 30 - Stockton

Hyde Street Pier

Ein Bild längst vergangener Zeiten malen die sechs Schiffe, die am Hyde Street Pier vor Anker liegen - vom Kap-Horn-Umsegler Balclutha bis zur Fähre Eureka. In einer Werkstatt bauen Nationalpark-Angestellte vom Zahn der Zeit angenagte Bootsteile von Hand nach. Juni-Sept. tgl. 9.30 bis 19, Okt.-Mai tgl. 9.30-17 Uhr | Eintritt $5, Karte gilt 7 Tage | Muni Cable Car PH - Powell & Hyde

Lombard Street

The crookedest street in the world - die krummste Straße der Welt darf nur abwärts befahren werden. So steil ist sie und zudem mit Ziegelsteinen gepflastert. In atemberaubenden Kurven überwindet sie das Gefälle des Russian Hill. In jeder Kurve blühen Blumenrabatte, die ein herrliches Fotomotiv bilden. Wollen Sie die Lombard Street hinabfahren, meiden Sie die extrem geschäftigen Wochenenden. Das „krumme“ Stück geht von der Hyde Street ab. Cable Car PH - Powell & Hyde

Maritime Museum

Das Art-déco-Gebäude des Museums aus den 30er-Jahren des 20. Jhs. ist einem Ozeandampfer nachempfunden - der Aquatic Park bildet das Deck, komplett mit Bug und Heck. Das Museum wird derzeit renoviert und soll 2009 wieder öffnen. Die Stufen links und rechts vom Gebäude sind dennoch zugänglich und laden zum Verschnaufen und Beobachten von Land und Leuten ein.

Für Schiffsenthusiasten interessant in empfehlenswerter Laufweite: die USS Pampanito, auf der U-Boot-Fans sogar übernachten können (tgl. 9-18 Uhr | Einritt $9 | Pier 45). Direkt daneben: die SS Jeremiah O'Brien, eines der über 2300 Liberty-Schiffe, die im Zweiten Weltkrieg für Handels- und Kriegsmarine fuhren (tgl. 9-16 Uhr | Eintritt $8 | Pier 45).

Musée Mécanique

Was unternahmen unsere Groß- und Urgroßeltern um die Jahrhundertwende in der Freizeit? TV und Einkaufszentren gab es keine, doch ein beliebter Zeitvertreib waren mechanische Spielautomaten und Musikinstrumente. Edward Galland Zelinsky stellt seine riesige Sammlung dieser nostalgischen Geräte öffentlich aus - kostenlos! Mo-Fr 10-19, Sa/So 10-20 Uhr | Pier 45, Ende der Taylor Street | www.museemecanique.org | Muni F - Market

Pier 39

Der Pier 39 ist mit großen Blumenkübeln farbenprächtig geschmückt und hat noch mehr Geschäfte als Ghirardelli Square und Cannery zusammen. Seit 1990 übernehmen vorwitzige Seelöwen die Bootsstege westlich des Piers. Im Winter wächst ihre Zahl von 300 auf bis zu 900 an - dann wird es eng auf den Holzplattformen, um die Tag und Nacht lautstark gerangelt wird. Am Wochenende informieren Mitarbeiter des Marine Mammal Center über das Leben der Seelöwen. www.pier39.com | Muni F - Market

Ripley's „Believe it or Not“ Museum

Die kleinste Geige der Welt, originelle Grabsteininschriften, eingekettete Fakire und noch ungefähr 2000 andere von Robert LeRoy Ripley gesammelte Kuriosa sind hier zu bestaunen. So-Do 10-22, Fr/Sa 10-24 Uhr | Eintritt $14,99 | 175 Jefferson Street | Muni F - Market

Robert Louis Stevenson Memorial

Er schrieb die Schatzinsel und begeisterte Millionen. Mit Dr. Jekyll und Mr. Hyde explorierte er die Persönlichkeitsspaltung. Sein persönliches Abenteuer war anderer Art: Arm und krank verbrachte er die Jahre 1878-80 damit, auf die Scheidung der von ihm angebeteten Frau Osbourne zu warten. Danach hatte der Engländer noch 14 Jahre zu leben, bevor er 1894 auf Samoa starb. Nun erinnert ein Traumschiff auf einem Granitblock an ihn. Portsmouth Square | Ecke Kearny Street und Washington Street | Muni 41 - Union

St. Peter and Paul

Hier heiratete Baseballstar Joe DiMaggio seine erste Frau Dorothy Arnold und posierte nach der Hochzeit mit seiner zweiten Frau Marilyn Monroe für Fotos auf den Stufen der Eingangstreppe. Geleitet wird die Kirche, die sich ursprünglich an die italienischen Einwanderer richtete, vom Orden der Salesianer Don Boscos, der zweitgrößten katholischen Ordensgemeinschaft nach den Jesuiten. 666 Filbert Street | Muni 41 - Union

Transamerica Pyramid

Schön ist sie wirklich nicht, aber einmalig, diese Nadel, die zu einem der Wahrzeichen San Franciscos geworden ist. Und die Zahlen zu dem 1972 entstandenen, zunächst reichlich ungeliebten Gebäude beeindrucken. Die oberste der 48 Etagen hat nur noch ein Elftel der Fläche des Parterres. 260 m - kein Haus, wohl aber der Fernsehturm ragt noch höher hinauf. 600 Montgomery Street | Ecke Columbus Avenue | Muni 41 - Union

101 California

Der Architekt gehört zu den berühmtesten Amerikas - und ihm ist stets etwas Originelles eingefallen. Philip Johnson schuf das auch Hines Tower genannte Gebäude Anfang der 1980er-Jahre, sozusagen als Vorspiel zur Postmoderne. Der Sockel des Hochhauses wirkt wie die Symbiose eines Treibhauses mit einem Steindreieck. Auf diesem Unterbau steht ein zylindrischer Turm, dessen Außenwand von Prismen bedeckt ist, die das Licht tausendfach brechen. Zwei steil aufragende, ebenfalls dreieckige Blumenterrassen bilden zusammen mit dem Sockel einen eigenwilligen Hof, in dem ein Brunnen aus weißem Granit plätschert. 101 California Street | Cable Car C - California

Abraham Lincoln

Da sitzt er, der 16. Präsident der Vereinigten Staaten, der 1865 erschossen wurde und deshalb zwar noch die Rückeroberung der Südstaaten, nicht aber mehr das Ende der Leibeigenschaft erleben konnte. Freundlich, ja fast fragend schaut er vor dem Haupteingang des Rathauses auf die Menschen und unterscheidet sich damit von den meisten anderen Lincoln-Standbildern, die den Sklavenbefreier mit düsterem Blick zeigen. Als Haig Patigian das Denkmal 1926 schuf, hatten viele Menschen Sorgen, die denen der Sklaverei gar nicht so unähnlich waren: wirtschaftliche Depression, Not und Armut. City Hall am Civic Center | Muni 5 - Fulton, 21 - Hayes

Asian Art Museum

Das alte Gebäude im Golden Gate Park wurde aufgrund eines Erdbebenschadens eingerissen, seit 2003 residiert das Asian Art Museum in der ehrwürdigen ehemaligen Stadtbibliothek dem Rathaus gegenüber. Das Warten hat sich gelohnt: Auf fast 4000 m² werden etwa 15000 verschiedene Ausstellungsstücke präsentiert. Aber auch die Architektur kann sich sehen lassen: Der italienische Stararchitekt Gae Aulenti war unter anderem auch für das Design des Musée d'Orsay in Paris zuständig. Das Ergebnis: Die Integrität der im Beaux-arts-Stil gebauten Gemäuer wurde erhalten und gleichzeitig mit vielen raffinierten Glaselementen aufgefrischt. Di-So 10-17, Do bis 21 Uhr | Eintritt $10 | 200 Larkin Street | www.asianart.org | Muni 21 - Hayes

Bank of America

Hier residiert sie, und als der gezackte Wolkenkratzer mit seinen 52 Stockwerken und 228 m Höhe erbaut wurde, war sie noch die mächtigste Bank der Welt. Der Granit der Fassade wechselt seine Farbe je nach den Lichtverhältnissen von Blutrot zu fast Schwarz. Über die Farbe der Plastik auf dem Vorplatz, geschaffen von dem Japaner Masayuke Nagare, herrscht indes kein Zweifel. Sie ist tiefschwarz und hieß schon bald nach der Vollendung dieses Gebäudes im Jahr 1962 im Volksmund The Banker's Heart. California Street zwischen Kearny und Montgomery Street | Cable Car C - California

Bay Bridge/treasure Island

Die San Francisco-Oakland Bay Bridge ist die Schwester der Golden Gate Bridge. Weltweit bekannt wurde sie durch das Erdbeben von 1989, als 15 m der Konstruktion brachen, die obere Fahrbahn auf die untere stürzte und damit für mehrere Autofahrer zur Todesfalle wurde. Für den Verkehr ist die 1933-36 errichtete Verbindung mit Oakland wichtiger als ihr berühmtes Pendant. Rund 100 Mio. Autos rollen Jahr für Jahr über das 13,6 km lange Bauwerk, das die 133 km lange Strecke um die Bucht gewaltig abkürzt. Für Fußgänger ist die Brücke gesperrt. Stadteinwärts $4 Maut

Cartoon Art Museum

Die Gegend um San Francisco war schon immer ein Magnet für Cartoontalente. Im einzigen Cartoonmuseum der USA sind nicht nur Cartoons zu sehen, sondern werden auch geschichtliche und soziale Veränderungen anhand von Cartoons erklärt. Di-So 11-17 Uhr | Eintritt $6 | 655 Mission Street | www.cartoonart.org | Muni 30 - Stockton

Circle Gallery

Kennen Sie das Guggenheim-Museum in New York? Hier steht das Gesellenstück dazu. Der Laden von Frank Lloyd Wright war die erste, kleine Ausführung eines Hauses mit einer sich innen hoch windenden Rampe. Er steht an der Maiden Lane, dem Jungfernstieg, der aber anders als jener in der deutschen Stadt Hamburg vor 100 Jahren eine Gasse der Prostitution war. 140 Maiden Lane | nahe Union Square | Cable Car PH - Powell & Hyde

City Hall/Civic Center

Nach dem Erdbeben von 1989 nutzte der damalige Bürgermeister Willie Brown die Gunst der Stunde, das 1915 eröffnete Rathaus nicht nur seismisch zu sichern, sondern auch das Dach in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen - inklusive Goldschmiedearbeiten im Wert von über 330000 Euro. Das Gebäude mit seiner über 93 m hohen Kuppel - höher als das Kapitol in Washington, D.C. - wurde von Arthur Brown jr. entworfen, dem Architekten des Opernhauses und des Coit Towers.

Im Zentrum schwingt sich eine imposante Marmortreppe empor, im dritten Stock befindet sich unter anderem der Saal, in dem 1954 Marilyn Monroe und Joe DiMaggio heirateten. Mit etwas Glück bringt Sie die empfehlenswerte Führung auch ins Vorzimmer und den Empfangsraum des Bürgermeisters (Mo-Fr 8-20 Uhr | Führungen um 10, 12, 14 Uhr | 1 Dr. Carlton B. Goodlett Place).

Der Rathauskomplex mit Bibliothek, Oper, Veranstaltungshalle und Museum wurde nach dem Erdbeben von 1906 vollständig neu aufgebaut. Die französische Renaissance stand Pate für das Rathaus, die Fassaden der darum herum gruppierten Bauwerke wurden ihm angeglichen, obwohl sich die Bauphase von 1915 (Rathaus) bis 1936 (Federal Office Building) hinzog. Nur die 1980 entstandene Davies Hall - Sitz des San Francisco Symphonic Orchestra - wurde im bewussten Kontrast modern und weniger erdbebenanfällig errichtet. Muni F - Market, 21 - Hayes

Crocker Bank

Alt und Neu: An der Ecke Montgomery Street und Post Street erhebt sich der Hauptsitz des Geldhauses wie damals zur Gründerzeit. Aber er wurde Mitte der 1980er-Jahre in einen Turm integriert und erscheint daher wie ein Einschluss im Bernstein gefangen. Der Turm, eine mit rosa Marmor verkleidete schlanke Nadel, ragt 212 m in die Höhe. Zwischen den beiden Gebäudeteilen liegt noch eine Einkaufspassage unter einem gewölbten Glasdach, die sich über vier Etagen erstreckt - eine höchst sehenswerte Kombination. Der Dachgarten ist eine grüne Oase inmitten der geschäftigen Stadt. Post Street | Ecke Montgomery Street | Muni F - Market

D'Audiffred Building

Nach seinem Erbauer Hipolyte d'Audiffred benanntes, besonders hübsches viktorianisches Haus, das sich von den meisten anderen durch die Einheitlichkeit seines Stils unterscheidet. Da es in Büros und Geschäfte unterteilt ist, kann man es zum Teil auch von innen besichtigen. Mission Street am Embarcadero | Muni F - Market

Dewey Monument

Auch dies ein Denkmal zur Verherrlichung des spanisch-amerikanischen Krieges von 1898: Auf einem Granitklotz stürmt eine geflügelte und gekrönte Siegesgöttin mit Dreizack in der Hand Admiral Dewey entgegen, der in der Seeschlacht von Manila Bay die spanische Flotte bezwang und der Alten Welt die dritte Welt zu Gunsten der Neuen Welt abjagte. Union Square | Cable Car PH - Powell & Hyde, PM - Powell & Mason

Embarcadero Center

In diesem fünf Straßenblocks umschließenden, sich über drei Ebenen erstreckenden Komplex sollten Sie den Blick vor allem einmal nach innen richten. Geschäfte, Galerien, Cafés, Restaurants und ein Hyatt-Hotel verbergen sich hinter den bei den San Franciscans nicht unumstrittenen Betonburgen. Eine Kleinstadt innerhalb eines Gebäudekomplexes hat architekturgeschichtliche Anknüpfungspunkte, die Galerien von Paris und Mailand etwa. Aber es gibt auch soziologische und rein polizeiliche Aspekte: Das Center wird privatwirtschaftlich betrieben. Man kann mit dem Wagen in die Garage fahren, einkaufen, im Hotel wohnen, flanieren, essen gehen, in den fünf Kinos aktuelle Filme sehen, ohne je mit ungewünschtem Publikum in Berührung zu geraten.

Den stärksten Akzent setzt die Lobby des luxuriösen Hyatt Hotels. Der sich erst weit oben verjüngende, hohle Gebäudekern ist innen von Efeu bewachsen, überall rieseln kleine Gewässer, und die zylindrischen Glasfahrkörper der Aufzüge rauschen innerhalb dieses Mikrokosmos leise auf und ab (Mo-Fr 10-19, Sa 10-18, So 12-17 Uhr | 1 Embarcadero Center). Embarcadero Center am Ende der Market Street | Muni 1 - California, F - Market

Ferry Building

Das Ferry Building wurde von 1896 bis 1903 erbaut. Vor dem Bau der beiden großen Brücken, der Bay Bridge und der Golden Gate Bridge, war es der Verkehrsknotenpunkt, der Fähranleger, von dem aus die Boote über die Bay fuhren. Immerhin entstiegen hier schon vor 1936 jährlich rund 50 Mio. Passagiere den Fähren aus Norden und Osten. 2003 wurde das Ferry Building mit seinem 70 m hohen Glockenturm rundum erneuert und lädt nun mit Cafés, einem Buchladen, Restaurants und von lokalen Erzeugern angebotenen Nahrungsmitteln zu einem ausgiebigen Bummel ein. Embarcadero, Ecke Market Street | Muni F - Market

Fountain of the Four Seasons

Die vier Jahreszeiten - sie werden von vier Säulen aus Bronze symbolisiert, die in ihrer unterschiedlichen Größe und Form Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter darstellen. Das Wasser fließt von den Säulen in einen ruhigen kleinen Teich. François Stahly schuf den Brunnen 1967. Der Brunnen bildet den Mittelpunkt des oft übersehenen Parks im Sydney G Walton Square, der noch mit einigen weiteren Kunstwerken, gepflegten Rasen, hohen Pinien und kreisförmig angepflanzten Pappeln zu einer kleinen Rast einlädt. Ecke Jackson & Front Street | Muni F - Market, 10 - Townsend

Market Street

Sie verläuft diagonal und stört den ansonsten meist rechtwinkligen Stadtgrundriss. Mit ihrer Breite von 30 m hat sie viele Grundstücke aufgezehrt. Deswegen wurde der Landvermesser Jasper O'Farrell, der sie 1847 plante, beinahe gelyncht. Nun aber ist sie längst die wichtigste Verkehrsachse San Franciscos. Unter ihr laufen die Muni Metros und die Bart-Linie, die die Stadt mit den Siedlungsgebieten jenseits der Bay verbindet. Diese Transportmittel wiederum bildeten die Infrastruktur, die nötig war, um in den 1970er-Jahren die Bürohochhäuser des Financial District zu beiden Seiten des nordöstlichen Teils der Market Street hochzuziehen. Behörden residieren im zentralen Civic Center an ihrer Nordseite. Weniger schön: der Bereich zwischen 6th Street und Van Ness Avenue - dort laufen viele Obdachlose und Junkies herum. An ihrem Ende im Südwesten ist die Straße dann nicht mehr überall bebaut. Dort, wo sie sich zum Bergkamm zwischen Corona Heights und Twin Peaks hinaufwindet, ist das Gelände oft zu steil, um darauf Häuser zu errichten. Muni F - Market

Mechanics Monument

Moment mal, sind wir hier wirklich noch in einem Paradeland des Kapitalismus? Fünf überdimensionierte Arbeiter hantieren an einer Eisenplatte. Das Denkmal des proletarischen Realismus schuf Douglas Tilden 1900/01, um Peter Donahues zu gedenken. Der irische Einwanderer und Schmied baute die erste Druckpresse, die erste Straßenbahnlinie und gründete die San Francisco Gas Company. Battery Street | Ecke Market Street | Muni F - Market

Pacific Telephone Building

Eines der schönsten frühen Hochhäuser - aus dem Jahr 1925. Vorne streben die langen Linien nach oben, hinten ist das Gebäude asymmetrisch konstruiert. Demnächst sollen darin ein Luxushotel und Eigentumswohnungen entstehen. 140 New Montgomery Street | nahe Market Street | Muni F - Market

Pioneers' Monument

Das größte Denkmal der Stadt gebührt den Pionieren, jenen Abenteurern und Wagemutigen, die den amerikanischen Kontinent eroberten. Einer mit Schild und Speer ausgestatteten Göttin huldigen vier Gruppen weißer Ankömmlinge, die über Meere, Landwege und Indianer obsiegten. Ein gewisser James Lick stiftete das riesige Denkmal. Sein Name prangt neben dem der Siedler und Soldaten, die sich die Neue Welt untertan machten. Hyde Street | Ecke Grove Street | Muni F - Market

Russ Building

Das frühe Hochhaus von 1928 war mit seinen 31 Etagen lange das höchste Gebäude San Franciscos. Trotz seiner Symmetrie besitzt es die für viele Gebäude aus jenen Jahren typische abwechslungsreiche Gestaltung, die meistens durch die von der Neogotik abgeschauten Ornamente bestimmt wird. 235 Montgomery Street | nahe Pine Street | Muni Cable Car C - California

San Francisco Museum of Modern Art (MoMa)

Die Stärken des Museums für moderne Kunst liegen besonders beim abstrakten Expressionismus und bei der Fotografie. Das Problem war immer, dass die Räume gar zu klein waren und aus den Beständen Teile für „rotierende“ Ausstellungen ausgewählt werden mussten. Da wurden mal Werke von Francesco Clemente und 125 seiner Zeitgenossen gezeigt, ein andermal 188 Fotos aus Liselotte Models amerikanischer und europäischer Vorkriegsarbeit, dann wieder Chicago Art von 1965 bis 1985.

Inzwischen hat sich die räumliche Situation entscheidend verbessert. Das Museum konnte in einen von dem Schweizer Architekten Mario Botta entworfenen, $60 Mio. teuren Neubau umziehen, der durch seine architektonische Formgebung und raffinierte Lichtführung zu einer wirklichen Kathedrale der modernen Kunst wurde.

Zu den Beständen des San Francisco MoMa zählen Werke der besten Westküstenkünstler wie Mark Rothko und Jackson Pollock, eine beträchtliche Zahl von Gemälden des Franzosen Henri Matisse, einige Gemälde von Juan Miró und Pablo Picasso und eine interessante Auswahl aus den Werken der Deutschen Max Ernst, George Grosz, Ernst Ludwig Kirchner und Kurt Schwitters. Und die Abteilungen für Architektur und Design setzen weltweite Maßstäbe. Fr-Di 11-17.45, Do 11-20.45 Uhr | Eintritt $12,50, Do 18-21 Uhr halber Preis, erster Di im Monat Eintritt frei | 151 3rd Street | www.sfmoma.org | Muni 30 - Stockton

Union Square

Das Herz der Stadt liegt inmitten eines der elegantesten Einkaufsviertel und ist zugleich ein kleiner botanischer Garten mit Palmen und exotischen Blumen. Hier trifft man sich, füttert Tauben und döst in der Sonne. Admiral Deweys Sieg über die spanische Flotte wird mit einem Denkmal in Erinnerung gebracht. Seinen Namen erhielt der Platz, weil hier kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs für die Union, die Nordstaaten also, demonstriert wurde. Muni 45 - Union-Stockton, Cable Car PH - Powell & Hyde und PM - Powell & Mason

Vallaincourt Fountain

So waren sie, die 1970er-Jahre, jedenfalls in der Architektur: nüchtern, praktisch, funktional. Ihnen hat Armand Vallaincourt das entsprechende Denkmal namens Québec libre! gesetzt, indem er mehr als 100 Betonklötze übereinander legen ließ. Justin Herman Plaza | Muni F - Market

Wells Fargo History Museum

Spannend war der Wilde Westen - eine von Schießereien und Postkutschenverfolgungen prall gefüllte Pioniergeschichte. Auf zwei Etagen des Hauptsitzes der 1852 gegründeten Wells Fargo Bank, der ältesten Bank Kaliforniens, ist sie nachzuerleben. Abzeichen und Gewehre, Gold Nuggets aus der Zeit des Goldrauschs und das Werkzeug der Schürfer sowie die Wells Fargo Overland Stage Coach von 1865 (eine Postkutsche, die bis zu 20 Personen befördern konnte). Mo-Fr 9-17 Uhr | Eintritt frei | 420 Montgomery Street | Cable Car C - California

Yerba Buena Center for the Arts

Noch vor wenigen Jahren trauten sich nur wenige in den Yerba Buena Garden, nur zwei Blöcke von der Market Street entfernt. Drogendealer und Obdachlose teilten sich die Grünfläche, die sich zwischen dem Sony Metreon, dem San Francisco Museum of Modern Art und dem Zeum ausbreitet. Inzwischen wurde der Park erheblich herausgeputzt und gehört zu den Lieblingsplätzen der San Franciscans. Trotz aller Pracht kann es leicht passieren, dass man am Yerba Buena Center of the Arts vorbeiläuft. Das wäre ein großer Fehler. In den östlich vom Park gelegenen Ausstellungsräumen geben sich die angesagtesten Künstler der Stadt die Klinke in die Hand. Die zumeist experimentellen Kunstwerke wollen nicht nur die Augen, sondern auch alle anderen Sinne betören und gleichzeitig provozieren. Di-So 12-17, Do bis 20 Uhr | Eintritt $6, 1. Di im Monat Eintritt frei | 701 Mission Street | www.ybca.org | Muni 30 - Stockton