Reisetipps Peloponnes
Sehenswertes Peloponnes
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Region: Kalamáta
Altstadt
Wer einen Eindruck von der Altstadt bekommen möchte, spaziert am besten vom Bahnhof zum Kástro (Mo bis Fr 10-13.30 Uhr | Eintritt frei) auf dem Burgberg. Dabei kommt man an der byzantinischen Kirche Agíi Apóstoli vorbei. Für Eisenbahnfans lohnt der kostenlose Besuch der großen Freiluftausstellung historischer Züge im Stadtpark nahe dem Hafen.
Benáki-Museum
Archäologisches Museum mit Funden aus ganz Messenien. | Odós Benáki/Odós Papazóglou 6 | Di-So 8.30 bis 15 Uhr | 2 Euro
Region: Areópoli
Kirchen
Außer den Wohntürmen sind die drei kleinen Kirchen Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. An der großen Platía mit dem Mavromichális-Denkmal, die zugleich auch Busbahnhof ist, steht die Ágios-Athanássios-Kirche mit geringen Freskenresten. In der Südwestecke des Platzes beginnt neben der Gemeindebibliothek eine schmale Autostraße, die nach etwa 200 m zur Kirche Ágios Jánnis Pródromos führt. Sie ist vollständig mit gut erhaltenen Fresken aus dem 15. Jh. ausgemalt. Folgt man von der Platía aus der Hauptstraße, gelangt man zunächst zur ebenfalls freskengeschmückten Doppelkirche der Panagía und des Ágios Charálambos und dann zur Hauptkirche Agíi Taxiárchi mit Fresken von 1978. Außer der Hauptkirche sind alle Kirchen tagsüber geöffnet.
Region: Monemvassía
Altstadt
Man betritt die Altstadt durch das alte Stadttor und geht die Hauptgasse entlang zur Platía. Hier ist die mittelalterliche Kirche Christós Elkómenos (tgl. 9-13 und 17-20 Uhr) als einzige der vielen alten Kirchen in der Unterstadt für Besichtigungen geöffnet. Ein serpentinenreicher Fußweg führt auf das Felsplateau, das im Mittelalter ebenso dicht bebaut war wie die Unterstadt. Hart am Abgrund steht hier mit der Agía Sofía die bedeutendste Kirche Monemvassías. Ein Pfad führt zum türkischen Kastell auf dem höchsten Punkt des Felsens, ein anderer zu ausgedehnten Zisternen.
Region: Sparta
Akrópolis
Am schönsten ist Sparta auf dem Akrópolis-Hügel. Antike Steine und Säulen liegen verstreut unter hoch gewachsenen Eukalyptus- und knorrigen Ölbäumen. Man sieht die Überreste der spätrömisch-byzantinischen Stadtmauer, einer frühchristlichen Basilika und eines römischen Theaters. Der kurze Weg auf die Akrópolis beginnt an der Nordwestecke des modernen Stadions. | Frei zugänglich
Archäologisches Museum
Der klassizistische Museumsbau liegt in einem schönen Park unmittelbar im Zentrum. Wertvollste Exponate sind zwölf römische Mosaike, archaische Stelen und das antike Tonmodell einer Kriegsgaleere mit Rammsporn. | Odós Evrótas | am Hotel Maniátis | Di-So 8.30-15 Uhr | 2 Euro
Oliven- und Olivenölmuseum
Hochmodern präsentierte Ausstellung rund um den Olivenanbau und die Olivenverarbeitung (Erklärungen auf Griechisch und Englisch). Kleiner Museumsladen. | Odós Othónos-Amalías 129 | Mi-Mo 10-17 Uhr | 2 Euro | www.piop.gr
Region: Korinth
Akrokorinth
Aus der Küstenebene von Korinth erhebt sich ein mächtiger, 575 m hoher Fels, auf dem die Mauern und Zinnen einer weitläufigen Burganlage zu erkennen sind. Sie stammen aus fränkisch-byzantinischer, venezianischer und türkischer Zeit und sind teilweise auf Quaderreihen aus der Antike errichtet. Der einzige Zugang im Westen der Festung ist durch einen dreifachen Mauerring mit drei Toren besonders stark gesichert. In der Antike standen in Akrokorinth mehrere Tempel, von denen heute jedoch keine nennenswerten Spuren mehr erhalten sind. Auf dem höchsten Punkt des Felsens wurde der Liebesgöttin Aphrodite gehuldigt. | Asphaltierte Zufahrt vom 3 km entfernten Alt-Korinth aus beschildert | Di-So 8-19, im Winter 8-14.30 Uhr | Eintritt frei
Alt-Korinth/Archéa Kórinthos
Das ländlich und beschaulich gebliebene Dorf am Stadtrand von Korinth grenzt unmittelbar an die Ausgrabungen der antiken Stadt, die bereits im 8. Jh. v. Chr. eines der bedeutendsten Gemeinwesen Griechenlands war. Ihr großer Vorteil war die Nähe zweier geschützter Landeplätze: am Saronischen und am Korinthischen Golf, also sowohl dem Westen als auch dem Osten der antiken Welt zugewandt.
146 v. Chr. wurde das alte Korinth von den Römern dem Erdboden gleichgemacht, weil die Korinther sich gegen Rom gestellt hatten. Deswegen sind im Ausgrabungsgelände heute auch kaum Spuren aus der griechischen Antike erhalten. Erst 100 Jahre später gründete Cäsar die Stadt neu. Als der Apostel Paulus sie ihrer großen jüdischen Gemeinde wegen im Jahr 51 oder 52 besuchte, war sie bereits wieder eine blühende Großstadt. Erdbeben in den Jahren 375 und 551 zerstörten auch sie.
Archäologen haben seit 1892 das Stadtzentrum mit seinen Tempeln, Markthallen und Brunnen freigelegt. Schon auf dem Weg vom Eingang der Ausgrabungsstätte zum Museum sieht man links einen gewaltigen Felsblock mit eingearbeiteten Brunnenkammern, die Glauke-Quelle. Dahinter erheben sich die sieben noch aufrecht stehenden dorischen Säulen des Apollo-Tempels. Jede ist monolithisch, also aus einem Stück gearbeitet, und beeindruckt durch harmonische Proportionen. Ursprünglich umgaben den um 550 v. Chr. errichteten Tempel 38 solcher Säulen.
Unmittelbar am Museum steht der Octavia-Tempel mit drei deutlich andersartigen Säulen. Sie sind aus Säulentrommeln zusammengesetzt und mit einem verspielten korinthischen Kapitell bekrönt. Ihnen fehlt die würdevolle Strenge der Säulen des Apollo-Tempels. Der Bau ist ja auch 600 Jahre jünger und stammt aus römischer Zeit.
Besonders interessant im Archäologischen Museum sind die zahlreichen Vasen im zweiten der drei Säle. Die Übernahme orientalischer Formen und Motive im 7. Jh. v. Chr. ist gut zu erkennen. Typisch sind die Darstellung von Tieren und Fabelwesen und die Füllung der Zwischenräume mit Ornamenten wie Blatt- und Klecksrosetten in der Zeit um 600 v. Chr. Schön sind auch die römischen Fußbodenmosaike an den Wänden des dritten Saals (1./2. Jh. n. Chr.).
Nach dem Museumsbesuch betritt man über eine Treppe die agorá, den Marktplatz der antiken Stadt. Ihn säumten weitere Tempel, Säulenhallen mit Geschäften und öffentliche Gebäude wie Gericht und Stadtarchiv. Im Zentrum des Platzes ist eine auf die agorá vorspringende Terrasse als bema markiert. Von dieser Rednertribüne aus soll der Apostel Paulus zu den Korinthern gesprochen haben.
Etwa 30 m südlich der bema begrenzte eine 165 m lange Säulenhalle den Marktplatz. Deutlich erkennbar sind 33 zweigeteilte Räume. In den vorderen sind Brunnenschächte zu sehen, die sie als Marktschänken ausweisen: In ihnen wurden Getränke kühl gehalten.
Auf der gegenüberliegenden Seite der agorá führen Treppen auf die mit Marmor gepflasterte Lechaion-Straße hinunter. Sie verband das Zentrum der Stadt mit dem Hafen am Korinthischen Golf und führt heute zum Ausgang des Grabungsgeländes. Gleich rechts der Treppen sind die immer noch eindrucksvollen Überreste der schönsten Brunnenanlage Korinths zu sehen, des Peirene-Brunnens aus dem 2. Jh. Das Wasserbecken im kleeblattförmigen Innenhof war einst von einem Bronzegitter umgeben. Über den sechs Rundbögen der Schöpfbecken erhob sich ein Obergeschoss, Statuen schmückten die Wände. Die Schöpfbecken waren mit Wandmalereien verziert, von denen in den beiden mittleren noch Spuren erhalten sind.
Geht man nach dem Verlassen des Grabungsgeländes zu dessen Eingang zurück, sind rechts der Straße die Reste des römischen Odeons zu sehen, eines überdachten Musiktheaters. Unterhalb davon schließen sich die Ränge des großen Theaters an, das mehr als 15000 Zuschauern Platz bot. | Tgl. 8-19.30, im Winter bis 15 Uhr | Eintritt inkl. Museum 6 Euro
Historisch-Volkskundliches Museum
Modern gestaltete Präsentation von Trachten, Kunsthandwerk und Wohnformen. | Neu-Korinth | Odós Ermú | Platz am Hafen | Di-So 8.30-13.30 Uhr | Eintritt 2 Euro
Region: Nauplia
Festung Akronauplia
Die Festung auf dem niedrigeren der beiden Nauplia überragenden Felsen ist per Auto, aber auch mit einem Fahrstuhl zu erreichen: Teile der Festung werden nämlich heute als Hotel genutzt. Reizvoll ist deswegen nur noch der Blick hinunter auf die Stadt. Auf der Uferstraße kann man die Festung umrunden. | Frei zugänglich
Festung BOúrtsi
Die kleine Burg auf einem Inselchen dicht vor Nauplias Hafen wirkt von Weitem wie ein versteinertes Schiff. Die Venezianer erbauten sie um 1700. Sie spannten nachts von Búrtsi eine eiserne Kette hinüber nach Nauplia, um den Hafen abzusperren. | Boote ab Hafen nach Bedarf | Rückfahrticket 6 Euro
Festung Palamídi
Weithin sichtbar überragt die venezianische Festung Palamídi aus dem frühen 18. Jh. auf einem 220 m hohen Berg die Stadt und die ältere Festung Akronauplia. Die Venezianer wussten, warum sie den Fels befestigten: Von hier aus hatten sie 1686 die Türken auf Akronauplia erfolgreich beschossen und zur Übergabe gezwungen. Benannt ist die Festung nach Palamides, einer Gestalt aus Homers Epos „Ilias“. Er galt als Erfinder der Buchstaben, der Maßeinheiten, des Rechnens und der Würfelspiele. Man erreicht die Festung, die als stärkste Griechenlands gilt, über 850 schweißtreibende Stufen oder über eine 3 km lange Asphaltstraße. | Tgl. 8-18.30, Winter 8-14.30 Uhr | 4 Euro
Kirche Ágios Spirídonos
Die kleine Kirche oberhalb des östlichen Endes der Odós Staikópulu, 1702 erbaut, war 1831 Schauplatz eines politischen Attentats. Ein Maniote erschoss hier den griechischen Ministerpräsidenten Jánnis Kapodístrias beim Kirchgang. Die Spur der Pistolenkugel ist rechts neben dem oberen Eingang hinter einer kleinen Glasplatte noch zu sehen. | Frei zugänglich
Kombolói-Museum
Kleines Privatmuseum, in dem wertvolle kombolóia aus den Jahren 1750 bis 1950 zu sehen sind. Verkauf authentischer Kopien von Museumsstücken. | Odós Staikópulu 25 | Mo und Mi-Fr 10-20.30, Sa/So 10-21.30 Uhr | 1,50 Euro
Militärmuseum
Das Museum dokumentiert ausführlich Griechenlands kriegerische Vergangenheit der letzten 170 Jahre. Beeindruckend ist die umfangreiche Sammlung von Fotos aus deutscher Besatzungszeit. Ein besonders schockierendes Bild zeigt 16 von Bulgaren in Makedonien gehängte Zivilisten. | Odós Terzáki/Ecke Leofóros Amalías | Di-Sa 9-14, So 9.30-14 Uhr | Eintritt frei
Moscheen
Am Hauptplatz der Altstadt stehen zwei leicht an ihren Kuppeln zu erkennende Moscheen. Eine von ihnen, die heute als Kino und Theater dient, beherbergte im 19. Jh. eine der ersten Schulen Griechenlands. Die andere, die mit Finanzhilfe der Europäischen Union restauriert wurde, war 1825 bis 1828 Versammlungsort des griechischen Parlaments.
Volkskundliches Museum
Das Museum präsentiert ansprechend Gerätschaften, kunsthandwerkliche Erzeugnisse und Trachten aus den letzten 200 Jahren. | Vas. Alexándru 1 | April-Okt. Mo-Sa 9-14, So 9.30-15, Mi-Mo auch 18-21 Uhr, Nov.-März Mo-Sa 9-14.30, So 9.30 bis 15, Mi-Mo auch 17.30-20.30 Uhr | Eintritt frei
Region: Patras (Pátra)
Achaia Clauss
Die Weinkellerei, eine der größten und ältesten des Landes, wurde von deutschen Einwanderern gegründet, die mit König Otto I. nach Griechenland kamen. | Am Stadtrand | Bus 7 ab Touristinfo | tgl. 11-17 Uhr | www.greekwinemakers.com
Akrópolis
An der Stelle der antiken Akrópolis erstreckt sich heute ein schöner Park mit den Überresten einer mittelalterlichen Burg. Reizvoll ist der Blick auf Stadt und Hafen. | Burg Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt frei
Archäologisches Museum
Römische Statuen, mykenische Keramik. | Platía Olgas | Di-So 8.30 bis 15 Uhr | Eintritt frei
Kathedrale Ágios Andréas
Die große Kirche birgt als Reliquie den Schädel des Apostels Andreas. | Odós Agíou Andréou 199 | tgl. 8-11 und 16.30-19.30 Uhr
Odeion
Kleines Theater aus römischer Zeit. | Odós Germanoú | Di-So 8.30-15 Uhr
Region: Olympia
Archäologisches Museum
Zu den Schätzen des Museums gehören die marmornen Skulpturen, die die Giebelfelder des Zeus-Tempels schmückten, und die zwölf Metopen von den Stirnseiten des Tempels. Die Metopen zeigen die zwölf Heldentaten des Herakles vom Kampf mit dem Nemeischen Löwen bis zur Entführung des Höllenhunds Zerberus aus dem Totenreich. Die Figuren aus den Giebelfeldern illustrieren den Kampf zwischen Lapithen und Kentauren sowie die Vorbereitungen zum Wagenrennen zwischen dem mythischen Helden Pelops und König Oinomaos.
Einmaliges historisches Zeugnis ist ein Becher, der in der Werkstatt des Phidias gefunden wurde. Er trägt auf dem Boden die Inschrift „Ich gehöre dem Phidias“ und scheint der Trinkbecher des berühmten Bildhauers zu sein.
Zwei Statuen im Museum gehören zu den größten Kunstwerken der Antike. Die hochklassische Statue der Siegesgöttin Nike aus der Mitte des 5. Jhs. v. Chr. stand ursprünglich auf einer 9 m hohen Säule vor dem Zeus-Tempel und schien von dort oben auf die Menschen herabzuschweben. Die Statue des Hermes, geschaffen von Praxiteles, einem der namentlich bekannten großen Bildhauer der Antike, zeigt den Götterboten, wie er den kleinen Dionysos zu den Nymphen bringt, bei denen er aufwachsen soll.
Zu den sehenswerten kleineren Objekten gehören ein mykenischer Helm aus Eberzähnen und ein Bronzepferd (um 800 v. Chr.). Ein gelungenes römisches Werk ist eine große Stierstatue, die äußerst lebensecht wirkt. | April-Okt. tgl. 8-19.30, Nov.-März Mo 11-17, Di-So 8.30-17 Uhr | 6 Euro, Kombiticket mit Ausgrabungen 9 Euro
Ausgrabungen
Wenn Sie die Ausgrabungen nicht nur sehen, sondern auch Olympia verstehen wollen, sollten Sie vom Eingang aus gleich zum Tempel des Olympischen Zeus gehen. Er ist an seinem dreistufigen Unterbau, einer wieder aufgerichteten Säule und den vielen gewaltigen Säulenresten deutlich zu erkennen. Dieser Tempel war der kultische Mittelpunkt des Heiligtums. Auf der fast 28 m breiten und über 64 m langen obersten Stufe des Unterbaus bildeten 36 dorische Säulen, jede über 10 m hoch, die Ringhalle des 457 v. Chr. fertiggestellten Tempels aus Muschelkalk. Sie umgaben die fensterlose Cella, die man durch eine Türöffnung im Osten betrat. Drinnen stand in mystischem Halbdunkel eines der sieben antiken Weltwunder: eine gut 13 m hohe, innen hohle Zeus-Statue aus Gold, Silber, Elfenbein und Edelsteinen. Sie war das Werk des Phidias, der auch am Bildschmuck für den Parthenon-Tempel auf der Athener Akrópolis mitwirkte. Vom Unterbau des Zeus-Tempels aus haben Sie einen guten Überblick über die Ausgrabungen. Dem Tempel gegenüber stehen die hohen Ziegelmauern einer Kirche aus dem 5. Jh., die anstelle der antiken Werkstatt des Phidias erbaut wurde.
Südlich an die Werkstatt des Phidias schloss sich das Leonidaion an, eine im 4. Jh. v. Chr. entstandene Herberge für Ehrengäste, die in römischer Zeit durch ein großes, gut erkennbares Wasserbecken verschönert wurde. Nördlich der Werkstatt des Phidias ist die große Palästra aus dem 3. Jh. v. Chr. mit ihren Säulenreihen, in der die Ringkämpfe ausgetragen wurden, deutlich zu sehen. Im Nordteil des Innenhofs ist das Rillenpflaster erhalten, das den Kämpfern mehr Standsicherheit verleihen sollte.
Gen Norden fällt der Blick vom Zeus-Tempel auf den Hera-Tempel, dessen Säulen recht unterschiedlich sind. Manche sind aus bis zu zehn, andere nur aus einigen wenigen Säulentrommeln zusammengesetzt. Die Kapitelle sind verschieden, eine der Säulen hat nur 16 statt der üblichen 20 Kanneluren. Das weist darauf hin, dass der bereits um 600 v. Chr. erbaute Tempel ursprünglich hölzerne Säulen besaß, die im Lauf der Jahrhunderte durch steinerne ersetzt wurden, die jeweils dem Geschmack der Zeit entsprachen.
An den Hera-Tempel schließt sich nach Osten hin jenseits einer halbrunden Brunnenanlage aus römischer Zeit eine Terrasse an, auf der einst die Schatzhäuser von elf griechischen Stadtstaaten standen. Sie verwahrten hier wertvolle Weihegeschenke an Zeus; zahlreiche weitere Weihegaben auch anderer Städte an die Götter waren überall im heiligen Bezirk aufgestellt.
Die Schatzhausterrasse endet am Eingang zum Stadion, der ursprünglich mit einem Tonnengewölbe überdacht war. Ein Teil davon wurde rekonstruiert. Rechts vom Eingang liegen die Fundamente der Echohalle, einer 98 m langen Wandelhalle, die den Besuchern der Spiele Schutz vor Regen und Mittagssonne gewährte.
Das antike Olympiastadion ist ein überraschend einfaches Bauwerk. Es bot auf seinen gut erhaltenen Erdwällen 40000 Zuschauern Platz; nur die Schiedsrichter saßen auf steinernen Bänken. Die Start- und Ziellinien aus Steinplatten sind an beiden Stadionenden noch deutlich zu erkennen.
Das Hippodrom für die Wagenrennen lag südöstlich des Stadions, ist heute aber kaum noch auszumachen. Auffallend sind hingegen die vielen Grundmauern griechischer und römischer Thermen am Süd- und Westrand des Geländes.
Am Weg zum Ausgang liegen die Reste des Philippeion: zwei kreisförmige Fundamente, die früher einen Rundtempel ähnlich den Tholoi von Delphi und Epidauros trugen. Philipp II. von Makedonien stiftete ihn nach seinem Sieg bei Chaironeia 338 v. Chr.; sein Sohn Alexander der Große ließ ihn fertigstellen. Im Innern standen fünf Statuen aus Gold und Elfenbein: in der Mitte Alexander, flankiert von seinen Eltern und Großeltern.
Nördlich des Philippeions erkennt man dann die Überreste des Prytaneion, in dem die Olympiasieger feierlich bewirtet wurden. Auf der anderen Seite des modernen Wegs zeugen geringe Reste vom Gymnasion aus dem 3. Jh. v. Chr. Hier konnten die Olympiakämpfer auf einem von Säulenhallen umgebenen Platz für ihre Wettkämpfe trainieren. | April-Okt. tgl. 8-19.30, Nov.-März 8-17 Uhr | 6 Euro, Kombiticket mit Archäologischem Museum 9 Euro
Museum der Ausgrabungsgeschichte
Kleines Einraummuseum mit Fotos und Dokumenten zur Arbeit der Archäologen. | Neben dem Museum der Geschichte der Olympischen Spiele | April-Okt. tgl. 8-19.30, Nov.-März Mo 11-17, Di-So 8.30-17 Uhr, wenn geschl., im Archäologischen Museum melden | Eintritt frei
Museum der Geschichte der Olympischen Spiele
Im klassizistischen Bau des früheren Archäologischen Museums. Fundobjekte wie antike Siegerlisten und Sportgeräte, Sonderthemen wie „Sport und Frauen in der Antike“. | Oberhalb der Straße von den Ausgrabungen ins Dorf | April-Okt. tgl. 8-19.30, Nov.-März Mo 11-17, Di bis So 8.30-17 Uhr | Eintritt frei
Museum der Olympischen Spiele
Das kleine Privatmuseum illustriert die Geschichte der Olympischen Spiele der Neuzeit und gibt einen Einblick in den Alltag der Athleten während der Spiele. Ausgestellt sind z.B. Plakate, Gold-, Silber- und Bronzemedaillen sowie Fotos von den ersten Spielen der Neuzeit 1896 in Athen. | An der oberen Dorfstraße | tgl. 8-15.30 Uhr | 2 Euro
Region: Trípoli
Archäologisches Museum
In dem klassizistischen Bau aus dem 19. Jh. sind vor allem die Götterstelen (englisch: herm) beachtenswert. Es sind pyramidenförmige Säulen, die in Arkadien den Platz der sonst üblichen Götterstatuen einnahmen. Außerdem besitzt das Museum eine umfangreiche Sammlung von Reliefdarstellungen aus Antike und Mittelalter. | Odós Evangelistrias | Wegweiser von der Odós Georgíou A' aus | Di-So 8.30-15 Uhr | 2 Euro