Reisetipps Paris

Highlights Paris

Region: Um Eiffelturm und Invalidendom

Eiffelturm/Tour Eiffel

Ohne den Eiffelturm wäre Paris nicht Paris. Das 300 m hohe Wahrzeichen war lange das höchste Bauwerk der Welt. Von Gustave Eiffel anlässlich der 100-Jahr-Feier zur französischen Revolution und der Weltausstellung 1889 errichtet, war das Stahlgebilde zunächst heftig umstritten. Eigentlich sollte der Turm nur 20 Jahre stehen. Wegen seiner Bedeutung als Wetterstation sowie später für die Flugsicherung und als Funk- und Fernsehstation blieb er schließlich stehen.

Von der ersten Plattform in 115 m Höhe bietet sich Ihnen eine eindrucksvolle Panoramasicht über Paris, von der obersten Ebene in 274 m Höhe reicht der Blick an klaren Tagen bis weit in das Pariser Becken. Vom Palais de Chaillot (M 6, 9: Trocadéro) haben Sie den besten Blick auf den Eiffelturm selbst. Tgl. 9.30-23 Uhr, 19. Juni-29. Aug. 9-24 Uhr, Treppe bis 18.30 bzw. 24 Uhr | Aufzug/Treppe: 1. Etage 4,20/3 Euro | 2. Etage 7,70/4,20 Euro | 3. Etage 11/6 Euro | Champ de Mars (7. Arr.) | M 6: Bir Hakeim | www.tour-eiffel.fr

Region: Die Champs-Elysées Entlang

Arc de Triomphe

Auf der eindrucksvollen Sichtachse zwischen dem kleinen Bogen am Louvre und dem großen Bogen von La Défense erhebt sich das 50 m hohe Wahrzeichen, das Jean François Chalgrin nach antikem Vorbild gestaltete. Nachdem Napoleon den Bau 1806 zu Ehren seiner "Großen Armee" und seines Siegs in der Schlacht von Austerlitz in Auftrag gegeben hatte, sollte es bis zu dessen Fertigstellung noch 30 Jahre dauern. Unter dem Bogen, der mit bedeutenden Reliefs wie "La Marseillaise" versehen ist, befindet sich das Grabmal des unbekannten Soldaten, das Ausgangspunkt für die Militärparaden am 14. Juli ist. Eine unterirdische Passage nahe der Métrostation am Place Charles de Gaulle-Etoile führt vorbei an einem kleinen Museum zur Geschichte des Triumphbogens und zum Zugang zur Aussichtsplattform. Den Blick von dort oben sollten Sie sich auf gar keinen Fall entgehen lassen: Er ist phänomenal, zumal an diesem Platz nicht weniger als ein Dutzend Avenuen sternenförmig zusammenlaufen. Tgl. April-Sept. 10-23 Uhr, Okt.-März 10-22.30 Uhr | 8 Euro | M 1, 2, 6/RER A: Charles de Gaulle-Etoile

Musée Du Louvre

Für das weitläufigste Museum der Welt bedarf es einer überlegten Besuchsstrategie. Denn im Louvre gibt es weit mehr als ehrwürdige Damen wie die "Venus von Milo" (2. Jh. v. Chr.), Leonardo da Vincis "Mona Lisa" (16. Jh.) und Jan Vermeers "Spitzenklöpplerin" (17. Jh.) zu bewundern. Wer die lange Schlange am Haupteingang unter der Pyramide vermeiden will, nimmt die Porte des Lions (Seine-Seite) am Denon-Flügel. Von dort aus stehen Sie schnell vor der ständig umlagerten "La Joconde", der Mona Lisa, die im frisch restaurierten Salle des Etats in neuem Licht erstrahlt. Daneben sollten Sie sich am Informationsschalter unbedingt einen Übersichtsplan (den es auch auf Deutsch gibt) und eine Wochenübersicht über die turnusmäßigen Schließungen bestimmter Sammlungen besorgen.

Dann können Kulturhungrige aus einem reichhaltigen Menü, das bis ins 7. Jh. v. Chr. zurückreicht, auswählen: Auf die drei Gebäudekomplexe verteilt (Denon, Sully, Richelieu) stellen sich die orientalische, ägyptische (besonders monumental) und griechisch-römische Hochkultur vor. Neben der europäischen Bildhauerkunst vom Mittelalter bis zum 19. Jh., dem Kunsthandwerk und über 100000 Grafiken aus sechs Jahrhunderten stellt die Gemäldesammlung einen Höhepunkt dar, der die Geschichte der europäischen Malerei vom 13. bis zum 19. Jh. nach Regionen geordnet dokumentiert. In der prächtigen Apollon-Galerie legen überbordender Stuck, der Kronschatz und Gemälde von Charles Le Brun, Eugène Delacroix u. a. Zeugnis ab von der Machtfülle des Sonnenkönigs Ludwig XIV.

Sie können den Museumsbesuch auch unterbrechen, indem Sie in der geschmackvollen unterirdischen Einkaufspassage Carrousel du Louvre (auch sonntags) ein Café oder eins der vielen internationalen Schnellrestaurants aufsuchen. Selbst wenn Sie das Museum gar nicht anschauen wollen, lohnt es sich, zumindest den Gebäudekomplex des Louvre zu besichtigen, der sich von einer Festung aus dem 12. Jh. zu einem Renaissancepalast entwickelt hatte. Die freigelegten mittelalterlichen Grundmauern, der abends sehr schön beleuchtete Cour Carée, der kleine Triumphbogen, der in einer Sichtachse mit seinem größeren Bruder steht, und die gewagte Glaspyramide des chinesischen Architekten Ieoh Ming Pei sind absolute Höhepunkte eines Paris-Besuchs. Mi-Mo 9-18 Uhr, Mi u. Fr bis 21.45 Uhr | Eintritt 8,50 Euro, ab 18 Uhr 6 Euro | M 1, 7: Palais Royal-Musée du Louvre | Tickets im Vorverkauf an den Bahnhöfen (SNCF), aus dem Ausland Tel. 0033/1/42313228 | www.louvre.fr

Musée D'orsay

In den lichtdurchfluteten Sälen des 1986 glanzvoll umgebauten Bahnhofs stehen die Maler des Lichts, die Impressionisten, im Mittelpunkt. Daneben sind aber auch Werke von Wegbereitern der Moderne wie Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Paul Cézanne zu sehen. Die Gemälde, Skulpturen, die Kunstobjektsammlung sowie Dokumentationen zur Stadtplanung, Film- und Plakatkunst umfassen den Zeitraum 1848-1914, eine Epoche, die zu den kunstgeschichtlich fruchtbarsten gehört. Beeindruckend ist nicht nur das reiche Angebot des Museumsbuchladens, sondern auch der elegante Speisesaal, in dem sonntags ab 15.30 Uhr neben Kulinarischem Klavierkonzerte dargeboten werden. Di-So 9.30-18 Uhr, So ab 9, Do bis 21.45 Uhr | Eintritt 7,50 Euro | 1, rue de la Légion d'Honneur (7. Arr.) | M12: Solférino | www.musee-orsay.fr

Region: Von den Hallen zur Bastille

Musée Picasso

Der üppig mit Stuck ausgestattete Palast Hôtel Salé im Marais beherbergt mit 251 Gemälden, 160 Skulpturen und 1500 Grafiken die umfangreichste Kollektion des großen Meisters. Die Ausstellung wird abgerundet durch Werke aus der persönlichen Sammlung Picassos (afrikanische Kunst, Werke von Paul Cézanne, Georges Braque etc.). Mi-Mo 9.30-18 Uhr, Okt.-März bis 17.30 Uhr | Eintritt 6,70 Euro | 5, rue de Thorigny (3. Arr.) | M 8: Chemin Vert | www.musee-picasso.fr

Place des Vosges

Der 1612 unter König Heinrich IV. als Place Royale eingeweihte Platz ist nicht nur einer der ältesten, sondern wohl auch der architektonisch harmonischste Platz der Stadt. Die 36 Pavillons (nur die beiden des Königs und der Königin sind etwas erhöht) sind von Arkadengängen gerahmt, in denen sich elegante Kunstgalerien und Restaurants befinden. Darüber erheben sich die symmetrisch angeordneten Fassaden, deren Komposition aus hellem Naturstein, roter Ziegelverkleidung und grauen Schieferdächern ein perfektes Bild abgibt. Vom kleinen Park im Zentrum des Platzes aus ist die Geschlossenheit des Ensembles am besten zu erkennen. (4. Arr.) | M1: Saint-Paul | M 1, 5,8: Bastille

Region: Rive Gauche mit Inseln

Jardin Du Luxembourg

Berühmtester Park des Zentrums von Paris, ganz in der Nähe der Universität Sorbonne. Auf den bereitstehenden Stühlen können Sie in der Sonne dösen oder zusehen, wie die Kinder Boote im großen Bassin fahren lassen. Maria von Medici ließ Park und das dazugehörende Palais Anfang des 17. Jhs. nach florentinischem Vorbild errichten. Das Palais du Luxembourg ist heute Sitz des französischen Senats. Direkt daneben das Musée du Luxembourg, oftmals Ort bemerkenswerter Kunstausstellungen. | Park: im Sommer von 7 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang, im Winter ab 8 Uhr | 6. Arr. | RER B: Luxembourg

Notre-Dame

Dieses Meisterwerk der Gotik wurde zwischen 1163 und 1345 auf Veranlassung des Bischofs Maurice de Sully errichtet. Auf dem Platz stand schon vor 2000 Jahren ein römischer Tempel. Im Innenraum des fünfschiffigen Langhauses finden 9000 Personen Platz. Besonders beeindruckend sind die drei großen Eingangsportale, die gewaltigen Strebebögen um den Chor und die Rosetten, die einen Durchmesser von über 10 m haben.

Hier fanden viele historisch wichtige Ereignisse statt, darunter die Krönung Napoleons. Während der Revolution wurde Notre-Dame in einen "Tempel der Vernunft" umgewandelt: Die Kirche schien vor dem Verfall zu stehen. In seinem Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" appellierte Victor Hugo erfolgreich an die Öffentlichkeit, diesem Zustand nicht länger zuzusehen. In der Folge wurde die Kathedrale restauriert. Vom Turm schöner Blick auf Wasserspeier und über die Stadt. Auf dem Vorplatz befindet sich eine Markierung, von der aus alle Entfernungen in andere französische Städte berechnet werden. | Mo-Sa 8-18.45, So 8-19.45 Uhr Eintritt frei, Turm: April-Sept. tgl. 9.30-18.30 Uhr, Okt.-März tgl. 10-17.30 Uhr | 7,50 Euro (Okt.-März jew. 1. So im Monat frei) | Ile de la Cité (4. Arr.) | M4: Saint-Michel | RER B, C: Saint-Michel-Notre Dame

Region: Paris

Le Train Bleu

Ohne Zweifel das schönste Bahnhofsrestaurant der Welt. In den 11 m hohen Räumen sitzen Sie wie in einem der Schlosssäle von Versailles. Wenn Ihnen die Preise für das Essen hier zu gehoben sind, können Sie die Pracht auch mit einem Cocktail von einem Ledersessel in der Bar aus genießen. Tgl. | Gare de Lyon | 1. Etage (12. Arr.) | M 1, 14/RER A, D: Gare de Lyon | Tel. 01/43430906 | www.le-train-bleu.com

Pariser Mode

In der Avenue Montaigne und der Rue Du Faubourg Saint-Honoré sind alle namhaften Häuser - Armani, Chanel, Dior, Gucci, Hermès, Lacroix, Max Mara, Versace u.a. - vertreten. Etwas jüngere und frechere Mode finden Sie um den Place des Victoires und mit Kenzo, Gaultier und anderen in den Boutiquen der Rue Etienne Marcel. Auch im Marais, in und um die Rue des Francs Bourgeois gibt es witzige Modeboutiquen wie Abu d'abi, Azzedine Alaia, Issey Miyake, Lolita Lempicka und Paule Ka.

Unter prêt-à-porter versteht man tragbare Alltagskollektionen, die teilweise von der Haute Couture inspiriert sind. Für Schnäppchenjäger interessant sind die Degriffé-Angebote: Dabei handelt es sich um reduzierte Markenkleidung der vergangenen Saison, aus der meist die Firmenetiketten herausgeschnitten wurden. Eine Reihe solcher Läden, die zum Teil auch Lagerbestände (stock) anbieten, gibt es in der Rue D'Alésia Sonja Rykiel (Nr. 110), Cacharel (114), Crémieux (116), Diapositive (72), Majestic by Chevignon (122), Daniel Hechter (92). Bis zu 40 Prozent unter dem Normalpreis, im Schlussverkauf auch mehr. M 4: Alésia

Le Fumoir

Elegante, aber sehr relaxte Bar im Neokolonialstil: Oldtimejazz, Mahagoni-Interieur, Bibliothek und gute Drinks in Louvre-Nähe. | Tgl. | 6, rue de l'Amiral de Coligny (1. Arr.) | M 1: Louvre-Rivoli | Tel. 01/42920024 | www.lefumoir.com