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Insider Tipps Österreich MARCO POLO Autor Siegfried Hetz im Interview

Siegfried Hetz ist im Land Salzburg geboren und lebt heute als Autor und Kulturpublizist in Wien und Mattsee

Was reizt Sie an Österreich?

Zum einen die enorme Entwicklung des Landes in den vergangenen 15 Jahren, zum anderen die stille, unaufdringliche Schönheit einzelner Gegenden wie die des Rauriser Tales im Salzburger Land oder der südlichen Steiermark an der Grenze zu Slowenien. Außerdem schätze ich die für das Land so typische Gelassenheit und die Freude am Unernst.

Und was mögen Sie nicht so?

Die großen Leistungen des Landes verschwinden unter dem grellen und lauten Getöse des Mozart-Walzer-Lipizzaner-Sisi-und-Sängerknaben-Klischees.

Wie leben Sie genau?

Ich lebe und arbeite hauptsächlich im 7. Wiener Bezirk zwischen Mariahilfer Straße und Spittelberg, in der Nähe des Museumsquartiers, und zur Abwechslung mitten im Grünen in Mattsee.

Was machen Sie beruflich?

Ich arbeite als Autor, Kulturpublizist, Reisejournalist und Texter.

Was prädestiniert Sie als MARCO POLO Autor?

Da ich lange in Deutschland gelebt habe, verfüge ich über ein notwendiges Maß an innerer Distanz zum Land. Das hilft generell und beim Beschreiben der eigenen Heimat im Besonderen. Außerdem bin ich viel unterwegs. Ich habe den Ehrgeiz, jeden Winkel des Landes kennenzulernen, und lasse die Leser gerne an meinen Entdeckungen teilhaben.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit?

Da ich in der glücklichen Lage bin, dass meine Arbeit gleichzeitig mein Leben ist, habe ich keine Hobbys. Es gibt allerdings einen kleinen Dachgarten, der gepflegt werden will, um sich auch inmitten der Großstadt entspannen zu können.

Mögen Sie die österreichische Küche?

Die österreichische Küche im klassischen Sinne gibt es ja nicht. Wir sprechen von der Wiener Küche mit den Einflüssen aus den ehemaligen Ländern der Monarchie und von den regional gefärbten Gerichten aus den einzelnen Landesteilen. Ich esse sie so gerne, wie ich sie selbst koche, und brauche nicht mehr. Allerdings mag ich keine Salzburger Nockerl, dafür umso lieber Topfenstrudel. Und ohne Mehlspeisen wie Buchteln oder Palatschinken wäre das Leben nicht vorstellbar.