Reisetipps Oberbayern

Bloss nicht! Oberbayern

Den Naturgewalten trotzen

Das Wetter ist an manchen Tagen unberechenbar. Darum achten Sie bitte beim Wandern auf wetterfeste Kleidung und trittfestes Schuhwerk. Eine Bergwanderung in Sandalen kann bei Wolkenbruch lebensgefährlich werden. Für akustische und optische Warnsignale an den Seen gilt: So schnell wie möglich zurück zum Ufer, denn auf das Unwetterwarnsystem in Oberbayern ist Verlass!

Starkbier unterschätzen

Starkbier oder Bock wird auf Volks- oder zu Kirchenfesten, beispielsweise in der Fastenzeit, ausgeschenkt. Dieses Festbier hat einen hohen Gehalt an Stammwürze, schmeckt aromatischer und ist mit 6 bis zu 12 Prozent Alkoholgehalt deutlich kräftiger als das normale Helle.

Reden wollen wie die Einheimischen

Selbst die gebürtigen Tegernseer werden nicht alles verstehen, was die einheimischen Mittenwalder oder Oberammergauer miteinander reden. Die Dialekte sind stark regional gefärbt, schwäbische, tirolerische und salzburgische Einflüsse führen zu beinahe babylonischen Sprachverwirrungen: In nur wenige Kilometer voneinander entfernten Dörfern kann „Milch“ zum Beispiel „Muich“, „Meich“ oder „Milli“ heißen. Sparen Sie sich doch einfach gezwungene Anpassungsversuche, und reden Sie, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist. Allerdings: Wenn Sie nicht am „Sonnabend“ „Brötchen“, sondern am „Samstag“ „Semmeln“ kaufen, im Wirtshaus statt einem Liter Bier eine „Maß“ bestellen, wird man Sie ob Ihres Sprachgefühls bewundern.

Den Oberbayern nach den Trachten trachten

„Wie ärgert man einen Berliner am Tegernsee? Indem man ihm den Trachtenanzug wegnimmt.“ Diese bissige Spöttelei kommt nicht von ungefähr. Schmerzlich registrieren die Einheimischen, was sich Gäste alles im „Jodler“- oder „Landhausstil“ anziehen. Und auch „echte“ Tracht, vom Gamsbart bis zur Lederhose mit namenbestickten Hosenträgern, führt zur Erkenntnis: Nicht in allem, was oberbayerisch daherkommt, steckt ein Oberbayer drin!

Den Gottesdienst stören

Touristen vergessen oft, dass Kirchen in erster Linie dem Gottesdienst dienen und dass sie die Andacht der Gläubigen stören, wenn sie sich in einer Kirche wie in einem Museum benehmen. Sie können Gotteshäuser ungehindert betreten, aber bitte nicht halb nackt, mit Coladose oder Eis.

Die Natur plündern

Ein strenges Naturschutzgesetz schützt nicht nur Edelweiß, Frauenschuh und Türkenbund. Jedes Blumenpflücken in größeren Mengen ist Raubbau an der Natur und wird verfolgt.