Reisetipps Nizza

Sehenswertes Nizza Metropole am Mittelmeer

Seealpen und Meer bilden den Rahmen, Jetset und Ursprünglichkeit prägen das urbane Leben

Wie die Tribüne eines antiken Theaters schließen sich die Hügel von Nizza um die Flussebenen des Paillon und des Var. Nizza ist eine große Freilichtbühne: Zwischen Palmen, Luxuslimousinen und Hotelpalästen spielt sich auf den Märkten, in den verschlungenen Gassen und Bars das „normale“ Leben ab.

Im Süden glitzert das Meer, im Norden wächst der Wein. Ob Nizza im Sommer, wenn die Strände voll und die Nächte lang sind, oder im Winter, wenn die Stadt zur Ruhe kommt, die Temperaturen mild sind und Orangen und Zitronen die Stadt orange und gelb tupfen - jede Jahreszeit hat ihren Reiz!

Vorbei an den imposanten Baudenkmälern, die sich die Engländer, Russen und Italiener über die ganze Stadt verteilt gesetzt haben, ist ein Spaziergang durch Nizza wie ein Schlendern durch die wechselhafte Vergangenheit der Stadt: in der Altstadt italienischer Barock, in Cimiez und um den Mont Boron prunkvolle Belle-Époque-Villen, Art déco an der Promenade des Anglais. Den Spaziergang sollten Sie am besten zu Fuß unternehmen - im Zentrum sind die Wege kurz, Autos gibt es viele, Parkplätze wenige. Aktuelle und zukünftige Bauprojekte sind jedoch ganz auf ein fußgängerfreundliches Nizza gerichtet. Maßnahmen wie der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, das Einrichten verkehrsberuhigter Zonen und neue Fahrradwege haben die Stadt in den vergangenen Jahren immer freundlicher gemacht.

Im Zentrum, auf den vielen Plätzen und Grünanlagen, pulsiert das Leben. Zwischen dem internationalen Treiben aus Geschäftsleuten, Studenten und Besuchern sind es nach wie vor die Einheimischen, die echten Niçois, die den Charakter der Stadt ausmachen. Sie sind mit ihrer Heimat verwurzelt, haben hier ihr ganzes Leben verbracht. Sie pflegen ihre Sprache und Traditionen, werden Sie kulinarisch verwöhnen und Ihnen vormachen, wie köstlich ein Kichererbsenfladen (socca) und ein Glas kühler Rosé schmecken können. Oder die Pétanque-Spieler, die diese mediterrane Gelassenheit ausstrahlen, wenn sie unter Pinien wortlos ihre Kugeln werfen. Kein Dorf, kein Städtchen und natürlich kein Nizza ohne die berühmten Sandbahnen, auf denen sich ältere, vereinzelt auch jüngere Herren der provenzalischen Variante des Boule hingeben.

Während am Flughafen die Weltprominenz aus Show und Business startet und landet, haben die einzelnen Stadtviertel von Nizza, selbst die Altstadt, ihre Ursprünglichkeit bewahrt. Und es ist gerade dieses bodenständige, unprätentiöse Nizza, das die Stadt mitten im Glanz und Glamour der französischen Riviera ausmacht. Nizza wird seiner Rolle als Côte-d'Azur-Metropole gerecht und versteht es dabei geschickt, zwischen Weltoffenheit und Tradition zu jonglieren.

Cathédrale Sainte-Réparate

Mitten in der Altstadt liegt die barocke Kathedrale, die der Schutzpatronin Nizzas, der Heiligen Réparate, geweiht ist. Gerade noch auf der quirligen Place Rossetti, findet man sich im Barock des 17. Jhs. wieder: Der Innenraum ist üppig mit Stuck und Fresken verziert; Altar, Kanzel und Balustraden aus Marmor gearbeitet, gedrehte Säulen - Barock in Vollendung. Die Kathedrale wurde unter wechselnden Architekten in drei Phasen errichtet; nach 50 Jahren Bauzeit feierten die Nizzaer 1699 ihre Einweihung.

Chapelle de la Miséricorde

Ein Meisterwerk des Barock! Runde Formen, vergoldeter Stuck und Marmorimitat. Direkt am Cours Saleya liegt die Kapelle aus dem 18. Jh., die einer Gemeinschaft von Büßermönchen, den Pénitents Noirs, gehört.

Cours Saleya

Blumenhändler inmitten ihrer Blütenpracht, Bauern hinter Gemüse- und Obstkörben; Oliven und Käse in allen Variationen. Das ist das tägliche Bild auf dem Cours Saleya. Der Platz ist großzügig, hell und gesäumt von ockergelben Häusern. Der Markt hat Tradition: Seit 1861 bauen die Händler hier jeden Morgen ihre Stände auf. Auf der angrenzenden Place Pierre-Gautier finden Sie die regionalen Bauern mit ihren Waren. Wer das bunte Treiben liebt, wer gerne schlendert und hier und da eine leckere Kleinigkeit kauft, wer es liebt, am Rand des Geschehens in einem Café zu sitzen, der muss den Tag genau hier starten. Auch Henri Matisse gefiel der Platz: Im Palais Caïs de Pierlas an der Ostseite des Platzes lebte und malte er einige Jahre.

Opéra de Nice

„Tosca“ lauschen in roten Samtsesseln unter riesigen Kristalllüstern: Das ist ein Abend in der Oper von Nizza. Die Geschichte des Opernhauses geht auf das Jahr 1776 zurück, als die Marquise Alli-Maccarani ihr ehemaliges Wohnhaus zum Umbau in ein Theater freigab. Vom Théâtre Maccarani ist heute nichts mehr zu sehen. 1826 wurde an dieser Stelle eine Oper im italienischen Stil gebaut, die 55 Jahre später während einer Vorstellung durch einen Brand zerstört wurde. Neu gestaltet hat das Ganze im Stil der Pariser Oper François Aune, Nizzaer Architekt und Schüler Gustave Eiffels. So steht sie als „Monument historique“ heute noch und ist Veranstaltungsort von Opern-, Konzert- und Ballettaufführungen. | 4-6 rue Saint-François-de-Paule | www.opera-nice.org

Palais Lascaris

In einer schmalen Gasse liegt versteckt dieser Adelspalast aus dem 17. Jh. Außen unscheinbar, innen Barock pur: Säulen, Fresken und Skulpturen schmücken das monumentale Treppenhaus. Von Engeln begleitet, gelangen Sie in die herrschaftlichen Räume in den oberen Stockwerken. An den Decken befinden sich Fresken mit mythologischen Themen; Stuckarbeiten und Werke der alten Nizzaer Meister zieren die Adelsgemächer. Heute beherbergt der Palast das Musée de la Musique mit einer der wichtigsten europäischen Sammlungen alter Instrumente. Im Erdgeschoss unbedingt einen Blick in die Apotheke von 1738 mit ihrer alten Einrichtung werfen! | Mi-Mo 10-18 Uhr | 15 rue Droite | Eintritt frei | Führungen Fr 15 Uhr, 3 Euro

Palais de la Préfecture

Ein Palast für die Gouverneure und Prinzen Savoyens, eine stattliche Wohnstätte für den hohen Besuch. Ab Anfang des 17. Jhs. residierten sie hier während ihrer Aufenthalte in Nizza. Seit 1860 ist das ehemalige Palais Royal Verwaltungssitz des Départements Alpes-Maritimes und heute leider nicht mehr zu besichtigen. | Rue de la Préfecture

Place du Palais

Dominikaner, Franziskaner - sie alle lebten im Zentrum der Altstadt, bis sie während der Revolution aus ihren Klöstern vertrieben wurden. An der Place du Palais stand ein Dominikanerkloster, das 1882 zerstört wurde. Heute steht an dieser Stelle der Justizpalast aus dem Jahr 1892. Die Place du Palais ist ein belebter Platz mit Cafés und täglichen Märkten.

Place Rossetti

Ein Hauch Italien. Der belebte Platz mit Cafés und Restaurants ist ein beliebter Treffpunkt mitten in der Altstadt. Hier liegt auch das Fenocchio, die bekannteste Eisdiele der Stadt.

Place Saint-François

Frische Fische rund um die Fontaine aux Dauphins (Delfinbrunnen): Hier findet jeden Morgen der Fischmarkt statt. Den kleinen Platz gibt es seit Anfang des 19. Jhs., als an dieser Stelle die Chapelle Saint-Esprit zerstört und der Friedhof und Garten eines Franziskanerklosters beseitigt wurden. Das heute fast vollständig zerstörte Kloster aus dem 13. Jh. befand sich an der Nordseite des Platzes. Der Uhrturm stammt aus dem 18. Jh. und befindet sich an der Stelle des ehemaligen Glockenturms. Die Klosterkirche dient heute der Stadt als Lagerraum.

Rue Droite

Kunst über Kunst findet sich in der engen Altstadtgasse. Ursprünglich war sie als direkte Verbindung zwischen dem südlichen und nördlichen Stadttor die Hauptader der Stadt. Hier errichteten die Nizzaer Adelsfamilien ihre herrschaftlichen Häuser. Heute ist die Rue Droite eine schmale Fußgängerzone und Adresse vieler Kunstgalerien und Ateliers.

Acropolis - Palais des Congrès et de la Musique

Mit dem Ausstellungskomplex Acropolis hat sich Nizza seit 1984 zur zweitbedeutendsten Kongressstadt Frankreichs hochgearbeitet. Wie ein Schiff thront der 73000 m² große Komplex auf dem überbauten Fluss Paillon. In dem Eventgebäude sind das gigantische Auditorium Apollon mit seiner beispielhaften Akustik, Veranstaltungsräume, eine Cinemathek und das große Messezentrum auf der anderen Straßenseite untergebracht. Studieren Sie mal das Veranstaltungsprogramm - es lohnt sich! | www.nice-acropolis.com | Acropolis o. Pont Barla

Jardin Albert 1er

Palmen, Brunnen, schattige Bänke: Zwischen der Promenade des Anglais und der Place Masséna erstreckt sich der Jardin Albert 1er. Nicht zu übersehen durch die 19 m hohe und 38 m lange Skulptur Arc 115°5 von Bernar Venet - eine Stahlskulptur aus Venets wiederkehrendem Motiv „Arcs“ (Bögen). Außerdem in dem ältesten Garten Nizzas: der Brunnen Fontaine des Tritons, ein Karussell und ein Musikpavillon, in dem im Sommer sonntags Musik gespielt wird. Und das Ganze mit Blick aufs Meer. | Albert 1er

Musée d'Art Moderne et d'Art Contemporain (MAMAC)

Vier Türme aus Carrara-Marmor, dazwischen Glasbrücken: Der Architekt Yves Bayard hat sich das perfekte Monument ausgedacht, um diese Sammlung der französischen und amerikanischen avantgardistischen Bewegung von den 60er-Jahren bis heute auszustellen. Auf dem Vorplatz: Skulpturen von Niki de Saint Phalle, Alexander Calder und Max Cartier. Höhepunkte der Ausstellung sind die Werke von Yves Klein, dem Farbtechniker für Ultramarinblau; Arman, dem König der „Akkumulation“ und Ben (Vautier), einem Mitbegründer der Fluxus-Bewegung. Fluxus ist eine Aktionskunst, die Leben und Kunst verbindet, statt beides voneinander abzuschotten. Der französische Bildhauer César verwandelt Autos durch Kompression in Kunstwerke. Sehenswert ist auch die Bibliothèque Louis Nucéra gegenüber vom Museum: Die Skulptur Tête Carrée von Sacha Sosno hat der Bibliothek ihren Spitznamen gegeben - Quadratschädel. | Di-So 10-18 Uhr | Promenade des Arts | Eintritt frei | www.mamac-nice.org | Promenade des Arts

Place Garibaldi

Der Platz wurde Ende des 18. Jhs. vom Architekten des Hafens entworfen und erfuhr im Lauf der Jahre viele Veränderungen; die letzte 2008. Seit dieser gelungenen Restaurierung ist der Platz zu 90 Prozent Fußgängerzone und hat den im 19. Jh. verlorenen Glanz zurückerhalten. Die vier Seiten werden von Häuserreihen mit Arkaden im feinen Turiner Stil gesäumt, die Geschäfte, Cafés und ein Kino beherbergen. Die Statue des gebürtigen Nizzaers Giuseppe Garibaldi hat ihren Platz gewechselt, ist aber nach wie vor gen Italien ausgerichtet: eine Strafe, die ihm angeblich die Bewohner Nizzas wegen seiner proitalienischen Gesinnung auferlegten, als Nizza 1860 Frankreich zugesprochen wurde.

Place Masséna

Nur einen Schritt ist es aus den engen Gassen der Altstadt hinaus auf die weite Place Masséna: ein ausladender Platz im Turiner Stil, gesäumt von Arkaden und Häusern in pom-pejanischem Rot. Hier trennen sich die Alt- von der Neustadt, die verwinkelten Straßen von den breiten Promenaden, das historische vom modernen Nizza. Plötzlich italienisches Großstadtflair. Nördlich des Platzes verläuft schnurgerade die Einkaufsstraße Avenue Jean Médecin, in westlicher Richtung nimmt hier die Fußgängerzone Rue Masséna ihren Anfang. | Masséna o. Jean Médecin

Théâtre de la Photographie et de l'Image

Fotoausstellungen und Konzerte: In der stilvollen Belle-Époque-Villa gibt es beides. Neben wechselnden Ausstellungen rund um Länder und Menschen ist die permanente Ausstellung der Stadt Nizza und Charles Nègre gewidmet, Fotograf der ersten Generation, der 1863-65 sein Nizza in 40 Fotografien festgehalten hat. Wundervolle alte Bilder aus einer vergangenen Zeit! Ein schöner Rahmen für die modernen und klassischen Konzerte, die hier regelmäßig stattfinden. | Di-So 10-18 Uhr | 27 bd. Dubouchage | Eintritt frei | www.tpi-nice.org | Alberti

Boulevard Mont Boron

Ein Prachtboulevard: Die Straße durchkreuzt ein Villenviertel, das mit herrschaftlichen Belle-Époque-Bauten geschmückt ist. Das Château de la Tour (Nr. 15) mit seinen Erkertürmen war einst Teil des Château de l'Anglais. Die Villa Beau-Site (Nr. 17) mit ihren Säulenhallen und dem monumentalen Musikzimmer wurde 1890 von dem berühmten Architekten Sébastien-Marcel Biasini umgestaltet. Unter Hausnummer 55 ist die Villa Les Hautes Roches zu sehen. Sie sticht mit ihrem Anklang an Renaissanceschlösser aus den Nachbargebäuden heraus. Die Villa des Coccinelles („Marienkäfervilla“, Nr. 57) ist ein perfektes Beispiel für den „Sahnetortenstil“, der um 1900 Furore machte. Und ganz nebenbei gewährt die Fahrt über den Boulevard einen herrlichen Blick auf Nizza und das Meer.

Château de l'Anglais

Es sieht aus wie ein Sahnetörtchen - das exotische Gebäude an der äußersten Spitze des Cap de Nice. Das Château de l'Anglais wird von den Nizzaern noch lieber „La folie de l'Anglais“ (die Verrücktheit des Engländers) genannt. Heute gehört das Schlösschen fest zum Landschaftsbild. Es ist das Werk des reichen Oberst Robert Smith, der 1857 von seinem Militäreinsatz in Indien zurückgekommen war und innerhalb von vier Jahren auf dem felsigen Grund sein Schloss baute. Dort thront es bis heute und zieht durch seine Extravaganz die Aufmerksamkeit auf sich. | Château de l'Anglais

Club Nautique de Nice

Der Club Nautique hat eine lange Geschichte: Gegründet 1883, gingen hier schon König Alfons XIII. von Spanien, Gustave Eiffel und Henri Matisse ein und aus. Zunächst nur Yachtclub, kamen schon bald darauf die Disziplinen Rudern und später Segeln dazu. Lust auf einen Schnupperkurs? Regelmäßig werden Ruder- und Segelkurse angeboten, auch für Kinder ab 7 Jahren. | Ganzjährig geöffnet | 50 bd. Franck-Pilatte | Tel. 0493893978 | www.cnnice.org

Parc Forestier du Mont Boron

Park mit Aussicht: Über 11 km ziehen sich die markierten Wege durch 57 ha Pinien, Eukalyptus, Zypressen und wilde Orchideen. Auf 178 m Höhe erreichen Sie den Aussichtspunkt mit Doppelpanorama auf die Baie des Anges und Villefranche-sur-Mer. Ausgangspunkt eines Spaziergangs in der wilden, farbenreichen Natur kann auch die Festung von Mont Alban - ein schönes Exemplar der Militärarchitektur des 19. Jhs. - im Norden des Parks sein. Auch hier eine Aussicht der Extraklasse: ein atemberaubender Blick auf die Bucht von Villefranche, das Cap Ferrat und Beaulieu. | Bus 82, 112 ab Gare Routière bis Route Forestière, weiter mit Bus 14 bis Mont Boron

Place de l'Île de Beauté

An der Stirnseite des Hafens liegt der Platz Île de Beauté. Die Kirche Notre-Dame du Port ist umgeben von symmetrisch angeordneten neoklassizistischen Gebäuden mit schönen Arkadengängen. Die Kirche sollte den Hafen beschützen, Seefahrer vor ihrer Abreise segnen und die Fischer nach der Heimkehr empfangen. An dem Platz steht das Geburtshaus von Giuseppe Garibaldi, dem Verfechter der italienischen Einheit und einem der berühmtesten Söhne der Stadt. Schön wie sein Name könnte der Platz sein, wären da nicht die vielen Autos, die den Platz heute kreuzen. | Le Port

Port Lympia

Wie es so ist - in einem Hafen riecht es nach Abenteuer und der weiten Welt: wenn die Schiffe aufgerüstet und poliert werden, die Masten im blauen Himmel knarzen und die Hörner der großen Meereskreuzer durch den Hafen schallen. So warten auch in Nizza Yachten, Fähren und Kreuzfahrtschiffe auf ihren Aufbruch. Auf der Ostseite, am Quai de deux Emmanuels, liegen die guten Restaurants der Stadt dicht beieinander; die Häuser auf der Westseite entlang des Quai Papacino und des Quai Lunel sind im italienischen neoklassizistischen Stil mit barocken Elementen gebaut - bemerkenswert die Architektur des Maison Liprandi (20 quai Lunel), das Philippe Nicolas de Robilante im 18. Jh. gebaut hat. | Le Port | Saint-Aignan/Pilatte

Weg am Meer

Lust auf einen Spaziergang? Ausgehend vom Parc Vigier oder vom Jardin Félix Raynaud können Sie über in Felsen gebaute, romantische Wege in 20 Minuten das Cap de Nice erreichen und in etwas über einer Stunde zum Mont Boron spazieren. Wahnsinnig romantisch! | Parc Vigier

Arènes et Parc de Cimiez

Die Arena von Cimiez wurde im 1. Jh. gebaut und bot 5000 Zuschauern Platz. Wo vor 2000 Jahren Gladiatoren kämpften, finden heute kulturelle Veranstaltungen und Feste statt. Die Parkanlage mit Pinien und Olivenbäumen bietet einen weiten Blick über die Dächer von Nizza, viel Platz zum Spielen und Pausieren und an warmen Sommertagen Schatten und Entspannung. Im Juli pilgern Jazzbegeisterte zum internationalen Jazzfestival in die Gärten von Cimiez, um in antiker Kulisse ein einzigartiges Musikspektakel zu erleben. | April/Mai/Sept. tgl. 8-19, Juni- Aug. 8-20, Okt.-März 8-18 Uhr | 160 av. des Arènes | Eintritt frei | Arènes/Musée Matisse

Boulevard de Cimiez

Ein Städtebauprojekt der Extraklasse: 1880 kaufte Henri Germain, Gründer der Bank „Crédit Lyonnais“, die Olivenhaine der Colline de Cimiez. Er beauftragte seinen Freund Sébastien-Marcel Biasini mit der Gestaltung des Boulevard de Cimiez, der bis zum Excelsior Regina führt, der Krönung des gewaltigen privaten Bauprojekts. Le Grand Palais (Nr. 2) im klassischen französischen Stil galt damals mit seinen neun Etagen als technisches Meisterwerk. Le Majestic (Nr. 4) kündigt den Baustil der 30er-Jahre an - viele Erker und Belvedere-Terrassen. In der Villa Paradisio (Nr. 24) im Stil Ludwigs XV. ist heute eine Musikschule untergebracht. Die Villen Raphaeli-Surany (Nr. 35) und L'Alhambra (Nr. 46) gegenüber erinnern an den um 1900 beliebten maurischen Stil. Ein Beispiel der typischen Nizzaer Architektur der Jahrhundertwende sehen Sie am Winter Palace (Nr. 84) - eine weiße Fassade, mit Stuck verziert.

Eglise et Monastère Notre-Dame-de-Cimiez

In der Klosterkirche aus dem 15./16. Jh. sind drei Hauptwerke des Nizzaer Malers Louis Bréa und ein monumentaler Altaraufsatz aus geschnitztem, mit Blattgold verziertem Holz zu besichtigen. Die drei Altäre von Bréa, entstanden zwischen 1475 und 1515, zeigen ein Vesperbild, die Kreuzigung und die Kreuzabnahme. Auf dem Friedhof des Klosters sind die Künstler Raoul Dufy und Henri Matisse sowie der Schriftsteller Roger Martin du Gard beigesetzt. | Tgl. 8-12 u. 14.30-18.30 Uhr | pl. du Monastère | Eintritt frei | Arènes/Musée Matisse o. Monastère

Jardin du Monastère

Neben der Klosterkirche Notre-Dame-de-l'Assomption befindet sich der Klostergarten mit Rosenbeeten, Zypressen, Orangenbäumen und einem weiten Blick über Nizza und die Baie des Anges. Das Kloster selbst ist bis heute von Franziskanermönchen bewohnt, für die Öffentlichkeit aber nicht zugänglich. | April/Mai/Sept. tgl. 8-19, Juni-Aug. 8-20, Okt.-März 8-18 Uhr | pl. du Monastère | Eintritt frei | Arènes/Musée Matisse o. Monastère

Musée et Site Archéologiques de Nice-Cimiez

Eine Zeitreise ins Jahr 13 v. Chr.: Bis dahin führt die Geschichte Cimiez' zurück, als die Römer an dieser Stelle die Siedlung Cemenelum gründeten. Die Sammlung zeigt Funde von Ausgrabungen aus Cimiez und Umgebung und ist Zeugnis der griechischen und römischen Vergangenheit. Das ca. 2 ha große Areal umfasst Thermalanlagen, Straßen, Wohn- und Geschäftsviertel. | Mi-Mo 10-18 Uhr | 160 av. des Arènes | Eintritt frei | www.musee-archeologique-nice.org | Arènes/Musée Matisse

Musée Franciscain

Die Ausstellung dokumentiert das Leben der Franziskaner in Cimiez vom 16. Jh. bis heute. Gezeigt werden Dokumente und Kunstwerke wie Fresken, Gemälde und Skulpturen. | Mo-Sa 10-12 u. 15-18 Uhr (15. Okt. bis April nur bis 17.30 Uhr) | pl. du Monastère | Eintritt frei | Arènes/Musée Matisse o. Monastère

Musée Matisse

In einer genuesischen Villa aus dem 17. Jh. befindet sich mitten in den Gärten von Cimiez das Museum, das das Schaffen des berühmten französischen Künstlers zeigt. Neben Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen beherbergt das Museum Fotografien und Gegenstände aus Henri Matisse' Privatsammlung. | Okt.-März Mi-Mo 10-17, April- Sept. 10-18 Uhr | 164 av. des Arènes de Cimiez | Eintritt frei | www.musee-matisse-nice.org | Arènes/Musée Matisse

Musée National Message Biblique Marc Chagall

Die gesamte Entstehungsgeschichte von Chagalls Werk „Biblische Botschaft“ ist in diesem Museum zu besichtigen. Die Biblische Botschaft setzt sich aus 17 Gemälden zusammen. Der Architekt André Hermant hat das Gebäude speziell für dieses Werk in Zusammenarbeit mit Marc Chagall entworfen. Die für Chagall typischen fröhlichen Farben und Linien kommen hier besonders zum Leuchten und schaffen einen Ort der Leichtigkeit. | Nov.-April Mi-Mo 10-17, Mai-Okt. 10-18 Uhr | av. Docteur Ménard | Eintritt 6,50 Euro | www.musee-chagall.fr | Musée Chagall

Palais Régina

Prunkvollster Belle-Époque-Bau Nizzas. Gebaut 1897 innerhalb von 15 Monaten, war es als Hôtel Excelsior Régina Palace den Besuchen der Königin Victoria von England gewidmet. 1938 kaufte Henri Matisse zwei Appartements in dem ehemaligen Hotel, die er bis zu seinem Tod 1954 bei seinen Aufenthalten in Nizza bewohnte. Heute sind die Wohnungen des Palais Régina in Privatbesitz und der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Auf dem Weg durch Cimiez ist das Palais aber unbedingt einen Blick wert. | Kreuzung Boulevard de Cimiez und Avenue Reine Victoria

Parc Valrose

Am Fuß des Hügels von Cimiez erstreckt sich die grüne Oase über 10 ha. Der Park ist Standort der naturwissenschaftlichen Fakultät der Université Nice Sophia-Antipolis. Neben einer großen Vielfalt an Pflanzenarten führt der Spaziergang vorbei an zwei Schlössern, Springbrunnen und Skulpturen. Wie aus einer anderen Zeit erscheint die Isba, ein Pavillon aus sibirischer Tanne, die Ende des 19. Jhs. auf Wunsch des einflussreichen Barons von Derwies in Einzelteilen aus Kiew verschifft wurde. In dem historischen Monument ist heute ein Büro der Universität untergebracht. | Mo-Sa 14-18 Uhr | 28 av. Valrose | Valrose | Eintritt frei

Cathédrale Orthodoxe Russe Saint-Nicolas

Grüne Zwiebeltürme ragen in den Himmel - ein Hingucker in der Silhouette Nizzas. Es sind die Türme der russischen Kathedrale, des größten russischen Gotteshauses außerhalb Russlands. Die Kathedrale aus terrakottafarbenem Backstein, hellgrauem Marmor und leuchtenden Keramiken ist nicht nur ein wunderschönes Gebäude, sondern auch Zeugnis der russischen Vergangenheit Nizzas. Russische Adelsfamilien und Mitglieder des Zarenhofs ließen sich im 19. Jh. an der Côte d'Azur nieder. Der Bau einer Kathedrale wurde notwendig. 1912 feierte die russische Gemeinde die Einweihung ihres Gotteshauses. Beeindruckend geht es im Inneren der Kathedrale weiter: wertvolle Ikonen, Fresken und Holzschnitzereien. | Mai-Sept. tgl. 9-12 u. 14.30-18, Okt. 9.15-12 u. 14.30-17.30, Nov.-15. Feb. 9.30-12 u. 14.30-17, 16. Feb.-April 9-12 u. 14.30-17.30 Uhr | geschl. während Messen und an besonderen Feiertagen | av. Nicolas II | Eintritt 3 Euro | www.acor-nice.com | Tzarewitch/ Gambetta

Der größte russische Friedhof der Côte d'Azur, der Cimetière Russe de Caucade, wurde 1867 angelegt. Er liegt etwas abseits im Viertel Arénas . Russische Adelige, Maler und Schriftsteller, wie der Philosoph Alexander Herzen, fanden hier ihre letzte Ruhe. | Tgl. 8-19 Uhr (Sommer), 8-17 Uhr (Winter) | 78 av. Sainte-Marguerite | Cimetière de Caucade

Musée des Arts Asiatiques

Zen-Attitüde! Schon das Gebäude ist sehenswert: Der japanische Architekt Kenzo Tange hat das Meisterwerk aus weißem Marmor in einem künstlichen See in einem 7 ha großen Park entworfen. „Das Museum ist ein Schwan, der auf dem Wasser eines ruhigen Sees inmitten einer üppigen Vegetation an der Mittelmeerküste schwimmt“, so Tange. Im Museum gibt es vier Räume, die China, Japan, Indien und Südostasien gewidmet sind. Im ersten Stockwerk ist der Buddhismus mit einer bemerkenswerten Sammlung vertreten. Ein besonderes Highlight: der Teepavillon mit einer regelmäßigen Teeverkostung und Teezeremonie (10 Euro, tel. Anmeldung nötig). | Mai-15. Okt. Mi- Mo 10-18, 16. Okt.-April 10-17 Uhr | Eintritt frei | Tel. 0492293702 | www.arts-asiatiques.com | Arénas

Musée des Beaux-Arts

Seit 1928 befindet sich das städtische Museum der Schönen Künste in den Räumen des prunkvollen Palais, der 1878 für die ukrainische Prinzessin Elisabeth Kotchoubey gebaut wurde. Die Villa mit ihrem Garten, dem Atrium und ihrer monumentalen Treppe ist ebenso sehenswert wie die kleine, aber feine Sammlung des Museums. Zu den Exponaten gehören Gemälde des Rokokomalers Jean-Honoré Fragonard und der Impressionisten Eugène Boudin, Edgar Degas, Claude Monet und Alfred Sisley. Im großen Ausstellungsraum befinden sich Werke von Raoul Dufy, angefangen von seinen ersten kubistischen Versuchen bis hin zu seinem Spätwerk. Ein Teil des Museums ist den Werken von Jules Chéret, einem Wegbereiter der modernen Plakatmalerei, gewidmet. | Di-So 10-18 Uhr | 33 av. des Baumettes | Eintritt frei | www.musee-beaux-arts-nice.org | Grosso o. Rosa Bonheur o. Chéret

Musée International d'Art Naïf Anatole Jakovsky

Einfach, bunt, unbekümmert, Reisen in eine imaginäre Welt - die naive Malerei vom 18. Jh. bis heute ist in dem ehemaligen Stadtschloss des Parfumeurs François Coty zu bewundern. Einer Schenkung von Anatole Jakovsky ist es zu verdanken, dass Nizza heute eine der weltweit bedeutendsten Ausstellungen der naiven Kunst besitzt. Und was es zu sehen gibt, ist in der Tat erstaunlich: ca. 600 Werke von berühmten Malern wie Bauchant, Bombois, Vivin, Séraphine oder Rimbert. | Mi-Mo 10-18 Uhr | Château Sainte-Hélène | av. de Fabron | Eintritt frei | www.nice.fr/mairie_nice_198.html | Vallon Barla

Observatoire de Nice

Charles Garnier als Architekt und eine riesige, mobile Kuppel von Gustave Eiffel, die mit 18 m Länge und 76 cm Durchmesser eines der größten Fernrohre der Welt beherbergt - das ist das Observatorium von Nizza. Der Traum von Louis-Raphael Bischoffsheim wurde 1887 fertiggestellt und steht heute unter Denkmalschutz. Das Observatorium spielte sehr früh eine wichtige Rolle in der Astronomie und hat heute noch maßgeblichen Anteil an Forschungen in Physik und Astrophysik. Die Spezialisten erklären selbst - leider nicht auf Deutsch. Und nicht nur der Blick nach oben lohnt sich: Eine tolle Aussicht über Nizza und die Baie des Anges gibt es vom 40 ha großen Park aus. | Besichtigung Mi/Sa 14.45 Uhr | bd. de l'Observatoire | Eintritt 5 Euro | www.astrorama.net | Observatoire

Villa Arson

Eine prunkvolle Villa aus dem 17. Jh., umgeben von moderner Architektur aus Kieselsteinen und Beton mit weitläufigen Terrassen und Gärten: Die Villa Arson ist ein Zentrum für zeitgenössische Kunst, in dem die Ecole Supérieure Nationale d'Art und das Centre National d'Art Contemporain untergebracht sind - Institutionen, die eine internationale Referenz für junge, hier ausgebildete Künstler bedeuten. Der Architekt Michel Marot, ein Schüler von Walter Gropius, schmückte die 2 ha große Gartenanlage mit zahlreichen Kunstwerken. Wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. | Mi-Mo 14-18 Uhr (Juli-Sept. bis 19 Uhr) | 20 av. Stephen Liégeard | Eintritt frei | www.villa-arson.org | Le Ray o. Deux Avenues

Cascade de Gairaut

Ein Denkmal der besonderen Art ist der Wasserfall von Gairaut. Er erinnert an das Jahr 1883, seit dem das Wasser des Vésubie-Kanals die Stadt mit Wasser versorgt. Direkt oberhalb des Wasserfalls, der sich in ein symmetrisches Becken ergießt, steht auf einem Steinhügel ein kleines Châlet. Unterhalb des Wasserfalls liegt die kleine Kirche von Gairaut aus dem 17. Jh. Ein Spaziergang unter Oliven- und Feigenbäumen? Nehmen Sie den alten Chemin de Gairaut, der am ehemaligen Kanal entlang bis zur Avenue de Rimiez führt (Dreiviertelstunde hin und zurück) und genießen Sie den Ausblick auf Nizza. Für einen kleinen Snack halten Sie bei L'Autobus an. Das Bäckerei-Bar-Gasthaus gibt es seit 1928 (180 av. de Gairaut | Tel. 0493844988 | €-€€). | Bus 76 ab Tramstation Comte de Falicon bis Cascade de Gairaut

La Maison de Ben

Wenn Sie schon die Werke von Ben im MAMAC bewundert haben, werfen Sie doch auch noch einen Blick auf sein Haus. Im Garten befindet sich eine bizarre Zusammenstellung von Gegenständen: von Bidets, die als Blumentöpfe dienen, bis zu Fernsehern, vom Rhinozeros bis zu Piratenstatuen. Auf jedem kleinsten Fleck steht ein Spruch mit seiner unverkennbaren Schrift. Das Haus ist leider nicht zu besichtigen. Mehr von Ben Vautier inklusive Onlineshop unter www.ben-vend-tout.com. | „Chez Malabar et Cunégonde“ | 103 route de Saint-Pancrace

Le Moulin Alziari

Nicolas Alziari gründete die Ölmühle 1879. Sie ist heute die letzte, die in Nizza noch in Betrieb ist. Die ursprünglichen Mahlsteine zerdrücken immer noch die typischen kleinen Oliven, die caillettes, und das Rezept des bekannten Nektars ist unverändert geblieben. Die Mühle ist von November bis März in Betrieb, kann aber ganzjährig besichtigt werden. | Mo-Fr 8-12 u. 14-18 Uhr (Mo ab 9 Uhr) | Eintritt frei | 318 bd. de la Madeleine | La Madeleine | Tel. 0493444512

Le Vignoble de Bellet

In Saint-Roman de Bellet befinden Sie sich auf dem mikroskopisch kleinen Weinanbaugebiet von Nizza. Die beiden Schlösser, das Château de Bellet, im Nizzaer Stil und mit ockerfarbener Trompe-l'Œil-Fassade, und das Château de Crémat mit seiner eindrucksvollen Architektur zwischen Mittelalter und Rokoko, sind schon von Weitem zu sehen. Über die außergewöhnlichen Weine von Bellet können Sie in den beiden Châteaux oder bei einer Degustation in einem der Weingüter mehr erfahren. Besichtigung und Verkostung nach Terminvereinbarung. Der Künstler der Nizzaer Schule, Sacha Sosno, der die „Quadratschädel“ gezeichnet hat, besitzt seit 1989 ein Weingut: Les Restanques de Bellon. Eine vollständige Liste aller Weingüter finden Sie unter www.nicetourism.com/pro in der Rubrik „Material“ und dort unter „Wegweiser für Profis“.

Château de Bellet | 440 chemin du Saquier | Tel. 0493378157 | www.vinsdebellet.com | Bus 62

Château de Crémat | 442 chemin de Crémat | Tel. 0492151215 | www.chateau-cremat.com | Bus 11 Saint-Isidore/Eglise

Les Restanques de Bellon | Collet de Bellon | Tel. 0493379811