Reisetipps New York

Stichworte New York

Big Apple

Der Ausdruck entstammt der Jazzszene vor dem Zweiten Weltkrieg. Mit dem Biss in den „großen Apfel“ wurden die begehrten Auftritte in New York bezeichnet. Sie waren nicht nur besser bezahlt, sie wurden auch von den einflussreichen Plattenproduzenten der Stadt besucht und beurteilt. Das Etikett wurde in den 70er-Jahren von den Tourismuswerbern mit sehr viel Erfolg als Spitzname der Stadt adaptiert.

Doorman

Uniformierter Türsteher, der in den besseren, aus Eigentumswohnungen bestehenden Häusern Besucher abfängt und telefonisch anmeldet. Die schätzungsweise 100000 Privatportiers sind universelles New Yorker Statussymbol.

Downtown

Während sich dieser Begriff in anderen Teilen Amerikas als eher ungenaue Bezeichnung für das Stadtzentrum durchgesetzt hat, hat er in New York noch eine sehr präzise Bedeutung, die man beim Blick auf den Stadtplan sofort erkennt: Downtown ist die südliche Hälfte von Manhattan (und gilt als Synonym für ambitionierte und kreative junge New Yorker). Im Gegensatz dazu ist Uptown der nördliche Teil westlich und östlich vom Central Park. Der dort gepflegte Wohnstil zeigt sich in Wohnungen mit Bibliotheken, Dienstbotenzimmern mit eigenen Aufgängen, 10 m langen Esszimmern, dicken Wänden, hohen Decken und offenen Kaminen. Dies alles hat das Image des Uptown-Bewohners geprägt: Er galt und gilt als Angehöriger des Establishments.

Höhenrausch

New York hat als typischer Durchlauferhitzer viele Stile und Einflüsse verdaut. Der imposanteste architektonische Aspekt der Stadt sind die Wolkenkratzer. Die ersten entstanden Ende des 19. Jhs. Der Mangel an Grundstücken allein reicht nicht, um die Begeisterung für sie zu erklären. Tatsächlich ging es um mehr: um eine Form der Selbstbestätigung. Vom World Building von 1890 über den Metropolitan Life Tower des Jahres 1909, das Woolworth Building des Jahres 1913, das Art déco-Denkmal namens Chrysler Building (1930, 319 m) bis zum Empire State Building (381 m, bis zur Spitze des Blitzableiters 443 m), das 1931 eingeweiht wurde, erstreckte sich eine Zeitspanne monumentalen Denkens: New Yorks höchste Wolkenkratzer waren gleichzeitig die höchsten Gebäude der Welt. Die beiden Türme des World Trade Centers standen bei ihrer Fertigstellung 1971 und 1973 in dieser Tradition: Weltrekord mit 419,7 m. Danach ebbte der Höhenrausch ab. Jetzt wird da, wo das World Trade Center einstürzte, der Freedom Tower entstehen. 541 m hoch, soll er an die Toten des 11. September 2001 erinnern und symbolisieren: Terrorismus kann die Freiheit nicht bezwingen.

Modetrends

Zweimal im Jahr aalt sich die Stadt in dem Gefühl, die modischen Trends mitzubestimmen. Dann ist „Fashion Week“ - ein siebentägiger Stilettomarathon mit Laufstegshows, die von bedeutenden New Yorker Designern wie Marc Jacobs oder Behnaz Sarafpour und Newcomern wie Phillip Lim geprägt werden. Anders als in Paris und Mailand präsentiert man in Manhattan Verkäufliches für den Massenkonsum. Davon lassen sich prominente Besucher nicht abhalten. Der Besuch der „Fashion Week“ hat Statuscharakter.

Musicals

New York ist eine Hochburg dieser ureigenen US-Bühnenkunst. Einerseits zieht es 2,5 Mio. Besucher im Jahr in Musicals, andererseits kaschiert der Erfolg aber, dass die große Zeit der lokalen Komponisten und Autoren eine Weile zurückliegt. Viele Produktionen sind Importe aus London oder neu aufgelegte Klassiker.

Der Erfolgsdruck für die Tänzer und Sänger ist enorm. Um teure Fehlstarts zu umgehen, starten Produktionen nicht selten abseits vom Broadway, wo Kosten und Erwartungen geringer sind. „Rent“ etwa, die Geschichte über die Schwierigkeiten, in New York eine Wohnung zu finden, begann Off-Broadway und läuft jetzt erfolgreich in einem Glamourpalast im Theater District.

Singleleben

Wenn amerikanische Fernsehserien das Lebensgefühl der jungen Generation einfangen wollen, greifen sie gern auf einen Stoff zurück: Singledasein in New York. Ob bei TV-Klassikern wie „Friends“ und „Sex and the City“ oder neueren Sitcoms wie „How I Met Your Mother“ - stets regt das real existierende Miteinander und Auseinander die Fantasie von Autoren und Zuschauern an. Die wenigsten Singles empfinden ihren Alltag ähnlich unterhaltsam. Rund 60 Prozent aller New Yorker, so sagt die Statistik, suchen nach der Liebe. Neueste Hoffnung: online dating. Was macht es so schwer? New Yorker wollen immer das Beste, und die meisten wohnen hier, um Karriere zu machen. Die geht im Zweifel vor.