Reisetipps New York

Sehenswertes New York Kultur und Sightseeing satt

Empire State Building, SoHo, Staten Island Ferry, Central Park und Broadway - im Big Apple brodelt Tag und Nacht das Leben

Eine Stadt wie New York zu entdecken ist reizvoll und schwierig zugleich. Reizvoll, weil es so viel zu sehen gibt, und schwierig, weil man von der enormen Vielfalt auf den ersten Blick fast überwältigt ist.

New York versammelt kühnste Architektur auf engstem Raum: Es besitzt gigantische Wolkenkratzer, riesige Brücken, wuchtige Kirchen - und mittendrin einen Park, der fast so groß ist wie die Nordseeinsel Helgoland.

Den besten Überblick bekommen Sie vom Empire State Building. Von dort oben sehen Sie sofort, dass New York auf einer Inselgruppe liegt, erkennen das rasterförmige Straßennetz von Manhattan mit den breiten Avenues in Nord-Süd-Richtung, den Central Park, Downtown und Uptown, West Side und East Side und dazu die Ausdehnung der fünf Stadtteile: Manhattan, Brooklyn, Queens, die Bronx und Staten Island. Das beste Fortbewegungsmittel sind die eigenen Beine oder die U-Bahn. Besonders schön ist eine Umrundung Manhattans mit dem Schiff. Noch aufregender, aber teurer ist ein Flug mit dem Hubschrauber. Je nach Geldbeutel lässt sich zwischen fünf- und 17-minütigen Flügen wählen.

Amerikanische Museen haben sich im Vergleich mit Häusern wie dem Louvre in Paris oder der National Gallery of Art in London lange als Leichtgewichte fühlen müssen. Kultur und Tradition - so etwas besaßen nur die Europäer. Heute ist New York die Kunstmetropole der Welt mit hervorragenden Museen, kreativen Künstlern und einem äußerst interessierten Publikum.

Welche Ausstellungen im Gespräch sind, welche den Besuch lohnen - das erfahren Sie in der New York Times (Fr u. Sa), in den Wochenmagazinen New York Magazine, Time Out und The New Yorker oder auf der exzellenten Website http://dks.thing.net.

Viele Museen bieten Audiotouren an (zumeist in Englisch), die Sie gegen eine geringe Gebühr am Eingang leihen können und welche Sie sachkundig durch die Ausstellung begleiten. Einige Museen verlangen keinen festgesetzten Eintritt, sondern erwarten einen freiwilligen Obolus. Die Höhe des erbetenen Betrags ist stets in einem Aushang am Eingang vermerkt. Amerikaner zahlen gern, wenn sie können, deshalb wird niemand, der weniger gibt, schief angesehen. Montags haben in New York fast alle Museen geschlossen.

Brooklyn Bridge

Die erste Brücke, die Manhattan mit Brooklyn verband, wurde 1883 nach 13 Jahren Bauzeit unter Leitung des deutschstämmigen Ingenieurs John A. Roebling und seines Sohnes fertig gestellt. Die beiden Pfeiler ragen zwischen Hunderten von Stahlkabeln 89 m hoch. Die Konstruktion wurde als „achtes Weltwunder“ bejubelt, führt 530 m über den East River und hat unter ihren neugotischen Bögen eine Promenade, von der aus Sie den Ausblick auf die Skyline von Manhattan genießen. Am schönsten: auf Manhattan zulaufen. Dafür mit der Subway Linie A oder C bis zur High Street Station. Oder in Manhattan starten: von der Park Row/Centre St. | Subway: Brooklyn Bridge/City Hall, 4-6

City Hall

Ursprünglich war die Südfassade des 1812 fertig gestellten Amtssitzes des Bürgermeisters mit Marmor verkleidet, die Nordfassade mit Backstein. Die Stadtväter nahmen damals an, dass New York nicht weiter nach Norden wachsen würde. An der Ostseite der Centre Street liegt das Municipal Building, in dem auch heiratswillige Touristen für $ 35 (in Form einer money order, die man im Postamt bekommt) eine marriage license erwerben können (www.nycmarriagebureau.com). | Mo-Fr 8.30-15.45 Uhr | zw. Broadway und Murray St. | Subway: City Hall, R

Ellis Island

Rund 12 Mio. Einwanderer kamen in diesem Durchgangslager an. Es war auf der kleinen Insel in der New Yorker Bay zwischen 1892 und 1954 in Betrieb. Restauriert wurde bislang nur das Hauptgebäude, die Zukunft der anderen 32 Gebäude ist noch ungewiss. | Tgl. 9-17 Uhr | Statue of Liberty Line, Abfahrt Battery Park, Fähren alle 30 Min. | Eintritt $ 11.50 (Bis zu 2 Stunden Wartezeit wegen Sicherheitschecks; keine großen Taschen erlaubt) | www.ellisisland.org | Subway: South Ferry, 1 (nur in die vorderen fünf Wagen einsteigen!)

Ground Zero/World Trade Center Site

Nach dem 11. September 2001 war Ground Zero der Begriff, mit dem man versuchte, das Entsetzen zu erfassen: Das World Trade Center, seit seiner Eröffnung 1973 ein Wahrzeichen der Stadt, in dem 50000 Menschen arbeiteten, das sich 80000 Besucher täglich ansahen, war dem Erdboden gleichgemacht. Der Ausdruck, ursprünglich bei Atombombentests verwendet, wird wohl auf immer mit den 7 ha Fläche zwischen Liberty Church, Vesey und West Street verbunden bleiben. Nur 16 Menschen überlebten im Nordturm, als er um 10.28 Uhr einstürzte. Viele der Toten konnten nur durch eine DNA-Analyse identifiziert werden. Es dauerte bis Ende Mai 2002, die 1,6 Mio. t Schutt zu räumen. Der Wiederaufbau hat begonnen - und damit Machtkämpfe um das riesige Bauvorhaben, an dem gleich eine Handvoll Stararchitekten beteiligt sind. Daniel Libeskinds Entwurf ist längst nur noch die Basis des Projekts, das von Architekt David Childs geleitet wird. Lord Norman Foster baut den „Tower Two“ und Santiago Calatrava den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt in Downtown. Heute wird der Ort neutral World Trade Center Site genannt. Feuerwehrleute, Überlebende, Angehörige von Opfern und Anwohner machen Führungen an den Ort des Anschlags. Das Tribute Center bietet darüber hinaus vielfältige Informationen über 9/11 und die Folgen. | Mo, Mi-Sa 10-18, Di 12-18, So 12-17 Uhr | 120 Liberty St. | Kosten $ 10 | www.tributenyc.org | Subway: Chambers St., 1-3, A, C

Museum of Jewish Heritage

„A Living Memorial to the Holocaust“ - so der Untertitel des Museums. Das sternförmig angelegte Granitgebäude am Südende von Manhattan wurde als Tribut an die 6 Mio. Toten des Holocaust errichtet. Gegenstände des jüdischen Alltagslebens und des Lebens im KZ werden mit Szenen aus Dokumentarfilmen unterlegt. | So-Di, Do 10-17.45, Mi 10-20, Fr und vor jüdischen Feiertagen 10-15 Uhr | 36 Battery Place | Eintritt $ 10 | www.mjhnyc.org | Subway: South Ferry, 1, Bowling Green, 4, 5

National Museum of the American Indian

Ein Teil der 3 Mio. Gegenstände, die der New Yorker Banker George Gustav Heye aus dem Leben der amerikanischen Indianer zusammentrug (u. a. Teppiche, Körbe, Töpferwaren und Fotos) sind in zwei Etagen des ehemaligen U. S. Custom House an der Südspitze von Manhattan zu sehen. Außerdem wechselnde Ausstellungen von jungen indianischen Künstlern. Souvenirshop. | Fr-Mi 10-17, Do 10-20 Uhr | One Bowling Green | Eintritt frei | www.nmai.si.edu | Subway: South Ferry, 1, Bowling Green, 4, 5

The Skyscraper Museum

Hier steht das letzte existierende Original eines Architekturmodells vom World Trade Center. Die Böden und Decken aus poliertem Stahl reflektieren im Museum die Modelle und strecken sie ins Unendliche. Der Eingang ist eine „Lichtbox“ des Künstlers James Turrell, die den Hoffnungsschimmer für Lower Manhattan symbolisieren soll. | Mi-So 12-18 Uhr | 39 Battery Place | Eintritt $ 5 | www.skyscraper.org | Subway: Rector St., 1, 9, R, W, Bowling Green, 4, 5

St. Paul's Chapel

Die kleine Kapelle war 1776 als „Kapelle der Erleichterung“ erbaut worden. Sie stand in einem Feld in Hafennähe und spendete allen Trost, die fern der Heimat waren. Aber sie zog auch die „Großen“ an: George Washington hat hier 1789 am Tag seiner Amtseinführung gebetet. St. Paul's stand direkt am Fuß des World Trade Centers - und blieb unversehrt. Die Ausstellung Unwavering Spirit dokumentiert die Arbeit der Kirche nach dem Anschlag. | Church St. | zw. Vesey und Fulton St. | www.saintpaulschapel.org | Subway: Broadway Nassau/Fulton St., 1, 4, 5, 9, A, C

Staten Island Ferry

Das wahrscheinlich billigste Vergnügen, das New York zu bieten hat, mit dem schönsten Blick auf die Skyline von Manhattan: eine Fahrt mit der Fähre nach Staten Island und zurück, vorbei an Lady Liberty und Ellis Island - ganz umsonst. | Tagsüber alle 30 (rush hour alle 15 Min.), 23.30-6.30 Uhr stündlich | South St./State St. | Subway: South Ferry, 1 (nur die ersten fünf Wagen am Zuganfang)

Statue of Liberty

Vom französischen Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi 1886 zusammen mit Gustave Eiffel als Symbol für die politischen Ideale der USA errichtet: „Miss Liberty“ ist 46 m hoch (der Sockel 47 m) und wiegt 225 t. Die Krone der Freiheitsstatue ist seit 9/11 gesperrt; durch eine Glasdecke ist der Blick ins Innere der Statue möglich. Es gibt nur eine limitierte Anzahl von Tagestickets, entweder umsonst bei Kauf der Fährentickets oder vorbestellt (für $ 1,75 | Tel. 1866/782-8834 oder www.statuereservations.com). Rund zwei Stunden Wartezeit. Gute Alternative: Das Schiff nach Ellis Island fährt dicht an der Statue vorbei. | Fährfahrten 8.30-16.30 Uhr alle 30 Minuten, vom Office der Circle Line im Castle Clinton in Battery Park | Liberty Island | Kosten $ 10 (inkl. Ellis Island) | www.nps.gov/stli | Subway: South Ferry, 1, Bowling Green, 4, 5

Stock Exchange

Mittelpunkt des hektischen Treibens im Finanzdistrikt ist ein klassizistisches Gebäude - die Börse. Die Besuchergalerie ist aus Sicherheitsgründen geschlossen. | 20 Broad St. | www.nyse.com | Subway: Rector St., N, R, Wall St., 2-5

TriBeCa

Das Dreieck südlich der Canal Street (Triangle Below Canal) war das Marktviertel der Stadt: der Washington Market. Aus den Lageretagen sind Lofts der New Yorker Kreativen geworden. Kein Stadtteil hat unter 9/11 so gelitten wie dieser. Auch dank Robert DeNiros TriBeCa-Filmfestival sind die Nachtschwärmer zurück. Wer in den Szenelokalen Nobu und Next Door Nobu isst, hat gute Chancen, Celebrities zu sehen. | Subway: Franklin St., 1, 9

Wall Street

Vielleicht wäre diese kleine Straße am Südzipfel von Manhattan nicht halb so berühmt geworden, wenn hier nicht 1929 eine ganze Welt zusammengebrochen wäre. Die Stock Exchange, die Börse mit der klassizistischen Fassade, wurde mit dem „Schwarzen Freitag“ zu einem Symbol für Macht und Elend der Spekulanten. Nichts im Financial District mit seinen Banken und Anlageberatungsfirmen vermittelt optisch deutlicher die konzentrierte Macht, die von der Schaltstelle des internationalen Geldkreislaufs ausgeht. | Subway: Wall St., 2-5

World Financial Center

Von New Yorker Architekten wie Alexander Cooper an der Südspitze Manhattans gebaute kleine Stadt mit Büros, Läden und Wohnungen (Battery Park City), einer Halle mit Glasdach (Winter Garden), Yachthafen und Grünflächen. Im Winter Garden gibt es viele Restaurants und Läden (z. B. Urban Athletics: Jerry Macaris Beratung beim Laufschuhkauf ist top in New York), dazu kostenlose Konzerte und Ausstellungen (Infos: „calendar“ der Website). | West St. | zw. Vesey und Liberty St. | www.worldfinancialcenter.com | Subway: Chambers St., 1, 2, A, C, E, J, M, Z

Canal Street

Die Canal Street trennt die Viertel West Village und SoHo von TriBeCa, und Little Italy grenzt hier an Chinatown. Am informativsten ist ein Spaziergang samstags von der Sixth Avenue nach Osten, auf die Manhattan Bridge zu. Dabei werden Sie feststellen: Es gibt nichts, was auf der Canal Street nicht verkauft wird. Und in Chinatown liegen all jene Fisch- und Gemüsegeschäfte, derentwegen selbst die Uptowner die Reise nach Downtown machen. | Subway: Canal St., A, C, E

New Museum of Contemporary Art

Da moderne Kunst längst etabliert und fest verankert ist, findet hier die brandaktuelle Avantgarde ihr Forum. Der Besuch liefert eine spannende Ergänzung zu dem, was in den Galerienvierteln SoHo und Chelsea zu sehen ist. Seit Dezember 2007 ist die zeitgenössische Kunst in Manhattans jüngstem Museumsbau zu bewundern. Das faszinierende Gebäude beherbergt auch ein Café und den Museumsshop | 235 Bowery/Ecke Prince St. | www.newmuseum.org | Subway: Broadway-Lafayette, B, D, F, V

Christopher Street

Im Herzen von Greenwich Village liegt das Zentrum von New Yorks homosexueller Bevölkerung. In der Umgebung von Christopher Street und Gay Street findet man Kneipen, Bars und Geschäfte, in denen sich am liebsten Gleichgeschlechtliche treffen. | Subway: Christopher St., 1, 9

Fifth Avenue

Manhattans Paradestraße: Hier finden die großen Umzüge statt (z. B. die Steuben Parade und die St. Patrick's Day Parade). Hier zeigt sich New York mit seinen glanzvollen Geschäften (wie Tiffany und Bergdorf Goodman), seinen prachtvollen Museen (Metropolitan Museum, Guggenheim Museum), der eindrucksvollen Architektur des Rockefeller Centers und der Größe des Empire State Buildings von der besten Seite. Die Fifth Avenue, die im Süden am Washington Square beginnt, liefert zudem eine wichtige Orientierungshilfe im Stadtdschungel: Sie halbiert Manhattans nummerierte Straßen in West (W) und East (E).

Old Merchant's House

Das Haus eines wohlhabenden Eisenwarenhändlers von 1832 ist das einzige der Stadt aus dem 19. Jh., das mit seiner Einrichtung erhalten geblieben ist. | Do-Mo 12-17 Uhr | 29 E 4th St. | zw. Lafayette St. und Bowery | Eintritt $ 8 | www.merchantshouse.com | Subway: Astor Place, 6

Rubin Museum of Art

Seit drei Jahrzehnten sammeln die New Yorker Shelley und Donald Rubin buddhistische Kunst, vor allem aus dem Himalaya. Skulpturen dämonischer Gottheiten aus dem 12. Jh. stehen neben Mandalas, Meditationsbildern, und Ausstellungen zeitgenössischer asiatischer Künstler. | Mo, Do 11-17, Mi 11-19, Fr 11-22, Sa, So 11-18 Uhr | 150 W 17th St. | zw. 6th und 7th Av. | Eintritt $ 10 | www.rmanyc.org | Subway: 14th, F, L, V

St. Marks Place

Im Viertel, in dem sich jahrzehntelang polnische und ukrainische Einwanderer niederließen, heißt die 8th Street St. Marks Place. Eine Straße voller Geschäfte mit Secondhandkleidung und anderen Schätzen vom Trödler, Restaurants und Cafés. Verschnaufpausen: Im Ukrainian (140 Second Av., E) gibt es ukrainische Spezialitäten oder bei Veselka (144 Second Av., E), das durch seinen 24-Stunden-Service ein Lieblingsort für Nachtschwärmer ist. | Subway: First Av., 2nd Av., F, V

Tenement Museum

In diesem Museum erfahren Sie mehr über die Lebensumstände der armen New Yorker im 19. Jh. | Di-Fr 13.20-16.45, Sa, So 11-17 Uhr | 90 Orchard St. | Eintritt $ 15 | Anmeldung nötig Tel. 1212/431-0233 | www.tenement.org | Subway: Delancey St., F

Washington Square

Der Platz mit dem Washington Arch, einem Triumphbogen zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Regierungsübernahme des ersten US-Präsidenten George Washington, war einst Friedhof und Richtstätte. Heute ist er voller Leben. Straßenmusiker, spielende Kinder, Jogger und Studenten der nahen New York University reißen sich um eines der wenigen Fleckchen Grün in Downtown. | Subway: W 4th St., A-F, V

American Folk Art Museum

Attraktive Sammlung von Volkskunst und Kunsthandwerk. Zu sehen sind unter anderem: Satteldecken indianischer Häuptlinge sowie Quilts, jene kunstvollen, aus Hunderten von Baumwollflicken zusammengesetzten Decken, und vieles mehr. Das Gebäude selbst hat diverse Preise gewonnen, u. a. wurde es ausgezeichnet als bestes Kulturgebäude der Welt. | Di-Do, Sa, So 10.30-17.30, Fr 10.30-19.30 Uhr | 45 W 53rd St. | zw. 5th und 6th Av. | Eintritt $ 9, Fr ab 17.30 Uhr Eintritt frei | www.folkartmuseum.org | Subway: Rockefeller Center, B, D, F, V

Chrysler Building

Es ist nach wie vor der unbestrittene Favorit der New Yorker: das Art déco-Gebäude von 1930. Auch wenn Sie nicht aufs Dach fahren dürfen - ein Besuch der Lobby mit dem Marmorboden, den Wandmalereien und den 18 Fahrstühlen, deren Türen aus vielerlei Holzarten bestehen, lohnt sich. Der Wolkenkratzer des Architekten William van Alen wurde für den Automobilkonzern Chrysler gebaut. Sein Äußeres, ein Inbegriff der Eleganz, spielt auf die chrombefrachteten Autos jener Zeit an: auf Kühlergrill und Kühlerhaube. | 405 Lexington Av. | zw. 42nd und 43rd St. | Subway: Grand Central, 4-7

Empire State Building

443 m bis zur Spitze des Blitzableiters, 102 Stockwerke, aus Granitstahl erbaut: Das Empire State Building ist eines der Wahrzeichen New Yorks. Nachts wird es farbig angestrahlt, am Nationalfeiertag, dem 4. Juli, rot-weiß-blau. Es wurde 1931 nach nur 18 Monaten Bauzeit eingeweiht. Schauen Sie sich auf dem Weg zum Ticket Office (Eingang: 34th St.) die Einlegearbeiten aus Marmor und Bronze in der Lobby an. Die Sicht von der Aussichtsplattform (observatory) im 86. Stockwerk, zu dem Sie mit Hochgeschwindigkeitsfahrstühlen gelangen, ist ein Erlebnis: Bei gutem Wetter reicht sie 80 km weit. Allerdings müssen Sie sich wegen der Sicherheits-Checks auf lange Wartezeiten einstellen. | Tgl. 8-2 Uhr | 350 Fifth Av./34th St. | Eintritt $ 20, Kombiticket mit Skyride Actionkino $ 40 | www.esbnyc.com | Subway: 34th St., B, D, F, N, Q, R

Grand Central Station

2,5 Mio. m³ Erde wurden ausgehoben, 25 km Schienen verlegt und 18000 t Stahl verarbeitet, um 1913 den für New York angemessenen Bahnhof zu errichten. Die Halle ist größer als das Schiff von Notre Dame in Paris, die Fassade mit Beaux-Arts-Elementen geschmückt. Auf die Decke über den bis zu 25 m hohen Fenstern sind 2500 Sterne des Winterhimmels gemalt. Längst laufen hier nur noch Pendlerzüge aus den Vororten ein. Restaurants (toller Blick von den Emporen von Metrazur, Michael Jordan's Steakhouse und Harry Cipriani) und Imbissstände (im Untergeschoss) sowie viele Geschäfte füllen die Arkaden. Im Food Court (Erdgeschoss) versorgt der Lübecker Metzgermeister Koglin die New Yorker mit Schinken. Neben der Besichtigungstour der Municipal Art Society (Mi 12.30 Uhr | Treffen an der Information E 42nd St., zw. Vanderbilt und Lexington Av. | Tel. 1212/935-3960 | empfohlener Beitrag $ 10 | www.mas.org) gibt es auch die 90-minütige Tour durch Bahnhof und Nachbarschaft (Fr 12.30 Uhr | Treffen bei Altria, im Skulpturenhof des Whitney Museums, E 42nd St., Ecke Park Av. | Tel. 1212/883-2420 | www.grandcentralpartnership.org). | Subway: Grand Central, 4-7

International Center of Photography

Das Renommee einer noch jungen Kunstgattung wird hier mit Ausstellungen anerkannter Fotografen und der Präsentation des begabten Nachwuchses gepflegt. Angeschlossen ist ein Buchladen mit großer Auswahl an Fotografiebüchern. | Di-Do, Sa, So 10-18, Fr 10-20 Uhr | 1133 Av. of the Americas | 43rd St. | Eintritt $ 12 | www.icp.org | Subway: 42nd St., B, D, F, Q

Madison Avenue

Auch wenn Amerikas Agenturen nicht mehr nur in New York ansässig sind, so ist der Name Madison Avenue noch immer der Inbegriff der Werbeindustrie - und ihre beste Adresse. Ähnliches gilt für die Geschäfte zwischen 44th und 86th Street, wo sich Europas Couturiers und die besseren amerikanischen Modehäuser präsentieren.

Museum of Modern Art

60000 m² groß ist Manhattans Kunstmekka nach dem Umbau durch den Architekten Yoshio Taniguchi. Das Foyer erstreckt sich über einen ganzen Block von der 53rd bis zur 54th Street. Es bietet einen Blick auf den Skulpturengarten, der wieder die Größe hat, mit der ihn Philip Johnson 1953 geplant hatte. Das Museum gilt vielen als das beste der Welt, weil es einen schlüssigen Überblick über die Kunst des 20. Jhs. bietet - dank Meisterstücken wie „Dance“ von Henri Matisse, Vincent Van Goghs „Sternennacht“, Frida Kahlos „Self-Portrait with Cropped Hair“ und Pablo Picassos „Les Demoiselles d'Avignon“. Das Museum besitzt mehr als 100000 Arbeiten, darunter 3500 Gemälde und Skulpturen, 2200 Designobjekte, 40000 Drucke, 20000 Fotos und 9000 Kinofilme. Der Querschnitt durch die Epochen Kubismus, Expressionismus, Futurismus, Nachimpressionismus, Konstruktivismus und Surrealismus ist exzellent. Arbeiten der ganz großen Namen Monet, Mondrian, Kandinsky, Klee und Miró finden Sie ebenso wie herausragende aktuelle Ausstellungen. Das Restaurant The Modern hat einen exzellenten Ruf, ist allerdings nicht ganz billig, wie auch der Eintritt ins Museum: $ 20 (freitags von 16-20 Uhr kein Eintritt). | Sa-Mo, Mi, Do 10.30 bis 17.30, Fr 10.30-20 Uhr | 11 W 53 St. | zw. Fifth und Sixth Av. | www.moma.org | Subway: 47th-50th St., B, D, F, V

New York Public Library

Steinerne Löwen flankieren den Eingang dieses 1911 erbauten Beaux-Arts-Gebäudes an der Fifth Avenue. Die Bronzetüren in der neoklassizistischen Marmorfassade, der holzgetäfelte Lesesaal (mit Computern und Internetanschlüssen) und wechselnde Ausstellungen lohnen den Besuch. Zu den Kostbarkeiten der Bibliothek gehören ein Entwurf der Unabhängigkeitserklärung von Thomas Jefferson, eine Gutenberg-Bibel und Handschriften von Galileo Galilei. | Di-Mi 11-18, Do, Sa 10-18, So 13-17 Uhr, Führungen Di-Sa 11 und 14, So 14 Uhr | Fifth Av. | zw. 40th und 42nd St. | www.nypl.org | Subway: 42nd St., B, D, F, Q

Radio City Music Hall

Art déco bestimmt den Charakter der 6000 Besucher fassenden Konzerthalle im Rockefeller Center. Bei der Eröffnung 1932 galt sie als größte der Welt. Heute finden hier nicht nur Rockkonzerte sondern auch Filmvorführungen auf einer Riesenleinwand und eine Oster- und Weihnachtsshow mit den Rockettes, dem hauseigenen Ballettensemble, statt. | Besichtigung Mo-So 11-18 Uhr | 1260 Av. of the Americas | zw. 50th und 51st St. | Eintritt $ 17 | Tickets Tel. 1212/307-7171 | www.radiocity.com | Subway: 47th bis 50th St., B, D, F

Rockefeller Center

Der Ölmilliardär John D. Rockefeller Jr. ließ 228 Häuser abreißen, um während der 30er-Jahre eine „Stadt in der Stadt“ zu bauen. Zum Komplex gehören 14 Wolkenkratzer, darunter das 70-stöckige General Electric (GE) Building, Plätze, Gärten, die Radio City Music Hall, das Auktionshaus Christie's, der Fernsehsender NBC, Geschäfte. Von der D Bar im 65. Stock des GE Buildings können Sie am 4. Juli das Feuerwerk sehen. Darüber befindet sich eine Aussichtsterasse. Im Herzen des Centers liegt die Eisfläche, auf der im Sommer ein Café Platz findet. Im Dezember wird hier der größte Weihnachtsbaum New Yorks, eine 20 m hohe Tanne, feierlich illuminiert. Das Aufstellen des Baums ist ein beeindruckendes Spektakel (Ende November im Web checken!). Im Untergeschoss befindet sich das kleine Rockefeller Center Museum mit Plänen, Modellen und alten Fotos. Pläne für einen Rundgang durchs Rockefeller Center gibt es gratis in der Lobby. | 30 Rockefeller Plaza | zw. 49th und 50th St. | www.rockefellercenter.com | Subway: 47th-50th St., B, D, F, Q

Seagram Building

Das schwarzmetallene Gebäude mit bronzefarbenen Fenstern von 1958 ist der einzige Mies-van-der-Rohe-Bau in New York, ein Dokument des in den USA geprägten International Style. Das zeitgenössische Interieur des im Haus befindlichen Restaurants Four Seasons steht unter Denkmalschutz. | 375 Park Av. | zw. 52nd und 53rd St. | Subway: 51st St., 6

Sony Building

Von Philip Johnson, dem Lokalmatador der New Yorker Architekten, einst als Zentrale des Telefonkonzerns AT&T aus rosafarbenem Granit erbaut, gehört das Gebäude heute dem Konzern Sony. Das postmoderne Element, ein halbkreisförmiger Einschnitt im schrägen Dach, sorgte für den Spitznamen „Chippendale“ (benannt nach dem Möbelstil). Die Lobby ist ein einziges Paradies für Elektronikliebhaber: Bei Sony Style gibt es technische Neuheiten zu kaufen. Im Sony Wonder Technology Lab wird auf vier Stockwerken die Geschichte der technischen Kommunikation veranschaulicht. | Di-Sa 10-17, So 12-17 Uhr | 550 Madison Av. | zw. 55th und 56th St. | Eintritt frei | www.sonywondertechlab.com | Subway: Fifth Av., N und R

St. Patrick's Cathedral

Das neugotische Gotteshaus aus Stein und Marmor, 1879 dem Schutzheiligen der Iren geweiht, ist Sitz der Erzdiözese New York und die elftgrößte Kirche der Welt mit Platz für 2500 Gläubige. Zu jeder Tageszeit entgehen Sie hier dem Trubel der Fifth Avenue. | Fifth Av./50th St. | Subway: 47th-50th St., B, D, F, Q

Theater District

Am Tag zeigt die Gegend nördlich vom Times Square neues Leben (z. B. im Disney Store | 42nd St./Seventh Av.). Abends blinken die Neonreklamen, Besucher strömen in die Theater. Nach den Shows machen sich die Massen auf in die „Restaurant Row“, die 46th Street zwischen Eighth und Ninth Avenue. An Silvester ist der Times Square Mittelpunkt der Stadt: Hunderttausende New Yorker treffen sich dort, um das neue Jahr zu begrüßen. Mittendurch verläuft die berühmteste Straße von New York, die auch die längste ist: der Broadway. Sie zieht sich von Manhattans Südspitze fast 20 km lang nach Norden. Der Broadway ist im gradlinigen Straßenraster die einzige schräge Ausnahme und windet sich von der Ostseite quer durch Midtown an die Upper West Side und nach Harlem. | Subway: 42nd St./Times Square, 1-3, 7, N, R, S

Time Warner Center

229 m hoch sind New Yorks neue Zwillingstürme, deren Bau schon im Jahr 2000 begonnen hatte. Der Konzern Time Warner hat sein Hauptquartier in dieser 260000-m²-Luxusstadt in der Stadt, die die Architekten Mustafa Abadan und David Childs geschaffen haben. Darin: das Hotel Mandarin Oriental, Topwohnungen, ein Penthouse für $ 45 Mio., edle Geschäfte, die Jazz-Konzerthallen des Lincoln Centers und Per Se, das gefragteste Restaurant der Stadt. | 10 Columbus Circle | Subway: Columbus Circle, A-D, 1

Trump Tower

Ein Denkmal, das New Yorks skandalumwitterter Baulöwe Donald Trump sich 1983 selbst gesetzt hat. Sein Imperium gerät zwar immer wieder in Turbulenzen, doch der über 200 m hohe, 68-stöckige Wohnturm mit seinem Aufsehen erregenden fünfstöckigen Foyer aus orangefarbenem Marmor, mit Bronzeornamenten, goldenen Rolltreppen und Wasserfall steht elegant wie immer. Auf allen fünf Etagen residieren Geschäfte der teuersten Kategorie. | 725 Fifth Av. | zw. 56th und 57th St. | Subway: Fifth Av., N, R

United Nations

Der aus vier Gebäuden bestehende Wolkenkratzerkomplex, errichtet in den Jahren 1949 bis 1953, ist Sitz der Vereinten Nationen und Zentrale für UN-Organisationen wie die Unesco. Eine Tour führt Besucher durch die Ausstellungen in der Eingangshalle mit Kunst aus aller Welt sowie den Raum, in dem einmal im Jahr die Vollversammlung tagt. | Touren Mo- Fr 9.30-16.45, Sa, So ab 10 Uhr alle 30 Min. | United Nations Plaza | First Av. (46th St.) | Eintritt $ 13 | deutschsprachige Touren unter Tel. 1212/963-7539 | www.un.org/tours | Subway: 51st St., 6

Waldorf-Astoria

Über einen ganzen Block erstreckt sich das Luxushotel der 1930er-Jahre, das viele Art déco-Elemente aufweist. Die wohlhabenden Gäste in den 1380 Zimmern hatten früher auf Spezialgleisen direkten Bahnanschluss. Vom Glanz der großen Welt ist allerdings nur noch etwas in den Ballsälen des Hotels zu spüren. | 301 Park Av. | zw. 49th und 50th St. | www.waldorf.com | Subway: 51st St., 6, E, F

American Museum of Natural History

Das Naturgeschichtemuseum am Central Park beherbergt 36 Mio. Objekte, darunter ein mehr als 30 m langes Blauwalskelett, den größten Saphir (563 Karat), den größten Meteoriten und die umfassendste Sammlung von Dinosaurierskeletten (4. Stock). Der 3. Stock gibt einen Einblick in die Lebensgewohnheiten der Ureinwohner des Kontinents. Das Thema der Hall of Biodiversity ist die Entstehung unterschiedlicher Organismen, Habitats of the World stellt neun Ökosysteme vor. In den unteren zwei Etagen gibt es Szenen aus verschiedenen Kulturen und das Imax-Kino mit der größten Leinwand New Yorks.

Ein Muss ist der rasante, computergesteuerte Raumflug durch die Weiten des Alls im Rose Center for Earth and Space: Die 23-minütige Reise durch die Milchstraße bis in ein Schwarzes Loch wird von Schauspieler Tom Hanks kommentiert, sein Kollege Harrison Ford erzählt von der Suche nach Außerirdischen. Jeden ersten Freitag wird das Rose Center abends zur Jazz-Lounge. Im Big Bang Theater beobachten Sie durch einen Fußboden aus Glas den Sonnenaufgang im All, und im Hayden Planetarium läuft Sonicvision (Fr, Sa, 19.30 u. 20.30 | Eintritt $ 15, ein zweites Ticket ist gratis), eine digitale Musikshow in Kooperation mit MTV2 und dem Musiker Moby. | Tgl. 10-17.45 Uhr, Thanksgiving und 25. Dez. geschl. | Central Park West/79th St. | Eintritt freiwillige Spende $ 14, Kombiticket mit Lasershow $ 22, Kombiticket mit Sonderausstellung oder IMAX-Film $ 21 | www.amnh.org | Subway: 81st St., B, C

Central Park

Die Planungsphase unter Frederick Law Olmsted nahm zwei Jahrzehnte in Anspruch. 1873 war der Park fertig. Fast doppelt so groß wie das Fürstentum Monaco, erstreckt er sich über 340 ha von der 59th bis zur 110th Street. New Yorker nutzen sie vom frühen Morgen bis zur Dunkelheit: Sie joggen um das Reservoir und rudern auf dem Lake (ab $ 10, $ 30 Kaution in bar), mieten sich Fahrräder (The Boathouse | Nähe E 72nd St. | Kosten $ 10 bis 14/Std., Kreditkarte oder Pass als Kaution) oder Inlineskates (Wollman Rink | im Osten des Parks, zw. 62nd und 63rd St. | Kosten $ 15/Tag, Kaution in bar $ 100), laufen im Winter Schlittschuh im Wollman Rink (Eintritt $ 12, Schuhmiete $ 5), gehen in den Central Park Zoo oder treffen sich im Boathouse Café. Im Sommer ist der Park Schauplatz kostenloser Konzerte von Klassik bis Rock. Ebenfalls gratis, obwohl Sie ein Ticket holen müssen: Shakespeare in the Park, (Tel. 1212/539-8750 | www.publictheater.org). Romantisch ist ein Freiluftdinner im Restaurant Park View at the Boathouse (Loeb Boathouse | 21. März-Okt. | Tel. 1212/517-2233 | €€). | www.centralpark.com | Subway: 59th St., 1, 9, A-D, 2nd St., B, C und Busse

Central Park West

1884 mussten sich Bauherren etwas einfallen lassen, um Mieter von der Fifth Avenue in den damals noch gar nicht vornehmen Westen zu locken. Also wurden die Innenräume riesig gestaltet und Dienstpersonal bereitgestellt. Es entstanden neben dem Dakota an der Nordseite der 72nd Street - dem Gebäude, vor dem John Lennon 1980 erschossen wurde - das Beresford (81st St.), das San Remo (74th/75th St.) und das Hotel Des Artistes (1 W 67th St.). | Subway: 72nd St., B, C

Cooper-Hewitt Museum

In dem 1901 erbauten 64-Zimmer-townhouse des Industriellen Andrew Carnegie finden Sie eine sehenswerte Sammlung von Textilien, Möbeln, Glas, Keramik und Metallornamenten: New Yorks Fachmuseum für Gestaltung und Dekor. Im Sommer legen hier DJs auf - Amateure ebenso wie Szenestars (Juli, Aug. Fr 18-21 Uhr | Tel. 1212/849-8349). Die Sammlung wird nur in Teilen gezeigt. Wechselnde Ausstellungen zum Thema Design. | Mo-Do 10-17, Fr 10-21, Sa 10-18, So 12-18 Uhr | 2 E 91 St. | Fifth Av. | Eintritt $ 12 | www.si.edu/ndm | Subway: 86th St., 4-6

Frick Collection

Im Beaux-Arts-Palast des Industriellen Henry Clay Frick finden Sie eine kleine Sammlung, die aufschlussreiche Einblicke in die Kunstbesessenheit reicher Amerikaner gibt: Gemälde von Rembrandt, Holbein, Vermeer, Fragonard und Renoir sowie Möbel u. a. aus den Epochen Louis XV. und Louis XVI. Schon das Gebäude, das 1935 Museum wurde, und der beschauliche Garten sind einen Besuch wert. Wechselnde Ausstellungen. | Di-Sa 10-18, So 11-17 Uhr | 1 E 70th St. | Fifth Av. | Eintritt $ 15 inkl. Audiotour (So 11-13 Uhr freiwillige Spende) | www.frick.org | Subway: 68th St., 6

Guggenheim Museum

Der eigenwillige Bau des amerikanischen Meisterarchitekten Frank Lloyd Wright, von Kritikern auch schon mal als „Untertasse aus Beton“ bezeichnet, ist eines der vielen berühmten Gebäude der Stadt. Entlang der 400 m langen Rampe, die sich innen spiralförmig vom Erdgeschoss bis in den 4. Stock zieht, finden wechselnde Ausstellungen moderner Kunst statt - von Mondrian über Brancusi bis Matthew Barney. Eine Dauerausstellung ist der Sammlung des Kupferbarons Solomon Guggenheim gewidmet, mit Arbeiten von van Gogh, Monet, Degas und Picasso als Schwerpunkten. Der Shop hat prachtvolle Kunstbücher in seinen Regalen stehen. | Sa-Mi 10-17.45, Fr 10-19.45 Uhr | 1071 Fifth Av. | zw. 88th u. 89th St. | Eintritt $ 18 (Fr 18-20 Uhr freiwillige Spende) | www.guggenheim.org | Subway: 86th St., 4-6

Harlem

1658 gründeten Holländer die Siedlung Nieuw Haarlem. Später bauten Sklaven eine Straße nach New York, den Broadway, und viele blieben. In den 1920er- und 1930er-Jahren wurde Harlem zur Keimzelle schwarzer Kreativität. Es war schick, im Sugar Cane oder Cotton Club Jazzmusiker wie Duke Ellington und Count Basie zu hören (heute im Cotton Club: Sa, So Gospel Brunch | 656 W 125th St. | Tel. 1212/663-7980 | www.cottonclub-newyork.com). Harlem gilt längst nicht mehr als gefährlich. Auf der 125th Street können Sie wunderbar in kleinen Geschäften stöbern, und vielleicht treffen Sie Bill Clinton, der hier sein Büro hat. Touren in die Wohnviertel mit den einzigartigen Holzhäusern: Harlem Spirituals (Tel. 1212/391-0900) oder Harlem Your Way! (Tel. 1212/690-1687). | Subway 125th St., 2, 3, A-D

Lincoln Center

Das kulturelle Herz New Yorks ist groß: Es erstreckt sich über acht Blocks und bietet in sieben Konzerthallen und Theatern bis zu 15000 Zuschauern gleichzeitig Platz. Zentrum: die Plaza, im Sommer Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen unter freiem Himmel. Die Lobbys der Theater sind frei zugänglich. Im Metropolitan Opera House (Backstagetouren Okt.-Juni, Mo-Fr 15.30 Uhr, So 10.30 Uhr | Eintritt $ 13 | Tel. 1212/769-7020) ist ein riesiger Wandteppich von Marc Chagall zu bewundern. Ausgelagert ins Time Warner Center hat der Jazz in der Frederick P. Rose Hall (Broadway/60th St. | www.jalc.org) ein gefeiertes Zuhause bekommen. | Zw. W 62nd u. 65th St. u. Columbus u. Amsterdam Av. | www.lincolncenter.org | Subway: 66th St., 1

Metropolitan Museum of Art

Die imposante graue Sandsteinfassade des 1870 gegründeten Museums wurde 1902 von Richard Morris Hunt entworfen. Die riesige Freitreppe davor ist einer der pulsierenden Plätze der Stadt. Vom Originalbau ist nicht mehr viel zu sehen. An allen Ecken wächst das berühmteste Museum New Yorks mit seinen Erweiterungsbauten in den benachbarten Central Park. Nur ein Viertel der 3,2 Mio. Objekte der Sammlung kann auf den 16 ha Ausstellungsfläche überhaupt gezeigt werden. Wechselnde aktuelle Ausstellungen mit dem Lebenswerk von Künstlern oder ganzen Epochen engen die Möglichkeiten weiter ein.

Der ständigen Ausstellung sollten Sie wenigstens zwei zweistündige Besuche widmen. Der erste umfasst den ägyptischen Flügel (im Erdgeschoss rechts) mit dem vor dem Wasser des Assuan-Staudamms geretteten und komplett wieder aufgebauten Tempel von Dendur, der einst von Kaiser Augustus in Auftrag gegeben worden war. Der American Wing um den Engelhard Court herum stellt Fenster, Lampen und Silber von Louis Comfort Tiffany aus. Außerdem sind 20 Wohnräume aus verschiedenen Epochen zu sehen. Darunter befindet sich einer von Meisterarchitekt Frank Lloyd Wright, der seinen Kunden auch noch die zum Design passende Kleidung vorschreiben wollte, und einer, der den letzten Geburtstag George Washingtons zum Thema hat.

Ein zweiter Besuch sollte Sie durch die Sammlung primitiver Kunst im Michael C. Rockefeller Wing und die Präsentation moderner amerikanischer Kunst im Sculpture Garden auf dem Dach führen. Der nur von April bis Oktober geöffnete Dachgarten ist nicht allein wegen der zeitgenössischen Kunstwerke, sondern auch aufgrund des tollen Blicks auf den Central Park und die Skyline von Midtown Manhattan ein Erlebnis. Im Sommer ist hier freitags bis zum Sonnenuntergang eine Bar.

Darüber hinaus bietet das Museum römische und griechische Kunst, europäische Malerei des 13. Jhs., fernöstliche und islamische Kunst sowie Abteilungen für Musikinstrumente, Waffen, Zeichnungen, Drucke, Fotografien und Mode mit 40000 Kleidern aus fünf Jahrhunderten und allen Kontinenten. Freitags und samstags ab 16 Uhr Kammermusik zu Drinks auf der Empore. | Di-Do, So 9.30-17.30, Fr, Sa 9.30-21 Uhr | Fifth Av./82nd St. | Eintritt $ 15 (erbetener Betrag) | www.metmuseum.org | Subway: 86th St., 4-6

Neue Galerie New York

Hier soll deutsche und österreichische Kunst, die in den USA in der modernen Architektur und Formgebung wichtige Impulse gesetzt hat, Besuchern nahe gebracht werden. Zu den Exponaten gehören Werke von Gustav Klimt, Egon Schiele und Josef Hoffman ebenso wie die der Künstler der Brücke, des Blauen Reiters und des Bauhauses. Im angegliederten Café Sabarsky gibt's Frühstück, Mittagessen und Jause in bester Tradition Wiener Kaffeehäuser, und manchmal auch ein Cabaret Dinner. | Sa-Mo, Do 11-18, Fr 11-21 Uhr | 1048 Fifth Av. | 86th St. | Eintritt $ 15 | www.neuegalerie.org | Subway: 86th St., 4-6

New York Historical Society

Das älteste Museum der Stadt (von 1804) zeigt u. a. 500000 Fotos von 1850 bis heute, eine Vielzahl von Alltagsgegenständen, Zeitungen, Briefe und eine beeindruckende Sammlung von Glaslampen von Louis C. Tiffany. | Di-So 10-18 Uhr | 170 Central Park West | Eintritt $ 10 | www.nyhistory.org | Subway: 81st St., B, C

St. John the Divine

Wie bei vielen New Yorker Gebäuden ist der Stil der größten Kathedrale der Welt ein grenzenloser Mischmasch. Der Bau wurde 1892 mit byzantinischen und romanischen Anspielungen begonnen und 1911 im neugotischen Stil fortgesetzt. Das Vorhaben soll im 21. Jh. vollendet werden. Abends finden Dichterlesungen und Konzerte statt und Ende Oktober eine der abgedrehtesten Halloweenfeiern (19 und 22 Uhr | Eintritt $ 8-15) New Yorks. Jeden ersten Sonntag im Oktober: die Segnung der Tiere. Fast 5000 Menschen kommen mit ihren Haustieren, der Zoo schickt auch schon mal ein Kamel. | Führungen Di-Sa 11, So 13 Uhr | Amsterdam Av./112th St. | Eintritt $ 5 | Tickets Tel. 1212/662-2133 | www.stjohndivine.org | Subway: 110th St., 1

Whitney Museum of American Art

Minimalistischer Granitkasten aus den 60er-Jahren, von Bauhaus-Schüler Marcel Breuer in Form einer umgekehrten Pyramide erbaut. Das Whitney Museum, das sich in zwei Stunden gut erobern lässt, widmet seine vier Etagen der amerikanischen Kunst des 20. Jhs. Zur Sammlung gehören exzellente Bilder von Georgia O'Keefe, Edward Hopper, Roy Lichtenstein, Andy Warhol und Jasper Johns sowie Werke von Alexander Calder, die leider nicht immer zu sehen sind. Alle zwei Jahre im Mai wird hier die Whitney Biennale of American Art ausgerichtet - eine aufschlussreiche Standortbestimmung des aktuellen Kunstschaffens.

Im Erdgeschoss finden Sie einen Laden mit Kunstbüchern und Ausstellungskatalogen. Eine Pause im ausgezeichneten Café Sarabeth's (Tel. 1212/570-3670 | www.sarabeth.com) im Untergeschoss rundet den Kunstgenuss ab. | Mi, Do, Sa, So 11-18, Fr 13-21 Uhr | 945 Madison Av. | 75th St. | Eintritt $ 15 (Fr 18-21 Uhr freiwillige Spende) | www.whitney.org | Subway: 77th St., 6

Brooklyn Heights

In der schönsten Wohngegend Brooklyns fühlt man sich beinah ins 19. Jh. zurückversetzt. Sie liegt am anderen Ende der Brooklyn Bridge, ein Viertel mit gut erhaltenen brownstones, den mehrstöckigen früheren Einfamilienhäusern aus Sandstein, die zum Teil unter Denkmalschutz stehen. Die Pierrepoint Street führt auf die Brooklyn Heights Promenade, von der aus Sie einen reizvollen Blick auf Manhattan haben. | Subway: Clark St., 2, 3

Carroll Gardens

Junge Familien, hippe Pärchen und Singles mit dem nötigen Kleingeld sind in den letzten Jahren gerne von Manhattan in die brownstones von Carroll Gardens und Park Slope gezogen. Autoren wie Jonathan Lethem schrieben Bücher über das alte italienische Viertel, das früher von Afroamerikanern und Puerto Ricanern bewohnt wurde. Aus dem heruntergekommenen Teil Brooklyns ist eine attraktive Gegend mit reizvollen Restaurants, entzückenden Designerläden und kleinen Cafés geworden. | Subway: Carroll St., F

Coney Island

Ein Strand, an den Sie mit der U-Bahn fahren können, und gleichzeitig ein Vergnügungspark mit einem denkmalgeschützten Riesenrad. In Coney Island sollen bei Nathan's die Hot dogs erfunden worden sein. Am Wochenende tummeln sich hier eine halbe Million Menschen. Gleich daneben liegt das muschelförmige New York Aquarium mit Haifischbecken. | Surf Av. | Brooklyn | Subway: Coney Island, Brighton Beach, D, F, Q

D.U.M.B.O.

Das Kürzel steht für Down Under the Manhattan Bridge Overdrive. Eine Gegend, die sich rasant verändert hat: Fabrikhallen sind nun Apartments mit Traumblick auf Manhattan; am East River entsteht der längste Park New Yorks mit Zugang zum Wasser. Freiluftkino, Theater, Galerien (www.dumboartscenter.org), hier gibt es angesagte Kneipen wie Superfine (So Brunch mit Musik | 126 Front St. | Tel. 1718/243-9005 | Subway: York St., F). Eiscreme mit New Yorks bester Aussicht bekommen Sie bei Brooklyn Icecream Factory (Fulton Ferry Landing). | Subway: High Street, A, C oder Watertaxi | www.nywatertaxi.com

Red Hook

Das Viertel direkt am Wasser ist eine der letzten final frontiers New Yorks. Die Brooklyner Arbeitersiedlung ist verewigt im Filmklassiker „Die Faust im Nacken“, für den Marlon Brando 1955 einen Oscar bekam. Dann entdeckten Künstler auf der Suche nach günstigen Mieten das Viertel, jetzt kommen die Spekulanten - Start des typischen Wandels der Stadt. Ausflüge lohnen vor allem an Wochenenden im Sommer und im Oktober, wenn die Brooklyn Waterfront Artist Coalition (www.bwac.org) am Ende der Van Brunt St. zur Ausstellung lädt. Probieren Sie auf dem Rückweg den chocolate cake bei Baked (359 Van Brunt St. | Tel. 1718/222-0345 | €) oder im 360 (Mi-So, nur abends | 360 Van Brunt St. | Tel. 1718/246-0360 | €-€€) das vorzügliche prix-fixe-Dinner. | Subway: Jay St., A, C, F, dann Bus B61 bis zur Endstation

Williamsburg

Die dritte Inkarnation dieses Stückchens Brooklyn: früher Sommerfrische für die Whitneys und Vanderbilts, danach Fabriklandschaft und jetzt angesagtes Viertel für Künstler und Intellektuelle, die neben 30000 Juden wohnen. In der Nähe von Metropolitan Avenue und Grand Street finden sich diverse Restaurants, Galerien mit skurrilen Namen wie Momenta Art und Fish Tank sowie kleine Buch- und Plattenhändler mit ausgefallenem Sortiment. Die vibrierendste Straße ist die Bedford Avenue mit vielen kleinen Läden, Cafés und Galerien. Hipsterville: jung, entspannt und shabby chic. | Subway: Marcy Av., J, Bedford Av., L

Brooklyn Museum

Die siebtgrößte Kunstsammlung der USA mit mehr als 2 Mio. Objekten in einem Gebäude des New Yorker Architektenteams McKim, Mead & White von 1897. Lohnend sind vor allem die ägyptische (3. Stock) und die präkolumbianische Sammlung (1. Stock). In den Period Rooms (4. Stock) sind mehr als 20 Wohn- und Esszimmer aus New-England-Häusern von 1675 bis 1830 zu sehen. Die amerikanische Sammlung (5. Stock) gibt einen Überblick über die US-Kunst, die Iris and Gerald Cantor Gallery zeigt 58 Skulpturen von Rodin und der Sculpture Garden hinter dem Museum Architekturdetails, die im 20. Jh. in New York Abrissopfer wurden. Kontroverse Präsentationen zeitgenössischer Kunst haben das Museum in letzter Zeit ins Bewusstsein gerückt. Jeden ersten Samstag im Monat bis 23 Uhr wechselndes Gratis-Programm: von Unterricht in Swingtanz oder Porträtmalerei bis zu Kino, World-Music-Konzerten und Hip-Hop-DJs. | Mi-Fr 10-17, Sa, So 11-18 Uhr | 200 Eastern Parkway | Brooklyn | Eintritt $ 8 | www.brooklynmuseum.org | Subway: Eastern Parkway, 2, 3

The Cloisters

Inmitten des Fort Tryon Parks, mit Blick auf das gegenüberliegende, zu New Jersey gehörende bewaldete Steilufer des Hudson und die George Washington Bridge, liegt dieser 1934 bis 1938 erbaute Komplex, in den Teile von vier französischen und spanischen Klöstern integriert wurden. The Cloisters beherbergt die Sammlung mittelalterlicher Kunst des Metropolitan Museums. | Di-So 9.30 bis 16.45, März-Okt. bis 17.15 Uhr | Fort Tryon Park | Eintritt freiwillige Spende $ 20, inkl. Eintritt ins Museum am selben Tag | www.metmuseum.org | Subway: 190th St., A; Bus: M 4, Cloisters/Fort Tryon Park, Einstieg Madison Av., zw. 32nd und 110th St.

P. S. 1 Contemporary Art Center

Innovative Kuratoren sorgen für lebendige Kultur in den Räumen dieser ehemaligen Grundschule. Blick vom Dach auf Manhattan. Kurz vor Sonnenuntergang sollten Sie in James Turrells Raum auf den Holzbänken sitzen und an die Decke gucken, die nichts anderes ist als - der Himmel. An Sommersamstagen findet im Hof eine der beliebtesten Partys New Yorks statt (15-21 Uhr). | Do-Mo 12-18 Uhr | 22-25 Jackson Av. | 46th Av. | Queens | Eintritt $ 5 | www.ps1.org | Subway: 23rd St. (Ely Av.), E, V