Reisetipps Mexiko
Highlights Mexiko
Region: Mexiko-Stadt
Museo Nacional de Antropología
Bereits vor dem Eingang des Anthropologischen Museums wartet auf den Besucher ein 8 m hoher Monolith des Regengottes Tláloc. Das 1964 fertiggestellte Museum gilt als eines der weltbesten. Während man in den ersten Sälen eine Einführung in die mittelamerikanische Anthropologie erhält, sind die übrigen jeweils einer präkolumbischen Kultur vorbehalten. Besuchermagnet ist der im Saal 7 befindliche Sonnenstein der Azteken. Di-So 9-19 Uhr | Paseo de la Reforma/Calzada Gandhi | Metro: Chapultepec | www.mna.inah.gob.mx
Teotihuacán
Für die Besichtigung dieser 50 km nordöstlich von Mexiko-Stadt gelegenen, großen und bedeutenden Pyramidenanlage (tgl. 8-17 Uhr | www.teotihuacan.com), errichtet vom 4. Jh. v. Chr. bis 650 n. Chr., sollten Sie mindestens einen halben Tag einplanen. Nachdem der Haupteingang passiert ist, blickt man auf die gegenüberliegende Zitadelle. Beachtenswert sind vor allem die Masken des Regengottes Tláloc und der gefiederten Schlange am Sockel des Quetzalcoátl-Tempels.
Architektonischer Höhepunkt der Stätte ist die in der über 40 m breiten Straße der Toten (Camino de los Muertos) liegende Sonnenpyramide, ein gewaltiges, 63 m hohes Bauwerk, auf das breite Treppen führen. Da zur Entstehungszeit weder Zugtiere noch das Rad bekannt waren, mussten die für den Bau erforderlichen 2,5 Mio. Tonnen Erde und Stein von Lastenträgern herbeigeschafft werden. Mindestens zwei Jahrzehnte mussten die Arbeiten an dem Bauwerk gedauert haben, errechneten Archäologen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass mindestens 2000 Arbeiter rund um die Uhr am Werk waren.
Von der Sonnenpyramide genießt man den besten Blick auf die gesamte Anlage. Ganz im Norden erhebt sich der prächtige Palast der Quetzal-Schmetterlinge (Palacio del Quetzalpapálotl), so benannt nach den dortigen Malereien. Er liegt am Platz der Mondpyramide (Pirámide de la Luna) mit vier weiteren pyramidenförmigen Bauwerken.
Sensation in jüngster Zeit: 2004 entdeckten Archäologen im Fundament der Mondpyramide eine Grabkammer mit zwölf menschlichen Skeletten und zahlreichen Grabbeigaben wie Schmuck und dem Mosaik einer menschlichen Figur sowie Tierskeletten, u.a. von Pumas und Adlern. U-Bahn: Central del Norte, von dort Busse verschiedener Gesellschaften halbstündl. (Fahrtzeit 60 bis 90 Min.) mit mehreren Stopps entlang der archäologischen Stätte.
Wer über Nacht bleibt, findet Unterkunft in der Villa Arqueológica (43 Zi. | Tel. 0155/58369020 | Fax 01594/9560244 | www.teotihuacaninfo.com | €€) in San Juan Teotihuacán am Südrand der Zona Arqueológica.
Region: Acapulco
Felsenspringer
Die auf unzähligen Acapulcoplakaten spektakulär vom 42 m hohen Quebradafelsen kopfüber in eine enge Meeresbucht stürzenden clavadistas können täglich live erlebt werden. Die beste Sicht auf die mit Flutlicht erhellte Szenerie eröffnet sich von den Terrassen des Restaurants La Perla (im Hotel Glorias | Tel. 01744/4831155 | €€€). Ein teurer Spaß mit ziemlich schlechtem (Zwangs-)Essen, aber nirgends sieht man besser. Tgl. 20.15, 21.15, 22.30 Uhr sowie 13 Uhr Sondervorstellung | Eintritt Treppe 2,50 US-$, Büfett 20 US-$ | am westlichen Rand der Altstadt
Region: Palenque
Ruinas de Palenque
Der Rundgang durch die Tempelanlage sollte möglichst früh beginnen, weil es in Palenque mittags sehr schwül wird. Regenjacke und Insektenschutzmittel gehören im Sommer zur Besichtigung dazu. Zu dem berühmten Tempel der Inschriften (Templo de las Inscripciones), 21 m hoch, führt eine steile Treppenanlage über acht Plattformen, ein bequemer Aufgang verläuft an der Rückseite. Fünf Eingänge zieren den Tempel, an dessen mittlerer Wand 617 Hieroglyphen prangen. Diese gaben dem äußerst eindrucksvollen Gebäude seinen Namen.
Ein 1949 entdeckter Schacht führte den mexikanischen Archäologen Alberto Ruz Lhuillier durch das Innere der Pyramide zu einer unter der Erdoberfläche gelegenen Krypta (nur zu bestimmten, wechselnden Zeiten). In einem steinernen Sarkophag lag der Priesterherrscher Pacal (615-683 n. Chr.) begraben. Man darf die restaurierte Treppe hinuntersteigen und sich die berühmte Abdeckplatte aus Stein ansehen.
Ein wundervoller Blick ergibt sich vom Eingangsbereich des Tempels auf den gegenüberliegenden Großen Palast (El Palacio). Dieser ist der größte Gebäudekomplex der Anlage. Auf einer über 100 m langen Plattform gruppieren sich zahlreiche Bauten um vier Innenhöfe. Ein über 15 m hoher Turm (Observatorium) kann von Schwindelfreien erklommen werden. Im gesamten Palastbereich, der auch Wohn- und Baderäume umfasst, sind Reste von Stuckdekorationen und Farbbemalungen zu erkennen. Hinter dem Palast stößt man auf den unterirdischen Aquädukt der Maya, mit dem der Otulum kanalisiert worden war.
Jenseits des Flusses liegen auf Hügeln drei zauberhafte Bauten. Der Tempel der Sonne (Templo del Sol) verfügt über einen sehr gut erhaltenen Dachkamm (crestería). Seinen Namen erhielt das 692 errichtete Gebäude von einem Sonnenrelief, das die Rückwand des Tempels ziert.
Kehrt man ans andere Ufer des Flusses zurück, findet man auf dem weiteren Weg durch die Zeremonialstätte die Nordtempel, fünf Gebäude in einer Reihe. Davor liegt ein spektakulärer Bau, der Tempel des Grafen (Templo del Conde), benannt nach dem österreichischen Mayaforscher Graf Friedrich von Waldeck, der mehrere Jahre mit seiner Gefährtin auf dem Dach des gut erhaltenen Bauwerks campierte. Als man 1994 unter dem Tempel XIII (westlich neben der Pyramide der Inschriften) einen weiteren Sarkophag aus dem Jahr 700 mit dem Skelett einer Person mit einer Jademosaikmaske und Edelsteinschmuck entdeckte (La Reina Roja), werden die Ausgrabungen verstärkt fortgesetzt. Man vermutet, dass der zentrale Platz von Palenque die Nekropole der Herrscher gewesen sein könnte. Tgl. 8-18 Uhr
Wasserfälle von Agua Azul
65 km von Palenque entfernt auf dem Weg nach San Cristóbal de las Casas führt eine 4-km-Abzweigung zum schönsten Wasserfall des Landes, genauer zu 7 km langen, unzähligen Wasserfällen, die hellblau durch das dichte Grün sprudeln. Die Vegetation ist üppig, die Wege matschig. Man geht an den zahlreichen Kaskaden hinauf, über notdürftige Brücken und Steinplatten. Wanderer finden malerische Plätze zum Campieren. Einfache Restaurants und Erfrischungsstände sind vorhanden, öffentlicher Verkehr nur auf der Hauptstraße. Einen einzigartigen Blick auf die lang gezogenen Kaskaden von Agua Azul und die im Urwald versteckten Tempel und Paläste hat man aus der Luft. Wer von San Cristóbal nach Palenque oder umgekehrt reisen will, kann sich auf den Flugpisten der beiden Orte nach vier- bis sechssitzigen Flugzeugen erkundigen - Firmen und Privatflieger -, die den Flug (mit zwei Schleifen über Palenque und dem Wasserfall) für 200 bis 300 US-$ (vier Personen) anbieten.
Region: Villahermosa
Parque Museo La Venta
Bei Erdölbohrungen 1938 stießen Arbeiter im 130 km entfernten La Venta auf eine Sensation. 3000 Jahre alte Monumentalskulpturen der Olmeken aus Basalt und Granit traten ans Tageslicht, das Vermächtnis der vermutlich ältesten Hochkultur Amerikas: 25 t schwere und bis zu 2,70 m hohe Riesenhäupter mit fremdartigen Gesichtszügen, aufgeworfenen Lippen und breiten Nasen. Neben kleinfigürlichen Darstellungen wurden auch Gräber und Opferstätten ausgegraben, Altäre in Form von weit geöffneten Rachen. Von La Venta wurden die Kolosse nach Villahermosa gebracht. Auf einem großen Gelände schuf der landesweit angesehene Poet Carlos Pellicer Cámara ein Freilichtmuseum von Weltrang. 33 der Monumentalskulpturen wurden in einer Art tropischem Naturpark aufgestellt. Ein Zoo zeigt die Tiere des Dschungels, dazu eine große Vogelvoliere. Tgl. 8-16 Uhr | Avenida A. Ruíz Cortínes
Region: Oaxaca
Monte Albán
Nur knapp 10 km von Oaxaca liegt eine der großartigsten Pyramidenanlagen Mexikos, das einstige Kultzentrum der Zapoteken. In knapp 2000 m Höhe wurde von den ersten Siedlern des Tales, vermutlich Olmeken, die Kuppe des Monte Albán, des „Weißen Berges“, abgetragen. Auf der so entstandenen 200 × 300 m großen Fläche errichteten sie Tempel und Paläste. Wissenschaftler gliedern die geschichtliche Entwicklung Monte Albáns in fünf Phasen, die die Zeit von etwa 800 v. Chr. bis 1521 umfassen. Höhepunkt der Entwicklung war Monte Albán III (0-900): Zapoteken überbauten alte und errichteten neue prächtige Bauwerke; der Platz nahm seine heutige Form an. In der Folgezeit wandelten die Mixteken die Anlage in einen Bestattungsplatz um. Zu den interessantesten Bauwerken zählt das nördlich der Südplattform liegende Observatorium (ca. 100 n. Chr.); wahrscheinlich diente der Tempel mit zugespitztem Grundriss zur Himmelsbeobachtung; ein Tunnel führt quer hindurch. Noch aus Monte Albán I stammt das Gebäude der Tänzer (danzantes) an der südlichen Westseite, in dessen Innerem sich Reliefplatten mit olmekisch aussehenden Menschenfiguren befinden. Tgl. 8-17 Uhr
Region: San Cristóbal de las Casas
San Juan Chamula
Das meistbesuchte Dorf in Chiapas ist San Juan Chamula (etwa 10 km nordwestlich), das religiöse Zentrum der in den umliegenden Bergen wohnenden Chamulaindios. Beim Betreten der am Zócalo gelegenen Kirche (gelegentlich muss zuvor im Palacio Municipal eine Gebühr entrichtet werden) folgt meist ein Chamula, um auf die Einhaltung des Fotografierverbots zu achten. Für christliche Besucher ist die Atmosphäre recht eigenartig: Bunt gewebte Tücher hängen von den Wänden, der Boden ist über und über mit Kiefernnadeln bedeckt, Indios hocken auf dem Fußboden, trinken Coca-Cola, entzünden Kerzen, singen, beten und unterhalten sich angeregt miteinander.
Region: Mérida
Chichén Itzá
Die ungefähr ab 400 n. Chr. von den Maya bewohnte Stätte wurde um 1000 vom Volk der Itzá eingenommen. Unter ihrem toltekischen König Quetzalcóatl („Gefiederte Schlange“, in der Mayasprache „Kukulcán“) kam es zu einer Verschmelzung von Maya- und Toltekenarchitektur.
Zu den archäologischen Schätzen Chichén Itzás, das in eine Süd- und eine Nordgruppe unterteilt wird, gehört die Pyramide des Kukulcán (El Castillo, nicht zu besteigen). Über einen Gang an der Nordseite der Pyramide erreicht man einen im Bauch des Gebäudes befindlichen, überbauten Tempel. In zwei Räumen warten die Opferfigur eines Chac Mool sowie ein Jaguarthron auf die Besucher. Die insgesamt 365 Stufen der 30 m hohen Pyramide mit neun Terrassen beziehen sich auf die Anzahl der Tage eines Jahres. Achten Sie auf die Einfassungen am Fußende der Treppen, nämlich Schlangenköpfe mit geöffnetem Rachen. Zweimal im Jahr (am 21. März und 23. September) erweckt der Schattenwurf der Sonne den Eindruck, als ob sich die Reptilien langsam vom Tempel herabwinden, ein unglaubliches Schauspiel, das Tausende von Menschen anzieht.
In der Nähe des Castillo stößt man auf den Ballspielplatz (Juego de Pelota), mit 91 × 36 m nicht nur der größte des Landes, sondern auch der am besten erhaltene.
Quer über den großen Platz gelangt man zum Tempel der Krieger (Templo de los Guerreros), ein von den Itzá überbautes und erweitertes Mayagebäude. Auf einer 12 m hohen Pyramide stehen fein verzierte Säulen, die ursprünglich ein Dach trugen. Das Portal des Mayatempels besteht aus zwei gewaltigen Schlangensäulen. Vor dem Eingang liegt eine Chac-Mool-Figur.
Interessantestes Gebäude der Südgruppe ist die Sternwarte, ein auch als Schneckenhaus (El Caracol) bekanntes Bauwerk. Eine schmale Wendeltreppe führt ins Obergeschoss eines Turms. Das Observatorium wurde vermutlich als astronomisches Messgebäude benutzt, um aus der Einstrahlung des Sonnenlichts Regelmäßigkeiten des Jahresablaufs entnehmen zu können. Tgl. 8-18 Uhr, im Winter Ton-und-Licht-Schau um 19, im Sommer um 20 Uhr
Unterkunft finden Sie im Hotel Mayaland (115 Zi. | Carretera Vieja km 121 | Tel. 01985/8510105 | Fax 8510129 | www.mayaland.com | €€-€€€) am Südeingang.
Uxmal
Die Tempel von Uxmal (80 km südlich von Mérida) gehören zu den großen Höhepunkten der späten Mayaklassik. Die Pyramide des Wahrsagers, auch Pyramide des Zauberers (Templo del Adivino bzw. Enano) genannt, 38 m hoch und mit ovalem Grundriss, besteht aus fünf Gebäudekörpern, die innerhalb von drei Jahrhunderten entstanden, weil die aktuelle Pyramide mit ihrem Tempel alle 52 Jahre überbaut wurde. Tgl. 8-17 Uhr
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