Reisetipps Mexiko

Bloss nicht! Mexiko

Besuch einer factory

Den Teilnehmern von Pauschalreisen und Rundfahrten sowie Besichtigungsausflügen wird der Besuch einer factory aufgedrängt, in der Kunsthandwerksartikel angeblich besonders preisgünstig sind. Meist ist der Besitzer ein „friend“ des Reiseleiters und daher der Besuch besonders zu empfehlen, da er (der Reiseleiter) sich für wirklich gute Qualität und einen Preisnachlass verbürge. Besser ist fast immer ein freundliches, aber bestimmtes „No, gracias!“

Nachts am Strand

Vollmond über dem Pazifik, silbern glänzt das Meer - eine verlockende Szenerie, die zum romantischen Strandspaziergang um Mitternacht verleitet. Doch Vorsicht ist angeraten: Nur wenn man in der Sichtweite von Restaurants spaziert oder genügend andere Menschen unterwegs sind, sollte man loslaufen - man will ja schließlich kein Risiko eingehen.

Englisch sprechen und sich aufregen

Viele Mexikaner sind nicht gut auf US-Amerikaner zu sprechen: Hat ihnen doch der reiche Nachbar im Norden gewaltige Teile des Landes (die heutigen US-Bundesstaaten Kalifornien, Texas und Arizona) weggenommen und sich auch immer wieder in die Politik Mexikos eingemischt. Die Dollars der gringos, wie US-Amerikaner genannt werden, sind zwar gern gesehen, die gringos selbst aber nicht so - zumindest nicht überall. Wer Englisch spricht, wird für einen US-Amerikaner gehalten, wer sich dann noch aufregt über Dinge, die nicht gleich klappen, hat ganz verspielt. Wenige Worte in Spanisch sind daher meist besser als ein englischer Wortschwall.

Drogen andrehen lassen

Von Mexiko werden zwar Drogen in die Vereinigten Staaten exportiert - sehr zum Leidwesen der nördlichen Nachbarn -, der Gebrauch von Drogen wird jedoch scharf verfolgt und geahndet. Lassen Sie die Finger davon, und haben Sie bei starken Schmerzmitteln ein Rezept parat.

2.-Klasse-Busse auf Langstrecken

Es werden in 2.-Klasse-Bussen keine Sitzplätze reserviert, die Busse halten praktisch an jedem Busch und sind immer überfüllt. Kaufen Sie daher bei Langstrecken immer 1.-Klasse-Fahrscheine, und zwar möglichst einen Tag im Voraus. Die Busse der primera clase garantieren einen Sitzplatz, nur wenige Stopps, keine stehenden Fahrgäste sowie zügige und meist sichere Fahrt.

Zu wenig Propina

Mexikanische Kellner sind von den Trinkgeldern der US-Amerikaner verwöhnt, diese geben mehr als 15 %. Deshalb: Mindestens 10 % propina sind bei gutem Service Pflicht, will man zukünftig wie ein Freund begrüßt werden, gibt man wie die Amerikaner.