Reisetipps Mexiko
Ausflüge & Touren Mexiko
Kolonialstädte im zentralen Hochland
Rundreise Mexiko-Stadt-Tlaxcala-Puebla-Cuernavaca-Taxco-Toluca. Mit Puebla lernen Sie eine erlesene Kolonialstadt kennen, zu der Tlaxcala als indianisch geprägte Ortschaft einen reizvollen Kontrast bildet. An die Anfänge der Kolonialzeit erinnern Cortés' Zuckerhacienda Cocoyoc, die heute ein luxuriöses Hotel beherbergt, sowie der Palast des Eroberers in Cuernavaca. Weitere Höhepunkte der spanischen Kolonialzeit zeigen Taxco und Toluca. Übernachtungen lohnen sich in Puebla, Cocoyoc oder Cuernavaca, Taxco und Toluca, sodass die Rundreise (insgesamt etwa 600 km) mit fünf Tagen knapp, aber gut geplant ist.
Man verlässt Mexiko-Stadt in östlicher Richtung und erreicht über die Autobahn MEX 190 - mit großartiger Sicht auf die Vulkane Popocatépetl und Ixtaccíhuatl - nach 130 km Puebla. Unterwegs lässt sich nach ca. 100 km bei San Martín ein Abstecher 25 km nach Norden in das entzückende Provinzstädtchen Tlaxcala unternehmen. Von der Autobahn führt die Straße hinauf in die 2400 m hoch gelegene Hauptstadt (75000 Ew.) des gleichnamigen kleinen Bundesstaates. Schon bald nach ihrer Ankunft in Mexiko errichteten die Spanier hier, im Zentrum ihrer ersten Verbündeten, eine Siedlung, deren Gebäude in der Altstadt perfekt restauriert oder im alten Stil wiederaufgebaut wurden. Am Zócalo steht der Palacio del Gobierno (1530) mit reich dekorierter Fassade und kunstvollen Fenstern und Türen; im Inneren zeigen murales die Geschichte des Volkes der Tlaxcalteken. Über die Plaza Xicoténcatl erreicht man südlich auf einem Hügel das Convento de San Francisco (1540), ein ehemaliges Franziskanerkloster, das heute das historische Regionalmuseum beherbergt. 2 km östlich der Stadt steht auf einem Hügel das Santuario de Ocotlán, eine Barockkirche aus dem 17./18. Jh., die wegen ihrer besonderen Schönheit Besucher von weit her anzieht.
Über die Straße 119 gelangen Sie nach 24 km nach Puebla. Für die Besichtigung der Stadt kann man einen ganzen Tag veranschlagen. Zudem locken zahlreiche stimmungsvolle Hotels und Restaurants.
Auf dem Weg von Puebla gen Süden (MEX 190) lassen sich mit einem Abstecher (20 km) Cholula und seine große Pyramide, die farbenprächtige Kirche von Tonantzintla sowie die im Poblanostil (nämlich mit kunstvollen Talavera-Kacheln und roten Dachziegeln) gestaltete Kirche San Francisco de Acatepec besuchen.
Im Kurort Cuautla (120000 Ew.) in 1300 m Höhe treffen Sie auf zahlreiche einheimische Besucher: Hier genießt man wie einst schon die Kolonialherren die schwefelhaltigen Bäder um den Río Cuautla herum. Die mexikanische Prominenz wie ausländische Touristen steuern die bei Cuautla liegende Hacienda Cocoyoc (315 Zi. | km 32,5 Carretera Cuautla-Cuernavaca | Tel. 01735/3562211 | Fax 3561212 | www.cocoyoc.com.mx | €€€) an; diese soll im 16. Jh. unter Cortés erbaut worden sein. Heute gilt die inmitten eines Parks mit Aquädukt und Wasserfall gelegene Anlage als eines der stilvollsten Hotels des Landes.
In Cuernavaca laden koloniale Patiohäuser zur Übernachtung ein. Das angenehme Klima (1540 m Höhenlage) verlockt zu Spaziergängen in der hügeligen Stadt und zur am östlichen Stadtrand gelegenen Pyramide von Teopanzolco.
Von Cuernavaca führt die MEX 95 überwiegend als Autobahn ins südlich gelegene Taxco. Hier führen steile Gässchen zu gut bestückten Silbergeschäften und Kunsthandwerksmärkten.
Vor der Rückkehr nach Mexiko-Stadt verspricht Toluca, die Hauptstadt (500000 Ew.) des Bundesstaates México in fast 2700 m Höhe, noch einmal einen Einblick in die Baukunst der Kolonialherren. Das Zentrum des ehemals aztekischen Tollocán enthält vornehmlich Bauwerke aus dem 18. und 19. Jh., die die wohlhabende Stadt aufwendig restaurieren ließ. Gleich mehrere davon beherbergen heute Museen. Das Museo José María Velasco (Di-So 10-18 Uhr | Avenida Lerdo de Tejada Poniente 400) mit Zeichnungen und Gemälden des großen mexikanischen Künstlers lohnt einen Besuch. Neuere Gebäude wurden mit rosa Sandstein verkleidet und damit in das historische Stadtbild eingepasst. Arkadengänge - besonders kunstvoll an der Plaza Fray Andrés de Castro - bieten Schutz vor Sonne und Regen.
Über die Autobahn MEX 15 sind es von Toluca dann noch gut 60 km bis nach Mexiko-Stadt.
Die Transpeninsular in Baja California
Wüsten, Gebirge und Strände - von Tijuana nach Cabo San Lucas. Die 1300 km lange Halbinsel wird von einer durchgehenden Teerstraße, der Carretera Transpeninsular (MEX 1), erschlossen; sie erstreckt sich über etwa 1600 km von Tijuana im Norden zur Südspitze bei Cabo San Lucas und verläuft sowohl an der Ost- als auch an der Westseite von Baja California. Mindestens eine Woche sollten Sie für die Reise einplanen.
Die meisten Besucher sind zwar mit dem Miet- oder Wohnwagen unterwegs, jedoch bedienen auch Komfortbusse die gesamte Strecke. Obwohl man in Baja California einige prähistorische Felszeichnungen, romantische Kolonialstädtchen und historische Jesuitenmissionen vorfindet, sind es in erster Linie die karge Schönheit der Gebirgs- und Wüstenlandschaft sowie die unberührten Strände der Halbinsel mit ihrer vielfältigen Tierwelt, die Besucher zu der anstrengenden Fahrt verlocken.
Die hektische Millionenstadt Tijuana an der Grenze zu den Vereinigten Staaten verlässt man Richtung Süden und gelangt nach 110 km in die Hafenstadt Ensenada (260000 Ew.) am Nordende der großen, halbkreisförmigen Bahía Todos los Santos. Fischfang und Tourismus prägen das Leben. Walbeobachtungstouren werden zwischen November und März angeboten. Während der übrigen Zeit besucht man das Museo de Ciencia, das sich auf Grauwale spezialisiert hat.
16 km südlich von Ensenada führt ein Abzweig (19 km) westlich auf die Halbinsel Punta la Banda, die die Bucht im Süden abschließt, zu La Bufadora. Hier wird das Meerwasser in eine Unterwasserhöhle gepresst und schießt als Fontäne nach oben.
Die Straße nach Süden verläuft bis El Rosario an der Westseite, wendet sich dann ins Landesinnere und führt durch eine Wüste, in der unzählige Kaktusarten, unter ihnen der viele Meter hohe Saguaro (órgano), die karge Landschaft bestimmen. Nach 570 km ist das an der Westküste gelegene Guerrero Negro erreicht. Bei Meeresbiologen bekannt ist der hiesige Parque Natural de la Ballena Gris, dessen weitläufige Lagunen beste Möglichkeiten zur Walbeobachtung bieten.
Die MEX 1 durchquert anschließend die Halbinsel und erreicht nach 150 km die an einem klaren Bach gelegene Oase San Ignacio (6000 Ew.). Eine ehemalige Franziskanermission lädt zur Übernachtung, die Palmenhaine locken zum Spazierengehen. Nach weiteren 70 km ist das an der Ostküste gelegene Santa Rosalía erreicht (Fährverbindung nach Guaymas an Mexikos Westküste). Das 1885 von französischen Bergwerkern gegründete Städtchen (17000 Ew.) lebte um die Wende zum 20. Jh. vom Kupferabbau. Heute treffen sich hier die Hochseeangler.
Anschließend führt die Straße in einem Bogen hinüber zur Westküste - hier lockt ein Abstecher nach San Carlos - und erreicht 350 km nach Loreto La Paz. Von dort sind es noch 180 km bis San José del Cabo und weitere 33 km bis Cabo San Lucas.
Vom Hochland von Chiapas an den Golf von Mexiko
Naturschauspiele und präkolumbische Stätten: vom Cañón del Sumidero zum Golf von Mexiko. Von Tuxtla Gutiérrez erreicht man nach 30 km östlich die Kleinstadt Chiapa de Corzo mit der Möglichkeit zu einem Bootsausflug in den Cañón del Sumidero. Dann windet sich die Panamericana in Serpentinen über 50 km in die Berge hinauf. Krönendes Ziel ist die koloniale Indianerhauptstadt San Cristóbal de las Casas. Von dort führt die MEX 199 durch das Hochland von Chiapas nach Norden hinunter ins subtropische Palenque (220 km). Nach weiteren 140 km liegt nordwestlich Villahermosa. Man sollte bei dieser Tour in San Cristóbal und Palenque übernachten. In Villahermosa könnte man abends weiterfliegen nach Mérida, sodass für die Route mindestens vier Tage zu veranschlagen sind.
Tuxtla Gutiérrez, die Hauptstadt von Chiapas, ist schnell verlassen. Nach einem Rundgang um die Plaza von Chiapa de Corzo bummelt man zum Flussufer und besteigt dort eines der Boote für eine mehrstündige Fahrt in den Cañón del Sumidero. Noch am selben Nachmittag erreichen Sie dann das herrlich gelegene San Cristóbal de las Casas, wo zahlreiche Kolonialhäuser eine romantische Übernachtung verheißen. Aus einem Tag in dieser prachtvollen Stadt mit ihrem reichen, überall präsenten Kunsthandwerk und dem indianischen Erbe können schnell mehrere werden.
Während der Fahrt von San Cristóbal (2140 m) nach Palenque (200 m) führt in Ocosingo ein Abstecher (14 km) nach Toniná zu einem erst kürzlich restaurierten bedeutenden Zeremonialzentrum der Maya mit einem kleinen Museum. Wie eine Festung liegt die Pyramide mit dem Haupttempel auf einem Hügel. Die meisten Bauwerke sind noch von dichter Vegetation bedeckt. Eine Besonderheit von Toniná („steinernes Haus“) sind seine Rundsteine und -skulpturen. 60 km vor Palenque liegen 4 km abseits der Straße die Wasserkaskaden von Agua Azul mit Gelegenheit zum Picknick. 20 km vor Palenque stürzt der Wasserfall Misol-há aus 30 m Höhe in einen von dichtem Grün umrahmten See, in dem es sich auch gut baden lässt.
In Palenque muss man eine Übernachtung einlegen, um die archäologische Stätte besuchen zu können. Die Fahrt von Palenque nach Villahermosa führt durch eine von Lagunen und Flüssen zergliederte, fruchtbare Landschaft; das Klima ist schwül. Der Bundesstaat Tabasco ist durch Ölförderung recht wohlhabend geworden; heute sind Viehzucht sowie Agrarwirtschaft hinzugekommen. Verlassen Sie Palenque frühmorgens, können Sie in Villahermosa den Parque La Venta mit seinen Olmekenskulpturen vormittags besuchen und das CICOM-Museum nachmittags. Noch am selben Abend lassen sich Tuxtla Gutiérrez und Mérida erreichen. Empfehlenswert für alle, die eine Übernachtung im schwül-heißen und moskitoreichen Villahermosa vermeiden möchten, dessen Sehenswürdigkeiten sich gut an einem Tag besichtigen lassen.
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