Reisetipps Masurische Seen

Bloss nicht! Masurische Seen

Alkoholisiert Auto fahren

Nach wie vor ist Alkohol am Steuer eine der Hauptursachen für Unfälle in Polen, das zu den europäischen Spitzenreitern bei tödlichen Verkehrsunfällen zählt. Zwar wurde die Promillegrenze unlängst vom absoluten Alkoholverbot auf 0,2 gelockert. Doch die sind schneller überschritten, als man glaubt. Darum: Ein kühles Bier, ein Schoppen Wein zum Essen oder einen Wodka zur Verdauung auf jeden Fall meiden, wenn Sie anschließend noch Auto fahren wollen oder müssen. Verkehrskontrollen sind häufig und streng, Verstöße werden hart geahndet. Selbst wenn es Ihnen gelingen sollte, den Polizisten vom sofortigen Einkassieren Ihres Führerscheins abzuhalten - teuer wird der Spaß in jedem Fall.

Auf Autodiebe hereinfallen

Die meisten Warnungen vor Autodieben in Polen sind ziemlich übertrieben, doch eine reine Erfindung ist dieses Thema eben auch nicht. Darum: Wenn Sie mit dem Auto oder im Wohnmobil nach Masuren reisen, sollten Sie durchaus vorsichtig sein. Das gilt vor allem für neue, teure Wagen, Autodiebe bevorzugen deutsche Oberklassemarken. Generell gilt: Gehen Sie einfach auf Nummer sicher. Also: weder Wertsachen im Auto liegen lassen, noch den Wagen für längere Zeit unbeobachtet auf einem unbewachten Parkplatz abstellen. Die Horrorgeschichten indes von fingierten Unfällen auf einsamen Landstraßen oder Nägeln auf dem Asphalt, um Autofahrer zum Anhalten zu zwingen und zu berauben, stammen aus den (tatsächlich ziemlich wilden) frühen 1990er-Jahren. Lassen Sie sich durch solche Storys bloß nicht von einer Masuren-Reise abhalten.

Kreditkarten auf dem Land nutzen

Plastikgeld gilt natürlich auch in Polen. Beim Urlaub auf einem Bauernhof sollten Sie allerdings vorher klären, ob Ihr Gastgeber Kreditkarten akzeptiert. Auch viele kleine Restaurants halten an dem Motto „Nur Bares ist Wahres“ fest.

Die russische Grenze testen

Die Grenze zur Exklave Kaliningrad mag mancherorts in der menschenleeren Landschaft Nordmasurens aussehen, aus würden die verwitterten Sperrzäune und Grenzpfähle demnächst gänzlich von der Natur überwuchert, doch der Eindruck täuscht: Was Sie sehen, ist nur die erste Zone einer bis zu 1 km breiten und beidseits gut gesicherten Grenzanlage. Vor einem Test sei dringend gewarnt! Wenn Sie von russischen Patrouillen geschnappt werden, schießt dort zwar längst niemand mehr, doch Ärger ist Ihnen gewiss. Immer wieder versuchen waghalsige Touristen, die solche Grenzerlebnisse im freien Westeuropa nicht kennen, den Sperrzonen-Kick. Auch wenn man auf der polnischen Seite problemlos bis an den Zaun gelangen kann - eine Staatsgrenze, zumal die Außengrenze der EU, ist kein Abenteuerspielplatz.