Reisetipps Madrid
Einkaufen Madrid Rastro oder Custo
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Einkaufsparadies Madrid: feilschen auf dem Flohmarkt, flanieren in der Modemeile Calle Fuencarral
Ja, Klamotten und Schuhe sind in Madrid tatsächlich immer noch ein wenig billiger zu haben als in Mittel- und Nordeuropa. Aber es ist kein Problem, sein Geld mit vollen Händen auszugeben - spanische und internationale Modedesigner warten auf Sie mit Metropolenpreisen, Edelboutiquen verkaufen wenig Stoff für viele Euros. Einkaufen ist eine Wonne in Madrid.
Wer, um zu sparen, nicht gleich Mode aus zweiter Hand auf dem Sonntagsflohmarkt Rastro suchen will, mag die rebajas (Schlussverkäufe) im Januar/Februar und Juni/Juli ausnutzen. Traditionelle Geschäfte öffnen montags bis freitags zwischen 10 und 14 und dann wieder von 17 bis 20 Uhr sowie am Samstagvormittag. Kaufhäuser und Ketten verzichten auf die lange Mittagspause und schließen auch erst am Samstagabend. Sonntags dürfen Buch- und Plattenläden sowie kleine Geschäfte mit begrenzter Auswahl öffnen. Für alle anderen legt die Regionalregierung jeweils zu Jahresbeginn 20 verkaufsoffene Sonntage fest, darunter gewöhnlich sämtliche August- und Dezembersonntage.
Die wichtigsten Einkaufsstraßen der Innenstadt sind die Calle Preciados und die Calle Carmen zwischen Puerta del Sol und Plaza Callao - eine Fußgängerzone ohne besonderen Charme, aber mit großem Angebot an Mode und Waren des täglichen Bedarfs zu vernünftigen Preisen. Nördlich davon hat sich die Gran Vía zwischen Plaza España und Red de San Luis trotz dröhnenden Verkehrs zur belebten Einkaufsmeile entwickelt. Südlich der Puerta del Sol drängen sich in der Calle Carretas günstige Klamottengeschäfte. Wer seinen Kaufrausch vorplanen will, kann sich unter www.eldibuk.com inspirieren lassen.
El Flamenco Vive
Der spanische Laden mit dem ausführlichsten Angebot an Flamencoplatten, -literatur, -gitarren und -kostümen. Stöbern und bestellen auch im Internet unter www.elflamencovive.es. | Conde de Lemos 7 | Metro 2, 5: Ópera
La Librería
Seit 1986 spezialisiert auf Madridliteratur. www.edicioneslalibreria.com | Mayor 80 | Metro 2, 5: Ópera
FNAC
Die Madrider Filiale der französischen Medienkaufhauskette bietet auf vier Etagen eine großartige Auswahl an Büchern, CDs und Filmen. Wer hier nicht fündig wird, muss schon sehr ausgefallene Interessen haben. www.fnac.es | Preciados 28 | Metro 3, 5: Callao
Musical Ópera
Madrids bedeutendste Adresse für alte und klassische Musik: CDs, Literatur und Instrumente. www.musicalopera.es | Carlos III 1 | direkt neben dem Teatro Real | Metro 2, 5: Ópera
Antigua Pastelería del Pozo
Eine Zeitreise: Die 1830 gegründete Bäckerei ist die älteste Madrids. | Pozo 8 | Metro 1, 2, 3: Sol
Bomec
In Spaniens Supermärkten gibts nur Teebeutel - in diesem orientalisch anmutenden Teepalast alle Teeblätter der Welt. | San Joaquín 8 | Metro 1, 10: Tribunal
Cacao Sampaca
Ein Fest der Sinne für alle Schokoladengenießer: die feinsten, hausgemachten Spezialitäten zum Mitnehmen oder zum Probieren an Ort und Stelle. | www.cacaosampaka.com | Orellana 4 | Metro 4, 5, 10: Alonso Martínez
Casa Mira
Hier kaufen die Madrider Marzipan und die Weihnachtsspezialität turrón. | Carrera San Jerónimo 30 | Metro 2: Sevilla
Góndiaz
In diesem kleinen Laden in der Nähe des Königspalasts hängt der beste Schinken Spaniens, in gedämpftes Licht getaucht, von der Decke. Bestellungen sind auch online möglich: www.gondiaz.es. | Plaza de la Marina Española 7 | Metro 2: Santo Domingo
Mariano Madrueño
Familienbetrieb seit 1895, spezialisiert auf spanische Weine. Alles vom Marqués de Riscal (Rioja) aus dem Jahr 1896 bis zur Lese des vergangenen Jahrs. www.madrueno.com | Postigo de San Martín 3 | Metro 3, 5: Callao
Patrimonio Comunal Olivarero
Um die 150 Olivenölsorten der besten Qualität virgen extra sind in den Regalen des kleinen, etwas nüchternen Ladens aufgereiht wie anderswo Wein. Bestellen kann man auch unter www.pco.es. | Mejía Lequerica 1 | Metro 5, 10: Alonso Martínez
Mercado de San Miguel
Madrids schönster Markt ist eine Konstruktion von 1916 aus Glas und hellgrün gestrichenem Gusseisen. Wegen fehlender Kundschaft hatten zuletzt leider alle bis auf zwei Stände ihre Rollläden heruntergelassen - ein Investor will hier demnächst ein neues Marktkonzept ausprobieren. | Plaza de San Miguel | Metro 2, 5: Ópera
Mercado Vallehermoso
Der Markt im Bezirk Chamberí hat das Flair des frühen 20. Jhs. bewahrt: nicht alles Beton, wie in vielen anderen Madrider Markthallen, sondern Backstein und Holz. Am meisten Betrieb herrscht vormittags. | Fernando el Católico 14 | Metro 2: Quevedo
Rastro
Ein wirklich schreckliches Menschengewimmel erfüllt am Sonntagvormittag die Straßen rund um die Plaza Cascorro. Der Besuch des Rastros gehört zur Sonntagsroutine vieler Madrider wie für andere der Kirchgang. An die 80000 Menschen zwängen sich an den 1300 Ständen vorbei. Die meisten suchen nichts Bestimmtes - und kaufen doch immer irgendetwas. Außergewöhnliche Entdeckungen gibt es kaum zu machen. Aber der Rastrobesuch ist eine gute Ausrede, um sich hinterher bei Wein und Tapas in einer der vielen Bars der Gegend mit Freunden zu treffen.
Von der Plaza Cascorro geht es die Ribera de Curtidores hinunter und verästelt sich dann hinein in die Nebenstraßen: echte Antiquitäten neben schlecht kopierten Gemälden, verrostete Schlüssel neben billigen Schuhen, fabrikneue T-Shirts neben illegal gepressten CDs und DVDs. Feilschen ist erlaubt. Aber: Höchste Vorsicht vor Taschendieben, besonders minderjährigen! | Metro 1, 5: Tirso de Molina, La Latina, Puerta de Toledo
Antigua Casa Talavera
„Dieses Haus hat keine Filialen“ verkündet das stolze Motto auf den Visitenkarten des besten, etwas versteckt gelegenen Keramikladens Madrids. Die Großeltern des heutigen Besitzers Fernando Sánchez gründeten das Geschäft 1903, und genau wie sie verkauft er immer noch ausschließlich handgemachte Ware aus den spanischen Zentren der Keramikherstellung wie Talavera de la Reina oder Granada. | Isabel la Católica 2 | Metro 2: Santo Domingo
Casa de Diego
„Mañana lloverá“ steht neben den Eingangstüren: Morgen wirds regnen. Die Casa de Diego verkauft seit 1858 Regenschirme und Spazierstöcke, aber auch kunstvolle Fächer aus eigener Produktion. www.casadediego.net | Puerta del Sol 12 | Metro 1, 2, 3: Sol
Casa Jiménez
Hier kaufen traditionsbewusste Madriderinnen mantones (fransenbesetzte Schultertücher) und mantillas (den Kopf bedeckende Spitzenüberwürfe). | Preciados 42 | Metro 3, 5: Callao
Enjabonarte
Hier bekommen Sie Seifen, die aussehen wie handgemacht, viele auf Olivenölbasis, und Badesalze. www.enjabonarte.es | Hortaleza 33 | Metro 1, 5: Gran Vía
José Ramírez
Ende des 19. Jhs. begann der Gitarrenbauer José Ramírez seine eigene Werkstatt aufzubauen, die heute von seiner Urenkelin Amalia Ramírez in vierter Generation weitergeführt wird. Die besten Gitarristen Spaniens kaufen hier ihre Instrumente, sei es für Klassik, Flamenco oder Pop. www.guitarrasramirez.com | Paz 8 | Metro 1, 2, 3: Sol
Romero Díaz
Eleganter Geschenkeladen in Salamanca mit allem, was der Besucher gerne „made in Spain“ mit nach Hause nimmt: von Kunsthandwerk über mantillas bis zu spanischem Wein. www.romerodiaz.com | Jorge Juan 64 | Metro 2, 9: Príncipe de Vergara
Seseña
Capas, ein klassisches spanisches Kleidungsstück, sind ärmellose Mäntel (Capes) für Männer und Frauen, eigentlich längst aus der Mode und doch bei manchen wohlhabenden Spaniern immer noch gefragt. Nirgendwo gibt es bessere als hier. | www.sesena.com | Cruz 23 | Metro 1, 2, 3: Sol
Tununtunumba
Eine kunterbunte kleine Schatztruhe in Huertas: Das Geschäft verkauft Musikinstrumente aus aller Welt, vor allem verschiedene Trommeln und Flöten. Zum Angebot gehören außerdem Silberschmuck, Papierlampen und Weltmusik-CDs. | www.tununtunumba.com | Santa María 34 | Metro 1: Antón Martín
Kunstgalerien
Im Rücken des goldenen Museumsdreiecks, in Lavapiés und Huertas, ist in den vergangenen Jahren der Distrito Arte - oder, nach den Zustellbezirken der Post, Distrito 12/14 - Madrids mit Dutzenden von Galerien für zeitgenössische Kunst herangewachsen. In Lavapiés lohnt sich vor allem der Weg in die Calle Doctor Fourquet, in Huertas in die Calle San Pedro. In einer Parallelstraße der San Pedro Richtung Paseo del Prado hat das Kunst- und Kulturzentrum La Fábrica (Alameda 9 | www.lafabrica.com) seinen Sitz.
El Corte Inglés
Wenn Sie partout nicht wissen, wo Sie eine bestimmte Sache bekommen können, dann lohnt es sich fast immer, im Corte Inglés vorbeizuschauen, der einzigen spanischen Kaufhauskette. Nicht ganz billig, aber mit unübersehbar vielfältigem Angebot. Die beiden Innenstadthäuser: Preciados 3 | Metro 1, 2, 3: Sol | und Plaza de Callao 1 | Metro 3, 5: Callao
Calle Almirante
Es ist, als wäre das Barrio de Salamanca über den Paseo de Recoletos nach Chueca herübergeschwappt: Hier gibt es edle Mode zu ebenso edlen Preisen. In der Almirante 9 residiert der Stardesigner Jesús del Pozo (www.jesusdelpozo.com), gegenüber bei Momo (Almirante 8) gibt es ausgefallene junge Mode und Accessoires. Schauen Sie auch in der gut fünf Minuten entfernten Boutique Pez (Regueros 15) vorbei und lassen sich allein vom ungewöhnlichen Ladendesign überraschen. | Metro 5: Chueca
Calle Fuencarral
Ein Phänomen, wie sich diese Innenstadtstraße in nicht einmal zehn Jahren vollkommen gewandelt hat: Von einer düsteren, etwas heruntergekommenen Durchfahrtsstraße wurde sie zur hippsten Modemeile der Stadt - ein bisschen London in Spanien. Alles begann mit Lack- und Lederläden für die schrägen Vögel der Chueca-Nächte. Es folgten Boutiquen für junge Leute mit Mut zum Besonderen. Und auf einmal lassen sich hier auch etablierte Marken wie Adolfo Domínguez, Mango oder Diesel und der Barceloneser Stardesigner Custo (Nr. 29) nieder. In der Hausnummer 45 ist der Mercado de Fuencarral untergebracht, ein Dreietagenkaufhaus für Madrids coole Jugend. Spätestens seit 2004 direkt daneben ein Starbucks-Café aufgemacht hat, ist klar, dass die Calle Fuencarral ihre Vergangenheit als alternativer Geheimtipp hinter sich hat. Schuhe ohne Ende gibts übrigens in der Seitenstraße Augusto Figueroa. | Metro 1, 5, 10: Gran Vía, Tribunal
Calle Serrano
Die Gegenwelt zur Calle Fuencarral: Im Barrio Salamanca herrschen noch etwas konservativere Vorstellungen von gutem Kleidungsgeschmack. Fast sämtliche großen spanischen Modemacher und -marken haben sich an der Calle Serrano südlich der Calle José Ortega y Gasset niedergelassen: Carolina Herrera (Nr. 16), Adolfo Domínguez (Nr. 18), Camper (Nr. 24), Loewe (Nr. 26 und 34), Purificación García und La Perla (Nr. 28), Zara (Nr. 48); auf der anderen Straßenseite Agatha Ruiz de la Prada (Nr. 27) mit Hang zu Knallbuntem und Roberto Verino (Nr. 33). Dazwischen die berühmtesten Juweliere: Carrera y Carrera (Nr. 76) und Suárez (Nr. 62).
Was noch fehlt an Rang und Namen, findet sich in den stilleren Nachbarstraßen: Antonio Miró in der | Calle Lagasca 65, Sybilla mit ihren fröhlichen Entwürfen und die Wäschedesignerin Meye Maier im Callejón de Jorge Juan, einer kurzen Fußgängergasse voller Boutiquen, die zwischen den Hausnummern 12 und 14 von der Calle Jorge Juan abzweigt. | Metro 2, 4: Retiro, Serrano
The Deli Room
Originelle Boutique, spezialisiert auf weniger bekannte spanische Designer. In einer alter Schlachtereitheke stehen flippige Schuhe. | Santa Bárbara 4 | Metro 1, 10: Tribunal
Sprint
Die Läden dieser Kette sind 24 Stunden an allen Tagen des Jahres geöffnet. In der Innenstadt z.B.: Arenal 28 | Metro 2, 5: Ópera
Vips
Hier bekommen Sie Presse, Bücher, DVDs und CDs, aber auch Lebensmittel bis 3 Uhr morgens. In der Innenstadt z.B.: Gran Vía 43 | Metro 3, 5: Callao