Reisetipps Karibik - Kleine Antillen

Ausflüge & Touren Karibik - Kleine Antillen

Sail the British Virgin Islands

Um auf diesem fünftägigen Törn die vielen Ankerplätze auf den British Virgins kennenzulernen, ist es sinnvoll, Tortola im Uhrzeigersinn zu umsegeln. Die vorgelagerten Inseln können so der Reihe nach angesteuert werden. Außerdem haben Sie so den Wind im Rücken.

Durch den Sir Francis Drake Channel, dessen Wassertiefe zwischen 10 und 50 m variiert, geht es nach Süden. Erster Ankerplatz ist das 7 Meilen entfernte Norman Island. Schnorchelnd oder per Dinghi lassen sich die Höhlen südöstlich von Treasure Point und den Riffen wunderbar erkunden. Nur einen Katzensprung entfernt ragen die Felsen The Indians aus dem Wasser, mit ihren Korallenformationen und ihrer Fischvielfalt einer der beliebtesten Schnorchelplätze der Virgin Islands.

Weiter geht es nach Soper's Hole, Tortolas West End. (1,5 Std., Einsteuerung zwischen Little Thatch Island und Frenchman's Cay). Hier gibt es Läden und Pusser's Landing, einen Ableger der Pusser's Restaurant- bzw. Ladenkette. Nach etwa einer weiteren Segelstunde erreicht man Great Harbour auf Jost Van Dyke. An der verschlafenen Bay liegen kleine Boutiquen, Strandrestaurants, eine Bäckerei und das Foxy's: Der charismatische Calypso-Barde widmet Ihnen vielleicht ein musikalisch untermaltes, freundlich-satirisches Gedicht, wenn Sie sich in seine Bar setzen. Nächstes Ziel auf Jost Van Dyke (140 Ew.) ist White Bay, nur per Dinghi oder schwimmend zu erreichen. Hier kann man sich im Sandcastle Hotel in einer unter Palmen schwingenden Hängematte von der Spezialität des Hauses, dem „Painkiller“, erholen. Weiter geht's mit eingeholten Segeln wieder nach Tortola zur spektakulären Cane Garden Bay. Dieser palmengesäumte, lebhafte Sandstrand bietet Beachbars, Restaurants und verschiedene Wassersportarten. Außerdem können Sie die 300 Jahre alte Callwood Rum Distillery besichtigen, die immer noch Rum produziert. Entlang der grünen Nordküste segeln Sie Richtung Guana Island, Monkey Point (guter Schnorchelstopp mit Riff). Der Trip dahin dauert 2-3 Stunden. Langsam sollten Sie an einen Übernachtungshafen denken: Marina Cay bietet sich mit seinem Pusser's Restaurant dazu an.

Am nächsten Tag geht es weiter, vorbei an Great Camanoe und den Dogs (guter Schnorchelstopp) und an Leverick Bay Resort nach North Sound, Virgin Gorda. Mindestens zwei weitere Nächte sollte man im beliebten Seglertreff The Bitter End Yacht Club verbringen. Hier kann man sich mit Wasser, Eis und Benzin versorgen. Downwind geht es dann um Virgin Gorda herum, vorbei an der verschlafenen Hauptstadt Spanish Town mit einigen Geschäften und Pub in der Marina, Richtung Südwesten zu den berühmten Baths (ca. 2,5 Std.) Die riesigen Granitfelsen mit ihren Höhlen und Pools kann man wunderbar zu Fuß und schnorchelnd erkunden.

Etwa eine Stunde Fahrt führt zum nahe gelegenen Cooper Island mit Restaurant und Bar am Palmenstrand. Hier bietet es sich an, über Nacht zu ankern. Morgens geht es weiter, vorbei an Salt Island und Dead Chest („des toten Mannes Kiste“), nach Peter Island, Deadman's Bay. Hier erwarten Sie ein schöner Strand und das lässige Beachrestaurant des eleganten Peter Island Resorts. Das Resort ist über einen Fußpfad zu erreichen. Hier können Sie über Nacht ankern. Vorsicht bei der Einfahrt in den Hafen wegen des ausgedehnten Riffs östlich von Sprat Bay.

Am nächsten Morgen sollten Sie frühzeitig nach Road Town, Tortola, aufbrechen. Auf Tortola nähert sich der Segeltörn wahrscheinlich seinem Ende. Der Flughafen Beef Island ist etwa eine halbe Stunde Taxifahrt von Road Town entfernt.

Charterfirmen: The Moorings | Wickhams Cay II | Tortola | Tel. 284/4942332; BVI Yacht Charters | Inner Harbour Marina | Tel. 284/4944289 | Fax 4946552

Tagestouren zum Boiling Lake, Dominica

Die 7- bis 8-stündige Tour ist anstrengend, eine Herausforderung, die nur annehmen kann, wer in guter körperlicher Verfassung und geübter Bergwanderer ist. Festes Schuhwerk ist ein Muss.

Die Tour beginnt in Laudat, einem Dorf am Fuß des Morne Nichols. Von hier aus sollten Sie sich einen erfahrenen Führer nehmen (jedes Hotel vermittelt guides und arrangiert Touren; sie kosten 80-100 EC $). Zunächst geht es, begleitet vom Ruf des Mountain Whistlers, eine halbe Stunde sanft bergan durch Koniferenwälder bis zum Breakfast River, so genannt, weil viele Wanderer hier die erste Rast einlegen, um sich zu erfrischen. Hinter dem Fluss beginnen die Hänge des Morne Nichols. Der Weg wird jetzt steiler und rutschig, führt an Wasserfällen und Schluchten vorbei. Tief hängende Wolken versperren z.T. die Sicht. Langsam kommen Sie in die höher gelegenen Elfin Woodlands. Die Äste der Zwergfichten sind vom Wind bizarr verformt und mit Moosen und Flechten überwachsen.

Nun folgt der schwierigste Teil der Wanderung, der „Kletterpart“. Durch das Valley of Desolation, das Tal der Verwüstung, geht es über einen Ziegentrail auf nassen, glitschigen Felsen abwärts. Je weiter Sie hinunterklettern, desto deutlicher tritt das Tal vor Ihnen in Erscheinung. Heiße Quellen spritzen gelb, schwarz, silbern und orange aus ihren Pools. Im Hintergrund hören Sie das Blubbern der kochenden Schlammlöcher.

In eineinhalb Stunden erklimmen Sie den gegenüberliegenden Hang und haben jetzt das Ziel vor Augen: den Boiling Lake, den „kochenden See“. Die Seiten des Kraters fallen 20-30 m steil zum Wasser hin ab. Die Oberfläche des Sees ist die meiste Zeit von milchigem Wasserdampf verhüllt, da die hohe Temperatur im Krater das Wasser fast bis zum Siedepunkt erhitzt. Ruhen Sie sich gebührend aus, bevor Sie den anstrengenden Weg zurück antreten.

Immerhin geht es, haben Sie erst den Kletterpfad hinter sich, bergab schneller. In 2 Stunden haben Sie wieder den Breakfast River erreicht. Hier kann man sich mit einer Katzenwäsche vom gröbsten Morast befreien und, wirklich erschöpft, den kurzen Weg nach Laudat antreten, wo in Roxy's Bar ein kaltes Bier wartet. Wer jetzt genug hat, kann hier auch übernachten (Roxy's Mountain Lodge | Laudat | Tel./Fax 767/4484845 | €).