Reisetipps Karibik - Große Antillen

Ausflüge & Touren Karibik - Große Antillen

Bergtour zum Blue Mountain Peak

Die fünf- bis sechsstündige Bergwanderung mit Übernachtung führt über steil gewundene Pfade vorbei an Kaffee- und Bananenpflanzungen in die üppige Vegetation des Regenwaldes und die farbenprächtige Vogelwelt Jamaikas.

Ausgangspunkt der Wanderung ist Whitfield Hall, eine Kaffeeplantage und Gästelodge in den Bergen nahe dem Ort Mavis Bank. Die meisten Wanderer beginnen den Anstieg am frühen Morgen, vor allem bei Vollmond.

Etwa 1 km vom Hostel entfernt beginnt der Trail. Bald wird der Pfad steiler und windet sich entlang der mit Kaffee und Bananen bepflanzten Terrassenhügel. Er führt durch farngesäumten Regenwald mit Bambus, Bromelien und Orchideen. Die Temperaturen sind hier viel niedriger als in den tieferen Lagen, und die hohe Luftfeuchtigkeit lässt die Vegetation mit über 500 Pflanzenarten grün und üppig wachsen. Der letzte Teil des Weges führt durch Zwergfichtenwälder, bevor Sie nach der Hälfte der Strecke Portland Gap erreichen.

Von jetzt an wird der Weg noch steiler und schwieriger. Die letzten Kilometer führen durch ein ausgetrocknetes Flussbett namens Jakob's Ladder. Von hier aus sieht man den Peak (2256 m) und, wenn der Tag klar ist, die Südküste mit Kingston und im Norden Port Antonio. Manchmal kann man sogar Kuba in der Ferne erkennen.

Auf dem Peak gibt es eine überdachte Hütte, die dem Forestry Department gehört. Hier können Sie über Nacht kampieren. Snacks und Drinks gibt es an der Ranger Station. Von hier aus kann morgens in aller Frühe der Abstieg erfolgen.

Wanderung im regenwald el yunque

Als Teil des U. S. Forest Service ist der puerto-ricanische Nationalwald El Yunque der einzige tropische Regenwald der USA. Auf den beiden vorgestellten Wegen (zwei bzw. vier Stunden) durchwandern Sie verschiedenartige Wälder und gelangen zu einem Aussichtsturm mit faszinierendem Ausblick.

Eine halbe Stunde Autofahrt östlich von San Juan liegt der tropische Wald El Yunque mit seinem Vogelschutzgebiet. Von der Route 3 Richtung Fajardo biegen Sie nach rechts ab auf die Route 191. In El Yunque wurden 240 Baumarten und mindestens 200 Farnarten gefunden. Im Norden des Waldes erreichen Sie das Informationszentrum El Portal (tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 3 US$). Hier werden Videos über El Yunque und andere Regenwälder gezeigt.

Etwas weiter, beim Picknickplatz, stürzt der Wasserfall La Mina in den gleichnamigen Fluss, in dem einst Gold gefunden wurde. Von hier aus führt ein befestigter Wanderweg, der Big Tree Trail (insgesamt zwei Stunden Marsch), durch den Tabonico-Wald. Er ist nach dem einheimischen Tabonico-Baum benannt, der in den unteren Berglagen wächst. Viele der Bäume werden größer als 45 m, von ihren Ästen hängen Kletterpflanzen und Schlingwurzeln herab. In den etwas höheren Lagen wachsen Colorado-Wälder mit kleineren, oft mit Bromelien bedeckten Stämmen. Der Rundweg führt schließlich wieder zurück zum Picknickplatz am La Mina. Hier können Sie mit etwas Glück ein paar Vertreter der Puerto-Rico-Amazone, einer heimischen Papageienart, sehen.

Ein weiterer, vier Stunden langer Rundweg ist der El Yunque Trail. Er beginnt am Caimitillo-Picknickplatz und schlängelt sich steil durch den Colorado-Wald und den Sierre-Palm-Wald, um schließlich in den nebelverhangenen Zwergfichtenwald des Mount Britton und El Yunque überzugehen. Geradeaus geht es zum Aussichtsturm des Los Piccachos. Wenn Sie nach 4 km links abbiegen und der FR 10 für ca. 100 m folgen, gelangen Sie zum Aussichtsturm des Mount Britton. Von hier aus haben Sie einen wunderbaren Blick auf die Gipfel Los Piccachos, Roca Marcas und Yunque Rock. Bei klarer Sicht zeigen sich die Nord- und Ostausläufer der Atlantikküste.

Ausflug in den Parque Nacional los Haïtises

Der Nationalpark in der Dominikanischen Republik ist nur per Boot zu erreichen. Daher sollten Sie von Samaná aus eine organisierte Tour für 60 US$ buchen (Samaná Tourist Information, Malecón 5 | Tel. 5382332) - man bekommt dann auch automatisch die erforderliche Genehmigung für den Besuch des Parks. Am besten fahren Sie frühmorgens von Samaná Bay aus los, wenn die Bucht noch ruhig ist, denn die Nachmittagswinde können einen ziemlich starken Seegang hervorrufen.

Per Boot fahren Sie zur gegenüber der Halbinsel Samaná gelegenen Bahía de San Lorenzo, deren Küste die nördliche Grenze von Los Haïtises bildet. Vorbei geht es an felsigen Inselchen und bizarr geformten Kalksteinfelsen. Auf der Isla de los Pájaros, auf deren Felsen ein kleiner Wald gewachsen ist, brüten Braune Pelikane, Schneesichler (eine Reiherart), Rosenseeschwalben und andere Wasservögel. Von hier aus fährt das Boot in die Kanäle der Mangrovenwälder des 208 km² großen Nationalparks. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt hier jährlich 1900-2000 mm, die Temperaturen liegen bei 24-26 Grad. Die hohe Luftfeuchtigkeit gibt den verschiedenen tropischen Pflanzen, u.a. Farnen, Bromelien und Orchideen, eine ideale Wachstumsgrundlage. (Leider auch den Moskitos: Insektenspray ist ein Muss!) In den Sümpfen sind bei Ebbe Muscheln, Austern, Schnecken und anderes Meeresgetier zu sehen, und im Verlauf des Flusses kommen Blaureiher und Ibisse vor. Auch soll es hier noch einige Pärchen der seltenen Manati-Seekühe geben.

Weiter geht die Fahrt zu den teils miteinander verbundenen Höhlen des Nationalparks, den sogenannten Cuevas del Ángel. Wandmalereien und Felszeichnungen bezeugen, dass hier schon vor 4000 Jahren Siboney und Taino gelebt haben. In der Bucht San Lorenzo liegt die Höhle La Arena, an deren Eingang zwei Tainogesichter in den Fels geritzt sind. Im stalagmi-tenbewachsenen Inneren der Höhle können Sie mithilfe einer Taschenlampe die Malereien der Ureinwohner bestaunen. Sie zeigen Menschen, Tiere und andere Motive, die zum Leben der Indianer gehörten. Auch die Höhlen San Gabriel und La Línea enthalten vorkolumbische Zeugnisse.