Reisetipps Kalifornien

Sehenswertes Kalifornien

Region: San Francisco

Alcatraz

Die Fahrt mit dem Boot und die Besichtigung der ehemaligen Gefängnisinsel (1934-63), auf der so berühmte Verbrecher wie Al Capone inhaftiert waren, dauert ca. 2½ Stunden. The Rock, wie Alcatraz genannt wird, galt als sicherstes Gefängnis der Welt. Dennoch gelang neun Insassen die Flucht - Anlass für mehrere Hollywoodfilme. Ablegestelle: Pier 33 am Ostende von Fisherman's Wharf | Abfahrten tgl. ab 9 Uhr, auch Nachttouren | Ticket 24,50 $ | Tel. 415/981-7625 | www.alcatrazcruises.com

Asian Art Museum

Mehr als 10000 Objekte aus China, Japan, Indien, Nepal, Tibet und Südostasien, gestiftet von dem ehemaligen IOC-Präsidenten Avery Brundage. Guter Shop. Di-So 10-17, Do bis 21 Uhr | Eintritt 12 $ | 200 Larkin St. | www.asianart.org

Cable Cars

Die kabelgezogene, über 100 Jahre alte Straßenbahn gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Die Powell-Mason-Linie (Nr. 59) beginnt am Visitor Center an der Ecke Market und Powell Street, windet sich in die Nobelgegend Nob Hill hinauf, um dann auf der Mason Street bis nahe Fisherman's Wharf wieder hinabzufahren. Powell-Hyde-Linie (Nr. 60): Market/Powell Street bis zur Northern Waterfront. California-Linie (Nr. 61): California Street von Market Street bis Van Ness Avenue. Ebenfalls sehr lohnend: eine Fahrt mit den historischen Straßenbahnen der F-Line, die auf Market Street und Embarcadero verkehren. Tgl. 6-0.30 Uhr | Tickets (5 $) sind an Automaten an den Haltestellen oder an Bord zu lösen

California Academy of Sciences

Stararchitekt Renzo Piano hat den Neubau des riesigen Naturkundemuseums gestaltet - komplett mit Regenwald und organischen Formen. Schmuckstück des Komplexes wird das Steinhart Aquarium. Eröffnung im Herbst 2008. Golden Gate Park | www.calacademy.org

Chinatown

Die ersten Abenteurer aus China kamen, vom Goldrausch angelockt, um 1850. Wenige Jahre später wurden viele von ihnen als Kulis für den Eisenbahnbau eingesetzt. Zuletzt haben Flüchtlinge die Zahl der Chinesen im Westen der USA weiter anwachsen lassen.

Vom Union Square aus betritt man Chinatown an der Bush Street und Grant Avenue durch ein drachengeschmücktes Tor. Grant Avenue, heute voller Importgeschäfte, war einst die Straße der Opium- und Spielhöllen sowie der Bordelle. Stockton Street gilt als zweite Hauptstraße von Chinatown. Mehr als 100 Restaurants drängen sich allein zwischen Stockton und Bush Street sowie Kearny und Broadway (Tipp: Hunan | 924 Sansome St. | Tel. 415/956-7727 | €€, und Dol Ho | 808 Pacific St. | Tel. 415/392-2828 | €-€€). Kundige Führungen inklusive Lunch in einem der Lokale bietet Wokwiz Tours | jeden Morgen um 10 Uhr | für 40 $ (Tel. 650/355-9657 | www.wokwiz.com).

Einen Besuch wert sind auch die pagodenförmige Old Chinese Telephone Exchange (743 Washington St.) und Buddha's Universal Church (720 Washington St.).

Civic Center

Das kulturelle und politische Zentrum von San Francisco liegt zwischen nicht besonders gepflegten Stadtvierteln, Tenderloin und Western Addition: City Hall, ein Granit- und Marmorgebäude mit Kuppeldach, dahinter das Veteran's Building, wo 1945 die Charta der Vereinten Nationen unterzeichnet wurde, nebenan das War Memorial Opera House mit einem der besten Opernensembles der Welt, der San Francisco Opera, und der modernere Bau der Symphony Hall.

Coit Tower

Der zylindrische, 63 m hohe Aussichtsturm wurde 1933 auf der Spitze des 74 m hohen Telegraph Hill zu Ehren der Feuerwehr errichtet. Coit Tower bietet einen vorzüglichen Blick auf die Stadt und die Bucht. Tgl. 10-18 Uhr | Aufzug 3,75 $ | Telegraph Hill

De Young Museum

Das wichtigste Kunstmuseum der Stadt residiert seit 2005 in einem spektakulären, 200 Mio. $ teuren Neubau von Herzog & de Meuron. Schwerpunkt der Ausstellungen ist amerikanische Kunst. Nicht verpassen: den Turm mit Aussichtsplattform über die City; Skulpturengarten und Café. Di-So 9.30-17.15, Fr bis 20.45 Uhr | Eintritt 10$ | Golden Gate Park | www.famsf.org

Exploratorium

Ein unvergleichliches naturwissenschaftliches Museum mit über 650 Exponaten - (fast) alles ist zum Anfassen und Ausprobieren. Experimentierlust und Neugierde werden hier auf spielerische Art und Weise befriedigt. Ideal mit Kindern. Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 14 $ | Palace of Fine Arts, Baker/Beach St. | 3601 Lyon St. | www.exploratorium.edu

Ferry Building

Das im spanischen Stil reich verzierte alte Fährgebäude neben der Oakland Bay Bridge wurde jüngst restauriert. Zahlreiche Spezialitätenläden und Restaurants laden nun zu einer kulinarischen Weltreise. Beliebte Attraktion ist samstags auf der Plaza am Ufer der Bucht der Farmer's Market - natürlich ausschließlich mit Produkten aus Bio-Anbau. Market Street/Embarcadero

Financial District

Zwischen Kearny, Washington und Market Street stehen Wolkenkratzer wie die spitz zulaufende 225 m hohe Transamerica Pyramid (600 Montgomery St.) sowie das Bank of America Building mit Restaurant und Bar im obersten Stock (555 California St.).

Fisherman's Wharf

Der alte Landeplatz der Bayfischer ist zu einer betriebsamen Touristenattraktion mit Straßenkünstlern und T-Shirt-Shops geworden. Von hier aus starten die Boote zu den Rundfahrten auf die Bay und zur Golden Gate Bridge. Achtung: Viele Restaurants hier sind überteuert. An dem von Geschäften und Aussichtspunkten gesäumten Pier 39 bietet eine Seelöwenkolonie ein inzwischen berühmtes Fotomotiv.

Golden Gate Bridge

Die am häufigsten fotografierte Hängebrücke der Welt verbindet seit 1937 die Nordspitze von San Francisco mit Marin County. Zwei 230 m über den Wasserspiegel hinausragende Pfeiler tragen eine sechsspurige Fahrbahn, die auf einer Spannweite von 1280m im Schnitt 67m über dem Wasser schwebt. Der Fußmarsch hin und zurück dauert etwa zwei Stunden und lohnt sich (von der Endstation von Muni-Bus Nr. 28 aus). Auch unter der Brücke zu stehen und hinaufzuschauen (guter Ausblick von Fort Point National Historic Site, 1850 zum Schutz der Golden Gate Passage entstanden), ist atemberaubend.

Golden Gate Park

Das 4 km² große frühere Dünengelände zwischen Pazifik und City wurde Ende des 19. Jhs. von William H. Hall und dem Schotten John McLaren zur grünen Parklandschaft umgestaltet. McLaren war 53 Jahre lang der Verwalter des Parks und ließ großflächig Wiesen, Seen, Wäldchen und Haine mit exotischen Bäumen anlegen. Heute ist der Park mit seinen unzähligen Wegen ein ideales Revier für Jogger und Radfahrer. Weltweit berühmt als Wahrzeichen der Stadt ist der Japanese Tea Garden im Ostteil des Parks. Hier liegen auch mehrere Museen und das prächtig renovierte Conservatory of Flowers, ein filigranes weißes Gewächshaus im Stil der Kew Gardens in London.

Hayes Valley

Das neueste Trendviertel der City liegt direkt hinter dem Rathaus entlang der Hayes Street. Per Bürgerversammlung wurden Kettenläden verboten (sogar Starbucks), und so drängen sich hier jetzt witzige Schuh- und Klamottenläden, schräge Galerien und individuelle Bars und Restaurants wie das Frühstücksdiner Stack's (501 Hayes St.).

San Francisco Maritime National Historic Park

Seefahrtsgeschichte am Beispiel alter Schoner und Dampfer kann man am Hyde Street Pier (Hyde St., westlich von Fisherman's Wharf) bewundern. Im Museumsgebäude: Exponate aus der Geschichte der Meeresschifffahrt und des Fischfangs. Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 5 $ | 900 Beach St. | Polk St.

San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA)

Zeitgenössische Malerei und Skulpturen, Videokunst, Performances: Der Museumsbau des Schweizers Mario Botta setzt einen kulturellen Akzent im Herzen der City. Ringsum haben sich im Viertel Yerba Buena zahlreiche Galerien und Cafés angesiedelt. Do-Di 11-17.45, Do bis 20.45 Uhr | Eintritt 12,50$ | 151 3rd St. | www.sfmoma.org

49-Mile Scenic Drive

Eine Route für Reisende, die mit dem eigenen Auto unterwegs sind. Orientierungskarten im Visitor Information Center.

Bay-Fährfahrten

Die klassische, rund einstündige Golden Gate Bay Cruise bieten die Schiffe der Red and White Fleet (22$) von Pier 43½ an. Embarcadero | Tel. 415/455-2000

Die Fähre nach Sausalito fährt vorbei am Golden Gate. Alle anderthalb Stunden vom Ferry Building | Fahrtzeit: ½ Std. | Golden Gate Ferry, Market St./Embarcadero | Tel. 415/923-2000

Gray Line Tours

Gray Line offeriert eine Reihe von Stadtrundfahrten per Bus (deutschsprachiges Tonband, 44 $) sowie Ausflüge nach Napa und Monterey. Abfahrt Pier 43½ Fisherman's Wharf | Tel. 888/428-6937 | www.sanfranciscosightseeing.com

Haight-Ashbury Flower Power Walking Tour

Diese Tour führt durch das einstige Hippieviertel Haight-Ashbury und besichtigt unter anderem die Häuser von Janis Joplin und den Grateful Dead. Di und Sa 9.30, Do 14, Fr 11 Uhr | 20 $ für zweistündige Tour | Start: Ecke Stanyan/Waller St. | Tel. 415/863-1621 | www.haightashburytour.com

Region: Humboldt/Del Norte County

Mammutbäume

Viele der Giganten mit dem roten Stamm ragen über 100 m hoch in den Himmel. Richardson Grove State Park am Hwy. 101 bietet einen reizvollen Auftakt. Eine wahre Parade wartet an den Ufern des Eel River, an der Avenue of the Giants, im Humboldt Redwoods State Park.

Gut 50 km verläuft die Panoramastraße parallel zum Hwy. 101. Ferndale (, 1300 Ew.) ist ein hübscher Ort mit viktorianischen Häusern und einem kleinen Museum, das die Geschichte des Eel-River-Tales und der Redwoodwälder erläutert. Nördlich von Orick beginnt der Redwood National Park, 500 km² groß, in dem drei der höchsten Bäume der Welt stehen (112 m). Der Park, 1968 als Nationalpark ausgewiesen, schützt die jahrhundertealten Bäume vor den Motorsägen der Holzfäller. Die schönsten Haine der Redwoods mit Lehrpfaden sind im Prairie Creek State Park entlang des alten Hwy. 101 sowie Lady Bird Johnson Grove und Stout Grove (keine Wohnmobile).

Region: Monterey Peninsula

Carmel

Das 4000-Seelen-Städtchen, einst als Künstlerkolonie gegründet, hat sich mit seiner herrlichen, sanft geschwungenen Strandbucht, mit vielen witzigen Boutiquen und guten Restaurants heute zum Touristenmagnet gemausert.

Monterey

Der Hauptort (32000 Ew.) der Region war eine der frühesten Siedlungen der Spanier, die hier schon 1602 ankerten und Monterey später zur Hauptstadt ihrer Kolonie Alta California machten. Der in den Gehwegen markierte Path of History führt zu den Adobe-Bauten der Altstadt aus spanischer Zeit. An Fisherman's Wharf, einst Anlaufpunkt von Schonern, die um Kap Horn segelten, haben sich heute viele Restaurants angesiedelt. Und die Cannery Row, an der sich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die größte Sardinenkonservenfabrikation der Welt befand, kam im gleichnamigen Roman des Nobelpreisträgers John Steinbeck zu Ehren.

An der Cannery Row liegt auch das Monterey Bay Aquarium, ein Aquarium der Extraklasse: Thunfische, Haie und 700 weitere Fischarten, aber auch Pinguine und Albatrosse sind zu sehen. Spektakulär: der Wald aus Seetang auf drei Stockwerken, die Seeotter und die Quallen (tgl. 10-18, im Sommer ab 9.30 Uhr | Eintritt 25 $ | 886 Cannery Row | www.mbayaq.org).

Salinas

Hier wurde John Steinbeck, der Chronist der Weltwirtschaftskrise („Früchte des Zorns“, „Jenseits von Eden“), geboren. Sein Leben und seine Zeit werden im National Steinbeck Center eindrucksvoll dokumentiert (tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 11 $ | 1 Main St.).

17-Mile-Drive

Wer sehen will, wie die High Society in Kalifornien lebt, ist auf dieser Mautstraße ($ 9 pro Fahrzeug) richtig: Die Panoramastrecke schlängelt sich von Carmel nach Monterey, vorüber an eleganten Villen und weltweit berühmten Golfplätzen wie Pebble Beach.

Region: Los Angeles

Autry National Center/Museum of the American West

Sammelobjekte wie der Sattel von Buffalo Bill und Wildwestkunst. Auf Videoleinwänden werden alte Western gespielt. Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 9 $ | Griffith Park | I-5/Fwy. 134

Beverly Hills

Wo so viele Reiche und Berühmte leben - ob Barbra Streisand, Diana Ross, Pamela Anderson oder Jack Nicholson, Warren Beatty, George Clooney und Jay Leno -, sind Stadtpläne mit deren Adressen (star maps) ein Hit. Die Faltblätter werden von fliegenden Händlern entlang des Sunset Boulevard angeboten. Fahren Sie die interessantesten Adressen ab (zu Fuß gehen ist verpönt und entlarvt einen als Touristen). Zu „entdecken“ sind Gartenmauern, Gärtner und gepflegte Hecken und die patrouillierende Polizei von Beverly Hills.

Ganz in der Nähe vom Rodeo Drive liegt zwischen Bedford und Rexford Drive, Santa Monica und Wilshire Boulevard das „Goldene Dreieck“. Hier finden Sie die teuersten Geschäfte der Welt und an die 130 Restaurants, in denen Sie stilvoll pausieren können.

Downtown

Das Stadtzentrum liegt südlich der Kreuzung zweier Hauptverkehrsadern, dem Hollywood und dem Harbor Freeway. Es ist die einzige Ansammlung an Wolkenkratzern in der weiten Ebene. Einfach und schnell können Sie sich in dem 2 km² großen Areal mit dem Kleinbusservice Dash bewegen (25 Cent).

Der Dash-Haltepunkt vor den beiden Türmen des Arco-Gebäudes an der Ecke Wilshire Boulevard/Figueroa Street ist der Stopp für das Visitor and Convention Bureau. Zwei Blocks weiter nördlich stehen die fünf kupferfarbenen Türme des Bonaventure Hotel (404 S Figueroa St.). Die Bar im 35. Stock dreht sich innerhalb einer Stunde einmal um die eigene Achse und ist ein großartiger Aussichtspunkt.

Neben Banken und Bürotürmen ist Downtown vor allem ein Kulturzentrum. Unbedingt einen Blick verdient am Hügel des Music Center, direkt neben der Oper, die 2003 eröffnete und vom Stararchitekten Frank Gehry in dessen typischen fließenden Formen entworfene Walt Disney Concert Hall (W 1st St./Grand Ave.).

Union Station, der Bahnhof von Los Angeles (800 N Alameda St.), lohnt einen Abstecher wegen der Gestaltung seiner Wartehalle im maurischen Stil - eine häufig gesehene Kulisse in Hollywoodfilmen. Von hier aus fährt der Coast Starlight nach Oakland und San Francisco.

Die City Hall (200 N Spring St.) war bis 1960 das höchste Gebäude der Stadt. Wegen der Erdbebenauflagen baute man früher nicht höher. Der Grand Central Market (317 S Broadway) ist mit seiner vorwiegend Spanisch sprechenden Kundschaft der lebhafteste Markt der Stadt. Das ehrwürdige Biltmore Hotel (506 S Grand Ave.) lädt zu einem Tee in der altspanisch gestylten Lobby ein - hier können Sie noch den Glanz vergangener Zeiten erahnen.

Getty Center

Das reichste Museum der Welt, mit einem Stiftungskapital von 2 Mrd. $, residiert in einem ultramodernen Komplex des New Yorker Architekten Richard Meier hoch über Brentwood. Allein die Ausicht lohnt den Besuch, aber auch die Sammlungen des Ölmagnaten Jean Paul Getty: moderne Fotografie ebenso wie seltene Illuminati-Manuskripte und alle wichtigen Schulen europäischer Malerei mit Werken von Rembrandt, Renoir und Van Gogh. Di-So 10-18, Fr/Sa bis 21 Uhr | Eintritt frei | 1200 Getty Center Dr. | Anfahrt über I-405

Die große Antikensammlung des Museums ist in der berühmten, 2006 neu renovierten Getty Villa am Meer untergebracht. Do-Mo 10-17 Uhr | 17985 Pacific Coast Hwy. | www.getty.edu

Hollywood Boulevard

Was von den Glanztagen der alten Studios noch übrig geblieben ist, finden Sie auf dem Hollywood Boulevard zwischen Vine Street und La Brea Avenue, wo - fast verdeckt von den Souvenir- und T-Shirt-Läden - das Mann's Chinese Theater steht. Der Innenhof des drachengeschmückten, pagodenartigen Kinos ist der Ort, an dem 1927 Mary Pickford und Douglas Fairbanks als Erste mit der Tradition begannen, die Abdrücke ihrer Hände und Füße im frischen Zement zu hinterlassen. Heute findet man über 200 Hollywoodgrößen im Pflaster verewigt. Abends steigt im Mann's noch manche prestigeträchtige Filmpremiere mit einem Aufgebot an Stars und Paparazzi (6925 Hollywood Blvd.). Weitere Prachtkinos aus den Glanztagen Hollywoods warten gegenüber: etwa das El Capitan Theatre oder das Egyptian Theatre, in dem einst Ben Hur und My Fair Lady Premiere feierten.

Die meisten Filmberühmtheiten sind jedoch jedes Jahr zur Oscarverleihung nebenan im Kodak Theater zu erleben, einem schicken Entertainmentkomplex mit Läden und Restaurants | (Hollywood Blvd./Highland Ave.). Ringsum befindet sich auf den Bürgersteigen des Hollywood Boulevard der Walk of Fame, rosafarbene Marmorsterne mit den Namen von Prominenten aus dem Showbusiness. Über 2500 Sterne wurden seit 1960 ins Pflaster eingelassen - inzwischen zum Preis von je 10000 $. Das Geld muss jeder Star als Preis für seinen Ruhm selbst aufbringen.

Huntington Library, Art Gallery and Botanical Gardens

Die Bibliothek enthält sechs Millionen Bücher und Schriften, darunter eine Gutenbergbibel. Das Museum ist britischer Kunst aus dem 18. und 19. Jh. gewidmet. Und gleich noch ein L. A.-Superlativ: Der 2 km² große Botanische Garten bietet eine der größten Kakteenpflanzungen der Welt sowie einen chinesischen Garten. Mi-Mo 12-16.30, Sa/So ab 10.30 Uhr | Eintritt 15 $, an Wochenenden 20$ | 1151 Oxford Rd. | San Marino

Los Angeles County Museum of Art (LACMA)

Das größte Museum in Los Angeles besitzt in seinem über 100000 Werke umfassenden Fundus viel europäische und amerikanische Kunst, aber auch hervorragende Kollektionen koreanischer und japanischer Kunst. Neuester Teil ist das 150Mio.$ teure, von Renzo Piano gestaltete Broad Museum of Contemporary Art mit Werken von Jasper Johns, David Hockney und Roy Lichtenstein. Do-Di 12-20 Uhr, Sa/So ab 11 Uhr | Eintritt 12 $ | 5905 Wilshire Blvd. | www.lacma.org

Museum of Contemporary Art (MOCA)

Ein aufsehenerregender Bau von Arato Isozaki. Drinnen warten Pop-Art und wechselnde Shows und Performances. Weitere Avantgardekunst finden Sie unweit im zugehörigen Geffen Contemporary Museum. Do bis Mo 11-17, Do bis 20 Uhr | Eintritt 8 $ | 250 S Grand Ave. | 152 N Central Ave. | www.moca.org

Santa Monica

Der Strandvorort von L.A. hat sich zu einem Zentrum der kreativen Avantgarde entwickelt. An der Main Street drängen sich Galerien und neue Restaurants. Und die Fußgängerzone Third Street Promenade ist am Nachmittag und Abend eine der beliebtesten Flaniermeilen in ganz L.A.

Der Santa Monica Pier am Ende der Colorado Avenue war früher mal voller Buden und Rummelplatzattraktionen. Heute ist das Vergnügen ein bisschen organisierter: Das alte Karussell ist aufgefrischt, und es gibt jede Menge T-Shirts und Souvenirs.

Santa Monica Museum of Art

Avantgardekunst, Möbel und Objekte zeitgenössischer kalifornischer Künstler. Das Museum ist in das Bergamot Station Arts Center umgezogen, in dem auch zwei Dutzend Galerien (darunter die von Craig Krull und die Gallery of Functional Art mit Möbeln, Schmuck etc.) und das Gallery Café zu finden sind. Di-Sa 11 bis 18 Uhr | Eintritt 3 $ | Bergamot Station | 2525 Michigan Ave. | www.smmoa.org

Universal Studios Hollywood

Einen Blick hinter die Kulissen bietet die geführte Rundfahrt durch die Filmstudios, in dem Serien wie „Columbo“ und Filme wie „Terminator“, „Fluch der Karibik“ oder der neueste „Indiana Jones“ entstanden. Dazu gibt es Achterbahnen, Stuntshows, Film-Attraktionen wie Shrek und The Simpsons und einen eigenen Nightlifebezirk, den Universal City Walk. Tgl. 10-18, im Sommer 9-20 Uhr | Eintritt 64$ | Freeway 101/3900 Lankershim Blvd. | www.universalstudioshollywood.com

Venice Beach

Am Wochenende erwacht der Boardwalk, die etwas vergammelte Promenade, die für das kalifornische Fitnessbewusstsein steht, zu neuem Leben. Noch immer treffen sich in Venice Beach Muskelmänner zum Bodybuildingtraining, während auf dem Boardwalk bikinibekleidete Rollerbladerinnen und wohlgebräunte Fahrradfahrer ihre Körper und Künste zur Schau stellen.

Region: Anaheim

Disneyland

Der älteste Vergnügungspark der Welt. Neue Hightechachterbahnen wie Indiana Jones oder Space Mountain sorgen dafür, dass der Park aktuell bleibt. Aber auch ältere Attraktionen in dem in verschiedene Länder eingeteilten Park sind sehenswert: die Bootsfahrt durch die Phantasiewelt der Pirates of the Caribbean etwa oder das Country Bear Jamboree. Kinder sind entzückt von den Darstellern in Mickey- und Goofy-Kostümen, Schneewittchen und anderen Märchenfiguren. Im Sommer meist tgl. 8-24 Uhr | Eintritt 66 $, auch Mehrtagestickets erhältlich | I-5 Exit Disneyland Dr. | Tel. 714/7814565 | www.disneyland.com

Disney's California Adventure

Der neueste Disney-Park liegt direkt neben Disneyland - nicht ganz so groß, aber moderner und mit dem Thema Kalifornien. Besonders schön: die Muppets-Show und die atemraubende Achterbahn California Screamin'. Wechselnde Öffnungszeiten, im Sommer meist tgl. 10-22 Uhr | Preise wie Disneyland

Region: San Diego

Balboa Park

Der Park auf einem Hügel nördlich der Innenstadt wurde bereits 1868 gegründet und war 1915/16 Schauplatz der großen Panama-Pacific Exposition, einer Weltausstellung zu Anlass der Eröffnung des Panamakanals. In den Bauten von damals sind heute rund ein Dutzend Museen, ein Botanischer Garten und der San Diego Zoo untergebracht.

Cabrillo National Monument

Von der Landzunge weit im Westen bietet sich ein grandioser Blick über Bucht und Stadt. Im Visitor Center illustrieren Ausstellungen die frühe Geschichte Kaliforniens. Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 5 $ | Point Loma

Gaslamp Quarter

Gepflegte viktorianische Häuser mit Kunstgalerien und Antiquitätenläden, modischen Geschäften und beliebten Bars. Zwischen Broadway und K St.

Museum of Contemporary Art

Kalifornische Künstler in einem Neubau der Architekten Robert Venturi und Denise Scott Brown. Fr-Di 11-17, Do bis 19 Uhr | Eintritt 10 $ | 700 Prospect St. | La Jolla | www.mcasd.org

San Diego Zoo

Der San Diego Zoo ist einer der größten und besten Tiergärten der Welt mit rund 4000 Tieren, darunter viele seltene Arten wie Gorillas und andere Primaten. Bekannt auch für Zuchterfolge etwa bei Tigern oder seltenen Pandas. Beispielhaft ist die artgerechte Umgebung: In bislang einem Dutzend Biosphären wird versucht, der natürlichen Umwelt der Tiere nahe zu kommen. Seilbahn und Busrundfahrten. Tgl. 9-16 Uhr, im Sommer länger | Eintritt 24,50 $ | Balboa Park | www.sandiegozoo.org

Sea World

Ein gigantisches Ozeanarium auf gut 600000 m² Fläche mit Eisbären, Hunderten von Pinguinen, Haien und einem nachgebauten Korallenriff. Stündliche Shows mit Orcawalen, Seelöwen und Ottern. Im Sommer 9 bis 23, sonst 10-17 Uhr | Eintritt 59$ | Mission Bay | www.seaworld.com

Region: Napa Valley

Weindörfer

Mehrere exzellente Restaurants sowie die alte Destille Vintage 1870, heute ein hübsches Shoppingcenter, haben Yountville bekannt gemacht. Nördlich davon liegen um Rutherford, Oakville und St. Helena die meisten der bekannten Weingüter. Das von idyllischen Hügeln umrahmte Calistoga (5000 Ew.) ganz im Norden hat sich vor allem als Heilbad einen Namen gemacht und besitzt - der vulkanische Boden lässt grüßen - einen echten Geysir, den Old Faithful.

Weingüter

Die meisten Kellereien bieten Weinproben an (meist 10-25 $ Gebühr) und einige verfügen auch über erstklassige Restaurants. Gute Führungen bieten Beringer Vineyards (St. Helena | Tel. 707/963-8989), Robert Mondavi (Oakville | Tel. 888/766-6328) und die Sektkellerei Schramsberg (Calistoga | Tel. 707/942-4558).

Ebenfalls sehenswert: Clos Pegase mit spektakulärer Architektur von Michael Graves (Calistoga), die Rubicon Estate des Filmregisseurs Francis Ford Coppola bei Rutherford, Sterling Vineyards hoch über dem Tal bei Calistoga, die Champagnerkellerei Domain Chandon (Yountville) und die Hess Collection mit einer Sammlung moderner Kunst in den Hügeln oberhalb von Napa (Tel. 707/255-1144 | www.hesscollection.com).

Region: Shasta Cascade

Redding

Guter Ausgangspunkt für Touren. Die Attraktion der Stadt (87000 Ew.) ist der Turtle Bay Exploration Park, eine weitläufige Gartenanlage mit Museen und der spektakulären Sundial Bridge von Santiago Calatrava (tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 12 $ | Hwy. 44 | www.turtlebay.org).

Mount Shasta

Der 4317 m hohe und das ganze Jahr schneegekrönte Berg ist von weither sichtbar. Acht Gletscher schmiegen sich an seine Hänge, entlang des Wegs zum Gipfel dampfen heiße Quellen: Den Indianern einst der Sitz des Großen Geists, ist Mount Shasta den New-Age-Jüngern heute Heimat von Außerirdischen. Der Everett Memorial Highway bietet einen phantastischen Blick auf Berge und Täler. Vom Parkplatz Bunny Flat aus führt ein Trail 8km und 2300 Höhenmeter auf den Gipfel - eine Tour nur für erfahrene Bergwanderer.

Region: Gold Country

Goldgräberstädte

Häufig starben kleine Städte schnell wieder aus, sobald Gerüchte von neuen Goldfunden aufkamen. Zu den noch sehr gut erhaltenen Orten gehören die alte Bergbaustadt Columbia und Sutter Creek. Placerville, 65km östlich von Sacramento, hieß ursprünglich Hangtown: Hier war Tod durch den Strang einst die häufigste Todesursache. In Placerville gibt das El Dorado County Historical Museum einen guten Einblick in die Geschichte von Gold Country (Mi-Sa 10-16, So 12-16 Uhr | Eintritt frei | 104 Placerville Dr.).

Nördlich von Placerville liegt Coloma, wo James Marshall den alles auslösenden ersten Goldklumpen fand. Im Marshall Gold Discovery State Historic Park wurde Sutter's Mill, die Mühle, für die Marshall arbeitete, eigens nachgebaut. Auburn (, 11000 Ew.) besitzt eine Altstadt, die von der wilden Zeit des Goldrausches zeugt. Empire Mine bei Grass Valley schloss erst 1950, nachdem Gold für 100 Mio. $ aus dem Hauptschacht gefördert worden war. Grass Valley (, 12000 Ew.), Alterssitz von Lola Montez, Tänzerin und Geliebte Ludwigs I. von Bayern, beherbergt auch das North Star Mining Museum (im Sommer tgl. 10-17 Uhr | Eintritt frei | Allison Ranch Rd.).

Nevada City hatte 1850 bereits 10000 Einwohner (heute sind es nur 3000 Ew.) und ist eines der besterhaltenen Goldgräberstädtchen. Hinter schmucken Fassaden residieren Antikläden und gute Restaurants. 16 km weiter nördlich liegt der Malakoff Diggins Historic State Park, einst die größte Goldmine, in der das Metall mit Wasserkraft aus den Felsen gewaschen wurde.

In der alten Goldgräberstadt Bodie, am Osthang der Sierra Nevada, dauerte der Boom nur wenige Jahre. Die gut erhaltene, einsam gelegene Geisterstadt steht heute als Bodie State Historic Park unter Schutz.

Region: Sacramento

California State Railroad Museum

Eines der größten Eisenbahnmuseen Amerikas: mehr als 20 restaurierte Lokomotiven, dazu komplett eingerichtete Waggons und Ausstellungen über die Erschließung des Westens. Tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 8 $ | 2nd/I St. | www.csrmf.org

Crocker Art Museum

Der Besuch des ältesten Museums des Westens lohnt sich allein schon wegen seiner schönen alten Hallen. Neben europäischer, asiatischer und kalifornischer Kunst zeigt es Sehenswertes über den Goldrausch. Di-So 10-17, Do bis 21 Uhr | Eintritt 6 $ | 216 O St.

Old Sacramento

Die kleine Altstadt am Ostufer des Sacramento River verströmt noch etwas vom Flair der Goldrauschtage. Nostalgische Läden, Museen, historische Lokale, das 1849 gegründete Old Eagle Theater und mehr als 100 restaurierte Bauten. Zwischen Front und 2nd St.

Sutter's Fort State Historic Park

Rekonstruiertes Fort mit faszinierender Geschichte: Der Schweizer Johann Sutter baute sich um 1840 die Siedlung „Neu Helvetia“ auf. Sein Vorarbeiter Marshall entdeckte das erste Gold - und Sutter ging leer aus. Häufig finden historische Vorführungen statt. Tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 4 $ | 2701 L St.

Region: Sequoia/Kings Canyon

Mammutbäume

Der größte, der General Sherman Tree im Giant Forest, ist 2500 Jahre alt, besitzt einen Umfang von 34m und erreicht 90 m Höhe, die Höhe eines 27-stöckigen Gebäudes. Der General Grant Tree im Grant Grove ist 88 m hoch und hat einen Umfang von 35 m. Eindrucksvoller als jeder einzelne Baum sind die vielen weiteren Mammutbäume, die man zu beiden Seiten des Generals' Highway und der von hier ausgehenden Wandertrails bestaunen kann.

Region: Yosemite National Park

Glacier Point

Von der fast 1000 m über der Talsohle liegenden Felskuppe gleitet der Blick über Bergkuppen, Wasserfälle und das menschenleere Backcountry der High Sierra. Später rücken die Sternegucker an: Der Nachthimmel über dem Glacier Point ist ein Fest für die Augen! Nur Juni-Okt. geöffnet | Stichstraße vom Hwy. 41 aus

Mariposa Grove

Im Südzipfel des Parks entgingen rund 500 Sequoias den Sägen der Holzfäller. 80 m hoch und bis zu 3000 Jahre alt, verwandeln sie den Hain in eine halbdunkle Kathedrale. Spazierwege. Touren in offenen Bussen tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 16 $ | Buchung unter Tel. 209/375-4386 | www.yosemitepark.com

Tioga Pass

Nördlich des Yosemite Valley kurvt der Hwy. 120 hinauf in die High Sierra. Dies ist das Land der smaragdgrünen Seen, Felsendome und Hochwiesen. Die schönste, Tuolumne Meadows, ist Ausgangspunkt herrlicher Hikes ins Backcountry. Auf dem 3031 m hohen Tioga Pass verlässt man den Park durch seinen Osteingang. Nur Juni-Okt. geöffnet

Yosemite Valley

Dieses 11km lange Tal am Merced River ist Herz und Hauptattraktion des Parks. Es lockt 95 Prozent der Besucher an und ist, auch dank Hotels, Restaurants und Campingplätzen, im Sommer chronisch überfüllt. Hwy. 140 führt durch die Arch Rock Entrance Station ins 20 Minuten entfernte Tal. Dort öffnet sich ein unvergessliches Panorama: Von Gletschern zu einem gewaltigen U ausgehöhlt, ragen glatte Granitwände bis zu 1000 m über dem Tal empor. Ringsum Wasserfälle, Wildblumenwiesen und Kiefernwälder. Ausgeschilderte kurze Trails führen zu den Attraktionen. Die 190 m hohen Bridal Veil Falls und die 739 m hohen Yosemite Falls sind beliebte Fotomotive. Unübersehbar und ein Mekka für Climber: El Capitán, ein monumentaler, 1077 m hoher Block aus Granit. Das Ostende des Tals markiert der Half Dome. Der bis auf 3000 m Höhe reichende nackte Monolith ist das Symbol des Parks und auf dem John Muir Trail (27 km) auf einer anstrengenden Tageswanderung zu besteigen. Alle Attraktionen auf einen Blick genießt man vom Wawona Tunnel View Point aus am Hwy. 41.

Region: Laguna Beach

Laguna Art Museum

Große und gute Ausstellungen zeitgenössischer wie auch älterer südkalifornischer Künstler. Tgl. 11-17 Uhr | Eintritt 10 $ | 307 Cliff Dr.

Region: Palm Springs

The Living Desert

Für Wüstenfüchse ein echter Leckerbissen: auf dem 4,8 km² großen Freigelände Hunderte von Kakteen, dazu Schlangen, Bergschafe und viele andere Wüstentiere in natürlicher Umgebung. Tgl. 9-17, im Sommer 8-13 Uhr | Eintritt 12 $ | 47-900 Portola Ave. | Palm Desert

Palm Springs Aerial Tramway

In kaum 20 Minuten schwingt sich diese 4 km lange Seilbahn vom Wüstenboden auf eine Höhe von 2640 m über dem Meer. Von der Endstation haben Sie an klaren Tagen eine Aussicht bis zu einer Entfernung von 130km! Im San Jacinto State Park finden Sie kühle Kiefernwälder, 80 km Wanderwege und - in schneereichen Wintern - Loipen zum Skilanglaufen sowie Skiverleiher. Mo-Fr 10-20, Sa/So 8-20 Uhr | Eintritt 22 $ | Hwy. 111

Palm Springs Desert Museum

Schwerpunkte sind moderne amerikanische und indianische Kunst. Di bis So 10-17, Do bis 20 Uhr | Eintritt 12,50 $ | 101 Museum Dr.