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Insider Tipps Hamburg MARCO POLO Autorin Dorothea Heintze im Interview

Dorothea Heintze ist gebürtige Hamburgerin, arbeitet als Journalistin in der Hansestadt und liebt die Alster.

Wieso leben Sie in Hamburg?

Ich bin eine echte Hamburgerin, aufgewachsen im schönsten Vorort der Welt, in Blankenese. Manchmal kann ich selbst kaum glauben, dass ich nie aus der Stadt weggezogen bin. Natürlich wollte ich das als Teenager eigentlich - wie alle meine Freunde. Doch heute denke ich mir: Warum soll ich wegziehen? In keiner anderen deutschen Stadt find ich so viel Lebensqualität wie in Hamburg.

Warum kennen Sie sich in Hamburg so gut aus?

Ich habe mir immer gesagt: Wenn ich schon in Hamburg bleibe, dann muss ich zumindest diese Stadt gut kennenlernen. Insgesamt bin ich zwölfmal umgezogen, fast immer in ein anderes interessantes Viertel. Heute lebe ich mit meiner Familie am Grindel/Rotherbaum: Von hier brauche ich nur zehn Radminuten zur Staatsoper und in die Innenstadt und zehn Minuten an die Alster. Besser geht es nicht. Ich gehe abends viel aus, oft ins Theater oder in die Oper, aber auch gerne mit Freunden in die Kneipe. Am liebsten fahre ich mit dem Fahrrad herum und teste neue Cafés.

Verraten Sie uns Ihre Lieblingsplätze?

Da gibt es gleich mehrere: morgens ein Galão auf der Schanzenpiazza, mittags ein Cappuccino in einem Deckchair auf Bodos Bootssteg an der Alster und abends ein Bier an der Strandperle mit Elbblick. Ein fast perfekter Hamburg-Tag, der nur noch durch einen Segeltörn auf der Alster getoppt werden könnte.

Was machen Sie beruflich?

Ich bin Redakteurin beim Monatsmagazin „chrismon“. Dafür pendele ich einmal monatlich nach Frankfurt. Ansonsten arbeite ich frei in Hamburg, zum Beispiel für das „Hamburger Abendblatt“, „Die Zeit“, die „Süddeutsche Zeitung“, aber auch für den Rundfunk, für NDR und Deutschlandfunk.

Lieben Sie die Hamburger Küche?

Aber klar, Fisch essen wir alle gern. So ein leckerer Bratfisch bei Daniel Wischer oder bei Fisch-Schloh auf dem Isemarkt auf die Hand ist einfach köstlich. Und: Nichts trocknet besser dicke Kindertränen als ein süßes, plunderiges Franzbrötchen.

Was machen Sie bei Regen?

Regen? Gibt‘s das hier? Im Ernst - als Reisebuchautorin müsste ich jetzt politisch korrekt antworten, dass ich mit Regenjacke und Gummistiefel rausgehe. Doch wenn ich ehrlich bin: Ich hasse Regen. Dann bleibe ich am liebsten zu Haus!