Reisetipps Griechenland
Highlights Griechenland
Region: Sparta/Mystrás
Mystrás
Zwischen dem oberen und dem unteren Eingang zu Mystrás liegen 300 steile Höhenmeter. Eine Besichtigung, die neben dem Kunstgenuss auch ein großes Landschaftserlebnis bietet, dauert mindestens vier Stunden (nehmen Sie Wasser mit!). Pfade und Sehenswürdigkeiten sind gut ausgeschildert.
Die Kapelle St. George ist eine der vielen Privatkapellen der Stadt. Schön ist ihr zierlicher Narthex. Das Peribléptos-Kloster steht am Hang und ist deswegen auf mehreren Ebenen erbaut. Die Kirche ist ein verwinkelter Bau mit gut erhaltenen Fresken aus der Zeit um 1350. Als Phrangópoulos Mansion wird die Ruine eines stattlichen Hauses bezeichnet, die eine Vorstellung vom Wohnen der Wohlhabenden im 15. Jh. vermittelt.
Das Pantanássa-Kloster wird von Nonnen bewohnt. Im blumenreichen Innenhof findet sich ein Trinkwasserbrunnen. Durch die Geländeform bedingt, liegt die Apsis der Klosterkirche nicht wie sonst üblich im Osten, sondern im Süden. Die gut erhaltenen Fresken stammen im unteren Teil aus dem 17. und 18. Jh., im oberen Teil aus dem 15. Jh.
Als Palaces wird das Ensemble der mächtigen Palastruine bezeichnet, in denen die Fürsten von Mystrás residierten. St. Sophía aus dem 14. Jh. war Kloster- und Palastkirche zugleich. In türkischer Zeit diente sie als Moschee. St. Theodóroi Hodeghétria beeindruckt durch ihr schönes Mauerwerk und die große Kuppel. Innen deutlich zu erkennen sind die Fürstenloge und die Emporen an den Längsseiten, die den Frauen vorbehalten waren.
Die Metrópolis war die Bischofskirche der Stadt und schließt an den ehemaligen Bischofspalast an. Man betritt den 1291 geweihten Bau von einem arkadengesäumten Innenhof aus, an dem auch ein kleines Museum mit Funden aus Mystrás liegt. Die Fresken in der Kirche sind sehr gut erhalten. Mai-Okt. tgl. 8-19.30 Uhr, Nov.-April tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt 5 Euro
Máni
Steile Küsten fast ohne Strände und Häfen sowie das unzugängliche, bis zu 2407 m hohe Taigéttos-Gebirge prägen die Máni, den mittleren der drei großen Finger des Peloponnes. Der Zugang war und ist nur auf zwei Wegen möglich, von Kalamáta und Gíthio her. Im Süden ist die Máni extrem trocken, im Norden grün, aber stark zerklüftet. Überall fallen in den Dörfern wehrhafte, bis zu 20 m hohe Türme auf; manche Dörfer scheinen nur aus ihnen zu bestehen. Diese trutzigen Familienburgen mit Schießscharten in den bis zu 1,5 m dicken Mauern sind das sichtbarste Zeichen einer Geschichte, die geprägt ist vom unerbittlichen Widerstand gegen fremde Eroberer sowie von selbstzerstörerischen Blutfehden untereinander. Sie wurden manchmal sogar innerhalb eines Dorfs von Wohnturm zu Wohnturm ausgetragen - und das noch bis Mitte des 19. Jhs.
Heute sind viele Dörfer der Máni nahezu menschenleer; manche Wohntürme verfallen, andere wurden zu stimmungsvollen Hotels oder Ferienhäusern umgestaltet. Es lohnt sich, darin einige Tage zu wohnen und von dort aus Streifzüge durch diese eigenwillige griechische Kultur- und Naturlandschaft zu unternehmen. Ein guter Ausgangspunkt dafür ist Areópoli (775 Ew.) - winzig und doch die einzige Stadt in der Máni. Hier hat man die Wahl zwischen drei verschiedenen Wohntürmen als Hotel: Lóndas (4 Zi. | Tel. 2733051360 | Fax 2733051012 | www.londas.com | €€), Kapetanákou (5 Zi. | Tel. 2733051233 | Fax 2733051401 | €€) und Tsimóva (4 Zi. | Tel. 2733051301 | €€). Alle drei liegen nahe der Hauptkirche Taxiárchis aus dem Jahr 1798.
Areópoli liegt an der Grenze zwischen der sich bis zum Kap Ténaro erstreckenden Inneren Máni und der bis nahe Kalamáta reichenden Äußeren Máni. Der wildere Teil ist die extrem dünn bevölkerte Innere Máni. Besonders interessante Dörfer sind hier Mína, Kíta und Álika sowie das besonders turmreiche, auf einem Hügel nahe der Südspitze der Máni gelegene Váthia.
Ein Ausflugsziel ganz anderer Art in der Inneren Máni ist schließlich die Tropfsteinhöhle von Pírgos Diroú, 11 km von Areópoli entfernt. Durch die Gänge und Säle fließt ein bis zu 300 m tiefer Fluß, den die Besucher fast eine Stunde lang auf kleinen Kähnen entlangfahren können (Juni-Sept. tgl. 8.30-17.30 Uhr, Okt.-Mai tgl. 9-15 Uhr | Eintritt inkl. Bootsfahrt 13 Euro).
Auch entlang der Straße durch die Äußere Máni, die von Areópolis nach Kalamáta führt, liegen etliche sehenswerte Dörfer mit zahlreichen Wehrtürmen. Dazu gehören insbesondere Langáda und Kardamíli. Beispiele für die vielen byzantinischen Kirchen der Máni aus dem 12.-14. Jh. stehen unmittelbar an der Hauptstraße von Nomítsis und am südlichen Ortsrand von Plátsa.
Der schönste Strand der Máni ist der feinsandige Kalógria Beach am nördlichen Ortsrand von Stoúpa. Tamarisken auf dem Sand bieten Schatten, das Ufer fällt kinderfreundlich flach ab. Kurz vor dem nördlichen Nachbarort Kardamíli stehen zwischen Straße und Meer die sehr harmonisch in die umliegenden Olivenhaine eingebetteten Gebäude eines der besten Hotels des Peloponnes, die des Hotel Kalamítsi (26 Zi. | Tel. 2721073131 | Fax 2721073135 | www.kalamitsi-hotel.gr | €€€). | Areópoli liegt 74 km südlich von Spárta; von Areopóli bis Váthia sind es 37 km
Region: Vólos
Pílion-Rundfahrt
In der Antike galt das 1551 m hohe Pílion-Gebirge auf der Halbinsel Magnisía als Heimat der Kentauren. Heute wird die Halbinsel als eine der schönsten Landschaften Griechenlands geschätzt. Sie vereint großartige Bergkulissen, schöne Strände und gut erhaltene Dorfensembles mit der typischen Architektur des 18./19. Jhs. Man fährt auf schmalen, serpentinenreichen Straßen durch Laubwälder mit efeuumrankten Stämmen und ausgedehnte Obstplantagen und stößt auf eine Legion typischer, dem rauen Gebirgsklima angepasster Kirchen. Ein Tag reicht für die Rundfahrt nur aus, wenn man das schönste der Dörfer, Makrinítsa, schon zuvor besucht hat.
Besonders sehenswert sind die Dörfer Zagorá mit der Kirche Ágios Geórgios (an der oberen Platía, im Dorf dem Wegweiser zum „Health Centre“ folgen), Kíssos mit der Kirche Agía Marína und Miliés (auch: Mileé) mit der Kirche Taxiárchon. Zu den besten und stimmungsvollsten Tavernen gehört die Taverne Kyrá María (€€) in Miliés. Privatzimmer gibt es in allen Dörfern; für einen Strandurlaub besonders empfehlenswert ist die autofreie Bucht Papá Neró bei Ágios Jánnis mit der Pension Oréa Amoudiá (8 Zi. | Tel. 2426031219 | Fax 2421033315 | €). Im Winter sind im Pílion Skilifte und Loipen in Betrieb. Länge der Rundfahrt ab und bis Vólos mindestens 145 km
Region: Ioánnina
Víkos-Schlucht
Die Víkos-Schlucht in der Zagóri ist 10 km lang, ihre Wände steigen vom Flußlauf des Voidomátis bis zu 1000 m steil empor. Sie zu durchwandern ist ein unvergessliches Erlebnis. Die etwa siebenstündige Wanderung beginnt man am besten im Dorf Monodéndri, wo ein Wegweiser auf den Pfad hinunter in die Schlucht zeigt. Die Wanderung endet im Dorf Víkos oberhalb der Schlucht. Hier kann man in der Pension von Sotírios Karpúzis übernachten (4 Zi. | Tel. 2653041176 | €). 41 km nördlich
Region: Nauplia (Náfplio)
Epidauros/Epídavros
Der Name Epidauros steht für großartige Aufführungen antiker Tragödien im besterhaltenen Amphitheater Griechenlands. Den Besuch wert sind auch das Museum und die Ausgrabungen des Asklepios-Heiligtums, zu dem das Theater gehörte. Epidauros war ein Kurort, in dem Kranke Heilung suchten. Nach dem Vollzug kultischer Riten und des obligatorischen Opfers legten sie sich in einer besonderen Halle, dem Abaton, zum Schlaf nieder. Fast immer erschien ihnen im Traum der Heilgott Äskulap. Priester deuteten diesen Traum und leiteten daraus, in Verbindung mit Ärzten, die Therapie ab. Sogar Operationen wurden in Epidaurus vorgenommen.
Vom Eingang geht man zunächst zum Theater. Es wurde im 3. Jh. v. Chr. mit 34 Sitzreihen errichtet und etwa 500 Jahre später auf 55 Sitzreihen für 13000 Zuschauer vergrößert. Bemerkenswert ist die perfekte Akustik. Am Museum vorbei erreicht man dann das ausgedehnte Grabungsgelände. An mehreren Stellen angebrachte Übersichtspläne machen die Orientierung leicht. Man sieht das Katagogion, einen ursprünglich zweistöckigen Bau mit 160 Räumen, in dem die Pilger seit dem 4. Jh. v. Chr. wohnten. Nahezu ebenso groß war das Gymnasion, in dem Ringkämpfe ausgetragen wurden. In römischer Zeit entstand in seinem Innenhof ein noch gut sichtbares Odeon.
Ein rätselhafter Bau bleibt der auch Thymele genannte Tholos. Unter dem Zentrum dieses Rundtempels lagen drei durch Mauern unterteilte, kreisförmige Gänge. Man vermutet, dass hier die heiligen Tiere des Heilgottes Asklepios, Schlangen also, gehalten wurden. Nahe dem Tholos lag das Abaton, die schon erwähnte Heilschlafhalle.
Über den Festplatz des Heiligtums, zu erkennen an den vielen halbkreisförmigen Exedren, gelangt man zu den etwas tiefer in einem Wäldchen gelegenen Großen Propyläen, dem antiken Eingang zur Kultstätte. In der Nähe zeugen die Überreste einer frühchristlichen Basilika davon, dass Epidauros wohl auch noch in jener Zeit als Kurort genutzt wurde.
Im Museum sind die teilweise ergänzten Originalbauteile der Großen Propyläen und eines Artemis-Tempels besonders eindrucksvoll (Ausgrabungen April-Okt. tgl. 8-19.30 Uhr, Nov.-März tgl. 8-17 Uhr | Museum Mo immer erst ab 12 Uhr | Eintritt Museum und Ausgrabungen 6 Euro). 29 km östlich
Region: Korinth
Kanal von Korinth
Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Korinthischen mit dem Saronischen Golf. Gewaltig ist der Anblick von der 45 m über dem Wasser gelegenen alten Straßenbrücke aus. Schlepper ziehen Schiffe mit Lotsen an Bord über die 6,3 km lange Wasserstraße, die den Besatzungen die Umrundung des Peloponnes erspart. An der Wasseroberfläche ist der nur 8 m tiefe Kanal 24,5 m breit. Die Felswände an seinem Rand steigen bis zu 76 m hoch auf. 7 km östlich
Region: Thessaloníki
Athos
Der östliche der drei Finger der Chalkidikí wird größtenteils von der Mönchsrepublik Athos eingenommen, die innerhalb Griechenlands eine autonome Region bildet. In ihr leben in 20 Klöstern und zahlreichen Einsiedeleien heute noch über 2400 Mönche. 17 der Klöster sind griechisch-, je eines russisch-, serbisch- und bulgarisch-orthodox. Sie bergen reiche Schätze an Handschriften, Fresken und byzantinischer Kleinkunst. Das erste Kloster wurde bereits im 10. Jh. gegründet.
Die Mönche dulden in ihrer Republik keinerlei weibliche Wesen, gleich, ob Mensch, Huhn oder Kuh. Ausländischen Männern über 21 Jahren wird in sehr begrenzter Zahl ein bis zu viertägiger Besuch gestattet; sie brauchen dafür jedoch eine spezielle Einreisegenehmigung. Die imposante Architektur der Klöster und ihre Lage an den bewaldeten Hängen der Halbinsel und unter dem 2033 m steil aus dem Meer aufragenden Berg Athos können Männer und Frauen aber jederzeit ohne Einschränkungen bei einer Schiffstour genießen, die in etwa 300 m Abstand an der Südküste der Halbinsel entlangführt. Solche Touren werden im Sommer täglich von Ouranópoli und von Ormós Panagías auf Sithonía aus angeboten. 140 km südöstlich
Sithonía-Halbinsel
Der Mittelfinger der Chalkidikí ist bergiger, grüner und landschaftlich noch schöner als die Kassándra-Halbinsel. An der Nord- und Ostküste der Halbinsel zwischen Ormós Panagías und Kalamítsi gibt es viele lange Sandstrände, aber kaum Ortschaften, während die Westküste mit dem umweltverschandelnden Pórto Cárras und dem sehr viel angenehmeren Néos Marmarás teilweise für den Massentourismus erschlossen ist. Besonders schön ist Pórto Koufó, eine kleine Siedlung an einer fast völlig vom Meer abgeschirmten Bucht. Seine Fischtavernen sind exzellent, besonders O Psarás unmittelbar an der Uferstraße (€€). Néos Marmarás liegt 124 km südöstlich von Thessaloníki | Sithonía-Rundfahrt ab dort: ca. 115 km
Region: Athen
Akrópolis
Athens bedeutendste Tempel standen auf einem 156 m hohen Felssockel mitten im Stadtgebiet. Was heute zu sehen ist, stammt zumeist aus dem 5. Jh. v. Chr. Die Propyläen bildeten das Eingangstor zum heiligen Bezirk. Es besteht aus einer dreiflügeligen Halle mit sechs dorischen Säulen auf der Längs- und einer Doppelreihe von je zwei mal drei ionischen Säulen auf den Schmalseiten. Durch die Säulen führte der Weg in eine Halle mit fein bemalter Kassettendecke. Wiederum sechs dorische Säulen, parallel zu den sechs vorderen stehend, wiesen Besucher in das Heiligtum.
Geht man die breiten Stufen zu den Propyläen hinauf, sieht man rechts über sich den kleinsten Tempel der Akrópolis, den Nike-Tempel. In dem Tempelchen mit je sechs zierlichen ionischen Säulen an Vorder- und Rückseite wurde das Kultbild der Siegesgöttin verehrt.
Das bekannteste Merkmal des Erechteion ist der Vorbau der Korenhalle, deren Dach von sechs Karyatiden, anmutigen Mädchenstatuen (Koren), getragen wird. Heute sieht man moderne Kopien; die Originale stehen im Britischen Museum in London und im Akrópolis-Museum.
Der größte und immer noch glanzvollste Bau auf der Akrópolis ist der Parthenon. Der gewaltige Tempel entstand 447-432 v. Chr. Zwar fehlen ihm heute das Dach, die Wände des Innenraums und die Bemalung von Dachgebälk und Giebeln, sodass der jetzige Eindruck nicht der gleiche ist wie in der Antike, doch seine Eleganz und Harmonie sind nach wie vor zu spüren. April-Okt. tgl. 8-19 Uhr, Nov.-März tgl. 8-17 Uhr | Eintritt 12 Euro
Archäologisches Nationalmuseum
Die hier ausgestellten Schätze aus dem antiken Griechenland begeistern alle Besucher. Zu den Höhepunkten gehören die ganz modern anmutenden Kykladenidole aus dem 2. Jt. v. Chr., die Goldfunde aus den Königsgräbern von Mykene, die Fresken aus dem minoischen Santorin und viele Meisterwerke der Vasenmalerei und der Bildhauerkunst, wie die am Kap Artemision gefundenen Bronzestatuen. April-Okt. Mo 10.30-19, Di-So 8.30-19 Uhr, Nov.-März Mo 10.30-17, Di-So 8.30-15 Uhr | Leofóros Patisíon/Odós Tosíta 1 | Eintritt 6 Euro
Quelle: www.marcopolo.de. Der sueddeutsche.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo. Autorenliste
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