Reisetipps Gardasee

Highlights Gardasee

Region: Malcesine

Funivia Monte Baldo

Die Monte-Baldo-Seilbahn überwindet von Malcesine über die Mittelstation San Michele bis zur Bergstation 1700 Höhenmeter - damit haben Sie viel Zeit zum Schauen, was sich gleich doppelt lohnt, da die Bahn im oberen Abschnitt rundum verglaste, sich um die eigene Achse drehende Kabinen hat.

Einmal oben angekommen, warten nicht nur lange, aussichtsreiche Wanderungen, sondern auch ein halbstündiger Spaziergang auf einem ebenen Panoramaweg mit grandiosen Tiefblicken auf den Wanderer. Da dieser Ausflug sehr beliebt ist, müssen Sie an manchen Tagen mit stundenlangen Wartezeiten rechnen! Einzige Chance, dem Stau am Berg zu entgehen: Frühmorgens vor dem großen Ansturm eine der ersten Gondeln erreichen. Es werden auch Mountainbikes transportiert, aber nur zu bestimmten Uhrzeiten. | Tgl. ab 8 Uhr | hin und zurück 15, einfach 10 Euro | Mountainbike 7 Euro | Auskunft Tel. 0457400206 | Fax 0457401885 | www.funiviamalcesine.com | www.funiviedelbaldo.it

Region: Gardone Riviera

Vittoriale degli Italiani

Eine kuriose Ansammlung von Gebäuden. Gabriele D'Annunzio (1863-1938) baute sich hier 1921 sein letztes Haus, in dem er bis zu seinem Tod lebte. Er vermachte es dem Staat als Nationaldenkmal. Zu sehen sind der Bug des Kriegsschiffs Puglia, D'Annunzios Auto und ein Flugzeug, mit dem der Dichter, der später die Faschisten unterstützte, im Ersten Weltkrieg Flugblätter über Wien abwarf. Im Park gibt es ein Freilichttheater, in dem im Sommer ein Stück des Autors aufgeführt wird. Im oberen Teil des Parks thront das faschistoide Mausoleum, im größten der Sarkophage ruhen seit 1963 die Gebeine des Dichters. Im Park des Vittoriale kann man herumstreifen, in das Wohnhaus gelangt man nur mit Führung. Neu eröffnet wurde ein Kriegsmuseum in den Räumen des Wohnhauses, dafür wurde einiges aus dem Depot geholt, was an D'Annunzios kriegerische Taten erinnern soll. | Okt.-März tgl. 9-17, April-Sept. 8.30-20 Uhr | www.vittoriale.it

Toscolano-Maderno

Die Doppelgemeinde (7000 Ew.) liegt wenige Kilometer nördlich am Ende des Toscolanobaches. An dessen Oberlauf finden Sie das sehenswerte Tal der Papierfabriken. Schon im 14. Jh. belieferten die Papiermühlen Europa, später sogar den Orient. Es gibt einen Spazierweg entlang der Ruinen und ein Museum. Sehenswert ist die Kirche Sant'Andrea Apostolo (1130-1150) in Maderno: Ihre rosa, grau und weiß gestreifte Fassade ist unverwechselbar. Manch einer kommt aber auch zum Baden nach Toscolano. Auf Seefisch spezialisiert hat sich die Hosteria Cavour (mittags und Mo geschl. | Maderno | Via Cavour 73 | Tel. 0365642512 | €€). Das Ristorante San Marco (tgl. | Maderno | Piazza San Marco | Tel. 0365641103 | www.hsmarco.it | €€€) ist ein nobles Restaurant unweit des Sees und folgt der Linie der Slowfoodbewegung mit regionaler Küche. Mittags Pizza gibt es bei Cantinone (Maderno | Piazza San Marco 49 | Tel. 0365641447 | €€). Nachts geht man ins

Boccondivino (Via Cavour 71 | Tel. 0365643512 | €€), eine Enoteca, die bis 2 Uhr geöffnet hat und in der sich jüngere Einheimische treffen. Das ansprechend renovierte Hotel Milano liegt gerade weit genug entfernt von der Durchfahrtsstraße und verfügt über einen schönen Blick über den See sowie einen Swimmingpool (Lungolago Zanardelli 12 | Tel. 0365540595 | Fax 0365641223 | www.hotelmilanomaderno.com | €€-€€€). Ohne Seeblick logiert man im Hotel Vienna (17 Zi. | Via Garibaldi 43 | Tel. 0365641083 | Fax 0365547175 | www.gardavienna.it | €) in der Altstadt. Weniger eng als samstags in Salò geht es auf dem Donnerstagsmarkt an der Hauptstraße in Toscolano zu. Auskunft in Maderno: Piazza San Marco 1 | Tel. 0365641330 | Fax 0365641330 | www.rivieradeilimoni.it

Region: Lazise

Verona

Wer genug hat von der reinen Urlaubs- und Strandatmosphäre und etwas Stadtluft schnuppern möchte, für den bietet sich eine Tour nach Verona an. Die 25 km östlich gelegene Stadt (255000 Ew.) bietet Kulturdenkmäler von großer Bedeutung, aber auch eine Fußgängerzone, in der man prima shoppen gehen kann.

Bevor Sie sich ins Auto setzen, um nach Verona zu fahren - wie wäre es mit einer Zugfahrt? Vom Süden des Sees ist das kein Problem. Von vielen anderen Gardaseeorten fahren Linienbusse nach Verona.

Verona war dank seiner Lage am Ende der Route über den niedrigsten Alpenpass, den Brenner, schon für die Römer eine bedeutende Stadt. Aus der Römerzeit stammt denn auch der berühmteste Bau, die Arena (Mo 13.30-19.30, Di-So 9-19 | bei Opernaufführungen 9-15.30 Uhr | Piazza Bra | Opernfestspiele Tel. 0458005151 | Kartenbüro | Via Dietro Anfiteatro 6b | 37121 Verona | Fax 0458013287 | www.arena.it). Beginnen Sie hier den Stadtrundgang. Das römische Amphitheater aus dem 1. Jh. wurde durch Erdbeben im 12. Jh. stark beschädigt; von der Außenmauer stehen nur noch vier Arkaden. Die Arena kann tagsüber besichtigt werden, in vollem Glanz erstrahlt sie aber erst bei den berühmten Operninszenierungen. Premiere dafür war eine Aufführung der „Aida“ zu Verdis 100. Geburtstag am 10. August 1913.

Über die Via Roma gelangen Sie von der Arena zum Castelvecchio (Di-So 8.30-19.30, Mo 13.30 bis 19.30 Uhr). Die ziegelrote Burg von 1534 ist das größte Bauwerk der Scaligerzeit. In der Burg werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. Gehen Sie nun am besten am Hochufer der Etsch ein Stück flussaufwärts bis zur Piazza Portichetti. Das ist ein kleiner Extraschlenker, aber er führt Sie zu San Zeno Maggiore, der Lieblingskirche der Veroneser. Eine große Kostbarkeit ist das mit 48 Bronzeplatten verzierte Portal.

Nun auf demselben Weg zurück zur Arena. Vielleicht ist es Zeit für eine Erfrischung auf dem Hauptplatz? Biegen Sie an der Piazza Bra in die Via Mazzini ein, Veronas Einkaufsstraße schlechthin. Sie führt zur Piazza delle Erbe. Auf dem einstigen römischen Forum findet täglich ein Gemüsemarkt statt.

Weiter geht es auf die Piazza dei Signori mit den Scavi Scaligeri: In den Ausgrabungen werden regelmäßig Fotoausstellungen des Centro Internazionale di Fotografia gezeigt. Unweit davon finden Sie die Scaligergräber: Die gotischen Gräber des einstigen Herrschergeschlechts werden von lebensgroßen Reiterstatuen der Verstorbenen gekrönt.

In der nahen Via Cappello 23 steht ein unscheinbares Haus aus dem 14. Jh., das nahezu jeder Veronabesucher besichtigen möchte, egal, ob er Shakespeares berühmtes Drama „Romeo und Julia“ kennt oder nicht: die Casa Capuleti (Mo 13.30-19.30, Di-So 9-19 Uhr), wie das „Haus der Julia“ offiziell heißt. Die rechte Brust der Julia-Statue im Innenhof zu berühren soll Liebesglück bringen. Der Julia-Balkon, der auf keiner Abbildung oder Postkarte fehlt, wurde allerdings erst 1940 an die Fassade montiert.

In der Osteria Sgarzarie (Mo geschl. | Corte Sgarzarie 14a | Tel. 0458000312 | €€) unweit der Piazza Erbe speist man unbehelligt vom Touristentrubel. In der Trattoria Tre Marchetti (Mo-Mittag und So, Juli/Aug. Mo geschl. | Vicolo Tre Marchetti 19b | Tel. 0458030463 | €€€) wird Veroneser Küche serviert. Das Lokal zählt zu den besten der Stadt und wurde mehrfach ausgezeichnet. Wer über Nacht bleiben möchte: Die Locanda Catullo (9 Zi. | Via Valerio Catullo 1 | Tel. 0458002786 | Fax 045596987 | locandacatullo@tiscalinet.it | €) ist ein gemütliches, zentrales Quartier.

Auskunft: Piazza Bra | Tel. 0458068680 | Tel. 0458003638 | www.verona-apt.net; Piazza XXV Aprile | Tel. 0458000861 | www.tourism.verona.it

Region: Garda

Punta San Vigilio

Die Halbinsel liegt gleich westlich von Garda. Ein großer Olivenhain säumt die reizende Bucht Baia delle Sirene, dort können Sie baden zum Luxuspreis (Eintritt 9 Euro). Es gibt auch ein Kinderunterhaltungsprogramm (Eintritt 4 Euro). Nördlich davon gibt es einen freien Strand mit ziemlich vielen Felsen. 1540 errichtete der berühmte Festungsbaumeister Michele Sanmicheli auf der Landzunge die Villa Guarienti-Brenzone. Wer es sich leisten kann, nächtigt in der Locanda San Vigilio (7 Zi. | Tel. 0457256688 | Fax 0457256551 | www.punta-sanvigilio.it | €€€). Bei kleinerem Geldbeutel kann man hier zumindest einen Cappuccino oder einen Campari trinken.

Region: Riva del Garda

Baden

Riva hat einen der größten und schönsten frei zugänglichen Strände des ganzen Sees. Die Spiaggia Sabbioni zieht sich im Anschluss an den Hafen in Richtung Torbole bis zum Monte Brione hin. Viel Schatten, diverse Bars und Eisstände.

Cascata del Varone

Was im Lago di Tenno noch so ruhig vor sich hin schimmert, rauscht hier 100 m mit ziemlichem Getöse zu Tal. 1874 wurde der Wasserfall Varone 5 km nördlich von Riva für Besucher eröffnet. | März/Okt. tgl. 9-17, April/Sept. 9-18, Mai-Aug. 9-19, Nov.-Feb. So 10-17 Uhr | www.cascata-varone.com

Region: Salò

Markt

Jeden Samstagvormittag südlich der Altstadt - einer der größten am See.

Region: Gargnano

Baden

Ein freier Strand am nördlichen Ortsrand von Gargnano ist der Parco Fontanella. Man liegt im Schatten unter Olivenbäumen, für die Jugend gibt es Tischtennis und Technomusik. Großer freier Parkplatz.

Pieve

Tremosine mit dem Hauptort Pieve liegt nur wenige Kilometer vor Limone, doch hoch über dem See. Angelockt werden Besucher von den „Schauderterrassen“. Mit diesem Slogan wirbt seit Jahrzehnten das Hotel Paradiso (22 Zi. | Tel. 0365953012 | Fax 0365918090 | www.terrazzadelbrivido.it | €€), dessen Terrasse tatsächlich ganz oben aufregend weit in den See hinausragt. Nahe der Terrasse des Hotels Miralago (7 Zi. | Tel. 0365953001 | Fax 0365953046 | www.miralago.it | €), in dem man direkt am Abgrund übernachtet, kann man auf einem schmalen Weg die scheinbar senkrechte Felswand hinunterwandern und kommt so wieder ans Ufer und zum Bus. Info: Piazza Marconi | Tel. 0365953185 | Fax 0365918670 | www.infotremosine.it

Region: Sirmione

Baden

Einige frei zugängliche Kiesstrände finden sich am Südufer in Richtung Peschiera. Grotte di Catullo ist ein freier, baumbestandener Strand unterhalb der Ausgrabungen. Leider nur mit Tretboot oder Yacht zu erreichen. Der Lido delle Bionde ist ein großer, flacher Kiesstrand am nordöstlichen Ende der Halbinsel. Es gibt ein Café und Tretboote. Ein weiterer freier Strand liegt bei der Scaligerburg.

Grotte di Catullo

Seit im 15. Jh. die Bezeichnung „Grotten des Catull“ aufkam, werden die Reste einer römischen Villa so genannt, auch wenn umstritten ist, ob der römische Dichter wirklich hier an diesem reizenden Fleck lebte. Eine Besichtigung der großen Anlage lohnt sich aber allemal: Man kann stimmungsvoll unter Olivenbäumen spazieren und die umfangreichen Mauerreste besichtigen. Im Eintrittspreis inbegriffen ist der Besuch des Museums. Hervorragend beschriftet - auch auf Deutsch - gibt es einen guten Überblick nicht nur über die gesamte Anlage, sondern auch über die frühe Geschichte des Gardasees. | Di-Sa 8.30-19 (Winter bis 16.30), So 9-18 Uhr

Scaligerkastell

Mastino della Scala baute im 13. Jh. innerhalb der Ringmauern eine Wasserburg auf römischen Fundamenten. In der alten Festungsanlage am Eingang zur Altstadt finden manchmal Ausstellungen statt, aber auch ohne solch kulturelle „Dreingaben“ gibt es im Kastell einiges zu sehen - steigen Sie auf den Turm, von dort sieht man schön über die Dächer der Altstadt. Wer jetzt eine Erfrischung braucht: Vor der Burg steht, seit Jahren schon, ein schöner, alter Obststand, der frische Melonenhälften und Ananasviertel, Zitronenschnitze und Kokosschiffchen verkauft. | April-Sept. Di-Sa 9-20, So 9-13 Uhr, Nov.-März Di -So 9-13 Uhr