Reisetipps Frankfurt

Highlights Frankfurt

Region: Stadtmitte

Börse

„Kapitalistendom“ heißt der 1879 vollendete Kuppelbau im Volksmund; das Auf (Hausse) und Ab (Baisse) der Finanzwelt symbolisieren vor seinem Portal zwei Tierskulpturen: der Bulle und der Bär. Frankfurt gilt als weltweit drittgrößter Wertpapierumschlagplatz; der erste Börsenbau (1585) stand nahe der heutigen Paulskirche. Verwaltung und Computerhandel bündelt die inzwischen außerhalb der Stadt gelegene Neue Börse. Der Parketthandel findet noch in der City statt. Montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr können Zuschauer das hektische Treiben kostenlos miterleben, Personalausweis und Voranmeldung (24 Std.) sind aber nötig. | Börsenplatz | Tel. 21111515 | www.deutsche-boerse.com | U-/S-Bahnen Hauptwache

Goethehaus und -museum

Eine der wichtigsten Dichtergedenkstätten Deutschlands. Am 28. August 1749 erblickte Johann Wolfgang von Goethe im Großen Hirschgraben 23 das Licht der Welt. Sein Elternhaus brannte allerdings im Zweiten Weltkrieg völlig aus; das heutige Gebäude ist eine Rekonstruktion. Die Einrichtung spiegelt jedoch die typische bürgerliche Wohnkultur im Spätbarock. Schreibtisch und Arbeitspult im „Dichterzimmer“ sind gerettete Originale. Das benachbarte Goethemuseum birgt zahlreiche Handschriften und Gemälde aus der Goethezeit. Die Bildergalerie umfasst Werke sowohl Frankfurter Maler als auch bedeutender Künstler des deutschsprachigen Raums wie Caspar David Friedrich, Johann Heinrich Füssli, Angelika Kauffmann u.a. | Mo-Sa 10-18, So 10-17 Uhr, Führungen tgl. 14 und 16 Uhr | Großer Hirschgraben 23-25 | 5 Euro | www.goethehaus-frankfurt.de | U-/S-Bahnen Hauptwache

Kaiserdom

Hervorgegangen aus der karolingischen Salvator-Kapelle (852), war die St.-Bartholomäus-Kirche seit dem Mittelalter Wahlort der deutschen Könige. Von 1562 an wurden in ihr zehn deutsche Kaiser gekrönt. Das brachte ihr die Ehrenbezeichnung Dom ein - obwohl sie kein Bischofssitz war und bis heute nicht ist. 1867 brannte der gotische Hallenbau nieder; sämtliche Glocken schmolzen. Im Stil der Neugotik baute man ihn 1880 wieder auf. Erst damals wurde auch der 96 m hohe Turm vollendet, zu dessen Spitze 332 Stufen führen. Der Zweite Weltkrieg brachte erneut schwere Schäden am Dom; erst 1953 war er wiederhergestellt. Die historischen Ausmalungen wichen dabei schlichtem Weiß. Seit der Restaurierung zur 1200-Jahr-Feier Frankfurts 1994 bestimmt nun kräftiges Ziegelrot nach mittelalterlichem Vorbild die Wände und Pfeiler. Im Zuge dieser Restaurierung wurden im Dom auch archäologische Grabungen durchgeführt. Dabei entdeckten die Experten das Grab eines merowingischen Mädchens. Ihre Grabbeigaben sind im Dommuseum ausgestellt. Zu den Schätzen im Inneren der Kirche zählen der Bartholomäus-Fries (15. Jh.), das Chorgestühl (Mitte 14. Jh.), der Maria-Schlaf-Altar (1434) sowie die Kreuzigungsgruppe (1509). Vor dem Dom finden sich im archäologischen Garten die ältesten Spuren Frankfurts: Reste eines römischen Militärlagers mit Thermen sowie der karolingischen Königspfalz. | Domplatz 14 | Dom: tgl. 8-12 und 14.30-18 Uhr, in der Mittagszeit und Freitagvormittag ist nur die Turmhalle geöffnet, Führung tgl. 15 Uhr; Dommuseum: Di-Fr 10-17, Sa/So 11-17 Uhr | 2 Euro | www.dom-frankfurt.de | U 4/5 Dom/Römer

Paulskirche

Kein Gotteshaus, sondern ein politisches Denkmal: als Stätte der ersten Deutschen Nationalversammlung 1848. Fast 800 Parlamentarier kamen hier an der Stelle des einstigen Barfüßerklosters zusammen (wo u.a. der berühmte Maler Adam Elsheimer getauft wurde), um Deutschland eine liberale Verfassung zu geben. Ein Monumentalfries (32 m) des Berliner Malers Johannes Grützke erinnert seit 1991 mit historischen, zeitgenössischen, allegorischen und anekdotischen Szenen an den Einzug der Volksvertreter in die 1833 geweihte Saalkirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg nicht originalgetreu rekonstruiert und Ende der 1980er-Jahre erneut verändert, wird die Paulskirche heute v.a. für wichtige nationale Ehrungen genutzt: die Verleihung des Goethepreises z.B. oder des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Im nüchternen Plenarsaal hängen die Flaggen aller Bundesländer. | Tgl. 10-17 Uhr außer bei Veranstaltungen | Paulsplatz | U 4/5 Dom/Römer, Straßenbahn 11 Römer

Römerberg

Zentraler Platz der Frankfurter Altstadt, die bis zu ihrer Zerstörung kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs mit ihren mehr als 2000 Gebäuden als die größte noch in mittelalterlichen Formen erhaltene in Deutschland galt - obgleich viele Häuser erst im 17. und 18. Jh. erbaut worden waren. Auf dem leicht abschüssigen Areal, früher auch Samstagsberg genannt, wurden seit dem 9. Jh. Märkte und Kundgebungen abgehalten, Turniere ausgefochten und Feste gefeiert. Im 16. Jh. stand der Römerberg in dem Ruf, der schönste Platz im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation zu sein. Heute wird die „gudd Stubb“ Frankfurts neben Römer und Nikolaikirche geprägt durch die 1986 nach historischen Plänen wiederaufgebauten Fachwerkhäuser der Ostzeile und des Schwarzen Sterns. Jedes dieser Gebäude ist ein typischer Vertreter mainischer Fachwerkbauweise. Sie heißen (von links): Großer Engel (hier wurde im 17. Jh. die erste Bank Frankfurts gegründet), Goldener Greif, Wilder Mann, Kleiner Dachsberg, Großer und Kleiner Lauberberg. Restaurants und ein Minicafé logieren in ihren Erdgeschossen. Schon früher florierte an dieser Stelle eine Apfelweinwirtschaft namens Heyland. Sie veranlasste die Einheimischen, auf die Frage nach dem höchsten Berg der Welt schelmisch zu antworten: „Der Römerberg - weil es von dort nur noch eine Stufe zum Heyland ist.“ In der Mitte des Römerbergs erhebt sich der Gerechtigkeitsbrunnen, der Justitia mit unverbundenen Augen, Waage und Schwert zeigt. Er sprudelt seit der Krönung von Kaiser Matthias im 16. Jh.; damals floss aus ihm Wein. Wenige Schritte mainwärts erinnert eine Plakette im Kopfsteinpflaster an die Bücherverbrennung 1933 durch die Nationalsozialisten auf dem Platz. Rechts Richtung Flussufer erhebt sich am Fahrtor das Haus Wertheym, das einzige vom Bombenhagel 1944 verschonte Fachwerkgebäude des Römerbergs. Hinter dem Historischen Museum gegenüber verstecken sich Turm und Palastkapelle des Saalhofs, eines königlichen Burghofs aus der Stauferzeit, der als Ersatz für die Karolingerpfalz am Main entstand. In der Saalgasse konnten namhafte Architekten auf mittelalterlichen Parzellen die Formensprache der 1980er-Jahre realisieren. Die Häuserzeile gilt heute als Musterbeispiel der Postmoderne.

Region: Sachsenhausen

Deutsches Filmmuseum

Originalgeräte, Studioarchitektur, Tricktechnik (die man selbst ausprobieren kann) gewähren einen spannenden Einblick in die Welt der bewegten Bilder. Im angeschlossenen Kino laufen Filme unterschiedlichster Thematik und oft in der Originalsprache. | Di, Do/Fr 10-17, Mi/So 10 bis 19, Sa 14-19 Uhr | Schaumainkai 41 | 2,50 Euro, Sonderausstellungen 4,50 Euro, Kombikarte 6,20 Euro, letzer Sa im Monat freier Eintritt (außer Sonderausstellungen), Kino 6 Euro | www.deutsches-filmmuseum.de | U 1-3 Schweizer Platz

Städel-Museum

Alte Meister und Werke der Moderne stehen im „Städel“ in einem spannenden Dialog. Berühmte Vertreter der Vergangenheit sind u.a. Jan van Eyck, Johann Heinrich Tischbein, Auguste Renoir und Edouard Manet; die frühe Moderne vertritt eindrucksvoll Max Beckmann. Wechselnde Sonderausstellungen bereichern die hochkarätige ständige Sammlung, deren historischer Kern der Stiftung des Frankfurter Kaufmanns und Kunsthändlers Johann Friedrich Städel zu verdanken ist. Das „Städel“ besitzt auch rund 600 Skulpturen, von denen nur ein kleiner Teil ausgestellt ist. Es ist ein spektakulärer, unterirdischer Erweiterungsbau geplant (voraussichtlich 2010). | Di, Fr-So 10-18, Mi/Do 10-21 Uhr | Schaumainkai 63 | 10 Euro | www.staedelmuseum.de | U 1-3 Schweizer Platz, Straßenbahnen 15/16 Otto-Hahn-Platz

Region: Bahnhofsviertel

Hochhäuser/Bankenviertel

Noch in den 1950er-Jahren war der Kaiserdom mit 96 m das höchste Gebäude der Stadt. Heute prägen fast hundert Hochhäuser die Frankfurter Skyline, einige ragen gut 300 m in den Himmel. Bei den jüngsten zeigten die Architekten zwar wieder mehr Bescheidenheit, der Westhafentower etwa (in dem viele gern ein typisches, geripptes Apfelweinglas erkennen) misst nur 99 m, das Gallileo-Haus der Dresdner Bank am Jürgen-Ponto-Platz 136 m und der Skyper an der Taunusanlage 151 m. Doch schon bald soll im geplanten Europaviertel an der Messe der Millenniumtower mit 365 m Höhe die bisherige Spitze Frankfurts (und Europas), Sir Norman Fosters Commerzbankbau (259 m, mit Antenne 300 m | Kaiserstr./Kirchnerstr.), übertrumpfen. Das Gros der Frankfurter Wolkenkratzer konzentriert sich im Bankenviertel zwischen Alter Oper und Hauptbahnhof. Es sind meist Bürogebäude. Aus diesem Grund kann ihr Inneres auch nicht besichtigt werden. In einigen sind aber auch Wohnungen, Läden und Restaurants untergebracht, z.B. im Eurotower (Willy-Brandt-Platz) sowie in mehreren Gebäuden an der Taunusanlage. Als bislang einziges Hochhaus bietet der Main Tower auf 200 m eine Besucherplattform (Neue Mainzer Str. | So-Do 10-21, Fr/Sa 10-23, im Winter bis 19 bzw. 21 Uhr, wetterbedingte Schließungen sind möglich | 4,60 Euro | www.maintower.helaba.de). Alle zwei Jahre findet das Wolkenkratzerfestival statt, bei dem eine Vielzahl von Hochhäusern für das Publikum einen Tag lang geöffnet ist und ein unterhaltsames Rahmenprogramm geboten wird (Auskunft über Tourist-Information, nächster Termin vorauss. 2009).

Region: Frankfurt

Zur Sonne

Zeitgenössisches und Traditionelles aus ausgesuchten Produkten; zwei urige Stuben, großer Garten. | Mo-Sa 17-24, So 12-23 Uhr | Berger Str. 312 | Tel. 459396 | U 4 Bornheim Mitte

Kleinmarkthalle

Ob Handkäs' oder Halwa, persische Pistazien oder Oberräder Kartoffeln - hier ist alles versammelt, was ein echter Genießer zum Leben braucht. Im ersten Stock gibt's Edles vom Italiener und Franzosen; im Erdgeschoss werden neben Worscht, Weck und Viktualien auch Blumen verkauft. Der Keller ist das Reich der lebenden Forellen, Zander, Saiblinge. | Mo-Fr 8-18, Sa 8-16 Uhr | Hasengasse 5-7 | www.kleinmarkthalle.de | U-/S-Bahnen Hauptwache

The Forsythe Company

Die weltberühmte Balletttruppe von William Forsythe musste sich zwar aus Spargründen verkleinern, ins Bockenheimer Depot umziehen und ein Zweitdomizil in Dresden annehmen. Die Auftritte des Ensembles mit gewagten, modernen Choreografien gehören aber weiterhin zu den Highlights im Frankfurter Kulturleben. | Bockenheimer Depot | Tel. 21237586 | www.theforsythecompany.de | U 6/7 Bockenheimer Warte

Tigerpalast

Johnny Klinke, einst Weggefährte von Joschka Fischer, hat sich seinen Traum erfüllt und Frankfurt wieder ein echtes Varietétheater beschert. Akrobaten und Künstler aus aller Welt bezaubern nun alle, die das nötige Kleingeld besitzen. | Heiligkreuzgasse 16-20 | Tel. 9200220 | www.tigerpalast.com | U-/S-Bahnen Konstablerwache

Region: Außerdem Sehenswert

Naturmuseum Senckenberg

Dinosaurierskelette, Fossilien aus der Grube Messel, afrikanische Vormenschenschädel - in mehr als 190 Jahren Sammlungsgeschichte kamen fast eine halbe Million Exponate aus allen Epochen der Erdgeschichte zusammen. Das größte, bedeutendste und wohl schönste Museum seiner Art in Deutschland. | Mo/Di, Do/Fr 9 bis 17, Mi 9-20, Sa/So 9-18 Uhr | Senckenberganlage 25 | 6 Euro | www.senckenberg.de | U 4/6/7 Bockenheimer Warte, Bus 32/50 Senckenbergmuseum

Palmengarten

Eine der schönsten und größten botanischen Sammlungen Europas, 1868 von Frankfurter Bürgern begründet. Als Basis kauften sie die Kollektion tropischer Pflanzen des Herzogs von Nassau und ließen dafür das Palmenhaus errichten. In der Konstruktion aus Glas und Eisen kann man wie durch einen Dschungel streifen. Fast 30 ha Freilandanlagen und 10000 m² Schauhausflächen gehören zum Palmengarten, außerdem Themengärten, Rosenschauen, das Tropicarium, ein Bootsweiher, eine Theaterbühne sowie eine Konzertmuschel für Jazz und Kammeropern. Seit 2004 gibt es zudem links vor dem Haupteingang das Café Siesmayer mit riesiger Sommerterrasse. | Palmengartenstr./Siesmayerstr. 61 | Nov.-Jan. tgl. 9 bis 16, Feb.-Okt. 9-18 Uhr | 5 Euro | www.palmengarten-frankfurt.de | U 6/7 Palmengarten, Bus 36 Grüneburgweg

Zoo

Der Zoologische Garten, ebenfalls eine bürgerliche Gründung (1858), gehört zu den ältesten Tierparks der Welt. Bereits um 1900 hatte er einen bemerkenswerten Bestand. Alles wurde 1944 in einer Nacht zerstört, nur 20 Tiere überlebten den Bombenhagel. Direktor Bernhard Grzimek machte durch seinen Einsatz für den Wiederaufbau den Frankfurter Zoo international bekannt und zum Synonym für moderne Tierhaltung. Heute beherbergt er rund 4500 Tiere aus 600 Arten. Besucher erleben sie fast wie in freier Wildbahn: Tiger und Löwen tummeln sich im Katzendschungel; in der Robbenanlage können Zwergseebären unter Wasser beobachtet werden. Einzigartig in Europa ist die Freiflughalle, in der Vögel und Menschen sich ungehindert bewegen können. Das Nachttierhaus gewährt ebenso spannende Einblicke wie das Exotarium. Für die Menschenaffen entstand eine neue großzügige Anlage mit Temperaturen wie im Dschungel. | Im Sommer tgl. 9-19, im Winter tgl. 9-17 Uhr, Nachttierhaus ab 9.30, Exotarium ab 10 Uhr | Alfred-Brehm-Platz 16 | 8 Euro, jeden letzten Sa im Monat 6 Euro | www.zoo-frankfurt.de | U 6/7 Zoo