Reisetipps Dresden

Sehenswertes Dresden Von Barock bis Bunte Republik

Schlösser, Kirchen, Museen und junges Leben in alten Häusern

Um Dresden zu erkunden, reicht ein Tag nicht aus, auch wenn es auf den ersten Blick so aussehen mag: Die gerade mal einen halben Quadratkilometer große historische Altstadt können Sie in wenigen Stunden locker „ablaufen“. Dann haben Sie all die hier versammelten Sehenswürdigkeiten gesehen. Von außen.

Wer Dresden wirklich kennen lernen will, muss tiefer eintauchen. Vor der Sixtinischen Madonna stehen, über das Blaue Wunder gehen und abends in einer Hinterhofkneipe der Neustadt einen Schoppen Wein trinken.

Bau- und Kulturdenkmäler wie die Frauenkirche, der Zwinger oder die Semperoper stehen in der Gunst der Besucher aus aller Welt ganz oben. Gleiches gilt längst auch für die berühmtesten der mehr als 40 Dresdner Museen. Viele der Sammlungen haben ihren Ursprung in der um 1560 von Kurfürst August gegründeten Dresdner Kunstkammer. Später sorgten vor allem August der Starke und sein Sohn, Friedrich August II., für eine maßgebliche Erweiterung der Bestände. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören heute zu den bedeutendsten Museen der Welt. Die Museen der Stadt Dresden vereinen acht Einrichtungen, darunter das Stadtmuseum, das Kügelgenhaus, das Carl-Maria-von-Weber-Museum und die Technischen Sammlungen Dresden (www.museen-dresden.de | 2-Tageskarte für alle Einrichtungen 10 Euro).

In der Bombennacht des 13. Februar 1945 wurden die meisten innerstädtischen Museen zerstört oder schwer beschädigt. Ihre Schätze erlebten eine beispiellose Odyssee. Sie begann mit der Auslagerung in Bergwerksstollen oder Landschlösser zum Schutz vor Kriegseinwirkungen, setzte sich fort mit der Beschlagnahme und dem Abtransport durch die Rote Armee und fand in den meisten Fällen ihr glückliches Ende in der Rückgabe an die DDR ab Mitte der 1950er-Jahre. Nach der Wende wurden viele Museumsbauten aufwändig saniert. Großen Zuspruch findet die im Juli stattfindende Museumssommernacht, mit bis nach Mitternacht geöffneten Ausstellungen, zahlreichen Veranstaltungen und einem Shuttleverkehr mit historischen Bussen und Straßenbahnen.

Wer das Pflichtprogramm - die historische Altstadt - absolviert hat, sollte sich unbedingt noch in anderen Stadtteilen umsehen. Auch dort gibt es viel zu entdecken: die Reste bürgerlich-barocken Glanzes in der Inneren Neustadt, ein Gründerzeitviertel mit Kultstatus in der Äußeren Neustadt, Schlösser inmitten von Weinbergen, mondäne Villen und idyllische alte Dorfkerne, weite Elbauen - und noch mehr Museen.

Altstädter Wache

Baumeister Karl Friedrich Schinkel lieferte die Entwürfe für die „Neue Hauptwache“ am Theaterplatz, die deshalb auch Schinkel-Wache genannt wird. Das 1830-32 errichtete klassizistische Gebäude beherbergt heute den Besucherdienst der Semperoper, eine Tourist-Information und ein Café. | Theaterplatz | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Augustusbrücke

1275 wurde erstmals eine Brücke an dieser Stelle erwähnt. Im Laufe der Zeit erlebte das Bauwerk Zerstörungen durch Hochwasser und Kriege sowie zahlreiche Umbauten. In ihrer heutigen Form 1907-10 errichtet, verbindet die 331m lange Sandsteinbrücke den rechtselbischen Neustädter Markt mit dem linkselbischen Schlossplatz. Den mittleren Hauptpfeiler schmückt eine Plastik in Form einer Woge des Dresdner Künstlers Tobias Stengel. | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz/Neustädter Markt

Cholerabrunnen

Eugen von Gutschmid stiftete den Brunnen, nachdem die Stadt von der 1841/42 grassierenden Choleraepidemie verschont geblieben war. Der Entwurf für den 18 m hohen neugotischen Spitzturm mit 40 Wasserspeiern stammt von Gottfried Semper. | Sophienstraße | Straßenbahnen 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12, Busse 75, 94 | Postplatz

Erlweinspeicher

Gebaut wurde der zwischen Sächsischem Landtag und dem Internationalen Congress Center an der Elbe liegende Speicherkoloss von dem Mann, der das Bild der Stadt zu Beginn des 20. Jhs. wie kein anderer prägte: Hans Erlwein. Seit Mai 2006 beherbergt der stattliche Bau das Hotel Maritim. | Devrientstraße | Straßenbahnen 6, 11 | Kongresszentrum

Galerie Neue Meister

Das Museum präsentiert Kunst vom frühen 19. Jh. über die Klassische Moderne bis zur Gegenwart. Zu den Schwerpunkten gehören die deutsche Romantik, der deutsche Impressionismus und die Neue Sachlichkeit. Maler der Dresdner Expressionistengruppe „Die Brücke“ sind ebenso vertreten wie Künstler der DDR-Zeit und der Gegenwart. Ausgewählte Werke der Sammlung sind während der Schließzeit des Albertinums in wechselnden Ausstellungen in der Gemäldegalerie Alte Meister (Semperbau) zu sehen. | Di-So 10 bis 18 Uhr | Di-So 10 bis 18 Uhr | Straßenbahnen 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12, Busse 75, 94 | Postplatz | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Gemäldegalerie Alte Meister

Für viele Dresden-Besucher der Höhepunkt. Die Alten Meister sind eine der beeindruckendsten Sammlungen der europäischen Malerei des 15.-18. Jhs. Hier hängen die berühmten Dresden-Ansichten von Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, Gemälde altdeutscher und altniederländischer Meister, herausragende Werke italienischer Renaissancekünstler sowie flämischer und holländischer, spanischer und französischer Maler des 17. Jhs. Die versammelte Prominenz ist atemberaubend: Man trifft „Rembrandt und Saskia“, Vermeers „Brieflesendes Mädchen“ und Giorgiones „Schlummernde Venus“, Liotards „Schokoladenmädchen“ und last but not least Raffaels „Sixtinische Madonna“ mit den berühmten Engelchen zu ihren Füßen. Der überwiegende Teil der Sammlung wurde von August dem Starken und dessen Sohn Friedrich August II. in nur rund 50 Jahren zusammengetragen. Mitte des 19. Jhs. erhielten die Kunstwerke den ihnen gebührenden Rahmen mit dem das Zwingerensemble abschließenden Galeriebau von Gottfried Semper. Versuchen Sie nicht, bei einem Besuch alles zu sehen, und nehmen Sie sich Zeit für Entdeckungen: Etwa für den „Flügelaltar“ von Jan van Eyck. Während des Umbaus des Albertinums ist der Semperbau auch Interimsquartier für die Galerie Neue Meister. Unter www.dresdengallery.com können Sie die Gemäldegalerie Alte Meister als Teil der Onlinewelt Second Life besuchen. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 6 Euro | Zwinger (Semperbau) | Straßenbahnen 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12 | Busse 75, 94 | Postplatz | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Grünes Gewölbe

Der Name ist abgeleitet von den grün gestrichenen Wänden der „Geheimen Verwahrung“ der herrschaftlichen Schätze aus Edelsteinen, Gold und Elfenbein im Residenzschloss. Nach dessen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg fand das Schatzkammermuseum für Jahrzehnte Exil im Albertinum. Im September 2004 zog der erste Teil der Ausstellung in modern gestaltete Räume im Westflügel des Residenzschlosses. Das Neue Grüne Gewölbe präsentiert Highlights wie den legendären Kirschkern mit den „185 Angesichtern“, das „Goldene Kaffeezeug“ Augusts des Starken und den „Hofstaat des Großmoguls Aureng-Zeb“, das von Hofgoldschmied Johann Melchior Dinglinger aus Gold und Edelsteinen geschaffene Figurenensemble. Das Historische Grüne Gewölbe komplettiert seit September 2006 die einzigartige Schatzsammlung mit 3000 Exponaten. In den rekonstruierten ursprünglichen Museumsräumen im Erdgeschoss des Schlosses sind diese vor prächtigen verspiegelten Schauwänden und auf Prunktischen frei ausgestellt. Höhepunkt der Ausstellung ist das Juwelenzimmer mit den Preziosen Augusts des Starken und seines Sohnes Friedrich August II. | Neues Grünes Gewölbe: Mi-Mo 10-18 Uhr | Eintritt 6 Euro | Eintritt inkl. Audioguide 10 Euro | Einlass nur mit Zeittickets, Kombikarten haben keine Gültigkeit | Residenzschloss (Eingang Sophienstraße) | Straßenbahnen 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12, Busse 75, 94 | Postplatz | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Hofkirche/Kathedrale Ss. Trinitatis

Friedrich August II. beauftragte den italienischen Architekten Gaetano Chiaveri 1739 mit dem Bau der katholischen Hofkirche. 78 Figuren des Bildhauers Lorenzo Mattielli schmücken Fassade und Balustraden des Gotteshauses im Stil des römischen Spätbarock. Um die katholischen Prozessionen von den Straßen des protestantischen Dresden fernzuhalten, wurde ein Prozessionsumgang eingefügt. Einen Kontrast zum schlichten Inneren der Kirche bildet die verspielte Kanzel von Balthasar Permoser. Die Silbermannorgel überlebte den Krieg durch Auslagerung. In der Gruft steht neben den Sarkophagen sächsischer Herrscher eine Urne mit dem Herz Augusts des Starken, sein Leib ruht in Krakau. Ein Mahnmal des Bildhauers Friedrich Press erinnert in der Nepomuk-Kapelle an die „Opfer des 13. Februar und aller ungerechten Gewalt“. 1980 wurde die Hofkirche zur Kathedrale Ss. Trinitatis des Bistums Dresden-Meißen erhoben. | Öffnungszeiten variieren, Führungen Mo-Do 14, Fr, So 13, Sa 13, 14 Uhr, Orgelvorspiel Mi und Sa 11.30-12 Uhr, Dresdner Orgelzyklus (abwechselnd mit Frauen- und Kreuzkirche) jeden 3. Mi 20 Uhr | Theaterplatz (Eingang Schlossplatz) | Tel. 4844712 | www.kathedrale-dresden.de | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Internationales Congresscenter Dresden

Der zwischen Erlweinspeicher (Maritim Hotel) und Marienbrücke errichtete spektakuläre Neubau komplettiert seit 2004 das Altstadtpanorama. Schräge Stahlstützen, eine ansteigende Terrasse, ein sanft geschwungenes Dach und eine luftige Glasfassade prägen das Bauwerk. Der größte Saal fasst 4150 Personen. | www.dresden-congresscenter.de | Straßenbahnen 6, 11 | Kongresszentrum

Kupferstich-Kabinett

Mit seiner Sammlung von über 500000 druckgrafischen Werken, Zeichnungen und Fotografien gehört das Museum weltweit zu den bedeutendsten seiner Art. Neben Sonderausstellungen gibt es einen Studiensaal, der allen Kunstinteressierten für ganz persönliche Begegnungen mit wertvollen Originalen offen steht. Eine Außenstelle, das Josef-Hegenbarth-Archiv (Calberlastr. 2 | Do 10-12, 14-16 Uhr), befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des Künstlers in Dresden-Loschwitz. | Sonderausstellungen: Mi-Mo 10-18 Uhr, Studiensaal Mo, Mi, Do, Fr, jeder 1. Sa im Monat 10-13, Mo, Mi auch 14-16, Do auch 14-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | Eintritt frei | Residenzschloss (Eingang Sophienstraße) | Anmeldung Tel. 49143221 | Straßenbahnen 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12, Busse 75, 94 | Postplatz | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Porzellansammlung

Der Leidenschaft Augusts des Starken für feines Geschirr, der „maladie des porcellaines“, verdankt Dresden die umfangreichste keramische Spezialsammlung der Welt. Im Mittelpunkt der 2006 um die Ostasien-Galerie erweiterten Ausstellung stehen chinesische Porzellane verschiedener Epochen, japanische Imari- und Kakiemonporzellane sowie die Kostbarkeiten der Porzellan-Manufaktur Meissen. Die wurde 1710 von August dem Starken gegründet und gilt als Wiege des weißen europäischen Hartporzellans. Berühmt sind die „Dragonervasen“: 600 sächsische Dragoner hatte August einst beim preußischen Soldatenkönig gegen 151 Monumentalvasen und andere Gefäße eingetauscht. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 6 Euro | Zwinger | Straßenbahnen 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12, Busse 75, 94 | Postplatz | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Residenzschloss

Die einstige Residenz der Wettiner ist ein wahres Kleinod deutscher Schlossarchitektur. Aus einer mehrfach umgebauten Burg entstand nach 1547 eines der prachtvollsten Renaissanceschlösser Deutschlands. 150 Jahre später erfolgte unter August dem Starken eine Neugestaltung in barockem Prunk, zum 800-jährigen Wettin-Jubiläum Ende des 19. Jhs. ein letzter großen Umbau im Neorenaissance-Stil. In der Bombennacht des 13. Februar 1945 brannte das imposante Bauwerk vollständig aus. Nachdem zwischen 1964 und 1979 Georgenbau und Stallhof wieder hergestellt worden waren, begann 1985 der umfassende Wiederaufbau des Schlosses. Nach der Wende erhielt der Stumpf des Hausmannsturms eine neue Turmspitze, wurden der Süd- und der Westflügel, die äußere Hülle des Ostflügels sowie der Große Schlosshof mit Treppentürmen und Fassaden in Sgraffito-Gestaltung rekonstruiert. Die endgültige Fertigstellung der Anlage wird voraussichtlich noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

2004 konnten das Kupferstich-Kabinett, die Kunstbibliothek und das Neue Grüne Gewölbe, im Herbst 2006 das Historische Grüne Gewölbe ihre Räume im Schloss beziehen. Während des Umbaus des Mathematisch-Physikalischen Salons im Zwinger bis 2009 sind Exponate aus dessen Sammlung wertvoller Uhren und wissenschaftlicher Instrumente aus dem 16.-19. Jh. in Interimsausstellungen - u.a. im Residenzschloss - zu sehen (Mi-Mo 10-18 Uhr | Foyer Neues Grünes Gewölbe). Im Hausmannsturm werden Teile der Sammlung des Münzkabinetts gezeigt. Von der Aussichtsplattform des Turms in 38m Höhe hat man den Überblick über das gesamte Areal und die historische Altstadt (April bis Okt. Mi-Mo 10-18 Uhr | über Eingang Sophienstraße | Eintritt Hausmannsturm inkl. Münzausstellung 3 Euro | Bibliothek und Studiensaal des Münzkabinetts im Georgenbau Eintritt frei | Mi 10-17.30 Uhr | Anmeldung unter Tel. 49143231).

Der Stallhof östlich des Georgenbaus war einst ein Ort höfischer Vergnügungen. Begrenzt wird er vom Johanneum und dem Langen Gang (1586-88) mit dem berühmten Fürstenzug an der Außenwand. Eine um 1900 gebaute Brücke verbindet das Schloss mit der Hofkirche, eine weitere mit dem Taschenbergpalais. Das ließ August der Starke Anfang des 18. Jhs. an der Südwestecke des Schlosses für seine Mätresse, die Gräfin Cosel, errichten. Im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, wurde das Palais nach jahrzehntelangem Ruinendasein wieder aufgebaut und beherbergt seit 1995 ein Kempinski-Hotel. Straßenbahnen 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12, Busse 75, 94 Postplatz | Straßenbahnen 4, 8, 9 Theaterplatz | Straßenbahnen 1, 2, 4 Altmarkt

Rüstkammer

Die stattliche Sammlung vereint Prunkwaffen und Harnische, Kostüme und Turnierbilder - neben kostbarsten, im Laufe der Jahrhunderte von sächsischen Meistern geschaffenen Stücken auch Objekte aus ganz Europa und dem Orient. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt im Ticket für Gemäldegalerie Alte Meister inkl., sonst 3 Euro | Zwinger (Semperbau, Ostflügel) | Straßenbahnen 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12, Busse 75, 94 | Postplatz | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Sächsischer Landtag

Nach der Neugründung des Freistaats Sachsen im Jahre 1990 entschied man sich für den Neubau eines Parlamentsgebäudes. Der an der klassischen Moderne orientierte sowie durch Klarheit der Form und Transparenz überzeugende Bau des gebürtigen Dresdners Peter Kulka entstand im Anschluss an das 1928 bis 1931 im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtete Landesfinanzamt, 1953-89 Sitz der Bezirksleitung der SED. Auf dem Vorplatz erinnert die Bronzefigur Nike 89 von Wieland Förster an die Wendetage 1989. | Infos zu Besichtigungen unter Tel. 4935343 | www.landtag.sachsen.de | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Schauspielhaus

Gegenüber dem Kronentor des Zwingers wurde 1911-13 nach einem Entwurf der Architekten William Lossow und Hans Max Kühne das Neue Königliche Schauspielhaus errichtet. Die Verbindung von Jugendstil mit neobarocken Formen mildert den Kontrast des hoch aufragenden Theaterbaus zum filigranen Zwinger. Der nach Kriegszerstörungen bis 1948 in schlichter Gestalt wieder hergestellte Zuschauerraum wurde nach der Wende aufwändig restauriert und bietet heute rund 800 Zuschauern Platz. Wer einmal selbst auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stehen möchte, hat dazu bei den zumeist sonntags stattfindenden Führungen Gelegenheit. | Tel. 4913555 | www.staatsschauspiel-dresden.de | Straßenbahnen 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12, Busse 75, 94 | Postplatz

Semperoper

Nachdem das erste Semper-Opernhaus 1869 abgebrannt war, entstand 1871-78, an gleicher Stelle und wiederum entworfen von Gottfried Semper, das zweite Königliche Hoftheater im Stil der italienischen Hochrenaissance. Nach der Zerstörung am 13. Februar 1945 und der Fassadensicherung bis 1956 entschied man sich für einen weitgehend originalgetreuen Wiederaufbau. Am 13.2.1985, dem 40. Jahrestag ihrer Zerstörung, wurde die Semperoper wieder eröffnet. Achten Sie bei einem Besuch auf die meisterhaften Marmorimitationen in den Vestibülen, die Bilder des Deckenplafonds im Zuschauersaal und die doppelfenstrige Uhr über der Bühne. Die bronzene Pantherquadriga über dem Portal schuf Johannes Schilling, die Skulpturen Goethes und Schillers neben dem Eingang Ernst Rietschel. Theaterplatz; Führungen (ca. 45 Min. | 7 Euro) nur außerhalb von Proben und Vorstellungen | Termine über Besucherdienst Schinkelwache | Tel. 4911496 | www.semperoper-fuehrungen.de | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Skulpturensammlung

Die Sammlung umfasst Werke aus fünf Jahrtausenden: griechische und römische Skulpturen, Vasen, Bronzen und Terrakotten, Meisterwerke aus Renaissance und Barock, Plastiken des 19./20. Jhs. Während des Umbaus des Albertinums wird eine wechselnde Auswahl an Kunstwerken im Zwinger präsentiert. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Zwinger (Pavillon und Bogengalerie am Nymphenbad) | Straßenbahnen 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12, Busse 75, 94 | Postplatz | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Yenidze

Was aussieht wie ein muslimisches Gotteshaus, wurde ab 1907 als Zigarettenfabrik gebaut, mit einem als Minarett getarnten Schornstein. Der Architekt Martin Hammitzsch flog wegen des umstrittenen Entwurfs aus der Reichsarchitektenkammer. Heute sind in der „Tabakmoschee“ Büros und das Kuppelrestaurant Yenidze mit Terrasse in luftiger Höhe (tgl. ab 11 Uhr | Tel. 4905990 | €-€€) untergebracht. Außerdem 1001 Märchen in der Glaskuppel. | Weißeritzstr. 3 | Straßenbahnen 6, 11 | Kongresszentrum | Bus 75 | Heinz-Steyer-Stadion

Zwinger

Den martialischen Namen verdankt die luftig-heitere Anlage ihrem Standort an der einstigen Stadtbefestigung. 1709-32 entstand hier im Auftrag Augusts des Starken und nach Entwürfen des Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann und des Bildhauers Balthasar Permoser ein einzigartiges barockes Gesamtkunstwerk. Um einen rechteckigen Hof mit Wasserspielen gruppieren sich spiegelbildlich der Wall- und der Glockenspielpavillon sowie vier durch Bogen- und Langgalerien verbundene Eckpavillons. Den Hauptzugang bildet das Kronentor mit einer Zwiebelkuppel und der von Adlern getragenen polnischen Königskrone. Durch den Wallpavillon gelangt man in das verspielte Nymphenbad sowie auf die Dächer der Galerien. Den Ausblick auf die gesamte Anlage sollten Sie sich ebenso wenig entgehen lassen, wie einen Spaziergang entlang der Balustrade bis zum Glockenspielpavillon.

Dessen Glocken aus Meissener Porzellan spielen Melodien von Vivaldi, Mozart und Bach (Ostern bis Dez. tgl. 10.15, 14.15

und 18.15 Uhr).

1847-55 wurde das Ensemble zur Elbseite mit einem von Gottfried Semper entworfenen Galeriegebäude geschlossen, hier befinden sich die berühmten „Alten Meister“. Nach Kriegzerstörungen begann man noch 1945 mit dem Wiederaufbau, der bis Mitte der 1960er-Jahre dauerte. Romantisch: Ein Abend mit Konzert oder Ballett im Zwingerhof (Karten beim Veranstalter oder der Touristinfo). | Zwischen Ostra-Allee und Theaterplatz | Straßenbahnen 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12, Busse 75, 94 | Postplatz

Albertinum

Der stattliche Bau am Ostende der Brühlschen Terrasse entstand Ende des 19. Jhs. durch den Umbau eines über 300 Jahre alten Zeughauses. Derzeit wird das im Stil der Hochrenaissance gestaltete und nach dem drittletzten sächsischen König Albert benannte Ausstellungsgebäude saniert; im Innenhof entsteht ein Depot- und Werkstattgebäude. Die hier beheimatete Galerie Neue Meister und die Skulpturensammlung präsentieren sich während der Bauzeit im Zwinger. | Straßenbahnen 3, 7 | Synagoge

Brühlsche Terrasse

Der Balkon Europas, 10 m über der Elbe, 500 m lang und bis zu 200 m breit. Kurfürst Friedrich August II. schenkte das Areal mit der elbseitigen Festungsanlage seinem Günstling Graf Heinrich von Brühl, der hier einen Lustgarten anlegen ließ. Die Brühlschen Palais wichen im Laufe der Zeit anderen Bauten: dem Ständehaus (1901-07) von Paul Wallot, der für den zweitgeborenen Prinzen errichteten Sekundogenitur (1897, heute Restaurant, Bar und Café des Hotels Hilton), dem Albertinum (1884-87, heute Galerie Neue Meister und Skulpturensammlung, zzt. im Umbau) sowie dem Lipsius-Bau (1887-94) mit Kunstakademie (heute Hochschule für Bildende Künste) und Ausstellungsgebäude. Die von der Fama, der Göttin des Ruhms, gekrönte Kuppel der Kunstakademie trägt ihrer gerippten Form wegen den Kosenamen „Zitronenpresse“. In den Gewölben der Jungfernbastei an der Nordostecke der Brühlschen Terrasse gelang dem Gelehrten Ehrenfried Walter von Tschirnhaus und dem Alchimisten Johann Friedrich Böttger 1708/09 die Herstellung des ersten europäischen Hartporzellans. Unterhalb der hier aufgestellten Böttger-Stele befindet sich eine Kopie des ältesten Denkmals der Stadt, des Moritzmonuments. Johannes Schilling schuf das Rietscheldenkmal vor der Sekundogenitur sowie das Semperdenkmal zwischen Kunstakademie und Albertinum. Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und mit einer Freitreppe zum Schlossplatz versehen wurde die Brühlsche Terrasse 1814 auf Befehl des russischen Gouverneurs, Fürst Repnin-Wolkonski. | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz Synagoge

Coselpalais

Bei den Bombenangriffen des 13. Februar 1945 wurde das spätbarocke Palais von Friedrich August von Cosel, einem Sohn Augusts des Starken und der Gräfin Cosel, bis auf die Flügelbauten vernichtet. Die bis 1999 originalgetreu wiederhergestellte Außenhülle beherbergt heute Büros, das Grand Café & Restaurant sowie in den Mauerresten eines Pulverturms ein rustikales Restaurant gleichen Namens. | An der Frauenkirche 12a | Straßenbahnen 1, 2, 4, | Altmarkt

Festung Dresden

Zwischen Albertinum und Lipsius-Bau befindet sich der Eingang zu der einstigen Wehranlage. Direkt unter der Brühlschen Terrasse, einst Teil der Stadtbefestigung, kann man in die vorbarocke Geschichte der Stadt eintauchen. Seit 1989 wurden hier Kasematten, Kanonenhöfe, eine alte Stadtgrabenbrücke und das 400 Jahre alte Ziegeltor, das letzte erhaltene Stadttor der sächsischen Residenz, freigelegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. | April-Okt. tgl. 10-18, Nov./ Dez., Feb./März tgl. 10-17 Uhr, im Jan. eingeschränkt geöffnet | Eintritt 4 Euro | www.schloesser-dresden.de | Straßenbahnen 3, 7 | Synagoge

Frauenkirche

Dresdens neues altes Wahrzeichen! Das beeindruckende protestantische Gotteshaus entstand 1726-43 nach Plänen von Ratszimmermeister George Bähr, der sich von den Kuppeln italienischer Kirchen hatte inspirieren lassen. Weder der Architekt noch August der Starke, der den Kirchenbau trotz seines Übertritts zum Katholizismus unterstützte, erlebten ihre Fertigstellung. Die riesige Kuppel, die „Steinerne Glocke“, widerstand dem Bombardement der Preußen im Siebenjährigen Krieg. Auch die Bombennacht des 13. Februar 1945 hatte sie zunächst, obwohl ausgebrannt, überstanden. Am Vormittag des 15. Februar jedoch gaben die ausgeglühten Pfeiler nach, und die Kirche sank in sich zusammen. Nach dem Krieg avancierte die Ruine zum Mahnmal gegen den Krieg, in den 1980er-Jahren zum Symbol der DDR-Friedensbewegung.

1993 begann mit der Bergung und Inventarisierung der noch verwendbaren Steine der Wiederaufbau, am 30. Oktober 2005 erfolgte die festliche Weihe der Frauenkirche. Das lichtdurchflutete Kircheninnere in der Form eines Zentralraumes mit fünf Emporen und Platz für 1800 Menschen empfängt den Besucher in barocker Pracht. Der Altar von Johann Christian Feige konnte unter Verwendung erhaltener Teile wieder hergestellt werden. Auch der Orgelprospekt wurde rekonstruiert, die Orgel im Geiste Silbermanns von der Straßburger Firma Kern gebaut. Das beschädigte Original-Kuppelkreuz erinnert an die Dresdner Bombennacht, das neue auf der Kuppel - Sinnbild der Versöhnung - schuf ein Londoner Kunstschmied, Sohn eines britischen Bomberpiloten. In der Unterkirche, dem „Ort der Stille“, befindet sich das restaurierte Grabmahl George Bährs. Unbedingt zu empfehlen ist ein Aufstieg auf die Laternenplattform über der Kuppel. Regelmäßig finden Gottesdienste (So 11, 18 Uhr) sowie Konzerte und andere Veranstaltungen statt. | Freie Besichtigung (Eingang D, mit Rollstuhl Eingang A): in der Regel Mo-Fr 10-12,13-18 Uhr (Achtung: Wartezeiten einplanen!) am Wochenende variierende Öffnungszeiten, Orgelandacht/-vesper mit Führung: meist Mo-Sa 12, Mo-Mi, Fr 18 Uhr (Eintritt frei). Kuppelaufstieg (Eingang G) April-Okt. tgl. 10 bis 13, 14-18, Nov.-März 10-13, 14 bis 16 Uhr | 8 Euro | Besucherdienst: Tel. 65606100 Veranstaltungskarten: Tel. 65606701 | www.frauenkirche-dresden.de | Besucherzentrum Frauenkirche (Galeriestraße/Kulturpalast) | Souvenirs im Treffpunkt Galerie Frauenkirche (neben dem Coselpalais) | Neumarkt; Straßenbahnen 1, 2, 4 | Altmarkt

Fürstenzug

Fast 100 überlebensgroße Figuren zählt der 102 m lange Reiterzug an der Nordwand des Langen Gangs. Neben Adligen, Militärs und Vertretern des Dresdner Bildungsbürgertums sind dies vor allem die Herrscher des Hauses Wettin, von Konrad dem Großen (1098-1157) bis König Georg I. (1832-1904). Sachsens letzter König fehlt: Friedrich August III. war bei Fertigstellung des Wandfrieses in Sgraffitotechnik 1876 noch ein Knabe. 1904-07 übertrug man das Bild auf 25000 Meissener Porzellankacheln. | Augustusstraße | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Theaterplatz

Lipsius-Bau

Das Ausstellungsgebäude an der Brühlschen Terrasse, benannt nach seinem Schöpfer Constantin Lipsius, wurde 2005 wieder eröffnet. In den schön sanierten Räumen zeigen die Staatlichen Kunstsammlungen Wechselausstellungen. | 10-18 Uhr | Straßenbahnen 3, 7 | Synagoge

Neue Synagoge

Am 9.11.2001 wurde die neue Dresdner Synagoge geweiht. Im Boden des baumbestandenen Hofes zwischen Gotteshaus und Gemeindezentrum ist der Grundriss der in der Pogromnacht des 9. November 1938 von den Nationalsozialisten zerstörten Semper-Synagoge markiert. Einzig der Davidstern einer der beiden Türme blieb erhalten - von einem Feuerwehrmann geborgen und versteckt. Der Stern hat seinen Platz über dem Eingang der Neuen Synagoge gefunden. Diese besteht aus einem in sich gen Osten gedrehten massiven Kubus, der Innenraum wird umschlossen von einem symbolischen Stiftszelt aus durchscheinendem Metallgeflecht. Café Schoschana (So-Do 12 bis 18 Uhr) im Gemeindezentrum. | Führungen So-Do (Termine im Gemeindezentrum) | 4 Euro | Tel. 8020489 | www.hatikva.de | Straßenbahnen 3, 7 | Synagoge

Sächsische Dampfschiffahrt

Sie besitzt die größte und älteste Raddampferflotte der Welt. Die aufgemöbelten Schaufelraddampfer werden von den Dresdnern innig geliebt; der dienstälteste, die „Stadt Wehlen“, lief 1879 vom Stapel. Dampferparade am 1. Mai, Flottenparade zum Stadtfest im August. | Terrassenufer | Tel. 866090 | www.saechsische-dampfschiffahrt.de

Stadtmuseum und Städtische Galerie Dresden im Landhaus

Das 1770-75 errichtete spätbarock-klassizistische Landhaus, einst Tagungsort der sächsischen Landstände, wurde 1945 stark beschädigt. 20 Jahre danach zog das Stadtmuseum in das wiederhergestellte Gebäude ein. Heute beherbergt es neben einer Dokumentation zur Geschichte der Frauenkirche eine Ausstellung zur Stadtgeschichte. Im Obergeschoss präsentiert die Städtische Galerie Dresden Kunst aus Dresden. Bei der letzten Sanierung erhielt das Museum eine spektakuläre Außenfluchttreppe sowie Museumscafé und -shop. | Di-So 10-18, Fr 12-20 Uhr, Fr ab 14 Uhr frei | Eintritt 3 Euro | Wilsdruffer Str. 2 | (Eingang Landhausstraße) | www.museen-dresden.de | www.galerie-dresden.de | Straßenbahnen 1-4, 7, 12, Busse 75, 82 | Pirnaischer Platz

Stallhof

Der im Osten an den Georgenbau des Residenzschlosses angrenzende, ab 1586 entstandene Lange Gang gehört zu den wenigen in Dresden noch erhaltenen Renaissancebauten. Über einer zum Stallhof geöffneten Bogenhalle mit toskanischen Säulen erstreckt sich eine korridorartige Galerie, die heute vom benachbarten Verkehrsmuseum genutzt wird. An der nördlichen Außenwand befindet sich der Fürstenzug, die in Teilen rekonstruierte Hoffassade schmücken in Silikatmalerei ausgeführte Ornamente. Hinter der südlichen Hofbegrenzung wurde 1997-99 das Haus der Kathedrale des Bistums Meißen errichtet, eine Kopie des im Krieg beschädigten und später abgetragenen Kanzleihauses. Der Stallhof diente einst dem Dresdner Hof als Turnierplatz. | Straßenbahnen 1, 2, 4 | Altmarkt

Verkehrsmuseum im Johanneum

Das in 400 Jahren mehrfach umgebaute imposante Johanneum beherbergte früher unter anderem Ställe und Wagenremise, die Gemäldegalerie Alte Meister und die Porzellansammlung. Seit 1956 ist hier das Verkehrsmuseum zu Hause. Es präsentiert Exponate aus den Bereichen Eisenbahn, Kraftfahrzeuge und Fahrräder, städtischer Nahverkehr, Schifffahrt und Luftverkehr. Dokumentiert sind der ostdeutsche Automobilbau und die einst in Dresden beheimatete DDR-Luftfahrtindustrie. Bemerkenswert: die „Muldenthal“, Deutschlands älteste erhaltene Dampflokomotive (1861) oder der Eindecker von Hans Grade (1909). Vor dem Eingang steht der Türkenbrunnen. | Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 3 Euro | www.verkehrsmuseum-dresden.de | Neumarkt/Jüdenhof | Straßenbahnen 1, 2, 4 | Altmarkt

Botanischer Garten

Neben der Gläsernen Manufaktur liegt am Nordrand des Großen Gartens der 3,25 ha große Botanische Garten der TU Dresden. In Schauhäusern und Freianlagen wachsen rund 10000 Pflanzenarten aus allen Klimazonen und Regionen der Erde. | April-Sept. tgl. 8-18, Okt.-März 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit, Gewächshäuser ganzjährig ab 10 Uhr | Eintritt frei | www.tu-dresden.de/bot-garten | Straßenbahnen 1, 2, 4, 10, 12, 13 | Straßburger Platz

Bürgerwiese & Blüherpark

Im 19. Jh. zum Teil nach Plänen des Gartenarchitekten Peter Josef Lenné als städtischer Park angelegt, verbindet die Bürgerwiese das Stadtzentrum mit dem Großen Garten. Das Mozartdenkmal wurde 1907 aufgestellt. Nach Nordosten schließt sich der Blüherpark an, der zzt. eine Umgestaltung erfährt. Gleich nebenan liegen das Georg-Arnhold-Bad und das ebenfalls im Umbau befindliche Rudolf-Harbig-Stadion (im Volksmund Dynamo-Stadion), in dem die Fußballer von Dynamo Dresden auflaufen. | Straßenbahnen 8, 9, 11, 12, Busse 75, 82 | PragerStraße | Straßenbahnen 10, 13 | Großer Garten

Deutsches Hygiene-Museum

Seit der Neukonzeption 1991 versteht sich das Haus als „Universalmuseum vom Menschen“. Gegründet wurde es 1912 auf Initiative des Odol-Fabrikanten Karl August Lingner zum Zwecke der „Volksaufklärung“. 1930 fand das Museum sein Domizil in dem von Wilhelm Kreis in einer Mischung aus Monumental- und Bauhausstil entworfenen Gebäude. Bekanntestes Exponat ist seither der „Gläserne Mensch“, ein Anschauungsmodell, das alle wesentlichen Bestandteile des Körpers in einem Körper aus transparentem Kunststoff sichtbar werden lässt. Die Dauerausstellung widmet sich Themen wie „Leben und Sterben“, „Essen und Trinken“ oder „Sexualität“. Es gibt spannende Sonderausstellungen und ein interaktives Kindermuseum, das sich mit den fünf Sinnen beschäftigt. Café-Restaurant Lingner (tgl. | Tel. 4846600 | €-€€). | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 6 Euro | Lingnerplatz 1 | www.dhmd.de | Straßenbahnen 10, 13 | Großer Garten, 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum

Gewandhaus

Das 1768-70 errichtete Gewandhaus beherbergte einst Fleischhauer und Gewandschneider, ein Theater und die Stadtbank. Heute ist es ein Hotel. 1945 brannte das stilistisch zwischen Rokoko und Klassizismus angesiedelte Gebäude aus. Beim Wiederaufbau wurde ein Atrium eingefügt und an der Rückseite der Dinglinger-Brunnen angebracht. | Ringstr. 1 | Straßenbahnen 1-4, 7, 12, Busse 75, 82 | Pirnaischer Platz

Gläserne Manufaktur

Luxuslimousinen für alle! Zumindest zum Anschauen: Mitten in der Stadt lässt der VW-Konzern seinen „Phaeton“ montieren. Neben Einblicken in die Produktion erwarten die Besucher ein Schauturm, Fahrsimulationen, das Kugelhaus mit Multimediainstallation sowie Bar und Restaurant Lesage (tgl. | Tel. 4204250 | €€€). | Führungen tgl. 8-20 Uhr nach Voranmeldung | Eintritt 4 Euro | Lennéstr. 1 | Straßenbahnen 1, 2, 4, 10, 12, 13 | Straßburger Platz

Grosser Garten

In unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum liegt der mit knapp 2 km Länge und 1km Breite größte Park der Stadt. Seine Geschichte begann 1676 als kurfürstlicher Jagdgarten. Der Dresdner Bevölkerung ist die barocke Anlage seit 1814 zugänglich - auf Befehl des russischen Generals Repnin-Wolkonski, nach dem Sieg über Napoleon Generalgouverneur für das besetzte Sachsen. Ab 1873 erfolgte eine Umgestaltung zum englischen Landschaftsgarten. Heute ist der Große Garten das beliebteste Naherholungsgebiet der Dresdner. Es gibt mehrere Bühnen: Puppentheater Sonnenhäusl, Parktheater und Freilichtbühne „Junge Garde“. Das 1678-83 gebaute und 1945 ausgebrannte Palais im Großen Garten, Sachsens erster Barockbau, ist trotz andauernder Restaurierung für Führungen und Veranstaltungen geöffnet und beherbergt die Ausstellung „Permoser im Palais“ mit Skulpturen von Balthasar Permoser und anderen Barockbildhauern (April-Okt. Mi-Sa 14 bis 18, So 11-18 | Nov.-März Sa/So 11-18 Uhr). Den größten Biergarten des Parks kann die Torwirtschaft (tgl., im Winter Mo geschl. | Tel. 4595202 | €-€€) aufweisen, die romantischste Lage bietet das Restaurant Carolaschlösschen (tgl. | Tel. 25060000 | €-€€). Rudern Sie über den Carolasee oder drehen Sie eine Runde mit der Parkeisenbahn (5 Bahnhöfe | April-Okt. tgl., variierende Fahrzeiten | Rundfahrt 3,10 Euro | Kombikarte mit Zoo 8,50 Euro | www.liliputbahn.de). | Straßenbahnen 1, 2, 4, 10, 12, 13 | Straßburger Platz

Hauptbahnhof

Der an Stelle des alten Böhmischen Bahnhofs ab 1892 errichtete dreischiffige Hauptbahnhof wurde in den letzten Jahren einer Sanierung unterzogen. Die Pläne dafür lieferte Stararchitekt Sir Norman Foster. Obwohl noch nicht vollendet, strahlt der lichtdurchflutete Bahnhof mit seinem Teflon-Membran-Dach über dem historischen Stahltragwerk und der verglasten Kuppel Eleganz und Heiter- keit aus. | S-Bahn, Straßenbahnen 3, 7, 8, 10, Busse 72, 76 | Hauptbahnhof

Kreuzkirche

Die älteste Dresdner Kirche, deren Ursprünge im 13. Jh. liegen, hat eine bewegte Geschichte. Nach dem Einsturz des Renaissanceturms erfolgte ab 1764 der Wiederaufbau zu ihrer heutigen Form, nach dem Brand 1897 eine Umgestaltung im Inneren. Das im Zweiten Weltkrieg erneut schwer beschädigte Gotteshaus wurde 1955 wieder geweiht, die eigentlich provisorische Gestaltung des Innenraums in ihrer Schlichtheit von den Dresdnern als angemessene dauerhafte Lösung angenommen. In der Schütz-Kapelle befindet sich das Nagelkreuz, ein Versöhnungsgeschenk der Kathedrale von Coventry. Seit Jahrhunderten in der Kreuzkirche zu Hause ist der berühmte, aus 150 jungen Sängern bestehende Kreuzchor. Wenn sich das Ensemble nicht auf Tournee befindet, kann man es samstags zur Vesper (im Sommer ab 18, im Winter ab 17 Uhr), bei Gottesdiensten sowie bei verschiedenen Aufführungen - etwa in der Oster- und der Weihnachtszeit - erleben. Im Turm führen 256 Stufen vorbei am zweitgrößten Geläut Deutschlands zur Aussichtsplattform in 54 m Höhe. | April-Okt. Mo-Sa 10-18, Nov. bis März 10-16 Uhr (während des Striezelmarktes bis Marktschluss) | Altmarkt | www.dresdner-kreuzkirche.de | Straßenbahnen 8, 9, 11, 12, Busse 75, 82 | Prager Straße

Kulturpalast

Der 1969 eingeweihte Veranstaltungstempel mit Glasfassade und Kupferdach bietet Raum für Konzerte, Bälle, Kongresse (der Festsaal bietet bis zu 2435 Plätze). Die Dresdner Philharmonie, die Musikfestspiele und das Dixielandfestival geben sich hier die Ehre. Das monumentale Wandbild „Der Weg der roten Fahne“ von Gerhard Bondzin an der Schlossstraßenfassade wird seit der Wende durch ein - zunächst blickdichtes, jetzt durchscheinendes - Sicherheitsnetz bedeckt. | Altmarkt | Straßenbahnen 1, 2, 4 | Altmarkt

Prager Strasse

Die 1851 angelegte Verbindung zwischen Waisenhausstraße und Wiener Platz war die berühmteste Straße der Stadt, mit Cafés und Kaufhäusern, Hotels und Kinos. Am 13.2.1945 wurde sie zerstört. Das 1965-78 errichtete Ensemble aus Hotels, Restaurants und einer 240m langen Wohnzeile, einem Kaufhaus und einem Kino war und ist ein exemplarisches Beispiel der DDR-Nachkriegsmoderne. Seit 1990 entstanden am Nord- und Südende neue Konsumtempel, Ladenketten siedelten sich an, und die Freiflächen wurden umgestaltet. Das „Rundkino“ beherbergt ein 3-D-Kino sowie das Städtische Puppentheater und erhielt 1998 mit dem Kristallpalast ein Pendant, ein Multiplexkino in extravaganter Form. An der Westseite entsteht eine gigantische Shoppingmall. | Straßenbahnen 8, 9, 11, 12, Busse 75, 82 | Prager Straße | S-Bahn, Straßenbahnen 3, 7, 8, 10, Busse 72, 76 | Hauptbahnhof

Rathaus

Als Neues Rathaus ersetzte es 1910 das zu eng gewordene alte Rathaus am Altmarkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der schwer beschädigte Bau mit seinem markanten achteckigen Turm in reduzierter Form wieder aufgebaut. Auf der Spitze des Rathausturms steht der frisch sanierte, 5m hohe Goldene Rathausmann: Herkules mit einem Füllhorn. Die Aussichtsplattform (Mai-Okt. tgl. 10-18 Uhr | 2,50 Euro) in 68 m Höhe ist mit einem Fahrstuhl zu erreichen. Lohnenswert ist zudem ein Blick in das restaurierte Jugendstil-Treppenhaus im Festsaalflügel. Vor der „Goldenen Pforte“ steht die Trümmerfrau, ein Denkmal für die Frauen, die Dresden nach 1945 aus dem Schutt gruben. | Dr.-Külz-Ring | Straßenbahnen 1-4, 7, 12, Busse 75, 82 | Pirnaischer Platz

Zoo

Im Südwesten des Großen Gartens liegt der 1861 gegründete Zoo, der sich mit der Orang-Utan-Zucht einen Namen gemacht hat. Insgesamt leben auf dem 13ha großen Areal rund 1000 Tiere. Seit 1997 wurden ein „Zoo unter der Erde“, das Afrikahaus und eine Tundraanlage eingeweiht. Publikumsliebling ist zzt. das 2006 geborene Elefantenjunge Thabo-Umasai. | Sommerzeit tgl. 8.30-18.30, Winterzeit 8.30-16.30 Uhr | Eintritt 7 Euro | Tel. 478060 | www.zoo-dresden.de | Straßenbahnen 9, 13, Bus 75 | Zoo

Albertplatz

Den zentralen Platz der Neustadt zieren zwei stattliche Brunnen von Robert Dietz: „Stille Wasser“ (Ostseite) und „Stürmische Wogen“ (Westseite). Der Artesische Brunnen mit einem Rundtempel von Hans Erlwein steht an der Nordseite des Platzes. An den sternförmig abgehenden Straßen sind die neobarocke Villa Eschebach (heute Volksbank), das 1914 eingeweihte Schiller-Denkmal von Selmar Werner und das 1929 errichtete erste Dresdner Hochhaus bemerkenswert, das sich leider in bedauernswertem Zustand befindet. | Straßenbahnen 3, 6-8, 11 | Albertplatz

Albertstadt

In dem nach Norden an die Äußere Neustadt anschließenden Stadtteil lag einst der größte zusammenhängende Kasernenkomplex Deutschlands. Im ehemaligen Arsenal der sächsischen Armee befindet sich das Militärhistorische Museum der Bundeswehr, das bis 2008 nach Entwürfen von Daniel Libeskind und HG Merz umgebaut wird. Eine Interimsausstellung in einer angrenzenden Industriehalle präsentiert militärische Hinterlassenschaften aus fünf Jahrhunderten, Zeugnisse der deutschen Militärgeschichte nach 1945 sowie Exponate zum Thema „Dresden und das Militär“ (Di-So 9-17 Uhr | Eintritt frei | Olbrichtplatz 2 | www.militaerhistorischesmuseum.bundeswehr.de). Oberhalb des Alaunplatzes - ehedem Exerziergelände, heute Lieblingsspielwiese der Neustädter - steht die 1900 geweihte, als katholisch-evangelische Simultankirche errichtete Garnisonskirche St. Martin (Stauffenbergallee 9). | Straßenbahnen 7, 8, Bus 91 | Stauffenbergallee

Alter jüdischer Friedhof

1751-1869 bestattete die Jüdische Gemeinde hier ihre Toten. Die Mitarbeiter des benachbarten Vereins HATiKVA (Mo-Do 9-12, 13-16, Do bis 17 Uhr | Pulsnitzer Str. 10 | Tel. 8020489 | www.hatikva.de) organisieren Führungen über den mit Efeu überwucherten Friedhof oder öffnen Ihnen das Tor für eine individuelle Erkundung. | Pulsnitzer Straße | Straßenbahn 11 | Pulsnitzer Straße

Äussere Neustadt

1990 wurde hier erstmals die „Bunte Republik Neustadt“ ausgerufen - mit Demarkationslinien und eigener Währung. Damals ein fröhlich-trotziges Ausrufezeichen gegen die Vereinnahmung des Viertels durch Immobilienhaie, ist die „BRN“ heute ein jährliches Stadtteilspektakel mit Musik, improvisierten Freiluftkneipen und Zehntausenden Mitwirkenden.

Das Gründerzeitquartier oberhalb der Bautzner Straße hat sich zur Boomtown entwickelt, mit Kneipen, Cafés und Bars, Läden und Galerien, Hostels und Clubs. Alaun- und Louisenstraße, Görlitzer, Rothenburger und Böhmische sind die Schlagadern des Viertels, der schon zu DDR-Zeiten legendäre Jugendklub Scheune ist das Herz. Doch nicht nur abends, auch tagsüber lohnt die Neustadt einen Besuch: für einen Bummel durch die zahlreichen flippigen Läden und Boutiquen oder eine Sightseeingtour vom Martin-Luther-Platz mit der Martin-Luther-Kirche und den prächtigen Gründerzeitbauten bis zum Geburtshaus Erich Kästners in der Königsbrücker Str. 66.

Blockhaus

Am rechtselbischen Brückenkopf der Augustusbrücke befindet sich die 1732-55 nach Plänen von Zacharias Longuelune erbaute Neustädter Wache. In dem „Blockhaus“ genannten Barockbau sitzen die Sächsische Akademie der Künste und die Landesstiftung Natur und Umwelt. | Neustädter Markt | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Neustädter Markt

Dreikönigskirche

Die barocke Kirche entstand zwischen 1732 und 1739 nach Plänen Pöppelmanns. Bauausführung und Innengestaltung übernahm George Bähr. 1984-90 erfolgte der Umbau des 1945 ausgebrannten Sakralbaus zum Haus der Kirche mit Kirchraum (Mo-Fr 9-18, Sa/So 11-16 Uhr), Veranstaltungs-, Seminar- und Begegnungsräumen. Turm mit Aussichtsplattform in 45 m Höhe (Eingang D | März-Okt. Di 11.30-16, Mi-Sa 11-17, So 11.30-17 | Nov. bis Feb. Mi 12-16, Do/Fr 10-16, Sa 10 bis 17, So 11.30-16.30 Uhr | 1,50 Euro). | Hauptstr. 23 | Tel. 8124102 | www.hdk-dkk.de | Straßenbahnen 3, 6-8, 11 | Albertplatz | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Neustädter Markt

Erich Kästner Museum

Erich Kästner wurde 1899 in der Königsbrücker Straße 66 (Tafel im Hausdurchgang) geboren. Das ihm gewidmete interaktive micromuseum ist unweit in der Villa seines Onkels Franz Augustin untergebracht. Eine „begehbare Schatztruhe“ birgt Bücherregale, aufziehbare Schubladen und Vitrinen. Dazu Originalobjekte: Schreibmaschine, Hut, Anzug. Und draußen sitzt Erich als kleiner Junge in Bronze auf der Mauer. | So-Di 10-18, Mi 10-20 Uhr | Eintritt 3 Euro | Antonstr. 1 | Villa Augustin | www.erich-kaestner-museum.de | Straßenbahnen 3, 6-8, 11 | Albertplatz

Goldener Reiter

1736, über drei Jahre nach dem Tod Augusts des Starken, wurde auf dem Neustädter Markt sein imposantes Reiterstandbild enthüllt. Der in Kupferblech getriebene Monarch, 2003 neu vergoldet, reitet im Gewand eines römischen Cäsaren in Richtung seines polnischen Königreichs. | Neustädter Markt | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Neustädter Markt

Japanisches Palais

Aus einem 1717 erworbenen Palais an der Elbe wollte August der Starke zusammen mit seinen besten Architekten - de Bodt, Longuelune, Knöffel und Pöppelmann - ein „Porzellanschloss“ für seine Sammlung machen. Der Tod des Kurfürsten verhinderte die Vollendung, der Name und die geschweiften Dächer weisen jedoch noch immer auf die Bestimmung des Bauwerks hin. Derzeit präsentieren hier drei Museen wechselnde Ausstellungen. Als Einrichtung des Landesamts für Archäologie ist das Landesmuseum für Vorgeschichte mit Artefakten aus 280000 Jahren regionaler Geschichte - vom Faustkeil bis zur barocken Grabplatte - und mit einem gut bestückten Museumsshop vertreten. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 3-5 Euro | www.archsax.sachsen.de/lmv

Das Museum für Völkerkunde ist Teil der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsens und präsentiert Exponate aus allen Teilen der Welt. Sammlungsschwerpunkte sind u.a. Ozeanien, Südostasien und Südamerika. Ein Highlight ist das Dresdner Damaskus-Zimmer, ein 1899 nach Deutschland gelangtes Kleinod osmanischer Innenarchitektur. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | www.voelkerkunde-dresden.de

Als drittes Museum sind die Naturhistorischen Sammlungen Dresden - ein Zusammenschluss des Museums für Tierkunde sowie des Museums für Mineralogie und Geologie - im Japanischen Palais präsent. | Di bis So 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | www.snsd.de

Neben dem Palais steht ein Denkmal König Friedrich Augusts I., auf der Elbseite findet man die Reste eines barocken Gartens. | Palaisplatz 11 | Straßenbahnen 4, 9 | Palaisplatz

Königstrasse

August der Starke befahl zu Beginn des 18. Jhs. den Bau einer prächtigen Allee von seinem Porzellanschloss, dem späteren Japanischen Palais, bis zum Schwarzen Tor am heutigen Albertplatz. Nach der Wende mauserte sich die vernachlässigte Straße zu einer kleinen Nobelmeile mit restaurierten barocken Bürgerhäusern und lauschigen Höfen, Boutiquen, Galerien und Restaurants. Lohnenswert ist auch ein Bummel durch die Einkaufspassagen und die angrenzende Rähnitzgasse, u.a. mit dem Kunsthaus Dresden, der Städtischen Galerie für Gegenwartskunst, in der Nr. 8 (www.kunsthausdresden.de). | Straßenbahnen 4, 9 | Palaisplatz Albertplatz

Kügelgenhaus - Museum der Dresdner Romantik

In dem Bürgerhaus wohnte 1808 bis 1820 der Porträt- und Historienmaler Gerhard von Kügelgen. Das kleine Museum in den Wohn- und Atelierräumen des Künstlers ist der Dresdner Romantik und den Gästen des Kügelgenschen Salons - u.a. Caspar David Friedrich - gewidmet. | Mi-So 10-18 Uhr | Eintritt 2 Euro | Fr ab 14 Uhr frei | www.museen-dresden.de | Hauptstr. 13 | Straßenbahnen 3, 6-8, 11 | Albertplatz | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Neustädter Markt

Kunsthofpassage

Zwischen der Görlitzer Str. 21-25 und der Alaunstr. 70 entstand Ende der 1990er-Jahre diese Neustadt-Perle: thematisch gestaltete Höfe mit farbenfrohem, plastischem Fassadendekor, Läden und Kneipen. | Straßenbahn 13 | Görlitzer Straße

Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung im Jägerhof

Der dem kurfürstlichen Jagdwesen dienende Jägerhof wurde ab 1568 auf dem Gelände eines aufgegebenen Augustinerklosters errichtet. Im 19. Jh. verfiel die Anlage, nur der Westflügel mit Renaissancegiebel und drei Treppentürmen blieb erhalten. Der Volkskundler Oskar Seyffert fand hier 1913 einen Rahmen für sein Museum für Sächsische Volkskunst und bewahrte so eines der ältesten Gebäude Dresdens vor dem Abriss. Zur Sammlung gehören heute Blaudrucke, Korbwaren und Keramik, sächsische und sorbische Trachten, Spitzen- und Klöppelarbeiten, Spielzeug, Weihnachtsschmuck und Volkskunst aus dem Erzgebirge. Sehr beliebt sind die Oster- und Weihnachtsausstellungen. Seit 2005 ist zudem die Puppentheatersammlung im Jägerhof zu Hause. In wechselnden Präsentationen werden Marionetten und Handpuppen sowie Theaterfiguren und -kulissen gezeigt. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | Köpckestr. 1 | www.skd-dresden.de | Straßenbahnen 3, 7, 8 | Carolaplatz

Neustädter Markt/Hauptstrasse

Der Platz am rechtselbischen Brückenkopf der Augustusbrücke wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Übrig blieben das Blockhaus, der Goldene Reiter und die Nymphenbrunnen des ehemaligen Neustädter Rathauses. Zusammen mit dem neuen Platzensemble aus Plattenbauten, Brunnen und Grünanlagen entstanden in den 1970/80er-Jahren auch die Neubauten entlang der Hauptstraße, eines von Platanen gesäumten Fußgängerboulevards. Auf halber Höhe zwischen Neustädter Markt und Albertplatz trifft man auf sechs barock-klassizistische Bürgerhäuser, die Dreikönigskirche und, in einer Seitenstraße, die restaurierte Neustädter Markthalle. | Straßenbahnen 4, 8, 9 | Neustädter Markt | Straßenbahnen 3, 6-8, 11 | Albertplatz

Pfunds Molkerei

Der über 100 Jahre alte, vollständig mit farbenprächtigen, handgemalten Fliesen ausgekleidete „schönste Milchladen der Welt“ ist ein beliebtes Ziel der Touristenbusse. Angeboten werden Milchprodukte, aber auch sächsischer Wein, Kosmetik, Souvenirs. Angeschlossen sind eine Trinkhalle und ein Restaurant. | Mo-Sa 10-18, So 10-15 Uhr | Bautzner Str. 79 | Tel. 808080 | www.pfunds.de | Straßenbahn 11 | Pulsnitzer Straße

Rosengarten

Die denkmalgeschützte Gartenanlage entstand 1935/36 am „Königsufer“. Zu bewundern sind über 80 Rosensorten, diverse Gehölze und Skulpturen. Am Ostende: Kaffee Rosengarten (tgl. | Tel. 8020774 | €-€€) mit italienischer Küche und Eis. | Carusufer | Straßenbahnen 6, 13 | Rosa-Luxemburg-Platz

Staatskanzlei und Finanzministerium

Es gibt wohl kaum einen Dresden-Besucher, der sich - auf der Brühlschen Terrasse stehend - nicht fragt, welchem Zweck die beiden mächtigen Bauten am gegenüberliegenden Elbufer dienen. Hier die Antwort: Das linke mit dem allegorischen Giebelbild aus farbigen Majolikafiesen (gebaut 1890-96 von Semper-Schüler Otto Wankel) beherbergt das Sächsische Finanzministerium, das rechte mit der Krone auf dem Dach (gebaut 1900-04 von Edmund Waldow und Heinrich Tscharmann) die Sächsische Staatskanzlei.

Blaues Wunder

Als die Loschwitzer Brücke 1891-93 zwischen Blasewitz und Loschwitz errichtet wurde, galt die Konstruktion ohne Strompfeiler aus 3500 t Eisen und 100000 Nieten als ingenieurtechnische Meisterleistung. Zur Einweihung trug sie den Namen König Alberts. Den Kosenamen „Blaues Wunder“ verdankt sie dem blauen Anstrich. Dass ihre Farbe ursprünglich grün gewesen sei und sich erst durch Ausbleichen der gelben Pigmente auf wundersame Weise zu Blau gewandelt habe, ist Legende. | Straßenbahnen 6, 12, Busse 61, 83, 85 | Schillerplatz | Busse 61, 83, Standseil-/Schwebebahn Körnerplatz

Dresdner Heide

Im Nordosten, keine 20 Straßenbahnminuten vom Stadtzentrum entfernt, liegt Dresdens „Grüne Lunge“. Das 50 km² große Waldgebiet ist durchzogen von kleinen Wasserläufen und zahlreichen Wanderwegen. | Straßenbahn 11 Wilhelminenstraße bis Bühlau | Bus 61 | Grundstraße, Bühlau

Elbschlösser

Zwischen Zentrum und „Blauem Wunder“ schmiegen sich drei Perlen der Schlossarchitektur des 19. Jhs. an den Elbhang.

Das nach Prinz Albrecht von Preußen benannte und von Schinkel-Schüler Adolph Lohse geplante Schloss Albrechtsberg (1850-54) vermittelt den Eindruck einer römischen Renaissancevilla. Zu DDR-Zeiten Pionierpalast, befinden sich hier jetzt eine Jugendkunstschule und eine gastronomische Lehreinrichtung. Im prunk- vollen Kronensaal, im Türkischen Bad, auf der Gartenterrasse oder im unterhalb des Schlosses gelegenen Römischen Bad finden Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

Das benachbarte, von Adolph Lohse weitaus bescheidener konzipierte Lingnerschloss entstand nahezu gleichzeitig als Villa Stockhausen für den Kammerherrn des Prinzen. 1906 erwarb Odol-König und Hygiene-Museums-Begründer Karl August Lingner den spätklassizistischen Bau. Seit 2002 kümmert sich ein Förderverein um die Sanierung.

Eingebettet in eine reizvolle Parkanlage liegt auf einem Hangsporn über der Elbe Schloss Eckberg. Es wurde 1859-61 von Semper-Schüler Christian Friedrich Arnold für den Großkaufmann John Daniel Souchay im neogotischen Tudorstil errichtet. Heute residiert hier ein exquisites Hotel mit Restaurant. Den besten Blick auf alle drei Schlösser hat man vom Käthe-Kollwitz-Ufer.

Die Parks sind zugänglich | Führungen im Schloss Albrechtsberg (Termine: 8115821) und im Lingnerschloss (April-Okt. Mi 15 Uhr und jeden 1. Sa im Monat 14 Uhr | Termine Tel. 8115821 Tel. 6465382 | Bautzner Str. 130 bis 134 | Straßenbahn 11 | Elbschlösser

Elbwiesen

Über 30 km und an manchen Stellen 400m breit säumen die 1996 zum Landschaftsschutzgebiet erklärten Wiesen die Elbe. Keine andere europäische Großstadt kann heute noch derart unverbaute Flussufer aufweisen. Geliebt von Einheimischen und Gästen, sind sie ideal für Spaziergänge und Radtouren, für Picknicks und Drachensteigenlassen, Relaxen und Sonnenbaden. 2004 nahm die Unesco das Dresdner Elbtal zwischen Söbrigen und Übigau in die Welterbeliste auf.

Körnerplatz

Die ländliche Bebauung am alten Loschwitzer Dorfplatz wurde in der Gründerzeit durch mehrstöckige Stadthäuser ersetzt. Kulturhistorisch interessant sind heute eher die abgehenden Straßen. Die Fachwerkhäuser in der Friedrich-Wieck-Straße beherbergen Galerien und Kunstgewerbegeschäfte und bilden in der Adventszeit die Kulisse für einen kleinen Weihnachtsmarkt. In der Nr. 10 lebte einst der Vater von Clara und Schwiegervater von Robert Schumann, das Kulturhaus Loschwitz in der Nr. 6 bietet Lesungen, Vorträge und Konzerte (Tel. 2666655 | www.kulturhaus-loschwitz.de). Den Körnerweg Nr. 6 bewohnten Anfang des 19. Jhs. die Eltern des Dichters Theodor Körner. | Busse 61, 83 Standseil-/Schwebebahn Körnerplatz

Künstlerhaus Loschwitz

Das markante Jugendstilgebäude auf halbem Weg zwischen Loschwitz und Wachwitz wurde 1897/98 von Martin Pietzsch errichtet und wird seither als Wohn- und Atelierhaus für Maler und Bildhauer genutzt. | Pillnitzer Landstr. 59 | Bus 83 | Künstlerhaus

Leonhardi-Museum

Der Fabrikbesitzer Eduard Leonhardi ließ Ende des 19. Jhs. in der Grundstraße eine alte Mühle zu einem Atelierhaus umbauen und von dem Richter-Schüler Charles Palmié bemalen. Neben Bildern des Spätromantikers zeigt die städtische Galerie Leonhardi-Museum junge Dresdner und sächsische Kunst. | Di-Fr 14-18, Sa/ So 10-18 Uhr | Grundstr. 26 | www.leonhardi-museum.de | Busse 61, 83, Standseil-/Schwebebahn | Körnerplatz

Loschwitzer Friedhof

Auf dem Friedhof haben zahlreiche Dresdner Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe gefunden, darunter die Künstler Oscar Zwintscher, Hermann Glöckner, Josef Hegenbarth, Friedrich Press und der Fotograf August Kotzsch. | Tgl. 9-18 Uhr, im Winter bis Einbruch der Dunkelheit | Pillnitzer Landstr. 80 | Bus 83 | Künstlerhaus

Loschwitzer Kirche

1705-08 wurde die barocke Dorfkirche unter Ratsmaurermeister Johann Christian Fehre und Ratszimmermeister George Bähr errichtet. Am 13.2.1945 brannte sie aus. Nach vergeblichen Anläufen zu DDR-Zeiten wurde sie in den 1990er-Jahren wiederhergestellt. Seit 2002 steht hier der Nosseni-Altar aus der im Krieg beschädigten und 1962 abgerissenen Sophienkirche. | Tgl. 8-18 Uhr (im Winter bis Sonnenuntergang) | Pillnitzer Landstr. 7a | Busse 61, 83 | Standseil-/ Schwebebahn | Körnerplatz | www.loschwitzer-kirche.de

Rhododendrongarten

Der 1970/71 angelegte Garten im Wachwitzer Höhenpark ist während der Blütezeit der mehr als 1000 Rhododendronstauden im Mai/Juni ein kleines Paradies. | Zugang über Josef-Hermann-Straße | Eintritt frei | Bus 83 | Josef-Hermann-Straße

Schillerhäuschen

Im Lusthäuschen auf dem Weinberg der Familie seines Förderers Christian Gottfried Körner schrieb Friedrich Schiller am „Don Carlos“. Heute ist dies das kleinste Museum Dresdens. | Schillerstr. 19 | www.museen-dresden.de | Busse 61, 83, Standseil-/ Schwebebahn | Körnerplatz

Standseil- & Schwebebahn

Die 1895 eröffnete Standseilbahn führt vom Körnerplatz bis vor die Tür des Luisenhofs auf dem Weißen Hirschen und überwindet dabei einen Höhenunterschied von immerhin 95m. Von der Talstation der 1901 eingeweihten Schwebebahn am Beginn der Pillnitzer Landstraße geht es in 3 Min. auf die Loschwitzhöhe. Toller Blick von der Aussichtsplattform auf dem Dach der Bergstation | (1 Euro)! | www.dvb.de | Busse 61, 83 | Körnerplatz

Weisser Hirsch

Der „Hirsch“ ist Dresdens charmantes Nobelviertel. In den Villen oberhalb des „Blauen Wunders“ wohnten und wohnen Künstler, Politiker, Wissenschaftler und Geschäftsleute. Der Name hat seinen Ursprung in einem nicht mehr existierenden Gasthaus, die vornehme Attitüde in der Zeit, als die Gegend ein Nobelkurort war. Das Lahmann-Sanatorium, bis zur Wende russische Armee-Enklave, rottet vor sich hin, das einst mondäne Parkhotel wird inzwischen als Partylocation genutzt, im Keller befindet sich die wiedereröffnete Kakadu-Bar, in den frühen DDR-Jahren ein Treff für unangepasste Nachtschwärmer. Eine phänomenale Aussicht und tolle Kuchen genießen Sie im Luisenhof. | Straßenbahn 11 | Plattkeite

Carl-Maria-von-Weber-Museum

Der Komponist, ab 1817 Musikdirektor der Dresdner Oper, entdeckte das Winzerhaus in Hosterwitz 1818 bei einem Spaziergang. Fortan Sommerdomizil der Familie, entstanden hier Teile des „Freischütz“, der „Euryanthe“ und des „Oberon“. Ausstellung zu Leben und Werk des Musikers, Konzerte, Vorträge. | Mi-So 13-18 Uhr | Eintritt 2 Euro | Fr ab 14 Uhr frei | www.museen-dresden.de | Dresden-Hosterwitz | Dresdner Str. 44 | Bus 83 | Van-Gogh-Straße

Friedrichstadt

Benannt nach Friedrich August I. und 1835 nach Dresden eingemeindet. Der Charakter des Viertels ging durch die Kriegszerstörungen verloren, die Friedrichstraße ist jedoch kulturhistorisch immer noch interessant. Der ab 1736 erbaute Landsitz des Grafen Brühl, später Palais Marcolini, beherbergt heute ein Krankenhaus. Im Garten der Klinik befindet sich der Neptunbrunnen von Lorenzo Mattielli (1744). Nebenan steht die Matthäuskirche von Pöppelmann; der Baumeister selbst wurde in ihrer Gruft beigesetzt. Auf dem 1720 eröffneten Alten Katholischen Friedhof gegenüber befinden sich die Gräber vieler Berühmtheiten, oft mit barocken oder klassiszistischen Grabmalen (Friedrichstr. 54). Nördlich der Friedrichstraße hat auf dem Gelände des Schlachthofs im Ostragehege die Messe Dresden (www.messe-dresden.de) ihr Domizil. | Straßenbahn 10, Bus 94 | Krankenhaus Friedrichstadt

Hellerau

Ab 1908 entstand hier die erste Gartenstadt Deutschlands. Die Initiative ging von Karl Schmidt, dem Gründer der Deutschen Werkstätten Hellerau, aus. Als Architekten wirkten die Werkbundmitglieder Richard Riemerschmid, Hermann Muthesius und Heinrich Tessenow. Für die 1910 gegründete „Bildungsanstalt für Musik und Rhythmik“ des Schweizer Tanz- und Musikpädagogen Émile Jaques-Dalcroze errichtete Tessenow das Festspielhaus. In den künstlerisch fruchtbaren Jahren vor dem Ersten Weltkrieg traf sich dort die europäische Avantgarde: Kafka, Kokoschka, Strawinsky, Shaw. Später wurde das Gebäude u.a. als Kaserne genutzt. Die Gartenstadt steht unter Denkmalschutz, im Festspielhaus entsteht das Europäische Zentrum der Künste Hellerau. | Straßenbahn 8 | Festspielhaus Hellerau

Panometer „1756 Dresden“

In einem alten Gasspeicher aus dem 19. Jh. installierte der Künstler Yadegar Asisi seine Vision des barocken Dresden: Ein 100 m langes und 27 m hohes Panorama aus Pixeln und Pinselstrichen, einen illusionistischen Rundumblick vom Turm der Hofkirche des Jahres 1756. | Di-Fr 9-19, Sa/ So 10-20 Uhr | Eintritt 9 Euro | Gasanstaltstr. 8b | www.asisi-factory.de | Bus 89 | Nätherstraße

Schloss und Park Pillnitz

1706 überließ August der Starke seiner Mätresse, der Gräfin Cosel, das Anwesen und nahm es ihr nach dem Ende der Liaison wieder weg. Ab 1720 entstand auf dem Gelände nach Plänen von Pöppelmann und Longuelune eine Sommerresidenz im Chinoiseriestil, spiegelbildlich angelegt und verbunden durch einen Lustgarten. In den folgenden 100 Jahren wurden Flügelbauten und das Neue Palais ergänzt. Im Berg- und Wasserpalais zeigt das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Kunstgewerbe (Mai-Okt 10-18 Uhr | Bergpalais Mo, Wasserpalais Di geschl. | Eintritt 4 Euro | www.skd-dresden.de).

Das Neue Palais beherbergt seit 2006 das Schlossmuseum Pillnitz (April-Okt. tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | www.schloesser-dresden.de). Berühmtestes Gewächs des Schlossparks ist die Pillnitzer Kamelie. Diese gelangte wohl gegen Ende des 18. Jhs. aus Japan nach Dresden. 1905 überstand sie bei minus 20 Grad einen Brand ihres hölzernen Schutzhauses. Seit 1992 wird die fast 9m hohe Pflanze im Winter von einem Glashaus geschützt. Mitte Februar bis April trägt sie Tausende roter Blüten (Besichtigung 1 Euro).

Am reizvollsten ist die Parkanlage mit ihren Gärten, Pavillons und Teichen in den frühen Morgenstunden oder im letzten Sonnenlicht (Zugang von 5 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit). Nehmen Sie an einer Parkführung teil oder besuchen Sie eines der Openairkonzerte oder eine Teezeremonie im Chinesischen Pavillon. Besucherinformation „Alte Wache“: Mai-Okt. 9-18, Nov.-April 10-16 Uhr | Tel. 2613260 | www.schloesser-dresden.de. Übernachtung und Restaurants im Schloss Hotel Dresden-Pillnitz. | Bus 83 | Pillnitzer Platz

Striesen und Blasewitz

Lieblingswohngebiete der Dresdner: überwiegend bebaut mit „Striesener Würfeln“, repräsentativen Gründerzeithäusern. Besonders zu empfehlen: ein Bummel durch die Goetheallee mit ihren herrschaftlichen Villen. | Straßenbahnen 6, 12, Busse 61, 83, 85 | Schillerplatz

Südvorstadt

Noch heute zeugen Brachflächen von den Kriegszerstörungen in diesem nach Süden an den Hauptbahnhof angrenzenden Stadtteil. Von den einst zahlreichen Villen sind nur wenige übrig. Auf der Fritz-Löffler-Straße passiert man stadtauswärts die 1872-74 errichtete Russisch-Orthodoxe Kirche mit ihren fünf blauen Zwiebelkuppeln und dem 40m hohen Glockenturm. Nur 300 m weiter liegt der Campus der traditionsreichen Technischen Universität Dresden. Hier hat auch die Sächsische Landesbibliothek/Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) ihren Sitz. Deren Buchmuseum besitzt eine von drei weltweit erhaltenen Maya-Handschriften, außerdem Musikautografen von Bach, Vivaldi und Wagner sowie ein Skizzenbuch von Albrecht Dürer; außerdem Sonderaus- stellungen. | Mo-Sa 10-17 Uhr, für den Besuch der Schatzkammer (Mo bis Fr 10-17 Uhr) beim Infopunkt im Foyer melden, Mi 16, Sa 14 Uhr Führung | Zellescher Weg 18 | www.slub-dresden.de | Busse 71, 72, 76 | TU

Technische Sammlungen der Stadt Dresden

In dem ehemaligen Kamerawerk werden Ausstellungen zur Technik- und Industriegeschichte der letzten 150 Jahre gezeigt: Schreib- und Bürotechnik, Fotografie und Kinematografie, Unterhaltungs- und Haushalts- sowie Rechentechnik und Mikroelektronik. Es gibt ein Museumskino und den Ernemannturm mit Turmcafé. | Di-Fr 9-17, Sa/So 10-18 Uhr | Eintritt 2-4 Euro | Turm 1,50 Euro | Fr ab 14 Uhr frei | Junghansstr. 1-3 | www.tsd.de | Straßenbahnen 4, 10, Bus 61 | Pohlandplatz

Weinbergkirche

Das evangelische Gotteshaus entstand 1723-25 im Auftrag des zum Katholizismus konvertierten August des Starken nach Entwürfen von Matthäus Daniel Pöppelmann. Ab 1990 wurde die Barockkirche restauriert. Heute trifft sich hier bei Festen, Konzerten und Ausstellungen die Kulturszene des Elbhangs. | Besichtigung ca. Mai-Okt. Sa/So 13-17 Uhr | www.weinbergkirche.de | Bus 83 | Pillnitzer Platz