Reisetipps China

Sehenswertes China

Region: Wutai Shan

Kloster Longquan Si

Das einsam gelegene Kloster ist für seine überbordenden, doch im Detail sehr feinen Steinmetzarbeiten berühmt; sie entstanden am Anfang des 20. Jhs. | 6 km südwestlich von Taihuai

Kloster Pusa Ding

Den Ausblick vom Kloster namens „Bodhisattva-Gipfel“ über das Tal mit seinen zahlreichen Tempeln sollten Sie nicht versäumen. | Auf dem Hügel im Norden von Taihuai

Kloster Tayuan Si

Die 75 m hohe weiße Flaschenpagode im „Pagodenhof-Kloster“ ist das Wahrzeichen des Wutai Shan. Gebetsmühlen umgeben ihren Sockel. Das große Bibliotheksgebäude birgt ein drehbares Sutrenregal, das über zwei Etagen reicht. | In Taihuai

Kloster Xiantong Si

Das im 1. Jh. gegründete älteste Kloster des Wutai Shan wartet mit ungewöhnlichen Bauten auf. Die „Balkenlose Halle“ (Ming-Zeit) besteht aus Backstein mit gemauerten Gewölben. Dahinter folgen zwei kleinere balkenlose Hallen, ferner eine kleine, ganz aus Bronze bestehende Halle von 1609 - ihre Innenwände sind mit 10000 Buddhareliefs geschmückt - sowie eine neue und zwei ältere Bronzepagoden. | Nördlich des Tayuan Si

Tempel Wanfo Ge

Die „Zehntausend-Buddha-Halle“ enthält unzählige vergoldete Buddhafigürchen. In der zweiten Halle wird der Drachenkönig verehrt. Davor steht Zeremonialgerät, gegenüber die Tempelbühne. Tgl. 7-20 Uhr | südlich des Tayuan Si

Region: Kashgar

Abakh-Hoja-Mausoleum

Chinas bedeutendstes islamisches Mausoleum entstand um 1640. In 58 Gräbern wurden hier fünf Generationen der Hoja-Sippe bestattet. Glasierte Kacheln bedecken den symmetrischen Hauptbau. Ein Zenotaph (eine Erinnerungsstätte in Form eines Grabmals) wurde für die „duftende Konkubine“ errichtet, eine Hoja, die im 18. Jh. an den Hof des Qianlong-Kaisers kam. | Nordöstlicher Stadtrand | Eintritt 40 Yuan

Altstadt, Basar und Sonntagsmarkt

Noch besteht ein gutes Stück Altstadt mit Lehmhäusern, Handwerkern, Kramläden und viel Atmosphäre. Östlich davon befindet sich der große Basar, das Zentrum des berühmten Sonntagsmarkts. Der zugehörige exotische Viehmarkt findet jedoch nicht hier statt, sondern auf einer Freifläche am östlichen Stadtrand.

Region: Turfan

Kares-Museum

Die uralten, bis heute genutzten Kares-Systeme führen das Wasser aus den Grundwasserschichten höheren Terrains durch Stollen verdunstungs- und verschmutzungsfrei zu den Siedlungen und Anbaugebieten der Oase. Hier erfährt man mehr darüber und kann in einen Stollen hinabsteigen. | 6 km westlich der Stadt | Eintritt 20 Yuan

Traubental/Putao Gou

Turfan ist ein altes Zentrum der Rosinengewinnung - hier können Sie es erleben. Man spaziert unter Weinlaub und blickt in ein traditionelles Darrhaus. | 8 km nordöstlich der Stadt, Eintritt 60 Yuan

Region: Hangzhou

Apotheke Hu Qingyu Tang

Die wohlerhaltene pharmazeutische Manufaktur (gegründet 1874) in der Hangzhouer Altstadt beherbergt heute ein Apothekenmuseum. Das schönste Ausstellungsobjekt ist das reich mit Schnitzereien verzierte Gebäude selbst. Im prächtigen, traditionell gestalteten Verkaufsraum kann man zusehen, wie chinesische Medizin gemischt wird. | Tgl. 8.30-16 Uhr

Kloster Lingyin Si, Hügel Feilai Feng

Das imposante und viel besuchte Heiligtum wurde im Jahr 326 gegründet. Die heutigen Gebäude entstanden jedoch alle nach 1860, zum Teil erst in jüngster Zeit. Zu den Hauptattraktionen zählen die Himmelswächter in der ersten Halle, ebendort das prunkvolle Schreingehäuse mit dem Dickbauchbuddha und dem Tempelwächter, die gewaltige Haupthalle mit einer 20 m hohen Buddhastatue, die teils monumentalen Figuren in den bergauf folgenden Hallen, die Schatzkammer unter der vorletzten und besonders die riesige neue Halle der 500 Luohan westlich neben der ersten Halle.

Der Feilai Feng (Herübergeflogener Gipfel) gegenüber birgt 380 exzellente buddhistische Felsskulpturen aus dem 10. bis 13. Jh. (Eintritt 35 Yuan | Tempelkloster zusätzlich 30 Yuan). Hinter der Anlage führt ein Weg über einen daoistischen Tempel bis zum Hohen Nordgipfel (Beigao Feng) mit prachtvollem Seeblick und einem weiteren Tempelchen, das den Reichtumsgott beherbergt. Sie können auch mit der Seilbahn hinauffahren und von dort zum Lingyin Si hinabsteigen.

Pagode Liuhe Ta

Die wuchtige, 60 m hohe Pagode der sechsfachen Harmonie stammt im Kern von 1163, doch sind alle Holzteile und Dächer von 1900. Über dem Qiantang-Fluss erhöht gelegen, bietet sie ein prächtiges Flusspanorama. | Eintritt 20 Yuan, Aufstieg 10 Yuan | 3 km südlich des Westsees

Provinzmuseum

Große Vielfalt an schön präsentierten Exponaten: Funde von prähistorischen Kulturen, Keramik, Münzen, Kunsthandwerk, Skulpturen, Malerei und Kalligrafie. Mit englischer Beschriftung. | Mo 12-16.30, Di-So 8.30 bis 16.30 Uhr, Einlass jeweils bis 16 Uhr | Eintritt 10 Yuan | auf der Insel Gu Shan | Gushan Lu 25

Seidenmuseum

Mode aus zwei Jahrtausenden: Seidenreste aus der östlichen Han-, Jacken aus der Song-Dynastie, feinster Satin und Roben aus der späten Kaiserzeit. Prunkstück ist eine goldglänzende Hofrobe des Qianlong-Kaisers (reg. 1736-95). Auch über Seidenraupen, Seidenweberei und Brauchtum erfährt man viel. | Di-So 8.45 bis 16.30, Mo 12-16.30 Uhr (Einlass bis 16 Uhr) | Eintritt 10 Yuan | Yuhuang Shan Lu 73 | Südstadt

Westsee/Xi Hu

Der im Schnitt kaum 2 m tiefe See von rund 15 km Umfang ist das berühmteste aller Stadtgewässer Chinas. Er wird im Norden vom Weißen Damm (Baidi) durchschnitten, der erstmals in der Tang-Zeit angelegt wurde. Er führt von der Stadtpromenade am Nordostufer über die „Gebrochene Brücke“ zur Insel Gu Shan und ihren Attraktionen, darunter das Provinzmuseum und die Xiling-Siegelgesellschaft, die kostbare Kalligrafien und Gemälde ausstellt.

Vom Westzipfel der Insel gelangen Sie über eine Brücke wieder ans Seeufer. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung zum Yue-Fei-Tempel und zum Nordende des 2,8 km langen Su-Damms, den der songzeitliche Dichterbeamte Su Dongpo (1037-1101) anlegen ließ. Er führt über sechs Brücken zum schönen Huagang-Park. Nun ist es nicht mehr weit bis zur Lei-Feng-Pagode (Eintritt 40 Yuan). 2002 über alten Fundamenten errichtet, erhebt sie sich unübersehbar am Südufer. Per Lift schwebt man auf zum besten Seepanorama.

Die größte und schönste der drei künstlichen Seeinseln ist die 1607 angelegte „Kleine Paradiesinsel“ Xiao Yingzhou (Eintritt 20 Yuan). Sie hat die Form eines Rads mit vier Speichen und vermittelt so den Eindruck eines „Sees im See“. An ihrem Südende blicken Sie auf drei kleine, durchbrochene Steinpagoden im See. Sie tragen den Namen Santan yinyue (Drei Tiefen spiegeln den Mond) und bieten nach chinesischer Vorstellung einen unübertrefflichen Anblick, wenn in einer Mondnacht Kerzen in ihre Höhlungen gesetzt werden. Auch die beiden kleineren Inseln Huxinting und Ruangongdun tragen hübsche Parkanlagen. Linienboote steuern für etwa 10 Yuan die Inseln an, und an der Promenade werden Ruderboote verliehen. Am bequemsten können Sie Wind und Wasser genießen, wenn Sie sich in einem der traditionellen Westseeboote rudern lassen - ein Muss für jede Hang-zhou-Reise (Preis für 1 Stunde Fahrt 80 Yuan).

Yue-Fei-Tempel und -Grab

Der patriotische Song-General Yue Fei (1103-42) kämpfte erfolgreich gegen die Dschurdschen, bis eine Intrige des Kanzlers und Erzschurken Qin Gui ihn das Leben kostete. Neben dem Grab Yue Feis und seines Sohnes steht seine neue Monumentalfigur in einem Gedenktempel. Die vor dem Grabhügel knienden Bronzefiguren Qins und dreier Komplizen werden traditionell angespuckt. | Tgl. 7.30-18 Uhr | Eintritt 25 Yuan | Nordende des Su-Damms

Region: Suzhou

Garten Liu Yuan

Auf nur 3 ha Fläche sind im Garten des Verweilens Wandelgänge von zusammen 700 m Länge angelegt. Schöne Hallen mit geschnitztem Holzwerk stehen neben bizarren Steinformationen wie dem „Fels, der die Wolken überragt“. Erbaut 1525 von Xu Shitai. | Im Sommer tgl. 7.30 bis 17.30, im Winter 8-17 Uhr | Eintritt 40 Yuan

Garten Shizilin

Der „Löwenhain“ entstand im 14. Jh. als Teil des Löwenhainklosters, stammt in heutiger Form aber aus den 1920er-Jahren. So viele skurrile Felsen und ein Gebirge mit Grotten und Tunneln wie hier gibt's kein zweites Mal. | Im Sommer tgl. 7.30 bis 17.30, im Winter 8-17 Uhr | Eintritt 30 Yuan

Garten Wangshi Yuan

Der Garten des Meisters der Netze, mit 0,55 ha Fläche der kleinste der berühmten Gärten, wurde 1770 durch den Präfekten Song Zongyuan angelegt. Abends gibt es ein klassisches Musik- und Theaterprogramm. | Eintritt 30 Yuan | Tgl. 7.30-17 Uhr

Garten Zhuozheng Yuan

Der Garten der Politik meiner Wenigkeit (gemeint war: Ackerbau und Gartenpflege) wurde 1506-21 durch den pensionierten Zensor Wang Xianchen angelegt. Etwa 60 Prozent der 4 ha Fläche werden von Teichen bedeckt. Der mittlere Abschnitt ist ein hervorragendes Beispiel mingzeitlicher Gartenkunst mit einer schier unerschöpflichen Vielfalt von Pfaden, Pavillons und Felsformationen auf engem Raum. Der durch Blendmauern abgetrennte Westteil entstammt im Wesentlichen der späten Qing-Zeit. | Im Sommer tgl. 7.30 bis 17.30, im Winter 8-17 Uhr | Eintritt 70 Yuan

Pagode Beisi Ta

Die mächtige Pagode am Nordtempel aus der Ming-Zeit (1567) ist mit 76 m Höhe Suzhous bester Aussichtspunkt. | Tgl. 7.45-17 Uhr | Eintritt 25 Yuan

Suzhou-Museum

Stararchitekt Ieoh Ming Pei, Suzhous berühmter Sohn, entwarf den 2006 eröffneten Neubau. Ausgestellt ist Kunst aus Suzhou, angeschlossen eine alte Residenz mit Theater. | Tgl. 9-17 Uhr (Einlass bis 16 Uhr) | Eintritt 20 Yuan | Dongbei Jie 204 | am Garten Zhuozheng Yuan

Tempel Xuanmiao Guan

Der imposante Daoistentempel liegt im Zentrum der Stadt an der Fußgängerzone. In der Vorhalle wachen sechs Generäle, in der Haupthalle thronen Monumentalfiguren der drei Hochgötter des Daoismus. | Tgl. 7.30 bis 16.45 Uhr (Einlass bis 16.15 Uhr) | Eintritt 10 Yuan | in der Mitte der Guanqian Jie

Theatermuseum

Ein Kaufmannsgildenhaus bietet den stilvollen Rahmen der Sammlung - samt altem Theatersaal, in dem noch Kun-Oper gegeben wird. | Tgl. 9-16 Uhr | Zhong Zhangjia Xiang 14 | östliche Altstadt

Region: Changsha

Pavillon Tianxin Ge

Am Südrand des Stadtzentrums blieb ein Stück alter Stadtmauer erhalten. Darauf steht ein mehrgeschossiger Bau: der „Himmelherzpavillon“ (18. Jh.).

Provinzmuseum Hunan

Die Gräber von Mawangdui, angelegt zwischen 186 und 160 v. Chr. in der Nähe von Changsha, enthielten über 3000 ausgezeichnet erhaltene Gegenstände, darunter die ältesten Saiteninstrumente Chinas, Seide, Lackwaren, Spielzeug und Waffen. Prunkstücke der kulturhistorisch wertvollen und sehenswerten Sammlung sind ein mit mythologischen Figuren bemaltes Sargtuch und der vollständig erhaltene Körper von Xin Zhui, der Ehefrau des Markgrafen von Dai. | Tgl. 8.30-17.30 Uhr (Einlass bis 16.30 Uhr) | Eintritt 50 Yuan

Yuelu Shan

Die bewaldete Anhöhe am Westufer des Xiang Jiang ist beliebter Ausflugsort der Stadtbewohner. Auf dem 8 km² großen Areal befinden sich unter anderem das bereits im Jahr 268 gegründete Kloster Lushan Si, das einige kostbare Steinstelen besitzt, und der Pavillon der Liebe zum Abend (Aiwanting) aus dem Jahr 1792, ein Lieblingsplatz des jungen Mao Zedong.

Am Fuß des Berges liegt die Yuelu-Akademie, eine der vier großen Akademien des alten China; sie wurde im Jahr 976 gegründet. Fast 1000 Jahre lang wurden hier literarische und philosophische Studien betrieben. In der mittleren Lehrhalle sind vier große Stelen mit den Schriftzeichen „Loyalität, Kindesliebe, Redlichkeit, Integrität“ in der Kalligrafie des bedeutenden Neokonfuzianers Zhu Xi (1130-1200) zu sehen. Die Architektur der renovierten Anlage ist vorwiegend qingzeitlich.

Region: Huang Shan

Feilai Shi

Der 10 m hohe, schmale Stein sitzt „wie herbeigeflogen“ auf einer Felskuppe.

Pavillon Paiyun Ting

Vom Pavillon, der an die Wolken stößt blickt man weit hinab in das „Westmeer“. Der schönste Ort in der Abenddämmerung.

Shixin Feng

Am Gipfel des beginnenden Glaubens (1668 m) wachsen die schönsten Kiefern des Bergs.

Shizi Feng

Der Löwengipfel bietet einen Blick auf den skurrilen Felsen Ein Affe betrachtet das Meer. Etwas unterhalb liegt Qingliangtai (Terrasse der kühlen Frische). Von hier aus mit Dutzenden anderer Ausflügler den grandiosen Sonnenaufgang zu betrachten ist ein Muss für jeden Besucher.

Tiandu Feng und Lianhua Feng

Die beiden höchsten Gipfel des Massivs (1829 bzw. 1873 m) können Sie besteigen - ein Abstecher für Schwindelfreie.

Region: Nanchang

Badashanren-Haus

Wohnhaus, Grab und Museum des Malers Zhu Da, bekannt unter seinem Pseudonym Badashanren. Zhu (1626-1705) war direkter Nachkomme der Ming-Kaiser; nach dem Sturz der Dynastie (1644) zum Leben in der Verborgenheit gezwungen, nahm er die Rolle des Mönchs und exzentrischen Künstlers an. Er wohnte hier seit 1661. | Tgl. 8.30-17.30 Uhr | Qingyunpu Lu (in der südlichen Vorstadt) | Bus Linie 115

Turm Tengwang Ge

Etwas unvermittelt ragt der farbenprächtige Turm des Prinzen Teng aus Lagerschuppen und Wohnblocks am Ufer des Gan Jiang empor. Das 653 erstmals errichtete und zuletzt 1989 im Stil der Song-Dynastie wieder hergestellte Gebäude ist jetzt 57 m hoch. Im Inneren sind Kalligrafien und Tuschmalereien ausgestellt, im obersten Stockwerk gibt es Darbietungen altchinesischer Musik. | Tgl. 8.30-17 Uhr | Eintritt 50 Yuan

Region: Wuhan

Kloster Guiyuan Si

Das schönste Kloster Wuhans wurde vor 300 Jahren am Ort eines alten Gartens erbaut. Unbedingt anschauen: die Halle der 500 goldenen Arhats und das Bibliotheksgebäude. | In Hanyang | Cuiweiheng Lu 20 | Eintritt 20 Yuan

Provinzmuseum Hubei

Die größte Kostbarkeit des Hauses ist ein Glockenspiel aus dem Grab des Markgrafen Yi von Zeng (gest. 433 v. Chr.) mit 65 Bronzeglocken von bis zu 200 kg Gewicht. Auf einem Duplikat des Rieseninstruments werden regelmäßig alte Musikstücke aufgeführt. | Tgl. 8.30-12, 13.30-17 Uhr | Eintritt 50 Yuan | Wuchang | Donghu Lu 165

Turm Huanghe Lou

Einem Gedicht des tangzeitlichen Literaten Li Taibo (701-762) verdankt der Turm des gelben Kranichs seinen Ruhm und die Tatsache, dass er nach dutzendfacher Zerstörung stets wieder neu errichtet wurde - zuletzt 1985. Das jetzt 51 m hohe Gebäude mit fünf Stockwerken ist der imposanteste der „Drei großen Türme südlich des Jangtse“ (die anderen stehen in Yueyang und Nanchang). Es befindet sich auf dem Schlangenberg (She Shan), gleich östlich der großen Jangtse-Brücke. | Frühling/Winter tgl. 7.30-15.15 Uhr, Sommer/Herbst 7 bis 18.30 Uhr | Eintritt 50 Yuan

Wuhan Museum

Das pyramidenförmige Museum zeigt auf 6000 m² Ausstellungsfläche kulturelle Zeugnisse der Vergangenheit, alte Keramiken sowie Kalligrafie und Malerei der Ming- und der Qing-Zeit. | Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Hankou | Qingnian Lu 373 | www.whmuseum.com.cn

Region: Yueyang

Junshan

Die Insel Damenberg trägt ihren Namen nach zwei Konkubinen des mythischen Kaisers Shun, die bei der Nachricht vom Tod ihres Herrn an gebrochenem Herzen gestorben sein sollen - bis heute trägt der hier heimische Fleckenbambus die Spur ihrer Tränen. Bootsfahrt ca. 45 Min. | regelmäßig ab Yueyang Lou

Pagode Cishi Ta

Die 39 m hohe Steinpagode in der südlichen Altstadt geht auf das Jahr 741 zurück, wurde aber zur Song-Zeit vollständig erneuert. Sie ist mit 24 Buddha-Nischen versehen.

Turm Yueyang Lou

„Sich die Sorgen der Welt als Erster zu eigen machen - ihre Freuden als Letzter genießen!“ Viele Chinesen können diese Zeilen aus dem „Essay vom Yueyang-Turm“ von Fan Zhongyan (989-1052) rezitieren. Der anmutige Turm am Seeufer wurde 716 erstmals erbaut und seither immer wieder neu errichtet, zuletzt 1880. Der kleine Sanzui Ting (Pavillon der dreifachen Trunkenheit) ist dem Dao-Heiligen Lü Dongbin gewidmet. | Tgl. 7.30-18 Uhr | Eintritt 46 Yuan

Region: Chengdu

Gedenktempel Wuhou Ci

Der Tempel des Markgrafen von Wu ist dem genialen Strategen Zhuge Liang (181-234) gewidmet. | Tgl. 8.30 bis 18 Uhr | Eintritt 60 Yuan

Panda Research Base

Hinter dem zoologischen Garten liegt der beste Ort, um die in Sichuan heimischen Pandas zu besuchen: Nirgendwo werden die plüschigen Bären erfolgreicher gezüchtet als hier. | Tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 30 Yuan | im Norden | Bus 902 ab Xinnanmen-Busbahnhof, Busse 107 und 532 ab Qinglongchang-Busbahnhof

Park Du Fu Caotang

Im gepflegten Park bei „Du Fus Strohhütte“, der nachgebauten Wohnstatt des großen Dichters (712 bis 770), erfreuen ein Teehaus, Kalligrafien und eine Bonsaizucht. | Tgl. 8.30 bis 18 Uhr | Eintritt 60 Yuan

Provinzmuseum Sichuan

Das größte Museum Südwestchinas zieht derzeit um in einen Neubau, in dem alles größer, schöner und besser präsentiert wird. | Qinghua Lu | am Park Du Fu Caotang | Wiedereröffnung 2008

Tempelkloster Qingyang Gong

Imposante Weihestätte aus der Tang-Zeit. Besonders sehenswert ist der Pavillon der Acht Hexagramme (Bagua Ting) im Zentrum der Anlage. Am 15. Tag des 2. Monats nach dem Mondkalender findet hier ein großes Blumenfest (huahui) statt. | Tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 10 Yuan | Xi Yihuan Lu | Westl. 1. Ringstraße

Tempelkloster Wenshu Yuan

Das Manjushri-Kloster stammt in seiner heutigen Form aus dem Jahr 1706. Die Bibliothek in der letzten Haupthalle zeigt kostbare Schriften, darunter befinden sich Sutrentexte, die im 18. Jh. von drei Mönchen mit dem Blut ihrer Zungenspitze geschrieben wurden. Im rechten Tempelabschnitt steht die elfstöckige Friedenspagode, daneben liegt ein schöner Teegarten.

Im vegetarischen Restaurant (Mittagessen schon ab 11 Uhr) können Sie preiswert und gut essen. | Tgl. 8 bis 17 Uhr | Eintritt 10 Yuan | Wen-shuyuan Jie | nördlich vom Zentrum

Wangjianglou-Park

Ein Bambuspark mit idyllischem Teegarten und Angelteichen. | Am Fluss im Südosten

Region: Dali

Pagoden San Ta

Hauptsehenswürdigkeit sind die drei Pagoden des Klosters Chongsheng Si am nordwestlichen Stadtrand, erreichbar zu Fuß oder per Pferdekutsche. Die größte, 16-stöckige, misst 69 m und stammt aus dem 9. Jh., die anderen beiden sind jeweils 42 m hoch und etwa 200 Jahre jünger.

Region: Emei Shan

Gipfelbesteigung

Wer kann, sollte den Berg zu Fuß erkunden. Der 35 km lange Weg zum Gipfel beginnt an der namenlosen Hotel- und Restaurantsiedlung an seinem Fuß auf 550 m Höhe (Busbahnhof) und gabelt sich bei Qingyin Ge in eine Nord- und eine Südroute. Es empfiehlt sich, den kürzeren Nordweg für den Aufstieg zu wählen. Auf dieser Route passiert man folgende Stationen, wobei man in den Klöstern übernachten kann.

Baoguo Si

Das Kloster der Staatsloyalität ist das größte des Emei Shan. | Am Bergfuß unweit des Busbahnhofs

Fuhu Si

Das Kloster des geduckten Tigers liegt etwas abseits des Hauptwegs auf 630 m. Seine Attraktion ist eine Bronzepagode (um 1600) mit 4700 eingegossenen Buddhafiguren.

Qingyin Ge

Der Pavillon des reinen Klanges (710 m) spielt auf das Rauschen zweier Bäche an, die sich etwas unterhalb beim Rinderherzpavillon Niuxin Ting treffen. Ein ca. einstündiger Abstecher entlang der Südroute führt durch eine enge Schlucht ins Tal der Emei-Shan-Affen. Vorsicht: Die Tiere sind diebisch und können Sie anspringen.

Wannian Si

Das Ewigkeitskloster (1020 m) ist das bedeutendste am Berg. Eine Ziegelhalle birgt eine im Jahr 980 gegossene, 7,40 m große Bronzeplastik, die den Bodhisattva Puxian auf seinem Elefanten reitend zeigt, einem weißen Wundertier mit sechs Stoßzähnen. Besucher übernachten in einfachen Doppelzimmern.

Huayan Ding

Ein Nebengipfel (1914 m). Bald darauf vereinigen sich Nord- und Südroute.

Xixiang Chi

Das Elefantenbad (2070 m). Der Name dieses Klosters spielt auf Puxians Reittier an. Im Frühjahr blühen oberhalb davon die Azaleen.

Jieyindian

Bei diesem Kloster (2540 m) endet die Fahrstraße, und man kann die Gipfelseilbahn besteigen (aufwärts 40 Yuan, abwärts 30 Yuan).

Jin Ding

Der Goldene Gipfel (3077 m) bietet bei klarer Sicht einen Blick bis zum tibetischen Hochland. Fällt der eigene Schatten hier in tiefer liegende Wolken, ist das Phänomen des Glorienscheins zu beobachten. Eine Bahn fährt zum Hauptgipfel Wanfo Ding (3099 m). Übernachtung, um den Sonnenaufgang zu erleben: im Jinding Hotel (85 Zi. | Tel. 0833/5098088 | Fax 5098015 | €).

Region: Guiyang

Pavillon Wenchang Ge

Das ungewöhnliche, neuneckige Gebäude von 20 m Höhe, erstmals errichtet im Jahr 1609, ist Wenchang, dem Gott der Literatur und Gelehrsamkeit, gewidmet.

Provinzmuseum Guizhou

Sehenswert ist die Abteilung zum Brauchtum der „Minoritätenvölker“, deren schöne kunsthandwerkliche Arbeiten Sie im Garten Cuiwei Yuan in der Nähe des Jiaxiu Lou bewundern können. | Tgl. 9-16.30 Uhr | Beijing Lu | unfern des Qianling-Parks

Qianling-Park

Ein 300 ha großes, hügeliges Areal mit altem Baumbestand. Auf einer Anhöhe im Zentrum des Parks befindet sich der zenbuddhistische Tempel des Großen Glücks (Hongfu Si) aus dem 17. Jh. | Tgl. 6-22 Uhr

Turm Jiaxiu Lou

Der 30 m hohe Turm des Prüfungsersten am Ufer des Nanming-Flusses wurde 1689 durch den Gouverneur Tian Wen erbaut. | Tgl. 8-20 Uhr

Region: Kunming

Grüner See

Am Rand eines verschwindenden Altstadtviertels südlich des Zoos erfreut der See Cui Hu mit einer Parkanlage, in der ältere Leute Mahjongg spielen und gelegentlich, begleitet von der zweisaitigen Erhu-Geige, einem kenntnisreichen Publikum Opernarien vortragen.

Kloster Yuantong Si

Der Tempel des vollkommenen Durchdringens, eine freundliche, reich bepflanzte Anlage, liegt inmitten betriebsamer Altstadtgassen. | Tgl. 9-17.30 Uhr

Turm Daguan Lou

Der dreistöckige Turm der Weiten Sicht aus dem 17. Jh. (neu erbaut 1869) steht an der Nordspitze des Sees Dian Chi. Von hier aus führen Bootstouren über den See. | Tgl. 7-20 Uhr | Eintritt 10 Yuan

Westpagode Xisi Ta

Der Backsteinturm, errichtet im Jahr 849, ist das älteste Bauwerk der Stadt. | Dongsi Jie | südlich des zentralen Jinbi-Platzes

Region: Fuzhou

Gu Shan

Der Trommelberg etwa 30 Busminuten außerhalb der Stadt ist die größte Sehenswürdigkeit Fuzhous. Am Hang der 969 m hohen Erhebung liegt, in ein altes Waldgebiet eingebettet, das Kloster der Sprudelnden Quelle (Yongquan Si). Die Anlage wurde 908 gegründet und hat im Wesentlichen ihre mingzeitliche Struktur bewahrt. Links und rechts des Haupttors stehen zwei seltene Keramikpagoden von fast 7 m Höhe aus dem Jahr 1082. Auf ihrer Oberfläche sind 1078 Buddhafiguren eingebrannt. Die Klosterglocke hat ein Gewicht von 4800 Pfund und stammt aus dem Jahr 1696; sie wird bis heute benutzt.

Im Osten des Klosters führt ein kleiner Rundweg den Berghang entlang. Auf ihm erreicht man den mit Kalligrafien bedeckten „Wassertrinkerfels“ und gelangt schließlich zur „Drachenkopfquelle“ (Longtou Quan), wo man mit Quellwasser gebrauten Tee genießen kann.

Kloster Xichan Si

Das Kloster in der westlichen Vorstadt hat eine über 1000-jährige Geschichte. Im Zuge der Renovierung wurde die fünfzehnstöckige Pagode Bao'en Ta neu errichtet. Fans der vegetarischen Küche kommen im Klosterrestaurant auf ihre Kosten. | Gongye Lu | nahe der Fuzhou-Universität

Lin-Zexu-Gedächtnishalle

Der in Fuzhou geborene Lin Zexu (1785-1850) hatte 1839 als kaiserlicher Beauftragter im Hafen von Kanton große Mengen des von den Engländern importierten Opiums vernichten lassen und damit den Anstoß für den ersten Opiumkrieg gegeben. Heute wird der tapfere Beamte als Nationalheld verehrt. Die Gedächtnishalle wurde bereits 1905 als Tempel für Lin errichtet. | Tgl. 8-17 Uhr | Aomen Lu 90

Yu Shan

Auf dem 58 m hohen Hügel im Stadtzentrum stehen der Tempel des Generals Qi Jiguang (1528-87) und die siebenstöckige Weiße Pagode von 1548. | Tgl. 8-16.45 Uhr

Region: Hainan

Sanya

Hier liegen unter Kokospalmen die schönsten Sandstrände Chinas: die Buchten Dadong Wan und Xiaodong Wan an der bergigen Halbinsel Lu-huitou und die lang gestreckte Yalong-Bucht, 25 km östlich der Stadt. Am westlichen Meeresufer liegt der Strand Tianya Haijiao. Hier befinden sich gewaltige Felsblöcke; der größte trägt die berühmte Kalligrafie Nantian yizhu (Pfeiler des Südens). 40 km westlich von Sanya liegt die Nanshan Buddhism & Cultural Tourism Zone, eine eigenwillige Mischung aus Themenpark und Klosterfrömmigkeit. Sehenswert ist dort vor allem die gewaltige, 108 m hohe Bronzestatue der Bodhisattva Guanyin auf einer künstlichen Insel im Meer. Sie wurde 2005 geweiht und wacht mit ihren drei Gesichtern über China, Taiwan und den Rest der Welt.

Tongza/Tongshi

Noch heute wird dieser Ort (100000 Ew.) im Zentrum Hainans großteils von Angehörigen der Miao- und Li-Nationalitäten bewohnt. Er ist umgeben von tropischem Regenwald mit rund 1400 verschiedenen Holzsorten. Beliebte Ziele für Wanderungen sind der Taiping-Shan-Wasserfall (5 km von Tongza entfernt) und das Gebiet um den Fünf-Finger-Berg (Wuzhi Shan), mit seinen 1867 m die größte Erhebung der Insel.

Region: Kanton

Kloster Guangxiao Si

In diesem Kloster wurde 676 der „6. Patriarch“ Huineng zum Mönch geschoren - das war die Geburtsstunde des südchinesischen Zen-Buddhismus. Größte Kostbarkeit ist eine Eisenpagode aus dem Jahr 967. | Tgl. 6-17 Uhr

Kloster Liurong Si

Im Zentrum des 537 gegründeten Klosters stehen nicht mehr die sechs Banyan-Bäume, nach denen er benannt ist, sondern eine 57 m hohe Pagode (11. Jh.). Besonders kostbar: eine Statue des „6. Patriarchen“ aus dem Jahr 989 in der rechten Seitenhalle. | Tgl. 8-17 Uhr | Eintritt 15 Yuan

Königsgrab der Nanyue-Dynastie

Die kurzlebige Dynastie Nanyue (203-111 v. Chr.) beherrschte bis zu ihrer Unterwerfung durch die Han das Gebiet der heutigen Provinzen Guangdong und Guangxi. 1983 wurde in Kanton das Grab des zweiten Nanyue-Königs Zhao Mo (Regierungszeit 137-122 v. Chr.) entdeckt. Die gut erhaltene Grabanlage ist begehbar, und im dazugehörigen Museum wird der reiche Grabschatz ausgestellt: Siegel aus Gold und Jade, feinster Jadeschmuck, ein Grabkleid aus 2291 zusammengenähten Jadeplättchen, Tripode, Schalen und viele Alltagsgegenstände. Sehr sehenswert. | Tgl. 9-17.30 Uhr | Eintritt 12 Yuan (mit deutscher/englischer Videoeinführung) | Jiefang Beilu 867

Tempel Chenjia Ci

Eigentlich ist der 1894 fertiggestellte Tempel der Familie Chen eine Privatakademie, finanziert von 72 Familienzweigen der Chen-Sippe in Guangdong. 19 prächtige Gebäude auf einer Fläche von 13200 m² sind bedeckt mit Schnitzereien in Holz und Stein. Die größte Attraktion sehen Sie, wenn Sie nach oben blicken: die mit bunt glasierten Keramikfiguren und -friesen verzierten Dachfirste, auf denen Szenen aus Geschichte, Mythologie und Alltagsleben dargestellt werden. Der Chenjia Ci enthält auch eine Sammlung kantonesischer Volkskunst. | Tgl. 8.30-17.30 Uhr

Tempel Wuxian Guan

Fünf auf Ziegen reitende Unsterbliche sollen die Stadt einst aus einer Hungersnot gerettet haben. Geblieben sind Kantons Beiname „Ziegenstadt“ und dieser den Rettern gewidmete, heute inaktive Tempel. Zu sehen sind eine Halle und ein Glockenturm aus dem 14. Jh. sowie die Steinfiguren von vier Unsterblichen. | Tgl. 9-17 Uhr | Huifu Xilu

Turm Zhenhai Lou

Der rote Turm über dem Meer (28 m Höhe), ein Teil der alten Stadtmauer, wurde 1380 erstmals und 1686 erneut errichtet. Er liegt im größten Kantoner Park, Yuexiu Gongyuan. Im Inneren befindet sich das Stadtmuseum mit einer Ausstellung zur Stadtgeschichte. | Tgl. 8.30-17.30 Uhr

Region: Quanzhou

Kloster Kaiyuan Si

Quanzhous bedeutendstes Buddhaheiligtum, eine großzügige Anlage, wurde im 8. Jh. gegründet. Seine zwei prächtigen Steinpagoden, erbaut 1237 bzw. 1250, sind Wahrzeichen der Stadt. Der eindrucksvollste Teil des Figurenschmucks ist die Ordinationsterrasse in der hinteren Tempelhalle. Eine Ausstellungshalle in der Nordostecke des Geländes birgt den 24 m langen Rumpf eines Handelsschiffs von 1274. | Im Westen der Stadt | Eintritt 10 Yuan

Laozi-Fels

Ein Bildnis des legendären Daoismusgründers wurde hier vor ca. 900 Jahren in 5 m Höhe und 7 m Breite aus einem Fels gehauen. Die kuriose Figur war Teil eines heute längst verschwundenen Tempels. | Ca. 5 km nördlich der Stadt

Moschee Qingjing Si

Die als Ruine erhaltene, 1009 erbaute Moschee ist eines der ältesten islamischen Bauwerke Chinas. Kleine Ausstellung zur Geschichte des Islam in der Stadt. | Tumen Jie

Seeverkehrsmuseum

Zu sehen sind die Zeugen von Quanzhous großer Vergangenheit, darunter hier zusammengetragene Gräber ausländischer Kaufleute und Inschriften in den Sprachen aller Herren Länder. Das Museum verfügt zudem über die weltweit größte Sammlung chinesischer Schiffsmodelle. | Tgl. 8-17.30 Uhr | Eintritt 10 Yuan | Donghu Lu

Tempel Tianhou Gong

Hier wird Mazu, die Schutzpatronin der Seefahrer, verehrt. Der Tempel birgt eine Ausstellung zur Geschichte und Praxis ihres Kults. | Tianhou Lu | im Süden der Stadt

Region: Xiamen

Festung Hulishan

Die Festung wurde zur Zeit der Opiumkriege erbaut und erst 1984 als Stützpunkt aufgegeben. | Tgl. 8-17 Uhr | Eintritt 25 Yuan

Gulang Yu

In wenigen Minuten erreicht das Fährschiff die nur 1,6 km² große Insel, deren Kolonialbauten und reiche Bepflanzung eine geradezu mediterrane Atmosphäre hervorrufen. Hier lässt es sich gut schlendern, im Sommer verlocken am Südufer Parks, Badestrände und Promenaden zum Müßiggang, und das Fehlen des Verkehrslärms wirkt sehr erholsam.

Im Zentrum der Insel ragt der Sonnenscheinfels (Riguang Yan) empor, dessen schmale Plattform einen zauberhaften Blick über Gulang Yu und Xiamen erlaubt (besonders schön am späten Nachmittag). Von hier aus fällt sogleich die Kuppel des Hauses der Acht Diagramme (Bagua Lou) ins Auge, einer Villa aus den 1940er-Jahren, die inzwischen ein Stadtmuseum beherbergt. Direkt unterhalb des Felsens befindet sich die Gedächtnishalle für den patriotischen Admiral Zheng Chenggong (auch Koxinga genannt, 1624-62), den Eroberer Taiwans und letzten großen Widersacher der mandschurischen Kaiserdynastie. Seine Statue steht an der Südspitze der Insel.

Kloster Nanputuo Si

Das sehr gut besuchte buddhistische Kloster aus der Tang-Zeit liegt in der Südstadt unterhalb des Gipfels der Fünf Alten (Wulao Feng) in schöner Hanglage. Besonders auffällig ist die grazile achteckige Halle des Großen Mitleids (Dabei Dian). Der Felshang über dem Tempel ist mit zahllosen Inschriften bedeckt, darunter ein mehrere Meter hohes, vergoldetes Schriftzeichen Fo („Buddha“), in dem man eine meditierende Figur erkennen kann. | Tgl. 8-17.30 Uhr | Eintritt 3 Yuan

Region: Shigatse

Tashilhunpo

Das prunkvolle Heiligtum, 1447 gegründet, ist eines der sechs Hauptklöster der Gelbmützen. Seit dem 17. Jh. residieren hier die Panchen Lamas. Hauptattraktion der weitläufigen Anlage sind ein um 1915 errichteter Schrein für eine 26 m hohe Figur des Buddha Maitreya und die Hauptversammlungshalle, die als ältester Bau des Klosters noch aus der Gründungszeit stammt. Mit frischem Gold blendet die 1993 fertiggestellte Grabstupahalle des 10. Panchen Lama. | Tgl. 9-12, 14-17 Uhr | Eintritt 55 Yuan | am Westrand der Stadt

Region: Tai'an

Tai Shan

Der 1545 m hohe Ostberg, bedeutendster der fünf heiligen Berge, galt einst als Herr über Leben und Tod. Seine Popularität rührt jedoch ebenso sehr von der Prinzessin der azurnen Wolken her, die im Volksmund „Mutter des Tai Shan“ heißt, auf dem Berg zu Hause ist und besonders von Frauen in Fragen von Heirat und Geburt um Hilfe angefleht wird. Der Glaube an sie ist noch lebendig, wie man an den Babypuppen sieht, die am Berg als Votivgaben verkauft werden.

Der Aufstieg erfolgt über einen breiten Weg mit soliden Steinstufen. Wer mag, kann bis zur halben Höhe mit dem Bus fahren und von dort die Seilbahn nehmen, doch zum echten Tai-Shan-Erlebnis gehört nun mal eine Portion Schweiß. Die Hauptroute führt nördlich des Dai Miao zunächst durch eine Folge von Toren, vorbei an kleinen Tempeln. Erst auf halber Höhe, beim „Mittleren Himmelstor“, eröffnet sich der Blick auf den Gipfel. Hier liegt die Talstation der Seilbahn. Das anstrengendste Wegstück ist die endlos scheinende „Treppe der 18 Windungen“. Am „Südlichen Himmelstor“ beginnt die Gipfelregion. Hier stehen zwei Straßenzeilen aus Restaurants und Gasthöfen. Der weitere Weg führt durch den Tempel der Tai-Shan-Mutter hindurch. Sie gelangen zu einigen kuriosen Felsformationen und links hinauf zum höchsten Punkt, der mit dem Tempel des Jadekaisers - der obersten daoistischen Gottheit - umbaut wurde. Der ganze Weg ist innerhalb von elf Stunden zu schaffen. Wollen Sie oben bleiben, um den Sonnenaufgang zu erleben, empfiehlt sich das auf Ausländer eingestellte Shen Qi Hotel (€€). | Eintritt 82 Yuan

Tempel Dai Miao

Der imposante Tai-Shan-Tempel wurde über zwei Jahrtausende hinweg immer wieder erweitert und neu gestaltet. Hier brachten die Kaiser dem heiligen Berg Opfer dar. In der Haupthalle sind ein Standbild des Tai-Shan-Gotts - sein Titel: Großer Tai-Shan-Kaiser - und ein 62 m langes Wandbild zu sehen, das auf die Bauzeit der Halle (1009) zurückgeht. Dargestellt ist eine Inspektionsreise des Gotts - mit Hunderten von Personen im Gefolge. In der östlichen Nebenhalle gibt ein Wachsfigurendiorama einen Eindruck vom kaiserlichen Tai-Shan-Opfer. | Tgl. 8-18 Uhr (Einlass bis 16.30 Uhr), im Winter 8-17 Uhr | Eintritt 20 Yuan

Region: Dunhuang

Mogao-Grotten

Mitten in der topfebenen Wüste, über der gern Fata Morganen spuken, senkt sich die Straße zu einem überraschenden Einschnitt hinab. Ein Mönch namens Lezun soll hier im Jahr 366 die erste Grotte in den Fels geschlagen haben. Binnen 400 Jahren stieg die Zahl der aufwendig ausgeschmückten Höhlentempel auf über tausend. 492 Grotten blieben bis heute erhalten.

Schon im 11. Jh. hatten Mönche die rund 50000 Schriften umfassende Klosterbibliothek eingemauert, wohl um sie vor Eroberern zu schützen. Erst im Jahr 1900 wurde sie zufällig von einem Daoisten entdeckt, doch blieb ihr Wert unerkannt, bis europäische und japanische Orientalisten davon erfuhren und sie dem Daoisten nach und nach für lächerliche Beträge abkauften. Das meiste befindet sich heute in London und Paris. Darunter ist das älteste gedruckte Buch der Welt (9. Jh.).

Dank des trockenen Wüstenklimas überdauerten neben der Bibliothek auch die kostbaren Wandmalereien (zusammen 4,5 ha) und 2000 Statuen die Zeiten. Um dem Verfall dieses unersetzlichen Bilderreigens vorzubeugen, sind die Grotten heute mit Türen fest verschlossen. Besucher werden nur gruppenweise in bestimmte Grotten eingelassen. Drinnen ist keine Beleuchtung installiert (Taschenlampenverleih am Eingang).

Trotz aller Beschränkungen ist die Besichtigung ein Erlebnis. Abgesehen vom Rot, das zu Dunkelbraun oxidierte, sind die Temperafarben (keine Fresken) noch leuchtend. Die vor der Sui-Zeit entstandenen Darstellungen zeigen zentralasiatische und indische Merkmale, z.B. sind die Apsara-Feen halbnackt. An allen vier Seiten prachtvoll verziert sind die Grotten der Tang-Zeit, aus der auch Dunhuangs Prunkstück stammt: ein 34,5 m hoher Maitreya-Buddha (Grotte 96). Er gilt als größte eingehauste Buddhafigur der Welt. Besonders schön: der Buddha in Nr. 158.

Thematisch dominieren vor allem bei den älteren Grotten Darstellungen aus dem Leben Buddhas. Oft bildet eine s-förmig zu lesende Folge von Bildern mit erläuternden Texten eine Art religiösen Comicstrip. Besonders schön sind die Paradiesdarstellungen mit Tänzern und Musikanten. In den Höhlen der Tang-Zeit (z.B. Nr. 148 und 202) bildet zentralperspektivische Palastarchitektur den Rahmen von Paradiesszenen. Unten auf den Wänden sind oft Reihen solcher Gläubigen dargestellt; sie stehen für die Stifter der Grotten. Neben rein religiösen Motiven finden sich viele profane Szenen wie Jagd und Ackerbau, Straßenräuber und Schlachten. | Tgl. 8-17 Uhr | Eintritt mit englischer Führung 120 Yuan | 25 km südöstlich der Stadt (Busverbindung)

Das Grottenmuseum am Eingang macht einen Teil der Besuchsbeschränkungen wett: Es präsentiert gute Repliken einiger Grotten in Originalgröße. | Gleiche Öffnungszeiten | Eintritt inbegriffen

Mondsichelsee und Sanddünen

Hier können Sie Sanddünen wie aus dem Bilderbuch hinabrutschen und sich im Kamelreiten üben. Am Fuß der größten Düne (250 m hoch) liegt der kleine Mondsichelsee. | 5 km südwestlich der Stadt | Eintritt 50 Yuan

Region: Nanjing

Gedenkstätte für die Opfer des Massakers von Nanjing

Dieser Ort erinnert an eines der grausamsten Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs. Japanische Truppen hatten im Dezember 1937 Nanjing erobert. Dem anschließenden Massaker fielen nach neuesten Forschungen 60000 Menschen zum Opfer. In der Gedenkstätte wird auch des deutschen Kaufmanns John Rabe gedacht, der als „Oskar Schindler von Nanjing“ viele Menschenleben rettete. | Tgl. 8.30-16.30 Uhr | Shuiximen Dajie 418 | in der Südweststadt

Konfuziustempel

In der Südstadt liegt dieser Tempel (tgl. 8.30-21 Uhr | Eintritt 15 Yuan) als Mittelpunkt eines quirligen Geschäfts- und Vergnügungsviertels. Es ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt und wird abends mit Lichtgirlanden beleuchtet. | www.njfzm.com

Nicht weit entfernt befinden sich die ehemaligen Hallen der kaiserlichen Beamtenprüfungen: Einige der winzigen Kabinen, in denen mehrtägige Klausuren über gesellschaftlichen Aufstieg oder Niedergang entschieden, sind rekonstruiert worden (Jiangnan Examination School | tgl. 8-18.30 Uhr).

Ebenfalls in der Nähe liegt der Garten der Betrachtung (Zhanyuan). Einst zum Anwesen eines Kanzlers der Ming-Dynastie gehörig, diente er Mitte des 19. Jhs. als eine Befehlszentrale der Taiping-Rebellen. Einige Gebäude wurden in ein Taiping-Museum (tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 40 Yuan | Zhanyuan Lu 128) umgewandelt; vor dem Eingang stehen Kanonen Spalier.

Ming-Grab Xiaoling

Die gewaltige Grabanlage am Fuß des Zijin-Bergs im Osten der Stadt ließ sich der Gründer der Ming-Dynastie Zhu Yuanzhang (1328-98) erbauen (tgl. 8.30-17.30 Uhr | Eintritt 50 Yuan). Das eigentliche Mausoleum selbst hat außer seiner Größe nur wenig zu bieten; wer jedoch weiter südlich den Pflaumenblütenhügel überquert, gelangt zur Geisterallee mit ihren 600 Jahre alten steinernen Beamten- und Tierfiguren.

Nanjing Museum

Wertvolle Jade, Porzellan und andere gut präsentierte Exponate zur Kulturgeschichte dieser Provinz. Das Prunkstück ist ein Jade-Grabkleid der Han-Zeit. Mit englischen Erläuterungen. | Tgl. 9-17.30 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Zhongshan Donglu 321 | www.njmuseum.com

Stadtmauer

Sie war die größte der Welt, angelegt zum Schutz des Kaiserhofs. Ende des 14. Jhs. von 200000 Arbeitern in 21 Jahren errichtet, hatte sie einst einen Umfang von 33,4 km und eine durchschnittliche Höhe von über 12 m. Immerhin 20 km sind noch erhalten und können an verschiedenen Stellen bestiegen werden. Der besterhaltene Teil ist das südliche dreistöckige Zhonghua-Tor, ein kastellartiger Bau von 118 mal 128 m Grundfläche. 3000 Soldaten konnten sich hier in 27 Katakomben verbergen. | Tgl. 8.30-17 Uhr | Eintritt 15 Yuan

Sun-Yat-sen-Mausoleum

Sicher nicht zufällig gleich neben dem Ming-Kaisergrab liegt das bombastische Mausoleum des ersten Präsidenten der Republik China (1866 bis 1925), das über eine ausladende, 700 m lange Steintreppe zu erreichen ist. Oben können Sie den Sarkophag betrachten und einen weiten Blick über das Umland genießen. | Tgl. 8.30 bis 17.30 Uhr | Eintritt 40 Yuan

Region: Shanghai

Altstadt Shanghai

Ein Straßenoval markiert den Verlauf der Stadtmauer, die Shanghai vor 1843 befestigte. Die Ausländer siedelten nördlich davon. Bis in die Neunzigerjahre noch sehr traditionell, wurde die Altstadt inzwischen großenteils „saniert“, aber im Norden rund um den Stadtgotttempel ist noch Altshanghaier Ambiente zu spüren. Vor dem nahen Garten Yu Yuan führt eine Zickzackbrücke zum Huxinting, dem „Teehaus im See“. Setzen Sie sich ins Obergeschoss. Kenner kommen früh am Morgen! Die zum Tee servierten Kleinigkeiten sind gratis.

Bund

Das imponierende Ensemble prächtiger Repräsentanzen internationaler Banken und Handelshäuser, die Anfang des 20. Jhs. an der Uferpromenade, dem Bund, errichtet wurden, ist Shanghais Wahrzeichen. Ins Auge fallen der gigantische, neoklassizistische Kuppelbau der ehemaligen Hong Kong and Shanghai Bank und das markante, von einer Pyramide gekrönte Peace Hotel. Am anderen Ufer nehmen der futuristische Fernsehturm Oriental Pearl (1994) und der 88-stöckige Jinmao Tower (1998) den Blick gefangen. Das elegante Gebäude gilt als gelungene Symbiose westlicher und östlicher Architektur. Bewundern Sie die Skyline auf einer Hafenrundfahrt (Ausflugsschiffe nördl. der Yan'an Donglu | mehrmals tgl. | Dauer 1-3 Std.).

Garten Yu Yuan

Der ab 1559 angelegte, 2 ha große „Garten des Erfreuens“ zeigt mit Pavillons, Felsen und Teichen nach wiederholter Verwilderung, Umnutzung und Neugestaltung alle Kunstgriffe klassischer Gartengestaltung. Im 19. Jh. prägten Kaufmannsgilden ihm ihren Stempel auf; die Drei-Ähren-Halle hinterm Eingang war ihr Versammlungssaal. Jenseits eines Seerosen- und Goldfischteichs ragt ein gelbes Felsgebirge auf, als einziges Original aus dem 16. Jh. Berühmt sind der doppelte Wandelgang und die Gartensteine. | Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 30 Yuan

Jadebuddha Kloster

Das Jadebuddhakloster Yufo Si ist Shanghais lebendigstes Buddhaheiligtum. In heutiger Form mit reichem Figurenschmuck steht es erst seit 1928. Gegründet wurde es 1882 als Behausung zweier exquisiter birmanischer Jadebuddhas, die herzerwärmend lächeln, der sitzende hinten im Obergeschoss, der liegende in einer Seitenhalle. Ein weiterer liegender kam 1989 dazu. | Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 20 Yuan

Oriental Pearl Tower

468 m ragt das Shanghaier Wahrzeichen auf der Halbinsel Pudong empor. Der dritthöchste Fernsehturm der Welt ist ein atemberaubender Aussichtspunkt. Im Sockel wird die Stadtgeschichte anschaulich dargestellt. | Tgl. 8.30-21.30 Uhr | Eintritt 100 Yuan (bis zur Spitze) | Taxi via Huangpu-Tunnel oder Hochbrücke | U-Bahn Lujiazui

Shanghai Art Museum

Zeitgenössische chinesische Kunst, ausgestellt im Gebäude des alten Shanghaier Pferderennclubs. | Tgl. 9-17 Uhr (Einlass bis 16 Uhr) | Eintritt 20 Yuan | www.sh-artmuseum.org.cn | Nanjing Xilu 325

Shanghai Museum

Die Architektur ist antike chinesische Kosmologie - in Beton gegossen: der Grundriss quadratisch wie die Erde, das Dach rund wie die Himmelssphären. Die Sammlungen umfassen 120000 Stücke und sind in Umfang und Qualität außerordentlich: feines Porzellan, Jadeschmuck, würdige Bronzen, Meisterwerke der Kalligrafie, Malerei und Siegelkunst, Kunsthandwerk verschiedener Volksgruppen, Möbel und Münzen - kein Problem, hier einen ganzen Tag zu verbringen. | Tgl. 9-17 Uhr (Einlass bis 16 Uhr) | Eintritt 20 Yuan | Audioführung 40 Yuan (Pfand: Pass oder 400 Yuan) | Renmin Dadao 201 | www.shanghaimuseum.net

Stadtplanungsmuseum

Rückblick, Gegenwart, Ausblick: Glanzlicht ist das Stadtmodell im 4. Stock. Auch die Expopläne für 2010 werden vorgestellt. Das frei zugängliche Kellergeschoss ist als Alt-shanghaier Gässchen gestaltet. | Mo bis Do 9-16, Fr-So 9-17 Uhr | Eintritt 30 Yuan | www.supec.org

Volksplatz

Das neue, repräsentative Zentrum der Metropole beeindruckt mit moderner Architektur: Rund ist das Shanghai Museum, streng das Rathaus und phantasievoll das Stadtplanungsmuseum. Grandios aber ist das Grand Theatre (1998), das einen gläsernen Würfel mit einem himmelwärts gebogenen Dach vereint und abends in vollem Glanz erstrahlt.

Region: Leshan

Kloster Wuyou Si

Südlich der Buddhafigur gelegenes Kloster mit schöner Sicht über den Fluss und die Stadt. | Eintritt 10 Yuan

Leshan Dafo

90 Jahre dauerte es, die 71 m hohe Skulptur des sitzenden Maitreya-Buddha am Ostufer des Flusses Min Jiang aus dem Felsen zu schlagen, im Jahr 803 war sie fertiggestellt. Allein die Ohren haben eine Länge von 7 m, und der Nagel der großen Zehe misst 1,60 m. Seitwärts führt eine steile Felstreppe am Körper des Riesenbuddha hinauf zum „Kloster des Großen Buddha“ (Dafo Si). | Tgl. 9 bis 16.50 Uhr | Eintritt 70 Yuan

Den besten Blick auf den Großen Buddha haben Sie von einem der Ausflugsboote, die zwischen dem Stadtgebiet und dem Kloster Wuyou Si verkehren.

Region: Guilin

Hügel im Stadtgebiet

Guilin selbst weist eine Reihe von interessanten Felsformationen auf, die begehbar und mit Pavillons und Aussichtspunkten versehen sind. Die wichtigsten sind, von Norden nach Süden: der Diecai Shan (Farbschichtenberg), mit 223 m Höhe direkt am Li Jiang gelegen; ein Stück weiter flussabwärts der kleinere Fubo Shan, der in seinem Inneren mehrere Hundert Steinskulpturen aus der Tang- und Song-Zeit birgt. Die Gestalt eines im Fluss trinkenden Elefanten hat der markante Xiangbi Shan (Elefantenrüsselberg).

Li-Jiang-Flussfahrt

83 km misst der Streckenabschnitt zwischen Guilin und Yangshuo, der den Li Jiang, einen Nebenarm des Perlflusses, weltberühmt gemacht hat. Dutzende von Touristenbooten gleiten täglich durch das „Bilderbuch der hundert Meilen“ in eine Traumwelt steil aufragender Felshänge und skurriler Karstkegel. Immer wieder sieht man Bambusflöße mit Kormoranen am Ufer. Die Fischer gehen mit den abgerichteten Vögeln nachts auf Fang. In Yangshuo ist vor der Rückfahrt per Bus noch Zeit zum Marktbummel. | Preis ab 300 Yuan (in Chinesengruppe), 500 Yuan mit englischer Leitung, inkl. Mittagessen und Transfers | Abfahrtstelle (meist flussab von Guilin) und Fahrtdauer hängen vom Wasserstand ab

Ludi Yan

Fels der Schilfrohrflöte: die größte Tropfsteinhöhle der Gegend, rund 6 km nordwestlich Guilins. | Eintritt 60 Yuan

Qixing Gongyuan

Der Siebensternepark, eine große Anlage mit dem kuriosen Kamelfelsen, einem kleinen Zoo, Bergpfaden, einer Tropfsteinhöhle und einer Grotte mit Felsinschriften, liegt im Osten der Stadt und ist bequem zu Fuß zu erreichen.

Region: Lhasa

Jokhang

Tibets ältester Tempel, unter König Songtsen Gampo (617-650) gegründet, ist das bedeutendste Heiligtum des Landes. Die Holzschnitzereien an den Pfeilern und den Kapelleneingängen des hinteren Hofs (vor allem der Ostwand) bilden den kunsthistorisch wertvollsten Schatz der Anlage, seit ein Großteil der Innenausstattung der Kulturrevolution zum Opfer fiel; viele der Bildwerke sind daher Repliken.

Den hinteren Hof beherrschen vier Figuren (in der Mitte: Avalokiteshvara). Südlich des Durchgangs erzählt ein Wandbild die Gründungslegende des Jokhang. Alle Besucher streben aber zur Kapellennische gegenüber dem Eingang hin: Unter ihrem überreichen Schmuck verschwindet dort fast die heiligste Figur Tibets. Sie stellt den zwölfjährigen Shakyamuni (Buddha Gautama) dar und soll alter Überlieferung nach von König Songtsen Gampos zweiter Frau mitgebracht worden sein, einer Tochter des Tang-Kaisers, die per Heiratspolitik nach Tibet kam. | Tgl. 8-12 Uhr, manchmal auch ab 15 Uhr | Eintritt 70 Yuan | in der Altstadt

Norbulingka

Die parkartige Anlage im Westen der Stadt birgt die Sommerresidenzen mehrerer Dalai Lamas. Der Palast des jetzigen, 14. Dalai Lama wurde 1954-56 erbaut. Die Ausstattung der Wohnräume ist seit der Flucht des Hausherrn im Jahr 1959 nahezu unverändert. Wandbilder in der Audienzhalle stellen die Geschichte Tibets dar, angefangen von der legendären Entstehung der Menschheit bis hin zum Treffen des Dalai Lama mit Mao Zedong. | Tgl. 9-18 Uhr, Sa und So teilweise geschl. | Eintritt 60 Yuan

Potala-Palast

Die gewaltige Winterresidenz der Dalai Lamas, die sich in den Weißen Palast für die Verwaltung und in den höheren Roten Palast mit den Gebetshallen gliedert, gewann ihre heutige Form im 17. Jh. Bauliches Zentrum ist die Große Westhalle im Roten Palast. Man erreicht sie durch die Finsternis des rückwärtigen Palasteingangs. Die prächtige Ausmalung dokumentiert unter anderem die Geschichte der Palast- und Klosterbauten. Hinter dem Thron liegt die Halle des 5. Dalai Lama mit seinem Grabstupa und weiteren solchen Stupas seiner Nachfolger. Die anderen, nur von Kerzen erhellten Räume, die die Westhalle umgeben, bergen die größten Plastiken des Palasts.

Zwei Etagen höher gelangt man zu einer Höhle, in der König Songtsen Gampo meditiert haben soll. Die Figuren zeigen ihn und seine Frauen. Der Rundgang führt über die Dachterrasse, die einen hervorragenden Ausblick bietet. | Tgl. 9.30 bis 15.30 Uhr (Zeiten wechselnd, an Festtagen für Nichttibeter keine oder eingeschränkte Öffnung) | Eintritt 100 Yuan

Region: Peking

Beihai-Park

Pekings beliebtester Park war einst kaiserlicher Lustgarten. Sein Wahrzeichen ist die weiße Flaschenpagode; sie wurde 1651 zu Ehren des Dalai Lama errichtet. Der 68 ha große See lockt zum Bootfahren und im Winter zum Schlittschuhlaufen. Besonders schön: der Fünfdrachenpavillon am Nordwestufer. | Eintritt 10 Yuan

Himmelsaltar und Himmelstempel

Von den einst sechs kaiserlichen Altären ist dies der größte und bedeutendste. Die wichtigsten Bauten reihen sich entlang einer Nord-Süd-Achse in der Mitte eines baumbestandenen Areals, das mehr als doppelt so groß ist wie der Kaiserpalast. Die Anlage entstand um 1420 und erhielt ihr heutiges Aussehen im 16. Jh. Drei Gestaltungsmerkmale sind bestimmend: Der Kreis ist die Form des Himmelsrunds, das Blau seine Farbe, und die Zahl Drei steht für seine männliche yang-Qualität.

Die Opferterrasse im Süden ist kreisrund und dreifach gestuft. Die Zahl der Marmorplatten in den konzentrischen Ringen beträgt stets ein Vielfaches von drei. Hier brachte der Kaiser in der längsten Nacht des Jahres stellvertretend für die Menschenwelt ein aufwendiges Tieropfer dar.

Wem dieses Opfer galt, erfährt man in der nördlich gelegenen kreisrunden Halle des „Kaiserlichen Himmelsgewölbes“: Die dort verwahrten „Geistertafeln“ des Himmels, der Sterne, des Wetters und der Amtsvorgänger wurden zum Opfer hervorgeholt. Ein aus weißem Marmor erbauter Dammweg führt nach Norden zur Halle des Erntegebets, dem wohl vollkommensten Bau klassischer chinesischer Architektur. Er ist rund, steht auf einer dreifachen Terrasse und trägt ein dreifaches blaues Dach. Im Inneren symbolisieren die vier innersten Säulen die Jahreszeiten, der innere Ring von zwölf Säulen steht für die Monate, der äußere für die zwölf Doppelstunden des Tages. | Tgl. 8.30-17.30 Uhr (Einlass bis 16 Uhr) | Eintritt 35 Yuan

Kaiserpalast

Mitten in Peking, doch durch eine mächtige Mauer und einen breiten Wassergraben abgeschirmt, liegt die einstige Verbotene Stadt. Unter kaisergelb glasierten Dächern wohnte hier der Himmelssohn mit der Kaiserin, mit Konkubinen, Zofen und Eunuchen - insgesamt einige Tausend Personen. Die Anlage entstand in den Jahren 1406 bis 1420. Zwar wurden viele Gebäude später erneuert, doch blieb der Stil der Ming-Zeit bis heute gewahrt.

Durch das südliche Haupttor Wumen und ein weiteres Tor gelangen Sie zu den drei gewaltigen Thron- und Audienzhallen, dem baulichen Zentrum. Überall sind schmückende Drachen zu erkennen, Symbole des Kaisers.

Nach Norden hin folgen die Wohnbereiche. In der Mitte liegen wiederum drei Thronhallen; die erste war der Wohnpalast des Kaisers, die anderen dienten der Kaiserin. Die westlichen Palastteile veranschaulichen mit der erhaltenen Einrichtung, wie man damals wohnte - recht beengt und nicht sehr komfortabel.

In einigen anderen Hallen ist ein Teil der kaiserlichen Kunstschätze ausgestellt. Besonders schön ist der ganz im Osten gelegene „Palast des Altwerdens in Frieden“ (Ningshou Gong). Vor seinem Südtor passiert man eine prächtige Neun-Drachen-Mauer aus farbig glasierten Reliefziegeln. Im Ningshou Gong selbst befindet sich die Schatzkammer des Palastmuseums. | Tgl. 8.30-17, Nov.-Feb. bis 16.30 Uhr (Einlass bis 16 bzw. 15.30 Uhr) | Eintritt 60 Yuan

Lamakloster Yonghe Gong

Pekings größtes Tempelkloster entstand 1744/45 als eine Art kaiserlicher Hofkirche. Lamaistische Mönche bewohnen und führen es. Die prächtige Ausstattung blieb vollständig erhalten.

Der 450 m lange Komplex zeigt den typischen Aufbau einer buddhistischen Weihestätte, jedoch in erweiterter Form. Nach Passieren zweier Höfe gelangen Sie in die Halle der Himmelskönige mit eindrucksvollen Figuren dieser vier Wächtergottheiten. Das Innere der folgenden Haupthalle beherrschen die goldenen Buddhas der Drei Zeitalter. Es folgt eine zweite Haupthalle mit drei weiteren Buddhas: dem des langen Lebens in der Mitte, flankiert vom Medizinbuddha und vom „Buddha des Löwengebrülls“, der den weltweit vernehmbaren Erweckungsruf der Lehre verkörpert. Als nächstes folgt die große Lehr- und Versammlungshalle. Sie ist mit Wandbildern ausgemalt. In ihrer Mitte steht eine 6 m hohe Statue des tibetischen Reformators Tsongkhapa. Der Abschluss der Anlage im Norden ist auch der Höhepunkt. Dort umgibt eine drei Etagen hohe Halle eine hölzerne Kolossalfigur des Maitreya-Bodhisattva. Der mächtige Sandelbaumstamm, aus dem sie in tibetischem Stil geschnitzt wurde, war eine Dankspende des 7. Dalai Lama an den Kaiser.

Zahllose weitere Schätze sind in den Seitenhallen ausgestellt. Das wohl schönste Kunstwerk ist ein hölzerner Altar mit einem predigenden Buddha in der östlichen Seitenhalle im letzten Hof. | Tgl. 9-16.30 Uhr | Eintritt 25 Yuan

Sommerpalast Yihe Yuan

Die berühmt-berüchtigte Kaiserinwitwe Cixi war es, die sich die 1860 von Engländern und Franzosen verwüstete Anlage Ende des 19. Jhs. im eklektischen Stil ihrer Zeit als Alterssitz herrichten ließ. Dementsprechend dominieren im Bewuchs und im Gebäudeschmuck Symbole des langen Lebens und fortdauernder Lebenskraft: Kiefern, Kraniche, Winterkirsche, Bambus.

Der Osteingang führt auf die Audienzhalle zu. Nördlich davon liegt die einst größte Theaterbühne Chinas. Nach Westen schließen sich die Wohngebäude Cixis an. Von dort zieht sich der 728 m lange, mit Landschafts- und Romanszenen bemalte Wandelgang am Ufer des großen Kunming-Sees hin. An seinem Ende liegt die steinerne Attrappe eines Raddampfers. Viel intimer ist der Garten Xiequyuan im Nordosten des Areals. Dort blicken Pavillons auf einen idyllischen Lotosteich. | Tgl. 8-17 Uhr, einzelne Bauten nur 9-16 Uhr | Eintritt 50 Yuan | nordwestlich der Stadt

Tian'anmen-Platz

Zum zehnjährigen Staatsjubiläum entstand 1959 ein monumentales städtebauliches Kontrastprogramm zur Kaiserzeit: der Tian'anmen-Platz als Ort für Jubelaufmärsche (er gilt als größter innerstädtischer Platz der Welt), die Volkskongresshalle (Chinas Parlament) im Westen sowie das Nationalmuseum im Osten. In der Mitte, genau auf Pekings Nord-Süd-Achse, erhebt sich die Gedenkstele der Volkshelden. Den nördlichen Abschluss des Platzes bildet das Tor des Himmlischen Friedens (Tian'an Men) aus dem Jahr 1417. Seit Mao hier 1949 die Gründung der Volksrepublik China verkündete, wurde es zum Staatssymbol. Vor ihm verläuft quer die „Straße des langen Friedens“ (Chang'an Jie), Pekings großer Ost-West-Boulevard. Im Süden des Platzes steht seit 1977 das Mao-Mausoleum. Der Platz ist jedoch nicht nur bauliches Zentrum des neuen China, sondern auch Sinnbild demokratischen Engagements. Schon 1919 demonstrierten vor dem Tian'an Men patriotische Studenten. Durch die Niederschlagung der Studentenbewegung im Juni 1989 wurde die Symbolkraft des Orts noch verstärkt.

Region: Xi'an

Banpo-Museum

Am östlichen Stadtrand wurden 1953 die Spuren eines Dorfs der neolithischen Yangshao-Kultur entdeckt, einer Vorstufe der chinesischen. Auf der 4000 m² großen, großteils überdachten Stätte sind die Grundrisse von Töpferwerkstätten und etwa 100 Wohnhäusern zu erkennen. Auch zahlreiches Stein- und Knochengerät blieb erhalten. | Tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Banpo Lu

Beilin/Stelenwald

Seit alters werden in China wichtige Texte in Stein graviert, um sie vor Totalverlust durch Feuer und vor Verfälschung zu schützen. Von Chinas Stelensammlungen ist diese die bedeutendste. Einige der 3200 Platten (1700 ausgestellt) sind 2000 Jahre alt. Das größte Projekt wurde 837 realisiert: der konfuzianische Schriftenkanon auf 114 Platten. Die mit einem Kreuz geschmückte „Nestorianische Stele“ von 781 bezeugt die Existenz einer christlichen Gemeinde im damaligen Chang'an. Schön sind die vielen Kalligrafiestile. Interessant ist zu beobachten, wie Steinabreibungen hergestellt werden; Sie können sie hier auch kaufen. Eine Seitenhalle birgt monumentale Steintiere und Grabreliefs aus der Han- bis Tang-Zeit sowie buddhistische Skulpturen. | Tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 30 Yuan | am Ende der Kulturstraße | östlich des Südtors (im einstigen Konfuziustempel)

Geschichtsmuseum

Was Archäologen an unvergleichlichen Kulturschätzen aus 6000 Jahren im geschichtsträchtigen Boden der Provinz entdeckten, hier ist es zu bestaunen: 3000 Jahre alte Ritualgefäße aus Bronze, das älteste erhaltene Papier der Welt (entstanden um 100 v. Chr.), ein ebenso altes Eisenzahnrad, Reliefziegel vom Palast des Ersten Kaisers und das älteste bekannte Porzellan, besonders aber die großartigen Kunstwerke der Tang-Zeit wie Gold, Jade, farbig glasierte, lebendige Keramikfiguren und Wandbilder aus Adelsgräbern. Münzen aus Persien, Arabien und Japan dokumentieren die Handelsbeziehungen des Tang-Reichs. Wer alles angemessen betrachten will, braucht zwei halbe Tage. | Tgl. 8.30-17.30 Uhr | Eintritt 35 Yuan | Wandbilder nur Mo, Mi, Fr nachmittags nach Voranmeldung über Tel. 5217140 (Eintritt 150 Yuan) | Xiaozhai Donglu 91 | westlich der Großen Wildganspagode

Glocken-/Trommelturm

Glocke und Trommel verkündeten einst die Tages- und Nachtzeiten. Der Glockenturm steht seit 1582 im Zentrum der mingzeitlichen Stadt: Die Hauptstraßen führen von den Stadttoren auf ihn zu. Oben hängt noch die große Glocke. Mehrmals täglich werden dort kleine Konzerte klassisch-chinesischer Musik gegeben. Der ältere Trommelturm steht am Westende des neu angelegten zentralen Platzes. | Im Sommer tgl. 8.30-21.30 Uhr, sonst kürzer nach Jahreszeit | Eintritt je 20 Yuan, Kombiticket 30 Yuan

Große Moschee

Chinas schönste Moschee in chinesischem (Ming-)Stil ist größtes Gotteshaus der 60000 Xi'aner Moslems und erfreut mit baumbestandenen Höfen und zarten Pflanzenreliefs. Das umliegende Moslemviertel ist der lebendigste Teil der Altstadt und lohnt einen Spaziergang. | Tgl. 8 bis 19.30, im Winter 8.30-17 Uhr | Eintritt 12 Yuan | nordwestlich des Trommelturms

Große Wildganspagode

Die Entstehung der berühmtesten Pagode des Landes ist eng verknüpft mit Xuanzang (602-664), dem bekannten chinesischen Indienpilger und bedeutenden buddhistischen Philosophen. Um die heiligen Schriften feuersicher zu verwahren, die er im Jahr 649 von der Reise mitgebracht hatte, ließ der Kaiser diese Pagode errichten. Trotz mehrmaliger Erneuerung wahrt der 60 m hohe wuchtige Turm noch ganz den Stil der Tang-Zeit. Er gehört zum Tempel Ci'en Si (Gebäude 16. Jh.). | Tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 25 Yuan, Aufstieg 20 Yuan | am Südende der Yanta Lu

Kleine Wildganspagode

Wie ihre große Schwester entstand sie als buddhistische Bibliothek. Der jetzt 43 m hohe Turm von 709 verlor im 16. Jh. bei zwei Erdbeben seine Spitze. | Tgl. 8-17 Uhr | Eintritt 15 Yuan, Besteigung 10 Yuan | Youyi Xilu

Stadtmauer

Das Mauergeviert mit 12 km Umfang vom Ende des 14. Jhs. ist mustergültig renoviert und mit schlichten Durchfahrten für den heutigen Straßenverkehr versehen. | Aufstieg am Nord-, West- und Südtor sowie am Stelenwald | im Sommer tgl. 7-22.30 Uhr, sonst kürzer nach Jahreszeit | Eintritt 40 Yuan

Region: Chongqing

Drei-Schluchten-Museum

In dem spektakulären Neubau bringt neueste Ausstellungstechnik dem Besucher nicht nur die Kulturgeschichte der Jangtseschluchten nah, sondern auch der Stadt und der Region. | Tgl. 9.30-17 Uhr (Einlass bis 16 Uhr) | Eintritt 40 Yuan | Renmin Lu 236 | am Volksplatz

Kloster Luohan Si

Der Eingang zum Arhat-Kloster führt an über 400 songzeitlichen Heiligenskulpturen vorbei. In der Haupthalle des Klosters sind 500 kleine Arhats - erleuchtete Mönche, chinesisch: Luohan - aus der Qing-Zeit in vergoldeter Holzschnitzerei zu sehen. Die 500 überlebensgroßen Plastiken in der Arhat-Halle nebenan stammen aus jüngster Zeit. Beliebtes Klostergasthaus mit vegetarischer Küche. | Tgl. 6-20 Uhr

Park am Pipa-Berg

Die beste Aussicht der Stadt, schön vor allem, wenn abends das Neonlicht die häufigen Nebel bunt färbt.

Region: Chengde

Acht Äußere Tempelklöster

Die Mandschus, die außer dem chinesischen Kernland noch die Mongolei sowie Innerasien beherrschten und ab dem 18. Jh. auch Tibet als Protektorat behandelten, betrieben eine Art „Klosterbaudiplomatie“, deren beste Zeugen in Chengde stehen: Um den Vasallen das Gefühl zu geben, im Mandschureich zu Hause zu sein, errichtete der Kaiser ihren Gesandten prächtige Klöster, zum Teil im Stil ihrer Heimat. Von den noch bestehenden lohnen vier den Besuch. Sie sind gut per Fahrrad erreichbar.

Östlich des Flusses Wulie He liegt der Pule Si, ein Lamatempel, errichtet 1766 für dsungarische Gesandte. Die zwei ersten Hallen bergen schöne alte Figuren. Das Hauptgebäude mit dem doppelten gelben Kegeldach bildet mitsamt seiner mächtigen Plattform ein Mandala, das Innere birgt wiederum ein kleineres Mandala in Form eines Gebäudes. | Tgl. 9-18 Uhr (Einlass bis 17.30 Uhr), im Winter bis 17 Uhr (Einlass bis 16.30 Uhr) | Eintritt 30 Yuan

Unten an der Zufahrtstraße können Sie in eine Gondelbahn steigen und zum Hammerberg hinauffahren.

Folgende Bauten liegen nördlich des Palasts (von Osten):

Puning Si: Erbaut 1755-58 für mongolische Gesandte zur Feier eines siegreichen Feldzugs. Der Bau folgt dem Vorbild des Samye-Klosters in Tibet. Hier sind die großartigsten der Bildnisse in Chengde zu sehen, so die vier Himmelskönige (1. Halle nach dem Eingang), die Buddhas, die Luohan und die Wandmalereien in der unteren Haupthalle, vor allem aber im größten Gebäude die 22,30 m hohe Figur der tausendarmigen Guanyin - die 25 Arme der Göttin der Barmherzigkeit sind mal vierzig zu nehmen. Diese vielleicht größte Holzfigur der Welt ist am besten von der mittleren Galerie aus zu betrachten. | Tgl. 7.30-18, im Winter 8.30-17 Uhr | Eintritt 50 Yuan

Xumifushou Miao: Der imposante Nachbau des tibetischen Tashilhunpo-Klosters, 1780 erbaut für den 6. Panchen Lama, wurde um 1996 restauriert. Auf den Graten der vergoldeten Bronzedächer reiten Drachen. Es gibt eine kleine Ausstellung von Sakralkunst. | Tgl. 8-18, im Winter 8.30-17 Uhr | Eintritt 30 Yuan

Putuozongsheng Miao: Das gewaltigste der acht Klöster ist ein 1771 fertiggestellter Nachbau des Potala-Palasts in Lhasa. Nachdem es Ende der 1990er-Jahre renoviert wurde, erstrahlt vor allem der zentrale Rote Palast mit seiner innen liegenden Goldenen Halle wieder in alter Pracht. | Tgl. 8-18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr), im Winter 8.30-15.45 Uhr | Eintritt 40 Yuan

Sommerresidenz

Der „Bergsitz zur Sommerfrische“ ist größtenteils ein ummauerter Landschaftspark. Mit 5,6 km² Fläche ist er der größte kaiserliche Park Chinas. Zu vier Fünfteln besteht er aus bewaldeten Hügeln, einst ein Wildgehege. Die baumbestandene Ebene im Osten diente als Pferdeweide, Turniergelände und Zeltplatz. Gartenarchitektonisch gestaltet ist nur der Südostteil des Parks. Hier führen schmale Dämme durch stille Lotosteiche, kleine Brücken krümmen den Buckel, am Ufer und auf Inseln laden Pavillons und Lustschlösschen zur Rast. Wer frühmorgens noch vor den Besucherscharen kommt oder bis zum Sonnenuntergang bleibt, erlebt ein wahres Postkartenidyll, das sich bei Windstille im Spiegel des Wassers noch verdoppelt.

Von den Palastbauten am Südende des Parks ist nur ein Teil erhalten. Anders als in Peking ist hier nichts pompös oder verspielt; es waltet würdige Schlichtheit. Man gab sich volksnah und verzichtete auf roten Lack und gelbe Dachziegel. Selbst der 1754 auf Geheiß des Qianlong-Kaisers erbaute Audienzsaal wahrt bescheidene Maße. Das Material - kostbares Nanmuholz - und die Schnitzereien sind aber vom Feinsten. In den sechs Hallen sind Porzellan, Cloisonné, Möbel, Uhren und andere Preziosen zu sehen. | Palast im Sommer 7-18, sonst 7.30-17 Uhr, Park bis Sonnenuntergang | Eintritt für beide 60 Yuan (Hauptsaison 90 Yuan)

Region: Datong

Kloster Huayan Si

Das bedeutende Tempelkloster wurde im 11. Jh. von den Kitan gegründet. Ihr Einfluss zeigt sich an der ungewöhnlichen Ausrichtung der Anlage nach Osten. Auch die beiden Haupthallen wahren den Stil jener Epoche. Es gibt zwei separate Komplexe. Die übrigen Bauten entstanden später.

Oberes Kloster: Die im Jahr 1140 erbaute Haupthalle ist eine der zwei größten Tempelhallen Chinas. Sie birgt die Buddhas der fünf Himmelsrichtungen (mittlere drei Statuen aus Holz, 15. Jh.), flankiert von zwei mal zehn lebensgroßen Wächterfiguren aus derselben Ära. Das Innere wurde um 1900 mit Buddhaszenen farbig ausgemalt.

Unteres Kloster: Die Haupthalle mitsamt ihrem Figurenschmuck stammt aus der Gründungszeit des Klosters. Wie die 31 in drei Gruppen beisammenstehenden Buddhas, Bodhisattvas, Mönche und andere Gestalten teils lehrend, teils mahnend die Finger heben, scheinen sie um unser Seelenheil besorgt zu sein. | Tgl. 8.30-18, im Winter bis 17 Uhr | Eintritt 20 Yuan | im Westen der Altstadt

Kloster Shanhua Si

Die drei im 12. Jh. erbauten Hallen des Tempelklosters zeigen den schlicht-monumentalen Stil jener Zeit. Die vier Himmelskönige in der südlichen sowie der Vairocana-Buddha mit zwei Bodhisattvas in der mittleren Halle sind schöne Beispiele mingzeitlicher Bildhauerkunst. Der größte Schatz des Tempels ist der Figurenschmuck der nördlichen Halle, der aus der Bauzeit erhalten blieb. Es sind die Buddhas der fünf Himmelsrichtungen, flankiert von 24 lebensechten Wächtergestalten. Im westlichen Nebenhof steht eine Fünf-Drachen-Mauer. | Tgl. 8.30-17.30, im Winter 9.30-16 Uhr | Eintritt 20 Yuan | im Südwesten der Altstadt

Neun-Drachen-Mauer

Einst die Geistermauer einer Prinzenresidenz. Farbige Reliefziegel stellen drei mal drei der segensreichen Fabelwesen dar - Yang-Qualität in Potenz! | Östlich der Stadtmitte

Yungang-Grotten

Die gewaltigen Höhlentempel, entstanden 460-94 als Stiftungen der Toba-Herrscher, ziehen sich über einen Kilometer hin. Aus vielen Darstellungen spricht eine heitere Frömmigkeit. Durch ihre teils monumentalen Maße fallen die Buddhas und Bodhisattvas am meisten auf. Kleine Buddhas bilden zuweilen ganze Serien. Tanzende Apsara-Feen und Musikanten drücken das Glück des Erleuchteten aus.

Die Besichtigung beginnt bei den Grotten Nr. 5 bis 7, zu deren Schutz im Jahr 1651 hölzerne Vorbauten errichtet wurden. Grotte Nr. 5 enthält die mit 17 m größte Buddhafigur. Grotte Nr. 6 ist die beste von allen, gemessen am Erhaltungszustand, an der Fülle und Qualität der Darstellungen sowie hinsichtlich der architektonischen Anlage. Zu sehen sind vor allem Szenen aus dem Leben Gautamas. Die mit einem Dreizack bewaffneten Wächterfiguren am Eingang zur achten Grotte gelten als Beispiel für den über die Seidenstraße vermittelten hellenistischen Einfluss. Die Reliefs an den Grotten 9 bis 12 wurden unter der letzten Dynastie koloriert. In Nr. 9 werden Bodhisattva-Figuren von Apsaras umschwebt. Nr. 12 zeigt klassisch-chinesische Palastansichten und himmlische Musikanten mit Flöten und Trommeln.

Während die vorgenannten Grotten über einen zentralen Pfeiler verfügen, bilden Nr. 16 bis 20, die als Erste entstanden, jeweils eine Nische für einen monumentalen Buddha mit wenig zusätzlichem Figurenschmuck. Am besten erhalten ist hier Nr. 18 mit einem Bildnis Shakyamunis, des Buddhas der Gegenwart. Von Grotte 20 ist der vordere Teil eingestürzt, sodass die Buddhafigur im Freien steht. | Tgl. 8.30-18 Uhr | Eintritt 60 Yuan | 16 km westlich der Stadt

Region: Harbin

Stadtzentrum

Dass Harbin ab 1896 als russische Eisenbahnerstadt entstand, spürt man am Ortsbild, besonders in der Zhongyang Dajie mit ihren restaurierten Fassaden. Die Sophienkathedrale von 1907 beherbergt heute ein Architekturzentrum, das historische Fotos der Stadt zeigt. Nordwärts gelangt man zum beliebten Zhaolin-Park und zum Ufer des Sungari mit dem Stalin-Park. Sommers kann man von hier Bootsfahrten unternehmen. Der Sonneninselpark gegenüber bietet allerlei Freizeitspaß.

Region: Luoyang

Gräbermuseum

22 Grabkammern aus dem 1. Jh. v. Chr. bis zum 12. Jh. n. Chr., entdeckt in und um Luoyang, wurden hier zusammengelegt, sodass man sie von einem unterirdischen Gang aus bequem besichtigen kann. Zu sehen sind Wandmalereien, Reliefs, Grabbeigaben und kunstvolle Gewölbe. Ein separater Grabhügel birgt die Gruft des Toba-Kaisers Xuanwu vom Jahr 516. Sie ist mit dem Sternenhimmel ausgemalt. | Tgl. 9-16 Uhr | Eintritt 25 Yuan | Jichang Lu | (6 km nördlich der Stadt)

Kloster Baima Si

Das „Kloster der weißen Pferde“, Chinas ältestes Buddhakloster, wurde im Jahr 68 gegründet. Nachdem der Kaiser im Traum Buddha gesehen habe, seien zwei Männer auf Schimmeln bei Hofe erschienen und hätten die erste Sutrenabschrift aus fernem Lande mitgebracht, besagt die Gründungslegende. Daraufhin habe der Kaiser ihnen dieses Kloster gestiftet. Zwei Steinponys am Eingang erinnern an die Pferde, ihre Reiter liegen, so heißt es, unter den Grabhügeln auf den Nebenhöfen rechts und links hinter dem Tor. Die heutige Anlage stammt aus der Ming-Zeit. Bereits im 13./14. Jh. entstanden die schönen Figuren der 18 Urmönche in der dritten Halle. 500 m östlich steht die elegante Qiyun-Pagode (12. Jh.). | Tgl. 8.30 bis 17.30 Uhr | Eintritt 35 Yuan | 13 km östlich der Stadt

Longmen-Grotten

Als die Toba ihre Residenz im Jahr 494 aus Datong nach Luoyang verlegten, setzten sie am „Drachentor“ (Longmen), einer nahen Talkerbe des Yi-Flusses, die bei Datong begonnene Sitte des Grottentempelbaus fort. Doch auch unter der Sui- und der Tang-Dynastie, zur Blütezeit des chinesischen Buddhismus, entstanden hier Grottentempel. Als Stifter traten Mönche, Nonnen und Beamte ebenso auf wie Laienvereinigungen. Die größten und eindrucksvollsten Arbeiten aber finanzierte wieder der fromme und ruhmsüchtige Kaiserhof. Im 20. Jh. richteten Kunstdiebe große Schäden an. Die leeren Nischen und geköpften Figuren sprechen eine deutliche Sprache. Ein Teil des Diebesguts steht heute in den ostasiatischen Museen Europas, Japans und Amerikas.

Der Figurenschmuck der größeren Grotten, etwa ein Dutzend, variiert stets ein Schema, das sich am klarsten gleich in der ersten Grotte, Qianxi Si, zeigt: Grimmige Wächter mahnen bei jedem Eintretenden Läuterung an. Drinnen blicken Sie zur personifizierten Weisheit und Vollendung, einem zentralen, übermenschlich großen Buddha, auf. Während dieser sitzt, bleiben die anderen zu seinen Seiten ehrfürchtig stehen: links und rechts außen, kleiner dargestellt, die Heilandsgestalten zweier Bodhisattvas sowie in den Zwischenräumen in fast menschlicher Größe Buddhas engste Jünger Ananda und Kashyapa - Vorbilder für den Betrachter, soll er doch wie diese vom Buddha lernen, um einst mit Hilfe der Bodhisattvas erlöst zu werden. Überall ist auch das Symbol der Lotosblüte zu sehen: Sie zeigt, dass Reinheit möglich ist, selbst wenn man im Sumpf wurzelt.

Hinter der Qianxi-Si-Grotte gelangen Sie zu einer Gruppe von drei Höhlen, deren mittlere, Binyang Zhongdong, vielleicht die schönste von allen ist. Das Grundschema ist hier zu elf Figuren erweitert. Drei Buddhas, sechs Bodhisattvas und die beiden Jünger schenken dem Betrachter ihr schönstes Lächeln. Die Grotte entstand in den Jahren 500 bis 523; wie eine Chronik vermerkt, wurden 802366 Tagewerke hineingesteckt. Die übernächste Treppe führt zur Grotte der 10000 Buddhas aus dem Jahr 680. Rund 15000 Figürchen - die Buddhas aller Äonen - bedecken dort die Seitenwände.

Fünf Jahre zuvor war die berühmteste Grotte der Anlage fertig geworden. Es ist der „Tempel der Ahnenverehrung“ am Ende einer breiten, neu angelegten Treppe. Er übertrifft die anderen Grotten gleich um ein Mehrfaches an Größe, dabei ist die Bildhauerkunst vom Feinsten. Stifter waren der Tang-Kaiser Gaozong und seine ebenso ehrgeizige wie fromme Hauptfrau Wu Zetian, die später als eine von zwei offiziellen Monarchinnen in Chinas Geschichte einging. Die zentrale, 17 m hohe Figur des Locana-Buddha soll ihre Züge tragen. Seine Fettfalten am Hals schmeichelten dem damaligen Schönheitsideal. Da die Anlage oben offen ist, kann sie eigentlich nicht als Grotte gelten. Ursprünglich besaß sie ein großes Holzdach. Das ikonografische Schema ist um zwei Himmelskönige erweitert, von denen nur der rechte erhalten blieb; er trägt eine Pagode auf der Handfläche. | Tgl. 7 bis 17.30 Uhr | Eintritt 80 Yuan | 12 km südlich der Stadt

Luoyang-Museum

Archäologische Funde und Kunsthandwerk aus fünf Jahrtausenden, von neolithischer Keramik über frühchinesische Bronze bis zu songzeitlichem Porzellan. | Tgl. 8-16.30 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Zhongzhou Zhonglu 298 | am Wangcheng-Park

Luze-Gildenhaus

Die prächtige Anlage mit der typischen Theaterbühne über dem Tor birgt heute eine volkskundliche Sammlung (Hochzeit, Religion, Schattenspiel, Kunsthandwerk). Der Altar stammt aus einem Tempel. | Tgl. 8.30-11.30, 14-17.30 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Jiudu Donglu | im Südosten der Altstadt

Region: Qingdao

Alt-Tsingtau

Rundgang (ca. 1 Std.): Sie beginnen an der 440 m weit in das Meer hinausragenden Landungsbrücke. Von dort führt die Hauptgeschäftsstraße Zhongshan Lu (Sun-Yat-sen-Straße, einst Friedrichstraße) nach Norden. An der Ecke zur vierten Querstraße steht rechts das frühere Seemannshaus von 1902.

Zwei Straßen weiter biegen Sie nach rechts ein: Vor Ihnen ragt die katholische Kathedrale (erbaut 1931 bis 1934) auf. Der Weg knickt vor ihrem Portal nach rechts ab; dann geht's die nächste Straße links, die nächste schräg links voraus, die nächste scharf rechts zurück (bergauf) und gleich wieder links die Treppen hoch. Nun gehen Sie geradeaus, bis hinter Hausnummer 11 eine Treppe zu einem versteckten Park hinaufführt. Hier, auf dem Gipfel des einstigen Gouvernementshügels, haben Sie von einem kleinen Aussichtsturm eine tolle Rundsicht auf die Stadt.

Über dieselbe Treppe gehen Sie nun wieder zurück und die nächste Treppe weiter bergab. Die unten nach rechts bergab führende Straße läuft genau auf die protestantische Christuskirche (erbaut 1908-10) zu. Von dieser geht die Yishui Lu am Südhang des Gouvernementshügels entlang zum Gouvernementsgebäude (später Rathaus, erbaut 1904-06), dem repräsentativen Höhepunkt des Rundgangs. 1989 wurde es nach Norden zu spiegelbildlich im gleichen Baustil verdoppelt. Nach Süden hin durch die Grünanlagen gelangen Sie schließlich zurück zur Uferpromenade (einst Kaiser-Wilhelm-Ufer).

Gouverneursresidenz

Spektakulärstes der deutschen Gebäude, 1905-07 in rustikalem Heimatstil erbaut. Die Innenausstattung ist fast komplett erhalten. | Tgl. 8.30 bis 17 Uhr | Eintritt 15 Yuan | am Signalhügel | Longshan Lu 26

Region: Qufu

Friedhof Kong Lin

Auf Chinas schönstem Friedhof werden seit Urzeiten die Mitglieder der Kong-Sippe bestattet. Überall in dem 2 km² großen, lichten Wald entdeckt man alte und neue Grabhügel. Steinerne Grabfiguren, Altartische und Stelen kennzeichnen die Herzogsgräber. Nahe dem Tor ruhen angeblich Konfuzius (551-479 v. Chr.), sein Sohn und sein Enkel. Die große Stele vor dem links hinten liegenden Konfuziusgrab nennt den Ehrentitel des Weisen: „Großer Vollender, höchster Heiliger, Kultur verbreitender König“. Zu empfehlen ist eine Rundfahrt mit dem Elektrobus. | Tgl. 9-17 Uhr | 2 km nördlich der Stadt

Konfuziustempel/Kong Miao

Über 690 m erstreckt sich vom mächtigen Stadttor aus Chinas größter Konfuziustempel mit knorrig-ehrwürdigem Baumbestand nach Norden. Das erste Tempeltor stimmt mit der Inschrift „Schall der Gongs und Vibrieren der Jade-Klingsteine“ auf das Opfergeschehen ein. Nach weiteren sieben Toren gelangt man zur ersten Halle, der Bibliothek Kuiwenge aus dem Jahr 1191. Wie viel früher der Konfuziuskult begann, zeigen Steininschriften, deren älteste 56 n. Chr. entstand. Die bedeutendsten sind im folgenden Hof durch Pavillons geschützt. Nördlich davon wird die Anlage dreizügig. Der westliche Trakt ist gesperrt. Aus dem Brunnen im zweiten Hof des Osttrakts soll schon der Meister selbst getrunken haben.

Der mittlere Trakt mit seinen kaisergelben Ziegeln wurde 1730 nach einem Brand erneuert. Eine Galerie, in der Inschriften und Steinreliefs verwahrt werden, umschließt einen Hof, in dem sich zur Opferfeier einst tausend Mitwirkende versammelten. Die „Aprikosenterrasse“ unter dem Pavillon in der Mitte spielt auf eine alte Textstelle an, wonach der Weise einst auf erhöhter Stelle im Kreis seiner Jünger saß und musizierte.

Der beherrschende Bau ist jedoch die Opferhalle Dacheng Dian mit ihren prächtigen Drachensäulen. Die Innenausstattung fiel der Kulturrevolution zum Opfer; die pompösen goldenen Schreine und Figuren sind Nachschöpfungen der 1980er-Jahre.

Die anschließende „Schlafhalle“ enthält einen Schrein für Konfuzius' Frau. Als Letztes folgt die „Halle der Spuren des Weisen“ mit in Stein geschnittenen Szenen aus seinem Leben. Auf den Steinabreibungen in der Bibliothek Kuiwenge sind sie wesentlich besser zu erkennen. | Tgl. 9 bis 17 Uhr

Kong-Residenz/Kong Fu

Die Konfuziusopfer waren stets Sache der Stammhalter des Weisen. Als Herzöge geadelt, versahen sie die Feiern im kaiserlichen Auftrag, dazu belehnte der Kaiser sie mit gewaltigen Ländereien und Tausenden von Pachtbauern. Spezielle „Hoflieferanten“ mussten Schlachttiere, Wein, Musik, Feuerwerk und andere Dinge beitragen oder Spanndienste leisten. All das wollte verwaltet werden, und so verfügten die Herzöge, die alle wie Konfuzius selbst den Familiennamen Kong trugen, über eine entsprechend dimensionierte Residenz. Im vorderen Teil befinden sich Audienz- und Amtsräume samt zugehöriger Staffage für Empfänge und Gerichtssitzungen. Dahinter liegen die Frauengemächer. Durch die Fenster erkennt man die Ausstattung mit westlichen Sesseln und Uhren, wie sie bestand, als der Stammhalter der 77. Generation 1937 vor den Japanern floh. Am Ende führt ein Seitentor in den großen Garten. | Tgl. 9 bis 17 Uhr

Shaohao-Grab

Die steinerne Pyramide (18 m hoch) entstand zur Song-Zeit als „Grab“ eines legendären Urkaisers, der als Vorfahr des Konfuzius gilt. | Tgl. 8 bis 16.30 Uhr | Eintritt 15 Yuan | 5 km östlich der Stadt

Yan-Hui-Tempel

Schöner Tempel für Konfuzius' Lieblingsjünger. | Tgl. 8-16.30 Uhr | nordöstlich der Kong-Residenz

Region: Shenyang

Kaiserpalast

China als kulturelles Vorbild, aber auch das Bewusstsein der eigenen Stärke - beides schlägt sich gleichermaßen im Palast der Mandschu-Herrscher nieder. Er entstand großteils in den Jahren 1625-36, noch ehe die Mandschus ab 1644 China eroberten.

Der mittlere Trakt lehnt sich mit seiner Audienzhalle und den Wohnhöfen dem Pekinger Palast an. Dagegen spiegelt der originelle Osttrakt nach Art eines Feldlagers die militärische Organisation der Mandschus wider: In den südlichen acht der zehn gleichartigen Pavillons residierten die Heerführer der „acht Banner“ (Berufsarmeen der Mandschus), die nördlichen zwei dienten den beiden obersten Prinzen, und im achteckigen Pavillon in der Mitte liefen die Befehlsstränge beim Kaiser zusammen. Das Ensemble ergänzen zwei Musikpavillons im Süden und die kaiserliche Wagenremise im Norden.

Im Westtrakt, erst 1782 vollendet, wohnten die späteren Qing-Kaiser, wenn sie zu Besuch kamen. Die Bibliothek zeigt, dass ihnen chinesische Kultur unterdessen ebenso viel bedeutete wie einst ihr Berufssoldatentum. Im Theaterhof werden Porzellan, Gemälde etc. aus dem Besitz der Kaiser ausgestellt. | Tgl. 8.30-17, im Winter 9-16 Uhr | Eintritt 50 Yuan | östlich der Stadtmitte

Nordgrab/Beiling

Das Mausoleum des Mandschu-Herrschers Abahai (1592-1643) ist heute Teil einer weitläufigen Parkanlage. | Tgl. 7.30-17.30 Uhr | Eintritt 36 Yuan | am Nordrand der Stadt

Region: Taiyuan

Tempel Jin Ci

Der Name „Jin-Gedenktempel“ bezieht sich auf den Herzog des alten Lehnsstaats Jin. Das eigentliche Thema der daoistischen Anlage hat jedoch mehr mit dem Flüsschen gleichen Namens zu tun, das hier entspringt. Quellendes Wasser bedeutet unerschöpfliche Erneuerung, es ist Leben spendend wie der Schoß der Frau: Die Schwiegermutter einer jungen Bauersfrau neidete dieser die Zauberkraft, mit der sie ihren Wasserkübel nach Belieben füllen konnte, und missbrauchte den Zauber. Die resultierende Überschwemmung konnte die Tochter zwar unter Kontrolle bringen, indem sie sich auf den Kübel setzte, doch unter ihr heraus strömt hier seither unaufhaltsam der ergiebige „Quell ewiger Jugend“. Die Bauersfrau, die gerade beim Frisieren war, als das Unglück geschah, wird hinter dem Quellbecken im „Turm der Wassermutter“ verehrt, wo man sie auf ihrem Kübel sitzen sieht. Im Obergeschoss ist die Wassermutter mit acht Dienerinnen dargestellt. Figuren und Wandbilder stammen aus der Ming-Zeit.

Der kunsthistorische Schatz des Tempels sind jedoch die songzeitlichen Frauengestalten in der Haupthalle. Hier sitzt die „Heilige Mutter“ des Herzogs von Jin im Kreis von 43 Dienerinnen und Eunuchen. Die kolorierten Holzfiguren sind außergewöhnlich schön. Auch hier geht es um Weib und Wasser: Den Hintergrund der Heiligen Mutter bilden gemalte Wellen, und gleich vor der Halle liegt ein Teich, über den die kreuzförmige „fliegende Brücke“ führt. Einige mächtige Baumveteranen zeugen in anderer Weise von der Lebenskraft des Orts. Zum Eingang hin wachen vier songzeitliche „Eisenmänner“ über den Bezirk; am anderen Bachufer steht eine mit kunstvollen, farbigen Holzschnitzereien verzierte Theaterbühne. | Tgl. 8.30 bis 17.30 Uhr | Eintritt 45 Yuan | 25 km südwestlich der Stadt

Region: Tianjin

Gu Wenhua Jie („Kulturstraße“) mit Tempel Tianhou Gong

Eine ganze Straße aus Gebäuden im alten Stil mit Kunstgewerbe- und Nippesläden. Das bauliche Zentrum ist der „Palast der Himmelskaiserin“, ein Tempel, in dem die Schutzgöttin der Seefahrer verehrt wurde; er birgt eine volkskundliche Ausstellung. Gegenüber dem Eingang, auf der Tempelbühne über dem Tor zum Vorplatz, wurde die Göttin an ihrem Geburtstag mit Operndarbietungen unterhalten. | Tempel tgl. 9-16.45 Uhr | östlich der Altstadt

Konfuziustempel

Die großzügige Anlage stammt aus dem 15. Jh. | Di-So 9-16 Uhr | am einstigen Osttor der Altstadt

Tempelkloster Dabei Yuan

Der buddhistische „Tempel des großen Erbarmens“ ist eine Stätte lebendiger Volksreligiosität. Die Weihrauchopfer gelten der 24-armigen Guanyin, der Göttin der Barmherzigkeit. Vor dem Tempel bunter Devotionalienhandel. | Di-So 9-16.30 Uhr | Tianwei Lu

Theatermuseum

Die wohlhabende Gilde der Kantoner Kaufleute gönnte sich 1907 ein standesgemäßes Theater. Der prachtvolle Saal wird noch benutzt; in den übrigen Räumen ist eine theatergeschichtliche Sammlung untergebracht. | Di-So 9-16 Uhr | Eintritt 15 Yuan | Nanmennei Dajie 31

Tianjin-Museum

Die Form des spektakulären Neubaus soll einem fliegenden Schwan ähneln. Das erste Obergeschoss präsentiert alte Kunst. Eine Treppe höher wird die Stadtgeschichte veranschaulicht. | Di-So 9-17 Uhr (Einlass bis 16 Uhr) | Eintritt 25 Yuan | Youyi Lu | Ecke Pinjiang Dao