Reisetipps Chicago

Highlights Chicago

Region: Old Town & der Norden

Chicago Historical Society

Kein trockenes Museum, sondern lebendige Ausstellungen zur Geschichte Chicagos und der USA. Die Entwicklung der Stadt am Lake Michigan wird von ihrer Gründung als Wildnisposten bis zum 20. Jh. nachgezeichnet. Zahlreiche Fotografien und Dokumente belegen den unternehmerischen Geist der Bürger von Chicago. Ständige Ausstellungen wie „Chicago: Crossroads of America“ beleuchten unterschiedliche Aspekte der Stadtgeschichte. Wechselnde Ausstellungen beschäftigen sich mit dem alltäglichen Leben in der Pionierzeit. Mo-Mi, Fr, Sa 9.30-16.30, Do 9.30-20, So 12-17 Uhr | Eintritt 5 Dollar | 1601 N. Clark St. | www.chicagohistory.org | Bus 11, 22, 36, 72, 151, 156 bis Lincoln Park

Lincoln Park

Der größte (und vor allem längste) Park der Stadt erstreckt sich entlang dem Ufer des Lake Michigan. Die Anlagen wurden in den 1970er-Jahren auf dem ehemaligen Stadtfriedhof errichtet. Die Statue des berühmten Präsidenten, der dem Park seinen Namen gab, wurde von Augustus Saint-Gaudens geschaffen. Im Park gibt es Strände, den Zoo, ein Konservatorium, einen Golfplatz, viele Sport- und Spielplätze und zwei Museen. Spazier- und Radwege durchziehen den Park, der zum bevorzugten Revier für Jogger wurde. Bus 22, 145, 146, 147, 151, 156

Region: Hyde Park & der Süden

Museum of Science and Industry

Seit 1933 eine weltberühmte Institution in Chicago, heute Vorbild für alle anderen interaktiven Museen der Welt: Das Museum of Science and Industry mit seinen über 2000 Ausstellungen und Präsentationen sollte auf der Sightseeing-Liste ganz oben stehen. Der klassizistische Prachtbau war der Palace of Fine Arts während der Weltausstellung 1893. Planen Sie für den Besuch mindestens drei Stunden ein.

Auf keinen Fall versäumen sollten Sie die im offiziellen Lageplan durch farbige Piktogramme hervorgehobenen Attraktionen. Am bekanntesten wurde die originalgetreue Nachbildung eines Kohlebergwerks, in das man mit einem Förderkorb hinabfahren kann. Andere Highlights: der Gang durch ein deutsches U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg, in dem kriegsentscheidende Geheimdokumente gefunden wurden, und eine teilweise zerlegte Boeing 727 (das Cockpit steht offen), eine Brutstation für Küken (man sieht die Küken aus den Eiern schlüpfen), das Modell eines menschlichen Herzens, in dem man sich frei bewegen kann, Apollo- und Mercury-Raumkapseln samt einem Mondfelsen von der Apollo-17-Mission, eine Main Street um die Wende zum 20. Jh. und eine Idea Factory, eine Ideenfabrik für Computerkids, die spielerisch in die Geheimnisse der Wissenschaft eingeführt werden. Im Omnimax-Theater können Sie preisgekrönte Dokumentationen wie „Ocean Oasis“ im Superformat sehen. Mo-Sa 9.30-16, So 11-16 Uhr | Eintritt 13 Dollar, 20 Dollar mit Omnimax | 57th St./Lake-shore Drive | www.msichicago.org | Bus 6 bis S. Hyde Park/56th St.; Bus 10 (Sommer) bis Museum

Region: Führungen durch die Stadt

Chicago Architecture Foundation

Die Gesellschaft bietet mehr als 60 geführte Touren an, die sich alle mit der einzigartigen Architektur von Chicago befassen. Fachkundige guides kennen die Geschichte der Gebäude bis ins Detail und geizen nicht mit Anekdoten. Es werden auch Ausstellungen und Vorträge veranstaltet. Mo-Sa 9-18.30, So 9-18 Uhr | Tickets ab ca. 47 Dollar | 224 S. Michigan Ave. | Tel. 312/9223432 | www.architecture.org | Bus 60, 151; U-Bahn/El Green Line, Orange Line, Brown Line bis Adams

Region: Loop/City Center

The Art Institute of Chicago

Zwei Bronzelöwen des amerikanischen Bildhauers Edward L. Kemeys bewachen den Haupteingang des renommierten Art Institute, das anlässlich der Weltausstellung 1893 errichtet wurde und in den folgenden Jahrzehnten ständig erweitert und immer wieder renoviert wurde, zuletzt 1987. Führende Geschäftsleute hatten sich entschlossen, der Welt die kulturellen Schätze der Stadt zu zeigen. Eigentlich waren die Chicagoer Architekten Daniel Burnham und John Wellborn Root mit dem Bau beauftragt, aber Root starb überraschend, und Burnham war mit der Gestaltung der Weltausstellung ausgelastet. Deshalb beauftragte man eine Bostoner Firma, das Gebäude im klassizistischen Stil zu errichten. Eine Freitreppe führt zu den Ausstellungsräumen.

Im zweiten Stock ist die europäische Kunst nach Epochen geordnet, vom Mittelalter bis zu den späten Impressionisten. Gemälde und Skulpturen bekannter Künstler sind in großzügigen Räumen untergebracht und erstrahlen im Tageslicht in ihrer ganzen Pracht. Holländische Meister wie Rembrandt, der Spanier El Greco, besonders aber große Impressionisten wie Claude Monet, Auguste Renoir, Edouard Manet und Edgar Degas sind mit bekannten Werken vertreten. Das Museum rühmt sich der weltgrößten Sammlung von Monet-Gemälden.

Zu den anderen Schätzen des Art Institute gehören Marc Chagalls bunte Glasfenster und Georgia O'Keefe's „Sky Above the Clouds“, das größte Gemälde (244 x 732 cm) des Museums. Die moderne Kunst ist mit Namen wie Pablo Picasso, Grant Wood und Edward Hopper vertreten. Weniger überlaufen sind die Ausstellungen asiatischer und afrikanischer Kunst und die Fotografien im Erdgeschoss. Dort befindet sich auch ein Education Center für kleine Besucher. Mo-Mi, Fr 10.30-17, Do 10.30-20 Uhr | Eintritt 12 Dollar | 111 S. Michigan Ave. | www.artic.edu | Bus 3, 4, 60, 145, 147, 151 | U-Bahn/El Green Line, Brown Line, Orange Line bis Adams

Chicago Board of Trade

Seit 1930 residiert die Börse in einem der schönsten Wolkenkratzer der Stadt. Weil die Börse im 19. Jh. vor allem den Getreidehandel organisierte, blickt Ceres, die griechische Göttin der Feldfrüchte, von der Spitze des Gebäudes herab. Die geheimnisvollen Handzeichen der Börsianer werden in einer Broschüre erklärt. Verspielte Art-déco-Motive schmücken den Wolkenkratzer, der 1980 durch einen modernen Anbau des Architekten Helmut Jahn ergänzt wurde. Ein weiterer Anbau entstand 1997. Wegen 9/11 keine Führungen, auch das Besucherzentrum im 5. Stock ist bis auf Weiteres geschl. | 141 W. Jackson Blvd. | www.cbot.com | Bus 1, 7, 60, 126, 151, 156 oder U-Bahn/El Blue Line, Red Line bis Jackson

The Field Museum of Natural History

Naturgeschichte im Überfluss: Nur ein Bruchteil der über 20 Mio. Objekte, die sich im Besitz des Field Museums befinden, ist in dem klassizistischen Prachtbau des Architekten Daniel Burnham ausgestellt. Zur Weltausstellung von 1893 waren die Artefakte noch im heutigen Museum of Science and Industry untergebracht. Seit 1921 gehört das Field Museum zu den größten und eindrucksvollsten Museen der Welt. Prachtstück ist das Skelett von Sue (www.fieldmuseum.org/sue), dem größten Tyrannosaurus Rex der Welt - es wurde 1990 in South Dakota gefunden.

Der Alltag und die Riten der ägyptischen Pharaonen wurden mit den Ausgrabungsstücken aus dem Grab von Unis-Ankh nachgestellt, sogar einen Marktplatz aus dieser Zeit hat man errichtet. Seit der Jahrtausendwende läuft die Ausstellung Underground Adventure, eine Reise in die Miniaturwelt der unterirdischen Prärie von Illinois. Dabei haben die Zuschauer den Eindruck, bis auf Käfergröße geschrumpft zu sein. Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 14 Dollar | Roosevelt Rd./Lakeshore Drive | www.fieldmuseum.org | Bus 6, 10, 12, 130, 156 bis zum Museum

John G. Shedd Aquarium

Ein Korallenriff mitten in Chicago: Haie, Barrakudas und andere, farbenprächtige Fische schwimmen in den Wasserlandschaften des derzeit größten überdachten Aquariums der USA. Das künstliche Meer (11 Mio. l) liegt in einem achteckigen Marmorbau und beeindruckt mit einer tropischen Unterwasserwelt. Taucher füttern die Fische am Caribbean Reef. Im Salzwasser tummeln sich Belugawale, Delfine, Seeotter und Seelöwen aus amerikanischen Gewässern. In Ausstellungen werden Besonderheiten und Lebensweisen der Meeresbewohner erklärt. Fr-Mi 9-18, Do-22 Uhr, im Winter Mo-Fr 9-17, Sa, So 9-18 Uhr | Eintritt 23 Dollar | 1200 S. Lakeshore Drive | www.sheddaquarium.org | Bus 6, 10, 12, 130, 146 bis Michigan Ave.

Lake Michigan

Die Skyline von Chicago spiegelt sich im Wasser eines gewaltigen Sees. Und auch wenn im Winter ein eisiger Wind über den wie ein Meer wirkenden See pfeift: Ohne den Lake Michigan wäre die Stadt nur halb so schön. Wer Chicago kennt, nutzt die wenigen Sonnentage und verbringt die warmen Sommertage an einem der Strände oder in einem Boot auf hoher See. Auch in nackten Zahlen weiß der Lake Michigan zu beeindrucken: 494 km ist er lang, 190 km breit, seine größte Tiefe beträgt fast 300 m, und er besitzt eine Uferlänge von sage und schreibe 2635 km.

Die schönsten Ausblicke auf den See haben Sie vom Navy Pier, vom John G. Shedd Aquarium oder von einem der vielen Vergnügungsboote.

Millennium Park

Weitläufiger Park im Norden des Grant Park mit kunstvoll angelegten Gärten, einem großen Freilichttheater und dem unterirdischen Music & Dance Theater. Die Skulptur „Cloud Gate“, im Volksmund nur bean (Bohne) genannt, vereint die Spiegelungen von Skyline und Himmel zu einem Gesamtkunstwerk. Ideal für Fotos der dramatischen Skyline. www.millenniumpark.org | Bus 3, 4, 6, 146, 151 bis Washington

Region: Magnificent Mile/River North

John Hancock Center Observatory

Vom Observatory im 94. Stock, das 1997 aufwendig renoviert wurde, haben Sie eine herrliche Aussicht auf das Häusermeer und den Lake Michigan. Auf einer Aussichtsplattform spürt man den heftigen Wind - nichts für Besucher mit Höhenangst. Zu den Attraktionen gehören sogenannte sprechende Fernrohre (sie beherrschen Englisch, Spanisch, Französisch und Japanisch, leider kein Deutsch) mit Soundeffekten und eine history wall, die über die Geschichte der Stadt informiert. In der Ticket Lobby berichtet eine Ausstellung über den Bau des 344 m hohen Wolkenkratzers. Der angeblich schnellste Aufzug der Welt ist zum Observatory 40 Sekunden unterwegs. Tgl. 9-23 Uhr | Eintritt 12 Dollar | 875 N. Michigan Ave. | www.hancock-observatory.com | Bus 145, 146, 147, 151; U-Bahn/El Red Line bis Chicago/State