Reisetipps Chicago

Bloss nicht! Chicago

Oben ohne baden

Der Oak Street Beach am nördlichen Ende der Magnificent Mile und der North Avenue Beach sechs Blocks weiter nördlich gehören zu den beliebtesten Stränden am Lake Michigan. Aber auch wenn Chicago eine recht aufgeklärte Stadt ist: Baden Sie niemals oben ohne. Was in Europa erlaubt ist oder zumindest stillschweigend geduldet wird, ist im puritanischen Amerika noch lange nicht selbstverständlich. Sie wandern deshalb zwar nicht ins Gefängnis, fangen sich aber zumindest neugierige bis missbilligende Blicke ein. Empfindliche Bürger rufen möglicherweise gar die Polizei.

In Touristenfallen tappen

Zu den größten Touristenfallen der Stadt gehört das Navy Pier. Schlimm genug, dass die meisten Attraktionen hohe Eintrittspreise verlangen, aber essen und trinken sollte man möglichst woanders. Wasser z.B. kostet auf dem Pier, aber auch im Hancock Building, im Sears Tower und in den Museen mehr als doppelt so viel wie in einem Supermarkt. Gleiches gilt für Ansichtskarten, die man am preiswertesten in einem Drugstore kauft. In den Museen sollte man sich nach den Tagen mit freiem Eintritt erkundigen, in Restaurants nach der Happy Hour (zwei Drinks für den Preis von einem, meist kostenlose Snacks), in Kinos nach den Matinees.

Sich respektlos gegenüber der Polizei verhalten

Amerikanische Polizisten verstehen keinen Spaß und gehen wesentlich rücksichtsloser als ihre Kollegen in Europa vor, wenn sie einem Verdächtigen auf der Spur sind. Amerikaner wissen das, bleiben im Auto sitzen und lassen die Hände auf dem Lenkrad liegen, wenn sie angehalten werden. Auch dann, wenn sie nichts ausgefressen haben. Machen Sie es genauso. Auf der anderen Seite sind die Cops auch freundlich, wenn sie nach dem Weg gefragt werden, und sie helfen Ihnen, wenn Sie mit einer Panne festsitzen.

Mit dicker Brieftasche durch dunkle Straßen gehen

Auch wenn einige bei Chicago noch immer an Al Capone und Rassenunruhen denken: Die Stadt ist nicht gefährlicher als Frankfurt, Zürich oder Wien. Wie in vielen anderen US-amerikanischen Städten kehrt das Leben in die Innenstadt zurück, und man ist sogar nachts, auch in der Hochbahn, sicher. Wer nicht die Rolex sichtbar am Handgelenk trägt oder mit Hundert-Dollar-Scheinen wedelt, hat kaum etwas zu befürchten. Natürlich sollten Sie besonders nachts dunkle Ecken, leere Bahnhöfe und Gassen meiden. Nehmen Sie ein Taxi! Wenn überhaupt, drohen Gefahren nur noch im Umfeld der großen Wohnblöcke, z.B. in den ehemaligen Slums von Cabrini Green (westlich der Orleans St.), und abseits des Hyde Parks.