Reisetipps Budapest

Sehenswertes Budapest Kirchen, Synagogen und Paläste

In Budapest ist die gewaltige Vielfalt der Baustile selbst zum Stil geworden

Ihren besonderen Charakter verdankt die Stadt Budapest ihrem späten Aufstieg zur Metropole ab Mitte des 19. Jhs. Die imposante Größe vieler Bauwerke war Ausdruck der Aufbruchstimmung und des damals neu erwachenden, glühenden Nationalbewusstseins.

Das einzige alte Bauensemble der Hauptstadt ist das mittelalterliche Viertel auf dem Budaer Burgberg. Ansonsten ist Budapest ein Kind des 19./20. Jhs. In den Boomjahren von 1867 bis 1914 - der Zeit des österreichisch-ungarischen Ausgleichs - entstand fast alles, was der Stadt ihr unverwechselbares Gesicht verleiht. Die Architekten dieser Zeit bedienten sich mit Lust und Können aus dem Baukasten der Architekturgeschichte. Gotik, Renaissance, Klassizismus: Der Stilmix machte die Stadt zum Inbegriff des Eklektizismus. Eine eigene Handschrift trägt allein der von Ödön Lechner (1845-1914) geprägte Jugendstil. Lechner kreierte auf der Basis der ungarischen Volkskunst sowie der indischen und persischen Formensprache einen Baustil mit geschwungenen Linien, Tier- und Blumenornamenten. Eine Schlüsselrolle kam dabei der Manufaktur Zsolnay zu, in der die farbenprächtigen Majoliken entstanden. So gehört das Kunstgewerbemuseum mit seinem Dach aus Zsolnay-Majolika zu den herausragenden Museumsbauten der Stadt. Mit über 100 Museen, Ausstellungen und Galerien besitzt Budapest eine breit gefächerte und lebendige Kunstszene. Die Stars unter den Museen entstanden im 19. Jh. als Ausdruck ungarischen Nationalgefühls. Welche Bedeutung dem Nationalstolz und der nationalen Selbstbestimmung zukam, zeigt sich vor allem an der eindrucksvollen Architektur der Bauten, wie z. B. der des klassizistischen Nationalmuseums.

Burgberg-Labyrinth/Budavári Labirintus

Das 1200 m lange Labyrinth in 16 m Tiefe ist eine einzigartige Sehenswürdigkeit. Tagsüber können Sie das „urzeitliche Labyrinth“, das „geschichtliche Labyrinth“ und das „Labyrinth der Anderen Welt“ entdecken, abends sind die Besucher - mit der Öllampe - den Geheimnissen der Geschichte auf der Spur (18-19.30 Uhr). | Tgl. 9.30-19.30 Uhr | I. | Úri utca 9 | www.labirintus.com | Burgbus (Várbusz)

Burgpalast/Budavári palota

Das Burgviertel mit dem Burgpalast, dem größten Gebäude Ungarns, ist etwa 1,5 km lang und liegt 180 m über dem Meeresspiegel. Der Burg- oder Königspalast, dieses monumentale Wahrzeichen der Stadt, wurde zwischen dem 13. und 20. Jh. dreimal völlig zerstört und im Stil der jeweiligen Epoche neu errichtet. Die erste Burg ließ König Béla IV. im 13. Jh. nach dem Mongolensturm bauen. Unter Maria Theresia (1740-80) entstand im 18. Jh. ein großer Palast. Es folgten zwei weitere Zerstörungen: durch den Unabhängigkeitskrieg von 1848 und durch die Budapest-Belagerung von 1944/45. Nach beiden Kämpfen wurde der Palast wieder aufgebaut: von 1875-1904 in mehr als der doppelten Größe, und er erhielt die markante Mittelkuppel. Bei dem bis in die 1980er-Jahre dauernden Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg konnten wertvolle Teile des mittelalterlichen Königspalasts freigelegt werden. Im Burgpalast sind die Ungarische Nationalgalerie, das Budapester Historische Museum und die Széchenyi-Nationalbibliothek untergebracht. Autos können zum Burgberg hinauffahren, aber im Sommer sind Parkplätze rar. | I. | Szent György tér | Standseilbahn vom Clark Ádám tér, Bus 16, Burgbus (Várbusz)

Fischerbastei/Halászbástya

Sie liegt hoch über der Donau am Burgberg und bietet den wohl schönsten Ausblick auf die Stadt. Die dekorative neoromanische Anlage mit ihren Gängen, Arkaden und Türmen wurde Ende des 19. Jhs. nach Plänen des Architekten Frigyes Schulek (1841-1919) errichtet, der auch die benachbarte Matthiaskirche umbaute. Der Name Fischerbastei erinnert daran, dass hier einst Befestigungsmauern standen, die von der Fischerzunft gesichert und verteidigt wurden. | I. | Szentháromság tér | Bus 16, Burgbus (Várbusz)

Freiheitsstatue/Szabadság szobor

Die weithin sichtbare, 14 m hohe Freiheitsstatue auf dem Gellértberg wurde 1947 zur Erinnerung an die Befreiung Ungarns errichtet. | XI. | Szirtes út/Citadelle sétány | Bus 72, Straßenbahn 18, 19

Gellért-Bad/Gellért Fürdő

1918 wurde das Bad, ein Juwel des Jugendstils, eröffnet. Die Renovierung soll (bei laufendem Betrieb) bis Mitte 2008 abgeschlossen sein. | Mo bis Fr 6-19, Sa, So bis 17 Uhr | XI. | Kelenhegyi út 4 | beim Hotel Gellért | Bus 7, Straßenbahn 18, 19, 47, 49

Gellértberg und Zitadelle/Gellérthegy und Citadella

Außer dem Burgberg prägt der Gellértberg, ein 130 m hoher Dolomitkoloss, das Bild von Buda. Mitte des 19. Jhs. errichteten die Habsburger eine Zitadelle auf der Hügelkuppe. Von hier aus haben Besucher einen wunderbaren Blick über den Burgberg, die Stadt und die Donauufer. | XI. | Szirtes út/Citadella sétány | Bus 27 oder zu Fuß vom Gellért tér

Gellért-Denkmal/Szt. Gellért-Szobor

Es steht nahe der Elisabethbrücke am Gellértberg und erinnert an den Heiligen Gellért, einen Bischof, der den Märtyrertod erlitt. Er soll von heidnischen Ungarn an ein Fass genagelt und den Berg hinunter in die Donau geschleudert worden sein. Sein Standbild säumt eine halbrunde Kolonnade. | XI. | Gellérthegy | Bus 27, Straßenbahn 18, 19

Gellért-Felsenkapelle/Gellért Sziklakápolna

Die Kapelle liegt wunderschön im Gellértfelsen. Man genießt beim Hinaufgehen den Blick über die Donau und findet drinnen eine Oase der Ruhe. Die Kirche gehört zum 1989 wieder gegründeten Kloster der Paulaner. Es liegt nebenan, die vier Mönche freuen sich über Besucher. Sie bitten um Teilnahme an den oder stilles Verhalten während der Messen (11, 17, 20 Uhr, So auch 8.30 Uhr). | Tgl. 9-20 Uhr | XI. | Szent Gellért rakpart | Aufgang beim Gellért-Bad

Haus der Zukunft/Jövő Háza

Für das Haus der Zukunft wurden die ehemaligen Ganz-Fabriken zu einem modernen Industriedenkmal und Kulturkomplex umgebaut. Die attraktive Anlage umfasst einen Park mit Teichen, die Pixel-Galerie - wie das Guggenheim-Museum in New York in Form einer Spirale gebaut - und Ausstellungshallen. Wechselnde Ausstellungen präsentieren Themen, die sich mit der Entwicklung der Gesellschaft und den Zukunftsprojekten der Wissenschaft auseinandersetzen. Ebenfalls Teil der Anlage ist der Palast der Wunder (Csodák Palotája) mit spannenden wissenschaftlichen Spielen zum Ausprobieren. | Di-So 10-18 Uhr | II. | Fény utca 20-22 | www.jovohaza.com | U-Bahn 2: Moszkva tér

Historisches Museum/Budapesti Történeti Múzeum

Archäologische Funde zur Entwicklung der Stadt von der Römerzeit bis ins 13. Jh. Der schönste Teil ist der große gotische Rittersaal, der aus Originalteilen rekonstruiert wurde. Von dem Renaissancepalast, den König Matthias 1476 bauen ließ, sind nur wenige, aber kulturhistorisch wertvolle Teile erhalten geblieben. | Mitte Mai bis Mitte Sept. tgl. 10-18 Uhr, sonst Di-So 10-18 (Nov.-Feb. bis 16) Uhr | I. | Szent György tér 2 | Burgpalast Flügel E | www.btm.hu | Standseilbahn, Bus 16, Burgbus (Várbusz)

Matthiaskirche/Mátyás Templom

Das neugotische Schmuckstück entstand durch den Umbau 1873-96. Im Innern erzählt die Kirche ihre 700-jährige Geschichte. Benannt ist sie nach König Matthias, der hier seine beiden Hochzeiten mit großem Pomp zelebrierte. Während der Türkenbesetzung diente sie als Moschee. Im Innern ruhen in einem Sarkophag König Béla III. und seine Frau. 1867 fand in der Matthiaskirche die Krönung des österreichischen Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth (Sisi) zum ungarischen Königspaar statt. Zu sehen ist auch eine Sammlung kostbarer liturgischer Objekte. | Mo-Fr 9-17, Sa 9 bis 12, So 13-17 Uhr | I. | Szentháromság tér | Bus 16, Burgbus (Várbusz)

Rác-Bad/Rác Fürdő

Seine achteckige Kuppelhalle stammt noch aus der Türkenzeit (16. Jh.). Das einst königliche Bad wird umgebaut und gehört dann zu einem luxuriösen Hotelkomplex (Rác Thermal Spa). | I. | Hadnagy utca 8-10 | Bus 86

Rudas-Bad/Rudas Fürdő

Der türkische Kuppelbau aus dem Jahr 1556 liegt am Fuß des Gellértbergs. Das schöne Bad mit der Schwimmhalle von 1896 wurde umfassend restauriert und modernisiert. Ins bislang nur Männern vorbehaltene Dampfbad dürfen einmal in der Woche nun auch Frauen (Di 6-20 Uhr Zugang nur für Frauen). | Mo-Fr 6-18, Sa, So 6-14 Uhr | I. | Döbrentei tér 9 | Bus 5, 7, 8, 86

Ungarische Nationalgalerie/Magyar Nemzeti Galéria

Der Burgpalast ist die Heimat der ungarischen Nationalgalerie, der wichtigsten Sammlung ungarischer Kunst, die das Land zu bieten hat. Zu den ständigen Ausstellungen gehören beispielsweise ein mittelalterliches und ein Renaissance-Lapidarium, gotische Holzfiguren und Tafelbilder, spätgotische Flügelaltäre sowie Malerei und Bildhauerei des 19. Jhs. Zu sehen sind auch Werke von Mihály Munkácsy (1844-1900), dem einzigen ungarischen Maler, der sich auch international einen Namen machte. Er lebte und arbeitete in Wien, München und, über 25 Jahre lang, in Paris. | Di-So 10-18 Uhr | I. | Szent György tér 2 | Burgpalast Flügel A, B, C und D | www.mng.hu | Standseilbahn, Bus 16, Burgbus (Várbusz)

Akademie der Wissenschaften/Magyar Tudományos Akadémia

Die Akademie, ein markanter Neorenaissancebau von 1862, ist eine der zahlreichen Gründungen des Grafen István Széchenyi. Das Haus der Wissenschaften sollte dazu beitragen, die nationale Identität der Ungarn zu festigen. | V. | Roosevelt tér 9 | Straßenbahn 2

Elisabethbrücke/Erzsébet híd

Sie wurde bei der Eröffnung 1903 auf den Namen der Kaiserin Elisabeth (Sisi) getauft und 1945 gesprengt. Der Bogen der 1964 neu erbauten Brücke entstand nach dem Vorbild des ursprünglichen Bauwerks.

Ethnografisches Museum/Néprajzi Múzeum

Der Prachtbau, stilistisch ein Mix aus Renaissance, Barock und Klassizismus, wurde 1893-96 errichtet. Die ständigen Ausstellungen: die kulturellen Traditionen Ungarns sowie die Entwicklung des Landes von den Urgesellschaften bis zur Neuzeit. | Di-So 10-18 Uhr | V. | Kossuth Lajos tér 12 | U-Bahn 2: Kossuth tér

Franziskanerkirche/Ferences templom

Der Barockbau entstand Mitte des 18. Jhs. Besonders sehenswert sind die Wandgemälde und der Hauptaltar mit seinen Statuen. | V. | Ferenciek tere 2 | U-Bahn 3: Ferenciek tere

Innerstädtische Pfarrkirche/Belvárosi Plébániatemplom

Die Barockkirche von 1723 mit markanter doppeltürmiger Fassade liegt in Pest an der Elisabethbrücke. Im Innern sind ein spätgotischer Chor, eine neugotische Kanzel und ein Fresko aus dem 15. Jh. zu sehen. | Eintritt während der Gottesdienste (tgl.) | V. | Március 15 tér | U-Bahn 3: Ferenciek tere

Kettenbrücke/Széchenyi lánchíd

Die abends effektvoll beleuchtete Kettenbrücke ist ein Wahrzeichen der Stadt. An jedem St.-Stephans-Tag drängen sich hier die Menschen. Den Bau der Brücke (von 1839 bis 1849), der ersten in Budapest, initiierte der Reformpolitiker Graf István Széchenyi. Der Anlass: Da es keine Brücke gab, hatte es eine Woche gedauert, bis er über die Donau zur Beerdigung seines Vaters gelangen konnte.

Margareteninsel/Margitsziget

Wie ein Schiff liegt der schönste Budapester Park zwischen der Margareten- und der Árpádbrücke. Das 2,5 km lange und etwa 500 m breite Naturareal ist das beliebteste Freizeitziel in der Hauptstadt.

Ihren Namen verdankt die Insel der Tochter von König Béla IV. Er ließ nach dem Mongolensturm ein Kloster errichten, in dem 20 Jahre lang seine Tochter Margarete (1242-71) lebte. Die Ruine dieses Klosters ist eine der Inselattraktionen. Sie liegt nahe dem von der Unesco als Kulturerbe geschützten Wasserturm. Das Parkgelände ist Fußgängern vorbehalten und mit dem Auto nur von der Nordspitze her zu erreichen. Dort gibt es einen Parkplatz. Die Margareteninsel ist ein ideales Revier für Jogger, Rollerblader und Spaziergänger, im Sommer gibt es Open-Air-Events auf der Freilichtbühne und eine Fülle weiterer Anziehungspunkte wie das Palatinus-Bad, den Minizoo, einen Rosengarten und Thermalhotels. Auch Tretkutschen- und Fahrradverleih. | XIII. | Straßenbahn 4, 6 (Margaretenbrücke), Bus 26, 106 (Árpádbrücke)

Parlament/Országház

Die Ausmaße des Parlamentsgebäudes sind gewaltig: Es ist an der Donauseite 268 m lang, hat eine 96 m hohe Kuppel, 27 Tore, 29 Treppenhäuser und fast 700 Räume. Vor dem Hintergrund des im 19. Jh. wachsenden National- und Selbstbewusstseins hatten viele ungarische Geistesgrößen ein „Haus für das Vaterland“ gefordert. Als Gegenpol zum Königspalast und als Ausdruck der Forderung nach demokratischeren Strukturen wurde der Standort am Pester Donauufer gewählt. Die Demokratie hielt aber erst mehr als 100 Jahre nach dem Baubeginn, mit den Wahlen von 1990, Einzug ins Parlamentsgebäude. Die Arbeiten an dem Bau dauerten von 1884 bis 1902. Der Architekt Imre Steidl (1839-1902) schuf mit ihm ein Sinnbild des Eklektizismus.

Das Parlament ist im Rahmen von Führungen zu besichtigen. Wer nicht riskieren will, in einer Warteschlange zu stehen, kann sich telefonisch anmelden. | Führungen auf Deutsch Mo bis Sa 11 und 15 Uhr, So 11 Uhr, auf Englisch tgl. 10, 12 und 14 Uhr | V. | Kossuth Lajos tér | Tel. 4414904 | www.parlament.hu | U-Bahn 2: Kossuth Lajos tér, Straßenbahn 2

Pester Redoute/Pesti Vigadó

Die 1865 als Konzert- und Ballsaal eröffnete Redoute mit ihren reichen Fassadenverzierungen ist ein neoromanisches Schmuckstück. Den Park vor der Redoute gestaltete der Gartenarchitekt Péter Török. | V. | Vigadó tér | U-Bahn 1: Vörösmarty tér

Roosevelt tér

Dieser Platz am Pester Ende der Kettenbrücke, 1864 von dem Berliner Architekten Friedrich Stüler geplant, profitiert von der großartigen Renovierung des Gresham-Palasts, der nach der Londoner Versicherungsgesellschaft Gresham benannt ist. Von den zwei Denkmalsockeln grüßen der Reformgraf István Széchenyi (1791 bis 1860) und der Staatsmann Ferenc Déak (1803-76). | V. | Straßenbahn 2

St.-Stephans-Basilika/Szent István Bazilika

Von 1867 bis 1906 wurde an dieser gewaltigen neoklassizistischen Kirche gebaut. Ihre Kuppel ist 96 m hoch; sie stürzte 1868 bei einem Sturm ein und zerstörte das damals halbfertige Bauwerk. Die bedeutendsten Kunstwerke in der Kirche sind die Statuen von Alajos Stróbl und das Gemälde „Der hl. Stephan empfiehlt Ungarn der Hl. Jungfrau Maria“ von Gyula Benczúr. In der Basilika wird eine bedeutende Reliquie, die mumifizierte Hand des Königs Stephan, ausgestellt. Von der Kuppel haben Sie einen großartigen Ausblick. Hinauf geht es mit dem Lift, dann folgt noch eine Treppe. | V. | Szent István tér | U-Bahn 1: Bajcsy-Zsilinszky út, U-Bahn 3: Arany János utca

Szabadság tér

Repräsentative Architektur bestimmt den Charakter des Freiheitsplatzes - eine kulturgeschichtliche Kostbarkeit, die etwas versteckt in südlicher Nähe des Parlamentsgebäudes liegt. Zwischen den eklektizistischen Palästen sticht der Jugendstilbau der amerikanischen Botschaft ins Auge. Hier lebte der bekannte Regimegegner Kardinal Mindszenthy von 1956 bis 1975 - im Exil innerhalb der Hauptstadt. | U-Bahn 2: Kossuth Lajos tér, U-Bahn 3: Arany János utca

Universitätskirche/Egyetemi templom

Ein barockes Meisterwerk unweit der Markthalle in Pest, das 1725 begonnen und 1771 mit dem Bau der Türme vollendet wurde. Besonders schön sind die zarten Fresken und die Kanzel. | IV. | Egytem tér | U-Bahn 3: Ferenciek tere

Váci utca

Die Shoppingmeile Váci utca zwischen Vörösmarty tér, Ferenciek tere und Fővám tér ist ein Besuchermagnet. Man findet dort die für Einkaufsmeilen typischen internationalen Boutiquen und Parfümerien. Ein eigenes Flair hat vor allem der vor wenigen Jahren zur Fußgängerzone umgestaltete südliche Abschnitt der Váci utca bis zum Fővám tér mit interessanten kleinen Geschäften, z. B. Mode- und Antiquitätenläden. | V. | Vörösmarty tér | U-Bahn 1: Vörösmarty tér, U-Bahn 3: Ferenciek tere

Vörösmarty tér

In der Mitte des Platzes steht das Denkmal des Dichters Mihály Vörösmarty (1800-55). Das prächtige Monument besteht aus feinem Carrara-Marmor. An der Stirnseite gegenüber der Váci utca liegt das Kaffeehaus Gerbeaud. | V. | U-Bahn 1: Vörösmarty tér

Westbahnhof/Nyugati pályaudvar

Das berühmte Architekturbüro von Gustave Eiffel schuf die beeindruckende Stahl- und Glaskonstruktion des 1877 fertiggestellten Bahnhofs. Von dem alten Bahnhof fuhr 1846 die erste Eisenbahn Ungarns ab. Ein McDonald's in schöner Architektur? Das gibt es hier, und zwar im Stil der 1920er-Jahre. Von April bis Oktober fahren jeden Samstag Nostalgiezüge zum Donauknie (www.mavnosztalgia.hu). | V. | Teréz körút 57 | U-Bahn 3: Nyugati pályaudvar, Straßenbahn 4, 6

Andrássy út

Die „Champs-Élysées von Budapest“ sind das Paradebeispiel für die städtebauliche Aufbruchstimmung nach dem Ausgleich von 1867. Die 1886 vollendete Andrássy út besteht aus drei jeweils etwa 1 km langen Abschnitten. Bis zum Oktogon stehen mehrstöckige Wohn- und Geschäftshäuser. Vom Oktogon an öffnet sich die Straße von 34 m auf nun 45 m Breite. Eine zweite Reihe Bäume und eine zusätzliche Fahrbahn kommen hinzu. Den dritten Abschnitt von der Kodály-Rotunde bis zum Heldenplatz prägen Villen mit parkähnlichen Gärten.

Die unter der Andrássy-Straße verlaufende Földalatti (die „Unterirdische“, heute U-Bahn 1) wurde 1896 als eine der ersten U-Bahnen in Europa in Betrieb genommen. Nur die Londoner Subway verkehrte früher. Straße und U-Bahn zählen zum Welterbe der Unesco.

„Füsti“-Park der Ungarischen Eisenbahngeschichte/Magyar Vasúttörténeti Park

Der 7 ha große Erlebnispark hinter dem Westbahnhof ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen spannend. Zu seinen Raritäten gehören eine Dampflokomotive von 1870 und ein eleganter Speisewagen des Orientexpress aus dem Jahr 1912. Die Besucher können zum Beispiel im Loksimulator mit einer E-Lok durch die Landschaft düsen, mit dem Fahrrad oder Oldsmobil auf Schienen fahren und die Modelleisenbahnen bestaunen. Von April bis Oktober verkehrt ein kleiner Zug vom Westbahnhof zum Park. | April-Ende Okt. Di-So 10-18 Uhr | XIV. | Tatai út 95 | www.mavnosztalgia.hu | Bus 30

Haus des Terrors/Terror Háza

Das 2002 eröffnete Haus des Terrors setzt den Opfern zweier Epochen des 20. Jhs. ein Denkmal: den Opfern des Kommunismus und denen der Juden- und Romaverfolgung. Und das an genau dem Ort, der von 1937 an der Sitz der grauenvollen Geheimdienst- und Folterschergen der Nazis wie der Kommunisten war. In den Folterkellern dieser Villa wurden ungezählte Menschen physisch und psychisch ruiniert und zu Tode gequält. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahmen die sowjetischen Geheimdienst- und Sicherheitsorgane das Anwesen, internierten, quälten und schickten Hunderttausende in sowjetische Lager. Diese Kapitel der ungarischen Geschichte sind im Bewusstsein der meisten Ungarn ausgesprochen lebendig. | Di-Fr 10-18, Sa, So 10-19.30 Uhr | VI. | Andrássy út 60 | www.terrorhaza.hu | U-Bahn 1: Oktogon, Straßenbahn 4, 6

Heldenplatz/Hősök tere

Der Heldenplatz am Ende der Andrássy út ist der größte Platz der Stadt und verbindet Nationalstolz und Ästhetik zu einem gelungenen Ganzen.

Die 36 m hohe Säule in der Platzmitte, das Milleniumsdenkmal, erinnert an die Tausendjahrfeier der „Landnahme“ von 896. 1896 beschloss das Parlament, ein Monument in Auftrag zu geben, doch bis es stand, vergingen 33 Jahre (1929). Auf der Säule steht der Erzengel Gabriel. Er soll König Stephan (997-1038) im Traum befohlen haben, die Ungarn zum Christentum zu bekehren. Die Statuen in den beiden Kolonnadenbögen zeigen die Helden der ungarischen Geschichte.

Die weiteren zentralen Gestaltungselemente des Platzes sind die Kunsthalle und das Museum der Bildenden Künste. | VI. | U-Bahn 1: Hősök tere

Kogart/Kogart Ház

Die sanierte Villa nahe dem Stadtwäldchen ist eine Augenweide. Sie beherbergt seit 2004 die Sammlung von Gábor Kovács, einem der erfolgreichsten Investmentbanker Ungarns. Seine Leidenschaft galt der ungarischen Kunst des 19. und des 20. Jhs. Im KOGArt mit seinem modernen Ausstellungskonzept kann man außer der Kunst auch Kulinarisches genießen: Unten gibt es ein modernes Restaurant und Café. | Tgl. 10-18 Uhr, Restaurant bis Mitternacht | VI. | Andrássy út 112 | www.kogart.hu | U-Bahn 1: Bajza utca

Kunsthalle/Műcsarnok

Der große Ausstellungsraum in diesem klassizistischen Bau von 1896 wird von oben durch Tageslicht beleuchtet. Die Kunsthalle hat keine ständige Ausstellung, sondern präsentiert bedeutende Wechselausstellungen. | Di, Mi, Fr-So 10-18 Uhr, Do 12-20 Uhr | www.mucsarnok.hu | XIV. | Hősök tere | U-Bahn 1: Hősök tere, Bus 4

Liszt Ferenc Tér

Der Namensgeber dieses Platzes, Franz Liszt, hätte an dem bunten Kaffeehaustreiben rund um „seinen“ Platz bestimmt seine helle Freude. Das Denkmal wurde 1986 zum 100. Todestag des Komponisten aufgestellt. Diese attraktive Ecke der Stadt wird „Budapester Broadway“ genannt. | VI. | U-Bahn 1: Oktogon

Museum der bildenden Künste/Szépműveszeti Múzeum

Das 1906 fertiggestellte Museum zeigt neben umfangreichen ägyptischen, griechischen und römischen Sammlungen auch eine große Auswahl italienischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jh. Die spanische Sammlung verfügt über elf Werke von El Greco. Von herausragender Bedeutung ist die grafische Abteilung des Museums, zu der u. a. Werke von Marc Chagall, Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Pablo Picasso, Nicolas Poussin, Raffael, Rembrandt, Peter Paul Rubens und Giovanni Battista Tiepolo gehören. Sie wird nur in Ausschnitten im Rahmen von Sonderschauen präsentiert. | Di-So 10-17.30 Uhr | www.szepmuveszeti.hu | XIV. | Hősök tere | U-Bahn 1: Hősök tere, Bus 4

Oktogon

An der Kreuzung Andrássy út/Térez körút säumen Mietshäuser aus dem 19. Jh. diesen Platz, der zu den schönen repräsentativen Plätzen in Budapest gehört. | VI. | U-Bahn 1: Oktogon

Oper/Operaház

Der Prachtbau im Stil der Renaissance, errichtet 1875-84, ist ein Werk des Architekten Miklos Ybl, der auch für die Planung der gesamten Andrássy-Straße verantwortlich zeichnete. Blendend schön ist nicht nur die Fassade des Bauwerks, sondern auch die prunkvolle Innenausstattung. | Führungen auf Deutsch tgl. 15 und 16 Uhr | VI. | Andrássy út 20 | www.opera.hu | U-Bahn 1: Opera, Bus 4

Stadtwäldchen/Városliget

Dieses attraktive Areal mitten in der Stadt ist eine Erlebniswelt für Groß und Klein. Die ausgedehnte Parkanlage ist gespickt mit interessanten Zielen wie der „Märchenburg“ Vajdahunyad, dem unter Denkmalschutz stehenden und jüngst modernisierten Zoologischen Garten und dem Vergnügungspark (Vidám-Park).

Ein Hit bei Jugendlichen ist die Eislaufbahn (Nov.-März Mo-Fr 9-13 und 16-20, Sa, So 10-14 und 16-20 Uhr | Olof Palme sétány). Sie ist im Sommer ein See, auf dem Sie Kanu fahren können. Feinschmecker zieht es ins berühmte Gundel-Restaurant, Wellnessfans in das Széchenyi-Bad. | XIV. | www.varosliget.hu | U-Bahn 1: Hősök tere und Széchenyi fürdő, Trolleybus 72

Széchenyi-Bad/Széchenyi Fürdő

Gäste, die im Wasser sitzen und Schach spielen - dieses Motiv gehört zu den berühmtesten Budapest-Bildern. Das prächtige barocke Széchenyi-Bad im Stadtwäldchen wird bis voraussichtlich Mitte 2008 modernisiert. Viel Wellnessspaß bietet allein schon der Außenbereich mit Swimmingpool, Thermalwasser- und Erlebnisbecken. | Mo-Fr 6-19, Sa, So bis 17 Uhr | XIV. | Állatkerti út 11 | U-Bahn 1: Széchenyi fürdő

Vajdahunyad-Burg/Vajdahunyadvár

Die märchenhaft anmutende Burg im Stadtwäldchen wurde im 19. Jh. errichtet. Dabei ließ der Architekt nicht nur seiner Phantasie freien Lauf: Er ließ sich von allen traditionellen Baustilen Ungarns zu seiner Kreation inspirieren. Die Burg beherbergt ein großes landwirtschaftliches Museum. Lohnend ist der Besuch aber nicht nur für Gäste, die sich für die Exponate des Museums interessieren. Sehenswert sind nicht zuletzt die prächtig ausgestatteten Räume der Burg. | XIV. | Városliget | www.mezogazdasagimuzeum.hu | U-Bahn 1: Széchenyi fürdő

Gozsdu-Hof/Gozsdu udvar

Der Gozsdu-Hof am Rande des alten jüdischen Viertels ist ein architektonisches Meisterwerk, das von der Király utca 13 bis hinüber zur Dob utca reicht. Der imposante Komplex wurde Anfang des 19. Jhs gebaut. Er umfasst sieben Häuser und sechs hintereinander liegende Innenhöfe. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten glänzt er als Luxusoase mit Shoppingmeile, Restaurants, Cafés, Kunstausstellungen, einem Luxus-Fitnessstudio und Wohnungen. | VI. | Király utca 13 | www.gozsduudvar.hu | U-Bahn 1, 2, 3: Deák Ferenc tér

Kerepeser Friedhof/Kerepesi temető

Auf diesem Friedhof nahe dem Ostbahnhof - in einer Parkanlage mit vielen alten Bäumen - wurden bedeutende Politiker und Künstler des 19. Jhs. in Ehrengräbern beigesetzt. Ein imposantes Mausoleum bekam z. B. Lajos Kossuth, der Freiheitskämpfer der Bürgerlichen Revolution von 1848. Nahe dieser Grabstätte liegt ein Kulturdenkmal der kommunistischen Ära - ein Pantheon der Arbeiterbewegung. Dort wurden „verdiente Kämpfer“ beerdigt. Der Alte Jüdische Friedhof ist vom Ende der Salgótarjáni utca zugänglich. | Im Sommer tgl. 8-20 Uhr, im Winter tgl. 8-17 Uhr | VIII. | Fiumei út 16 | U-Bahn 2: Keleti pályaudvar, Bus 7, 7A, 78, 173

Ostbahnhof/Keleti pályaudvar

Der 1884 errichtete Ostbahnhof mit seinen Skulpturen und der eleganten, reich verzierten Eingangshalle ist eine architektonische Perle im Stil der Neorenaissance. Am Bau des 93 m langen und 80 m breiten Kopfbahnhofs waren namhafte Künstler beteiligt. Heute kommen hier alle internationalen Züge an. | VIII. | Baross tér | U-Bahn 2: Keleti pályaudvar | Bus 7, 7A, 78, 173

Rumbach-Synagoge/Rumbach Sebestyén utcai Zsinagóga

Diese „Kleine Synagoge“, ein Frühwerk des Wiener Jugendstilarchitekten Otto Wagner (1841-1918), ist noch nicht restauriert, aber im Sommer gelegentlich geöffnet. | VII. | Rumbach Sebestyén utca 11-13 | U-Bahn 1, 2, 3: Deák Ferenc tér

Synagoge in der Dohány utca/Dohány utcai Zsinagóga

Das Gotteshaus mit den Zwiebeltürmen, gebaut im byzantinisch-maurischen Stil, ist die größte Synagoge Europas und zählt zu den großartigsten Bauwerken der Stadt. Entworfen wurde sie Mitte des 19. Jhs. von einem Wiener Architekten. In ihrem Hof, wo sich das Holocaust-Denkmal des Bildhauers Imre Varga befindet - ein silbrig schimmernder Baum des Lebens -, wurden Tausende Opfer des Faschismus begraben.

Ein Seitenflügel der Synagoge beherbergt das Jüdische Museum (Zsidó Múzeum) mit einer reichen Sammlung von Judaika von der Römerzeit bis zum 20. Jh. An der Stelle des heutigen Museums stand im 19. Jh. das Geburtshaus von Theodor Herzl (1860 bis 1904), dem Begründer des Zionismus. | Mo-Do 10-16.30, Fr, So 10 bis 13.30 Uhr | VII. | Dohány utca 2 | U-Bahn 2: Astoria, Straßenbahn 47, 49

Ungarisches Nationalmuseum/Magyar Nemzeti Múzeum

Das markante weiße Gebäude mit der großen Freitreppe und dem von acht korinthischen Säulen getragenen Portikus wurde 1847 - nach zehn Jahren Bauzeit - als Museum eröffnet. Die zentrale Ausstellung präsentiert die Geschichte Ungarns von 1000 bis 1990. Im ausgesprochen geschichtsbewussten Ungarn ist die Historie sehr präsent. Um einen Zugang zur Mentalität des Landes zu bekommen, ist die Ausstellung des Nationalmuseums ein Schlüssel.

Die Insignien der Macht des Königs Stephan, des ersten ungarischen Königs, kehrten 1978 nach 30-jährigem Exil in Amerika nach Ungarn zurück. Im Jahr 2000 wurden sie vom Museum ins Parlament gebracht. Der Garten des Museums ist eine beliebte Erholungsoase der Stadt. | Di-So 10-18 Uhr | VIII. | Múzeum körút 14-16 | www.hnm.hu | U-Bahn 3: Kálvin tér, Straßenbahn 47, 49

Ungarisches Naturwissenschaftliches Museum/Magyar Természettudományi Múzeum

Der klassizistische Museumskomplex mit einer Mineralien- und Gesteinssammlung ist eine faszinierende Erlebniswelt. So ist beispielsweise der Boden in der Passage zur Ausstellung aus Glas und gibt den Blick frei auf Korallenriffe. Die neue Attraktion ist ein 15 Mio. Jahre alter und 300 kg schwerer Opal, ein sogenannter Holzopal. Der sensationelle Fund kam Ende 2006 im Mátra-Gebirge ans Licht. In der Eingangskuppel schwebt das 2 t schwere Knochengerüst eines Furchenwals. | April-Sept. Mi-Mo 10 bis 18 Uhr, Okt.-März Mi-Mo 10-17 Uhr | VIII. | Ludovika tér 6 | Haupteingang am Fogado tér) | www.nhmus.hu | U-Bahn 3: Klinikák

Freiheitsbrücke/Szabadság híd

Diese Brücke, eine beeindruckende Gitterkonstruktion, entstand zwischen 1894 und 1896. Sie war nach dem Krieg (1946) der erste wieder aufgebaute Übergang über die Donau. Seitdem trägt sie den Namen Freiheitsbrücke.

Holocaust-Erinnerungszentrum/Holokauszt Emlékközpont

Sehenswert ist schon die beeindruckende Architektur des Gebäudekomplexes, der aus der historischen Páva-Synagoge und einem von Glas dominierten neuen Flügel besteht. Drinnen wird ein dunkles Kapitel Geschichte behandelt: der Holocaust in Ungarn. Im Frühjahr 1944, noch unter der Regierung des Reichsverwesers Miklós Horthy, wurden 440000 Menschen nach Auschwitz deportiert. Die Deutschen und die Pfeilkreuzler (die ungarischen Nazis), die im Herbst 1944 an die Macht kamen, haben den Tod weiterer Zehntausender Menschen zu verantworten. Insgesamt wird die Zahl der ermordeten ungarischen Juden und Roma auf über 600000 geschätzt. Dunkelheit, das Licht in den Vitrinen, beklemmende Geräusche wie dumpfe Schritte von KZ-Wächtern: Die Ausstellung ist ein Weg von der Finsternis zum lichten Kuppelraum der alten Synagoge und hinaus in den Tag. Sie fordert dazu auf, sich an den Satz „Wehret den Anfängen“ zu erinnern. | Di-So 10-18 Uhr | IX. | Páva utca 39 | www.hdke.hu | Straßenbahn 4, 6, U-Bahn 3: Ferenc körút

Kunstgewerbemuseum/Iparművészeti Múzeum

Der Museumsbau, eine Perle des ungarischen Jugendstils, ist eine Pracht. Den Besuch lohnt aber auch das ausgestellte Kunstgewerbe, z. B. Aristokratentrachten und Wandteppiche, Jugendstilgläser und italienische Majolika, Porzellan, französische Möbel und Silber. | Di-So 10-17.30 Uhr | IX. | Üllői út 33-37 | www.imm.hu | U-Bahn 3: Ferenc körút, Straßenbahn 4, 6

Ludwig Museum/Ludwig Múzeum

Seine wichtigste Sammlung zeitgenössischer internationaler Kunst verdankt Budapest den Aachener Kunstsammlern Irene und Peter Ludwig. Zu sehen sind unter anderem Werke von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg und Claes Oldenburg. Ein zweiter Schwerpunkt ist die junge ungarische Kunst seit 1990. Es finden auch Wechselausstellungen statt. | Di-So 10-20 Uhr, an jedem letzten Sa des Monats 10-22 Uhr | IX. | Komor Marcelli sétány 1 | www.ludwigmuseum.hu | Straßenbahn 2, Vorortbahn Csepeli HÉV

Nationaltheater/Nemzeti Színház

Dieser Bau hat die Gemüter über Jahre erhitzt und die Nation gespalten, des nationalen Pathos wegen, mit dem er überfrachtet wurde. Der damalige Ministerpräsident Viktor Orbán krönte das Richtfest und die Debatten mit dem Satz: „Das Nationaltheater ist zu einem nationalen Symbol geworden wie unser Wappen und unsere Nationalhymne.“ Das Werk der Architektin Mária Siklós ist der Mittelpunkt des neuen „Millenniumsstadtteils“. | IX. | Lechner Ödön fasor/Gregersen G. körönd | www.nemzetiszinhaz.hu | HÉV: Lagymányosi híd

Palast der Künste/Művészetek Palotája

Der Palast der Künste ist das jüngste architektonische und kulturelle Renommierprojekt der Hauptstadt. Er wurde von einer internationalen Jury zum weltweit besten Kulturgebäude des Jahres 2005 gewählt. Der hochmoderne Konzertsaal hat 1700 Plätze. Das Haus verfügt außerdem über ein Festivaltheater und ist auch die neue Heimat des Ludwig Museums sowie des Nationalen Tanztheaters. | IX. | Komor Marcelli sétány 1 | www.mupa.hu | Straßenbahn 2, Vorortbahn Csepeli HÉV

Ráday utca

Am Kálvin tér beginnt die Fußgängerzone Ráday utca, die mit ihren vielen Cafés und Restaurants zu einer beliebten Ausgehmeile wurde. | U-Bahn 3: Kálvin tér

Reformierte Kirche/Református templom

Die Kirche mit den sehenswerten Glasfenstern ist ein Werk des bekannten Architekten József Hild (1789 bis 1867) im neugotischen Stil. Er entwarf auch die Kanzel und die Orgelempore. | Tgl. geöffnet | IX. | Kálvin tér | U-Bahn 3: Kálvin tér

Aquincum

Wer sich für Ausgrabungen aus der Römerzeit interessiert, für den halten das Museum und das Ruinenfeld Aquincum auf der Budaer Seite wichtige Funde bereit. Zu sehen sind unter anderem eine Sammlung von Wandgemälden, Statuen und ein Mosaikbild, auf dem Herkules und Diana dargestellt sind. Der zur Römerzeit (4. Jh.) bedeutende Kurort Aquincum soll etwa 40000 Einwohner gehabt haben. | Mai-Sept. Di-So 10-18 Uhr, Okt. Di-So 10-17 Uhr | III. | Szentendrei út 139 | www.btm.hu | HÉV: Aquincum, Bus 42, 106

Király-Bad/Király Fürdő

Die Kuppel dieses 1565 erbauten Bades ist das bedeutendste türkische Baudenkmal in Budapest. Das Bad steht noch weitgehend in der Tradition des Hamam, des türkischen Badehauses. Es hat kein normales Schwimmbad, sondern nur einen Thermalwasserpool. | Männertage Di, Do, Sa 9-19 Uhr (werden als Gay-Treff genutzt), Frauentage Mo, Mi, Fr 7-17 Uhr | II. | Fő utca 84 | Bus 86

Neuer Gemeindefriedhof/Új Köztemető

Dieser Friedhof liegt in östlicher Richtung stadtauswärts, im Stadtteil Kőbánya.

Mit der Parzelle 301, die fast jeder Ungar kennt (2 km vom Haupteingang), verbindet sich das Schicksal des Ministerpräsidenten Imre Nagy. Er wurde vor dem Volksaufstand von 1956 wegen vermeintlicher „ideologischer Weichheit“ gestürzt, flüchtete vor den kommunistischen Hardlinern, wurde verhaftet und umgebracht. Man verscharrte seine Gebeine und die seiner Mitarbeiter in aller Heimlichkeit in einer Ecke des Friedhofs. Sie wurden 1989 für eine feierliche Wiederbestattung exhumiert. Seitdem findet alljährlich am 23. Oktober eine Gedenkfeier auf der Parzelle statt. 300 Stelen erinnern an die Opfer der von János Kádár zu verantwortenden Vergeltungsaktionen gegen die Aufständischen.

Prachtvolle Jugendstil-Grabmäler, von denen viele schon verfallen sind, hat der Neue Jüdische Friedhof (Eingang Kozma utca 6). Besonders opulent ist das Mausoleum für die Familie Schmidl. | Im Sommer tgl. 8-20 Uhr, im Winter tgl. 8-17 Uhr | X. | Kozma utca 8-10 | Straßenbahn 28, 37

Pálvölgyi-Höhle/Pálvölgyi Barlang

Von der unter Naturschutz stehenden, drittlängsten Tropfsteinhöhle in Ungarn kann man einen Abschnitt von 500 m besichtigen. Man sollte gut zu Fuß sein - die Strecke weist einige schwierige (Treppen-)Abschnitte auf. | Di-So 10-16 Uhr (Einlass bis 15 Uhr) | II. | Szépvölgyi út 162 | Bus 65

Skulpturenpark/Szoborpark

Für Besucher, die keine Erfahrungen mit einem kommunistischen Regime gemacht haben, ist der Skulpturenpark ein Kuriosum, für vom Kommunismus Geprägte markiert er das Ende einer Ära: Im Außenbezirk Budatétény haben die aus der Stadt ausrangierten ideologischen Größen (Marx, Engels, Lenin) und andere Monumente des sozialistischen Realismus eine Ruhestätte gefunden. Zum Kult wurden inzwischen viele der Souvenirs, die im Shop des Skulpturenparks angeboten werden. Vom innerstädtischen Deák-Platz (bei der U-Bahn) fährt tgl. ein Bus (März-Okt. 11 und 15 Uhr, Nov. bis Feb. 11 Uhr), Tickets für ein Programm mit Führung gibt es im Bus. | Tgl. 10 Uhr bis Sonnenuntergang | XXII. | Ecke Balatoni út/Szabadkai utca | www.szoborpark.hu | Bus 50

Türbe des Gül Baba/Gül Baba Türbéje

Der Name des Budaer Rosenhügels (Rózsadomb), ein Viertel mit Gassen und Treppen, erinnert an Gül Baba, was so viel heißt wie Rosenvater. Er kam 1541 als Derwisch nach Buda und starb kurz darauf in der zur Moschee umgestalteten Matthiaskirche. Das Grabmal, ein achteckiger Kuppelbau, das der damalige Pascha Jaja für ihn errichten ließ (1543-48), ist eines der wichtigen Baudenkmäler aus der türkischen Zeit. | Mai-Sept. Di-So 10-18 Uhr, Okt. Di-So 10 bis 16 Uhr | II. | Mecset utca 14 | www.btm.hu | Bus 191