Deutschland ist als Reiseland nach einem schwachen Jahr im Aufwind.
In diesem Jahr sei mit einem Zuwachs der Übernachtungen von rund 1,5 Prozent zu rechnen, teilte die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) in Hamburg mit.
Sehenswürdigkeiten wie das Marburger Schloss werden als Reiseziel wieder interessanter. (© Foto: dpa)
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Die Nachfrage aus dem Ausland werde sogar ein Plus von mehr als 2,5 Prozent erreichen. Im vergangenen Jahr stagnierte die Tourismus-Branche in Deutschland. Zwar stieg die Zahl der Übernachtungen von Ausländern um 2,7 Prozent auf 41,8 Millionen, doch war der Markt bei den deutschen Gästen um 0,4 Prozent auf 296,8 Millionen rückläufig. Zuwachs bei den Ausländern und Rückgang bei deutschen Gästen glichen sich aus.
"Deutschland hat sich in einem schwierigen Jahr international sehr gut geschlagen", sagte die DZT-Vorsitzende Petra Hedorfer aus Anlass der Einkäufer-Messe German Travel Mart in Hamburg. Weltweit ging der Tourismus durch den Irak-Krieg und die Lungenkrankheit SARS um 1,2 Prozent zurück.
Dagegen sei es Deutschland gelungen, im wichtigsten Auslandsmarkt Westeuropa um 4,5 Prozent zuzulegen. Rund drei Viertel der ausländischen Gäste kommen aus Westeuropa. Die Übersee-Märkte, vor allem USA und Japan, waren zwar im vergangenen Jahr rückläufig, doch hätten auch hier die Übernachtungszahlen seit Oktober angezogen.
Potenzial durch neue EU-Länder
"Die neuen EU-Länder bieten für Deutschland ein großes Potenzial", sagte Hedorfer. Schon im vergangenen Jahr trugen Reisende aus osteuropäischen Landern rund 2,7 Milliarden Euro zum Umsatz der deutschen Tourismus-Wirtschaft bei, wobei noch nicht einmal alle Länder der Region statistisch erfasst sind. Die meisten Touristen und Geschäftsreisenden kommen aus Polen und Tschechien.
Bei der Messe German Travel Mart kommen die Einkäufer touristischer Leistungen aus aller Welt zusammen, um sich über den deutschen Reisemarkt zu informieren. Die DZT unterstützt die Vertriebsleistung der verschiedenen Urlaubsregionen durch eine Vielzahl von Sonderaktionen und Kampagnen. Gegenwärtig laufen bereits die Vorbereitungen für die Saison 2006, für die wegen der Fußball-Weltmeisterschaft allein fünf Millionen zusätzliche Übernachtungen in Deutschland erwartet werden.
(dpa)
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