Für 34 Euro durch ganz Deutschland, dies bietet die Bahn ihren Kunden seit August an - und hatte wohl nicht damit gerechnet, wie weit die Passagiere wirklich reisen.
Die Deutsche Bahn will das erst im Sommer eingeführte "Quer-durchs-Land-Ticket" in Kürze auslaufen lassen. Das bis zum 31. Januar befristete Angebot, das Reisen nach Prinzip des Wochenend-Tickets auch an Werktagen erlaubt, werde nicht verlängert, berichtete die Tageszeitung Die Rheinpfalz .
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Hauptgrund für das Auslaufen des Tickets sei, dass die Kunden mit dem Angebot viel längere Strecken zurücklegten als erwartet. Dadurch fielen die Einnahmen je Streckenkilometer niedriger aus als zuvor berechnet. Reisende legten mit dem Ticket im Schnitt 350 Kilometer zurück.
Die Bahn erklärte, dass das "Pilotprojekt planmäßig zum 31. Januar beendet und ausgewertet" werde. Dann wolle der Konzern entscheiden, "ob es in Zukunft ein solches oder ähnliches Ticket geben wird", sagte ein Bahn-Sprecher in Berlin.
Das Quer-durchs-Land-Ticket war im August eingeführt worden. Bahn-Kunden können mit der Fahrkarte zum Preis von 34 Euro einen Tag lang nach Belieben in Zügen des Regionalverkehrs im gesamten Bundesgebiet fahren. Für jeden weiteren Mitfahrer kommen fünf Euro hinzu. Das Ticket gilt von 9 Uhr morgens bis um 3 Uhr des Folgetags in allen Nahverkehrszügen und S-Bahnen der Deutschen Bahn.
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(sueddeutsche.de/AFP/kaeb)
Umstrittenes Anti-Piraterie-Abkommen
Träumen, planen, reisen
unrentabel, also Autofahrt
Da ich meist 3 Tage vorher buchen konnte und freitags eine halbe Stunde früher gehen durfte, habe ich den Sparpreis 25 bekommen (Zugbindung, WE-Bindung): 85, d.h. gleiche Kosten wie mit Kfz, jedoch wesentlich entspanntere Fahrt und sinnvolle Zeitnutzung zum Lernen, Lesen, etc.. Ab und zu ergab sich auch die Möglichkeit, dass ich schon Do nachmittag heimfahren konnte, mit Glück ergab sich dann der Sparpreis 50 zu 60. Leider ist es mittlerweile jedoch so, dass die Sparpreiskontingente relativ schnell erschöpft sind, bzw. auf manchen Strecken und an den Hauptreisetagen gar nicht zu bekommen. So bleibt alternativ wirtklich nur das Auto, auch wenn man gerne Bahn fahren würde, was ökologisch wesentlich verträglicher wäre.
Ich bin als Studentin jede Woche fürs Wochenende gependelt. Mit dem IC, manchmal auch mit dem ICE. Mit Bahncard 50 (die hat sich für mich in nur 2 Monaten schon gelohnt) wars nur unwesentlich teurer, aber die Fahrzeit um rund ein Drittel kürzer. Und dort waren zwar auch geschäftsreisende, aber auch viele private Wochenendpendler.
Das Problem mit dem Auto ist nämlich: Günstiger als die Bahn ist es nur, wenn man mit mehreren Personen fährt. Das funktioniert aber oft nicht, insbesondere wenn man Single ist bzw. alleine lebt. Ich hätte mir ein Auto schlicht nicht leisten können...die Bahn schon.
Ich fahre relativ häufig geschäftlich mit der Bahn, aber nicht, weil mein Arbeitgeber dafür bezahlt, sondern aufgrund einer relativ einfachen Kalkulation, die ergibt, dass Bahnfahren konkurrenzlos günstig ist.
Z. B. für rund 120 von München nach Hamburg und zurück. (2. Klasse).
Die Fahrzeit ist zwar rund doppelt so lang, wie mit dem Flieger, aber die Zeit, die man im Zug verbringt, kann man mit Arbeiten sinnvoll nutzen. Das geht überhaupt nicht im Auto und eher schlecht bis gar nicht im Flieger.
Das erklärt dann auch, dass die ICEs während der Woche fast zu allen Zeiten voll sind und zwar zu einem großen Teil mit vielfahrenden Geschäftsreisenden, deren AGs, wenn sie nicht selbständig sind, Arbeitszeit sinnvoll einsetzen und Geld sparen wollen. Das hat nichts mit Luxus zu tun, sondern mit der BahnCard 50, die sich bei Vielfahrern in kurzer Zeit lohnt. Es hat also noch lange nichts mit Elite zu tun. Eher im Gegenteil.
Aber natürlich gibt es auch die elitäre 1. Klasse. Betrachtet man aber einen ganzen ICE, so ist diese doch viel kleiner als die Zweite Klasse, in der viel mehr Passagiere pro Wagen untergebracht werden und in der bedeutend weniger Komfort durch eine relativ enge Bestuhlung geboten wird.
Aber Sie haben schon recht: Im Fernverkehr werden Wenigfahrer gnadenlos abgezockt, aber die Auslastung der Züge zeigt, dass es sich die Bahn offenbar leisten kann.
wie das Bayern-Ticket, Quer-durchs-Land-Ticket oder das Schönes-Wochenende-Ticket stellen für mich die einzige ernstzunehmende Alternative für das Fahren mit der Bahn anstelle dem Auto dar. Denn nur mit diesen Tickets ist das Reisen wirklich günstiger als mit dem Auto.
Dass offensichtlich viele so denken sieht man an dem Publikum, welches gemeinhin die ICE's des Landes bevölkert: Anzug-mit-Schlips-Träger und Laptop-auf-dem-Tisch-Fahrgäste, will sagen Geschäftsreisende (Businesska.sper), die ihre Tickets vom Arbeitgeber bezahlt bekommen. Und einige wenige ältere Herrschaften ohne eigenes Auto.
Der Rest, wie Familen u.ä. wird die ICE's meiden, wie der T.eu.fel das Weihwasser - weil einfach unbezahlbar. Die sind froh, wenn sie ihren Kindern das Reisen in einem Zug mal zeigen können - wenn auch nur im Regionalexpress. Hier wurden diese Tickets dankbar für Familienausflüge angenommen.
Nur ein Beispiel zur Erläuterung:
Fahren Sie mal mit Ihrer Famile zum Normalpreis von München nach Hamburg im ICE und zurück: Da sind Sie sage und schreibe 508,00 EUR für zwei Erwachsene und zwei Kinder los. Das ist hanebüchen. Für dieses Geld ist die Inspektion beim Auto neben den Spritkosten schon fast mitbezahlt!
Aber man sieht anhand solcher Entscheidungen - wie dem Wegfall der Günstig-Tickets- deutlich wohin bei der Bahn die Reise geht: Hin zu einem Eliten-Fahrgastpublikum dem die Kohle einfach w.urscht ist, weil entweder genug davon vorhanden ist oder weil eine finanzkräftige Fa. die Tickets für ihre Schäfchen zahlt. Und die verhätschelt man dann auch in der ersten Klasse nach allen Regeln der Kunst....
Der Rest soll einfach draußen bleiben! Der P.ö.bel soll doch zu Fuss gehen oder machen was er will.
So sieht öffentlicher Personenverkehr "im Dienste der Allgemeinheit" im Jahr 2009 aus...
Und je mehr FDP in der Bahn steckt - sprich: je privatisierter das Ganze wird, umso krasser wird sich das ganze noch weiterentwickeln. Ein jeder kann sich überlegen, ob er/sie das möchte....auch für so etwas gibt es Wahlen!
Ich habe das Tiket mehrmals benutzt um in leeren Zügen Fahrten zu unternehmen die ich sonst gar nicht oder mit dem Auto gemacht hätte.
Vermutlich war ich aber der einzige.
In Zukunft bekommt die Bahn wieder nichts mehr von mir.
Die Argumentation mit der Einnahme pro Streckenkilometer ist hahnebüchen.
Wenn viele Fahrgäste von teureren Tikets umgestiegen sind und dadurch Mindereinnahmen entstanden sind, dann könnte man die Sache verstehen.