Elf Regeln für das heimische Bad

1. Das Motto der Japaner: Jede Zeit ist die richtige Zeit für ein perfektes Bad.

Anzeige

2. Unabdingbar ist für den Badenden neben Seife, Shampoo und Waschlappen eine Schüssel! Wozu die gebraucht wird? Dazu mehr unter 4.

3. "Original japanisch" zu baden, erfordert ein großes Bad, und zwar eines, das neben der Badewanne eine Dusche oder wenigstens einen zweiten Abfluss bietet. Denn zunächst wird das klare heiße Wasser in die Wanne eingelassen.

4. Steigen Sie jetzt noch nicht in die Wanne. Schäumen Sie Ihren Körper mit Seife ein - idealerweise in Ihrer Dusche, sonst haben Sie gleich ein Überschwemmungsproblem. Denn nun kommt die Schüssel zum Einsatz: Sie schöpfen damit heißes Wasser aus der Wanne über Ihren Körper.

5. Steigen Sie langsam in die dampfende Wanne und sitzen Sie dort ruhig.

6. Wenn Sie sich durch und durch erwärmt fühlen, steigen Sie mit Bedacht wieder aus der Wanne heraus.

7. Schrubben Sie Ihren Körper mit einem feuchten, eingeschäumten Handtuch. Dabei geht der Japaner nicht gerade zimperlich vor.

8. Schöpfen Sie wieder Wasser aus der Wanne über sich - oder drehen Sie wahlweise Ihre Dusche an. Wichtig ist dabei, dass kein Schaum ins klare Wasser der Wanne gerät!

9. Steigen Sie noch einmal in die Wanne. Sitzen Sie dort mit Muße. Quietschenten, Krimis und sonstiger Zeitvertreib müssen draußen bleiben. Es geht nun einzig und allein darum, sich zu entspannen.

10. Bevor Sie Schwimmhäute ausbilden, verlassen Sie die Wanne. Trocknen Sie sich gut ab. Und jetzt rufen Sie Ihren kleinen Bruder - denn in japanischen Familien ist es bis heute immer noch üblich, nacheinander in die Wanne zu gehen.

11. Danach gönnen Sie sich noch ein paar ruhige Minuten. Vorzugsweise auf Ihrer Terrasse mit Blick in den Kirschbaumhain. Wenn Sie keinen besitzen - dann erträumen Sie sich einen.

Leser empfehlen