Von Stefan Herbke

Eis im Sommer: Direkt über dem Inntal, auf der Hochfläche des Hundsalmjochs, befindet sich die einzige Eishöhle Nordtirols.

Der Schacht zur Höhle wurde bereits im 18. Jahrhundert, vielleicht auch schon früher, entdeckt. Die ersten Höhlenforscher tauchten in den frühen zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts auf. Danach kamen hin und wieder Interessierte, liehen sich beim Wirt des Gasthauses Buchacker eine Strickleiter aus und kletterten über eine 16 Meter hohe Wand in die Eingangshalle, den Eisdom.

Hundalm-Eishöhle

Schnee und Eis - genau das richtige für heiße Sommertage (© Foto: Herbke)

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Heute ist der Zugang leichter, eine Eisentreppe führt bequem in die seit 1967 als Schauhöhle präparierte und ausgebaute Höhle.

Lohnend ist eine Führung durch die Eis- und Tropfsteinhöhle vor allem im Frühsommer, wenn die Wände noch vereist sind und riesige Eiszapfen für glitzernde Schönheiten sorgen. Ausgerüstet mit Helm und Lampe (wird zu Beginn der Führung verteilt) und dicker Jacke steigt man über eine Treppe in den zwölf Meter hohen Eisdom hinab, dessen Boden ein acht Meter dicker Eisblock bildet. Ein schmaler und niedriger Rundweg führt zur Tropfsteinhalle mit Stalaktiten und Wandsinter hinab zum tiefsten Punkt der Führung, 10 Meter unter der Eisoberfläche des Eisdoms.

Von Mariastein zur Eishöhle

Der kürzeste Anstieg zur Höhle beginnt in Embach bei Mariastein. In vielen Serpentinen schraubt sich ein Güterweg durch die steile Flanke zur bewirtschafteten Buchackeralm und über Almweiden auf die Hochfläche.

Auf einem kleinen Pfad wandert man die letzten Minuten durch Wiesen und lichten Wald an den Nordrand der Hochfläche, bis sich unvermittelt der Eingang der Höhle auftut.

Anfahrt: Inntalautobahn über Kufstein zur Ausfahrt Kirchbichl, über Niederbreitenbach und Mariastein nach Embach

Zeit: Insgesamt 5 Stunden

Schwierigkeit: Einfache Wanderung ohne Schwierigkeiten, für die Eishöhle benötigt man warme Kleidung (Anorak, lange Hose)

Einkehr: Buchackeralm (ca. 1330 Meter)

Karte: ÖK 89, Angath (1:50.000)

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(Süddeutsche.de/Stefan Herbke/dd)