Waldbrände nahe Athen Die Folgen des Feuers

Die Lage um Athen ist dramatisch - wie sollen Urlauber reagieren, die gerade jetzt nach Griechenland reisen wollten?

Vielen Griechenland-Touristen dürfte die Freude über die schönsten Wochen des Jahres mit Blick auf die heftigen Waldbrände mächtig verdorben sein. Und auch künftige Urlauber machen sich in diesen Tagen möglicherweise Gedanken, ob sie den Trip dorthin überhaupt antreten wollen.

Als Tourist ins Katastrophengebiet - was Reisende tun können.

(Foto: Foto: dpa)

In rechtlicher Hinsicht ist zwischen Individual- und Pauschalreisen zu unterscheiden: Wer nur eine Unterkunft gebucht hat, kann in aller Regel von der Reise nur dann kostenlos zurücktreten, wenn die gewählte Herberge auch direkt betroffen ist. Die bloße Existenz von Waldbränden in der Gegend reicht häufig nicht aus für eine Stornierung. Gleiches gilt normalerweise auch für einen einzeln gebuchten Flug.

Pauschalreisende haben es unter Umständen etwas einfacher: Sie können sich im Extremfall darauf berufen, dass der Zweck der Reise - also Erholung, Badeurlaub oder eine Schlösserbesichtigung - bis auf weiteres nicht mehr erreicht werden kann. Grundsätzlich gilt hier, dass es für eine Minderung des Reisepreises unerheblich ist, ob der Veranstalter eine Beeinträchtigung zu verantworten hat oder nicht.

Einen Anspruch auf weiteren Schadensersatz können Pauschalreisende nur dann geltend machen, wenn der Veranstalter seinen Pflichten nicht nachgekommen ist. Das könnte dann der Fall sein, wenn er Urlauber trotz genauer Kenntnis der Lage vor Ort in ein betroffenes Gebiet reisen lässt. Wer vor Ort an einen Reiseabbruch denkt, sollte - solange keine akute Gefahr vorliegt - das Gespräch mit dem Reisenanbieter suchen und auf die Kulanz des Veranstalters setzen.

Künftige Reisende sollten sich im Zweifelsfall sicherheitshalber mit dem Unternehmen in Verbindung setzen, ehe sie kurzerhand vom bereits geschlossenen Reisevertrag zurücktreten.

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