Von Von Marc Hujer

Von sofort an machen Grenzbeamte von Einreisenden aus Deutschland und 26 weiteren Ländern ein Digitalfoto und nehmen Fingerabdrücke.

Deutsche und Reisende aus 26 anderen Ländern müssen sich vom heutigen Donnerstag an bei der Einreise in die USA erkennungsdienstlich erfassen lassen. Grenzbeamte machen ein Digitalfoto und nehmen zwei elektronische Fingerabdrücke ab.

elektronischer fingerabdruck

Unter dem Eindruck des 11. Septembers verschärfen die USA ihre Einreise-bestimmungen weiter. (© Foto: dpa)

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Die Daten werden mit Verzeichnissen abgeglichen, in denen Verbrecher und mutmaßliche Terroristen gespeichert sind. Diese Bestimmungen gelten bereits seit Anfang des Jahres, doch waren Reisende aus den 27 Ländern, die kein US-Visum beantragen müssen, bisher ausgenommen.

Das neue Verfahren soll wegen der raschen Erfassung der Daten - innerhalb von etwa 15 Sekunden - aber nicht zu längeren Wartezeiten bei der Einreise führen. Kinder unter 14 Jahren und Senioren, die älter als 79 Jahre alt sind, sollen von den neuen Bestimmungen ausgenommen werden.

Die neuen Regeln gelten auch nicht für US-Bürger, Kanadier mit biometrischen Pässen und Mexikaner mit speziellen Einreisekarten für den grenznahen Verkehr.

Bisher waren Bürger aus den 27 Ländern, für die das so genannte "Visa Waiver Program" galt, von den zusätzlichen Sicherheitsvorschriften ausgenommen. Sie brauchten lediglich einen maschinenlesbaren Pass, solange ihr Aufenthalt in den USA nicht mehr als 90 Tage betrug. Ein Visum mussten sie nicht beantragen.

Zu den bevorzugten Ländern gehörten neben Deutschland die Schweiz, Großbritannien, die Niederlande, Spanien, Italien, Australien und Japan. Aus diesen Ländern reisen jährlich 13 Millionen Menschen in die Vereinigten Staaten.

Asa Hutchinson, Staatssekretär im Heimatschutzministerium, wies Befürchtungen zurück, die USA könnten im Ausland den Ruf als Einwanderungs- und Urlaubsland verlieren. "Eine unserer höchsten Prioritäten ist, dass die USA weiterhin ein Land bleiben, das Besucher willkommen heißt", sagte er.

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