Bald müssen Europäer eine Gebühr für USA-Reisen zahlen, vier Dollar mehr als angekündigt. Doch die USA brauchen das Geld - für die Touristen.
Die USA erheben eine neue Einreisegebühr in Höhe von 14 Dollar (umgerechnet rund 10,60 Euro) für europäische Touristen. Der Betrag wird von dem 8. September 2010 an für alle Reisenden fällig, die kein Visum benötigen, wie das US-Heimatschutzministerium in Washington mitteilte. Dies trifft auf die meisten Deutschen und EU-Bürger zu.
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Die Gebühr liegt vier Dollar höher als ursprünglich von den USA angegeben. Sie fällt bei der Nutzung des elektronischen Einreisesystems Esta (Electronic System for Travel Authorization) an, die bislang kostenlos war. Seit dem vergangenen Jahr müssen alle Touristen vor ihrer Einreise in die USA im Internet eine solche Genehmigung beantragen.
Die Europäische Kommission bedauerte die Einreisegebühr. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström erklärte in Brüssel, die Abgabe laufe dem US-Ziel zuwider, den transatlantischen Tourismus zu fördern und sei eine zusätzliche Belastung für europäische Reisende.
Die US-Regierung will mit dem Geld eine Werbekampagne für Touristen finanzieren: Zehn Dollar fließen in den Werbetopf, vier Dollar sollen die Kosten des Einreisesystems Esta abdecken.
Wer nicht von der Esta-Einreiseerlaubnis Gebrauch macht, benötigt ein teureres und mit mehr bürokratischem Aufwand verbundenes Visum im Pass. In einer Erklärung der EU-Kommissarin Malmström heißt es, die Kommission werde erst nach Vorlage der endgültigen Gebührenregelung prüfen, ob diese den Vereinbarungen über Visabefreiungen zwischen Washington und der EU entspreche. Die jetzt in Kraft tretende Regelung ist als vorläufig deklariert worden.
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/kaeb)
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Mangelndes Erfindertum kann man den Amerikaner nicht untrestellen. Die Einreisegebühr an sich gibt es schon lange und ist hier auch nicht gemeint. Vielmehr ist es der Reichtum an Ideen mit den es die Vereinigten Staaten von Amerika immer wieder schaffen ihre Aktivitäten von anberen Nationen bezahlen zu lassen. Wer den Konsum Amerikas bezahlt, hat zuletzt die Finanzkrise gezeigt. Nun lassen sich unsere Freunde jenseits des Atlantiks ihr, die Welt sicherer machendes und überaus sinnvolles, Einreisesystem bezahlen, das nebenbei Datenmengen produziert, deren Auswertung Amerikas Arbeitslosen (9,5%) sofort die nächsten Jahre in Arbeit bringen würde. Und weiter bezahlen wir Europäer eine umfassende Werbekampagne um die arg gebeutelte Region am Golf von Mexiko wieder attraktiv zu machen. Werbung und Aufräumarbeiten sind unabdingbar, aber bezahlen sollen dies doch bitte die Aktionäre von BP, oder hat sonst noch jemand von den Ölbhorungen in der Tiefsee profitiert?
Ja. 14 Euro zu bezahlen dafür, dass man ein anderes Gebiet des eigenen Planeten betreten darf - ein Unding!
Übrigens: Was sagt ihr zu den 60 Euro, die andere Erdenbürger bezahlen müssen, wenn sie Deutschland bereisen wollen?
14 $ für den Zoo wären besser angelegt!
Grade unerfahrene Reisen werden nun wohl Opfer dubioser Internetseiten werden, die die 14 USD betruegerisch erheben... Dann werden sicherlich die ein oder anderen Probleme mit Cash direkt bei der Einreise auftreten ("Sie haben noch nicht bezahlt, zahlen Sie hier nochmals") etc.
Und schliesslich ist das nun ein verkappter Visazwang: ESTA & Geld = Visum. Damit verstossen die USA gegen das Abkommen mit der EU gegenseitig keine Visagebuehren zu erheben.
...muß nun noch von den Ausgeschnüffelten selber bezahlt werden. EU-Länder: Weshalb erhebt man nicht Gebühren für einreisende amerikanische Touristen?