Nach Iquitos im Nordosten von Peru zu gelangen, ist nicht so einfach. Die Metropole mit mehr als 400.000 Einwohnern ist die größte Stadt der Welt, die nur per Boot oder Flugzeug zu erreichen ist. Keine Straße führt hierher. Dafür bietet Iquitos trotzdem zwei Attraktionen: das Stadtbild selbst und Flussfahrten auf dem Amazonas. Für eine fünftägige Tour kann man leicht 3500 US-Dollar ausgeben (umgerechnet mehr als 2600 Euro). Es geht aber auch günstiger, wenn der Preis direkt mit den Anbietern in Iquitos ausgehandelt wird.

A man travels on a ship across the Maranon river, one of the two main headwaters of the Amazon river Bild vergrößern

Ein Mann befährt auf einem Schiff den Fluss Marañón bei Iquitos. (© Reuters)

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Offerten auf der Straße darf man getrost ausschlagen, mögen sie noch so billig erscheinen. Empfehlenswert ist, sich beim Tourismusbüro von iPeru in Iquitos die Adressen angesehener Bootsanbieter geben zu lassen - und erst dann die rosafarbenen Delphine und die Vögel des Amazonas zu besuchen.

Iquitos selbst wird von Jugendstilfassaden geprägt, durch den erfolgreichen Handel mit Kautschuk erlebte die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts ihre Glanzzeit. Die Metropole der Region Loreto, gegründet von Jesuiten-Missionaren, gehört noch zu den Orten in der Welt, in denen eine Kirche das höchste Gebäude ist: die Iglesia Matriz an der Plaza de Armas.

Am selben Platz steht auch das Eisenhaus "Casa de Hierro", das der französische Architekt Gustave Eiffel geplant hat. Die beste Reisezeit für Iquitos ist Oktober und November. Dann regnet es in der dschungelfeuchten Stadt vergleichsweise wenig, und die Sommertouristen sind noch nicht eingetroffen. Auf dem San-Juan-Artisanal-Markt können Besucher Handwerkskunst wie Schnitzereien oder Keramiken kaufen, aber auch Ausstellungen über Amazonas-Kultur und Vorführungen im hölzernen Amphitheater besuchen.

Weitere Informationen finden Sie unter peru.travel.

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(sueddeutsche.de/kaeb/dd)