In Spanien wächst der Ärger über Touristen, die nicht angemessen gekleidet durch große Städte flanieren. Schon wird der Ruf nach einem Bikini-Verbot laut.
Die Urlauber denken sich nichts dabei: Wenn sie lange genug am Strand gelegen haben und einen Stadtbummel unternehmen wollen, lassen so manche Spanien-Besucher ihre Badekleidung gleich an. In Bikini oder Badehose schlendern sie in Barcelona, Málaga oder Palma de Mallorca durch die Einkaufsstraßen.
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Bei den Einheimischen lösten die halbnackten Stadtbesucher mittlerweile ein beträchtliches Unbehagen aus. Dies ging so weit, dass der Ruf nach einem Bikini-Verbot für spanische Innenstädte laut wurde.
Bikini und Badehose gehören nach Ansicht der Spanier an den Strand und die Strandpromenade. Beim Einkaufen oder bei einem Lokalbesuch in der Stadt Badekleidung zu tragen, gilt dagegen als unschicklich. "Barcelona ist, mit Verlaub, kein Badeort wie Lloret de Mar oder Salou", sagte Emili Sarrión, Präsident eines Händlerverbandes in der katalanischen Metropole, der Zeitung El País. "Die Kleidung spielt durchaus eine Rolle."
Jordi Clos, Präsident des Hotelierverbands in Barcelona, ging noch einen Schritt weiter und verlangte, die Stadt solle Spaziergänge in Badehose oder Bikini auf der Flaniermeile Las Ramblas untersagen. "Ein solches Verbot bedeutet keine Repression, sondern Ordnung", meinte der Verbandschef. "In London oder Paris laufen auch keine Touristen in Badekleidung durch die Stadt."
Einige Zusammenschlüsse von Geschäftsleuten und Anwohnern unterstützten die Forderung nach einem Bikini-Verbot.
Düstere Erinnerung an die Franko-Zeit
Die große Mehrheit der Wirtschaftsverbände wie auch die Verantwortlichen in den betroffenen Städten sprachen sich jedoch dagegen aus und plädierten für ein behutsames Vorgehen. "Die Reiseveranstalter könnten den Urlaubern ein paar Ratschläge geben und darauf hinweisen, dass man beim Stadtbummel ordentlich gekleidet sein sollte", schlug Barcelonas Stadträtin Assumpta Escarp vor.
Der Vorsitzende des Fremdenverkehrsverbandes auf Mallorca, Alvaro Middelmann, gab zu bedenken, ein Verbot würde an die Zeit der Franco-Diktatur (1939-1975) erinnern. "Man würde sich in jene Epoche zurückversetzt fühlen, in der die Polizei an den Strand ging und all den Urlauberinnen eine Geldstrafe aufbrummten, die ein Bikini trugen", sagte er der Zeitung Diario de Mallorca.
Der Bikini war im sittenstrengen Spanien bis in die 60er Jahre verboten. Benidorm, Marbella und Santander waren die ersten Städte, die erreichten, dass das Regime seine harte Linie aufgab und an bestimmten Stränden das Tragen von Bikinis tolerierte.
Badekleidung im Lokal nicht erwünscht
Im jetzigen Bikini-Streit geht es jedoch nicht um das Tragen von Zweiteilern am Strand, sondern in der Stadt. Der Badeort Sitges bei Barcelona weist in seinen Verordnungen darauf hin, dass Spaziergänger in den Straßen der Stadt ordentlich gekleidet sein sollten, droht aber nicht mit Bußgeldern.
In Málaga an der Costa del Sol kleben an den Eingängen einzelner Lokale Bildsymbole, die anzeigen, dass Gäste in Badekleidung nicht erwünscht sind. Die Zeitung La Gaceta entdeckte einen bemerkenswerten Gegensatz zum Nachbarland Frankreich: "Während die Franzosen darüber debattieren, ob man die Burka (Ganzkörperschleier) aus dem Straßenbild verbannen soll, diskutiert man in Spanien über ein Bikini-Verbot. Bei den einen wird zu viel bedeckt, bei den anderen zu wenig."
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(dpa/dd)
Bundespräsident Gauck
Träumen, planen, reisen
bin gerne Ausländer, versuche soviel Kultur und Sprache wie möglich zu erlernen bei meinen Gastgebern. Bin es aber satt, immer in der Zeitung zu lesen wie schlimm sich Deutsche im Ausland aufführen. Ausländer in Deutschland können sich aufführen wie sie wollen (keine deutsche Sprache, keine deutsche Kultur ), keine Zeitung traut sich dieses Tema auf zu nehmen, wo vor haben die deutsche Zeitungen angst ?
Scheinbar gehen nur ausländische Touristen (Deutsche, Engländer, etc.) in Badeklamotten ins Restaurant, machen Spanier sowas nicht? Zu Hause vermutlich nicht, aber da tun es deutsche ja auch nicht, aber im Urlaub verhalten sich Touristen sehr ähnlich.
Die Hälfte der Touristen z. B. in Benidorm sind Spanier. Was Mensch zu Hause nie machen würde, finden er und sie im Urlaub normal: mit Badehose und Handtuch in den Stadtbus, mit Bikini und Kreditkarte Geldabheben, etc. In Torrevieja (Alicante) ist es seit Jahren verboten in Badekleidung in den Bus zu steigen. Muss man sich mal vorstellen: um 14 uhr bei 35 Grad, im vollen Stadtbus ist es auch mit Klimaanlage heiss und man klebt an den schweissübeerströmten Rücken des Vordermannes, oder soll sich auf den noch schweissfeuchten Sitz setzen!! Auch hier in Alicante kann man um die Mittagszeit in der Warteschlange am Bus Familien in Badkleidung, mit Schwimmringen und aufgeblasener (!!) Luftmatraze beobachten, sowohl Einheimische wie Ausländer. Noch vor ca 7, 8 Jahren kam man mit Addidashose und Badeschlappen nicht mal bei McDonald rein. Vermutlich hat es etwas mit dem Respekt gegenüber der einheimischen Bevölkerung zu tun, auch damit, dass sich viele nach wie vor für was besseres halten (sieh Deutsche in Italien 60er Jahre)
Es gibt übrigens auch Strandrestaurants und -bars wo es erlaubt ist in Badekleidung zu Mittag zu essen, die sind aber, wie der Name schon sagt, direkt am Strand.
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genauso wie es jede Menge Frauen (meistens über 50 Jahre) gibt, die sich in islamischen Urlaubsländern oben ohne sonnen, obwohl das inzwischen hinlänglich bekannt sein dürfte, daß das das kulturelle bzw. religigiöse Empfinden der Einheimischen schwer beleidigt, wird es penetrant ignoriert! Und genauso werden Appelle an Urlauber, nicht in Badeklamotten durch die Orte und Städte zu ziehen, im hirnlosen Nirwana dieser unkultivierten Urlauber verhallen.
"Die Reiseveranstalter könnten den Urlaubern ein paar Ratschläge geben....." Nein, Leute, die Dumpfbacken, die im Badezeug Stadtbummel machen und Restaurants besuchen, reagieren nicht auf "Ratschläge"; die brauchen schon eher Schläge mit dem Holzhammer. Denn wer auch nur rudimentäre Erziehung genossen hat und über ein Minimum an Geschmack verfügt, tut so etwas nicht, und zwar von sich aus.
Hoffenlich verständigen sich die Gemeinden und Städte der Urlaubsländer auf ein striktes Verbot solcher Unsitten. Ansonsten bliebe nur, sich auf Geschäfte, Café- und Restaurantbetreiber zu verlassen, solche Typen nicht zu bedienen.
Es gibt Geschwindigkeitsregeln in geschlossenen Ortschaften, deren Mißachtung geahndet wird, also kann es auch im öffentlichen Raum Bekleidungsregeln geben. Sonst wird uns in ein paar Jahren die Brut dieser unappetitlichen Zeitgenossen das nackte Grauen lehren.